islaMedia



islaMedia - Medienberichterstattung über Islam und Muslime in Europa

http://www.ezire.fau.de/


November 2021



DIE PRESSE: Österreich geht mit anderen EU-Ländern gegen politischen Islam vor

Österreich, Dänemark, Belgien und Frankreich wollen gemeinsam gegen Radikalisierung kämpfen. Wien solle dabei als "Kompetenzort gegen politischen Islam" etabliert werden. Islamismus mache nicht an den Grenzen halt, die Kooperation innerhalb Europas müsse deshalb verstärkt werden, sagte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) im Rahmen einer Konferenz am Donnerstag in Wien.

https://www.diepresse.com/6053344/osterreich-geht-mit-anderen-eu-landern-gegen-politischen-islam-vor?from=rss


DIE PRESSE: Kopftuch-Werbung, bezahlt aus dem EU-Budget

Mit Sujets wie diesem hat sich der Europarat im Bemühen um Toleranz ein schweres PR-Problem eingefangen. Der Europarat löst mit einer Kampagne gegen Hassrede, in der das Tragen des Hijab als Zeichen der Freiheit der Frauen dargestellt wird, einen Aufruhr im Netz aus. Finanziert wird das auch von der EU. „Schönheit liegt in Diversität, wie Freiheit im Hijab liegt": unter dieser Parole lancierte der Europarat am Dienstag ein kurzes Onlinevideo auf Twitter. Man sieht da junge Frauen, zunächst ohne, dann mit islamischem Kopftuch. Das Ganze ist Teil einer Kampagne gegen Hassrede und Angriffe auf Minderheiten, darunter jene der Moslems, allen voran moslemischer Frauen mit Kopftuch.

https://www.diepresse.com/6055822/kopftuch-werbung-bezahlt-aus-dem-eu-budget?from=rss

 

DIE PRESSE: Sobotka in Paris: Zwischen Katholizismus und Islamismus

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) besuchte die Große Moschee und das Parlament in Paris, die Shoa-Gedenkstätte in Drancy – und ärgerte sich über die Zustände zu Hause. Wolfgang Sobotka, gelernter Historiker, hat es mitunter gern pathetisch. „Gerade hier vor der Französischen Nationalversammlung", setzt der österreichische Präsident des Nationalrats vor dem Pariser Palais seines französischen Amtskollegen, Richard Ferrand, an, „wird mir einmal mehr bewusst, wie wichtig das freie Mandat ist." Die Assemblée nationale, die Nationalversammlung, ist aus der Französischen Revolution von 1789 hervorgegangen.

https://www.diepresse.com/6056809/sobotka-in-paris-zwischen-katholizismus-und-islamismus?from=rss

 

DIE PRESSE: Doch kein Terror: Strafverfahren beendet

Operation Luxor: Nach der Razzia gegen mutmaßliche Muslimbrüder und Hamas-Mitglieder kam es nun zu einer ersten Verfahrenseinstellung – zugunsten eines Islam-Lehrers. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hatte vor einem Jahr von einem „entscheidenden Schlag" gegen die Muslimbruderschaft und die Terrororganisation Hamas gesprochen. Grund dafür war eine Großrazzia (Operation Luxor) gegen mutmaßliche Mitglieder dieser Vereinigungen. An 60 Orten in vier Bundesländern waren Fahnder aktiv – und zwar eine Woche nach dem Wien-Terror. Doch die Verdachtsmomente scheinen dünn zu sein. Nun gab es sogar die erste Einstellung eines Verfahrens.

https://www.diepresse.com/6055258/doch-kein-terror-strafverfahren-beendet?from=rss

 

DIE PRESSE: Erster Antrag auf Zulassung des Muezzin-Rufs in Köln

Obwohl es nicht die erste solche Ruf-Erlaubnis in Deutschland ist, hat das aktuelle Projekt in Köln viel Staub aufgewirbelt und Kritik ausgelöst. Die antragstellende muslimische Gemeinde ist noch unbekannt, eine Zulassung nur unter vielen Auflagen möglich. In der deutschen Stadt Köln (Nordrhein-Westfalen, NRW) ist der erste Antrag zur Genehmigung von Muezzin-Rufen eingegangen. Gestellt habe ihn eine Moschee-Gemeinde aus dem rechtsrheinischen Teil der Stadt, teilte eine Sprecherin der Verwaltung am Mittwoch mit. Er werde nun geprüft.


https://www.diepresse.com/6059132/erster-antrag-auf-zulassung-des-muezzin-rufs-in-koln?from=rss

 

DER STANDARD: Französische Ministerin Schiappa: "Man muss den Nährboden des Terrorismus bekämpfen"

Während in Österreich die Politik den politischen Islam im Visier hat, spricht Frankreich bei der Terrorbekämpfung vom Kampf gegen den Separatismus. Unmittelbar nach dem Wiener Terrorattentat vor einem Jahr hatten Österreich und Frankreich angekündigt, mehr für eine effiziente Terrorbekämpfung in Europa tun zu wollen. In der Vorwoche machte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) einen entsprechenden Schritt und empfing zuständige Minister, Ministerinnen und Extremismusexperten aus mehreren europäischen Ländern.

https://www.derstandard.at/story/2000130839312/franzoesische-ministerin-schiappa-man-muss-den-naehrboden-des-terrorismus-bekaempfen


ZEIT ONLINE: Heikler Stoff

Nicht erst seit der Machtübernahme der Taliban sind Hidschab, Nikab und Burka in Deutschland ein Reizthema. Wer trägt das Kopftuch – und warum? Ein Überblick in Grafiken. 2015 hat das Bundesverfassungsgericht ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrerinnen an öffentlichen Schulen für unzulässig erklärt. Es widerspreche der Glaubensfreiheit. Nur wenn im Einzelfall der Schulfrieden gestört ist, seien Einschränkungen erlaubt.

https://www.zeit.de/2021/44/kopftuecher-islam-typen-hidschab-nikab-burka

 

ZEIT ONLINE: Endlich frei

Amin Golmaryami kam als Flüchtlingskind nach Deutschland. Mit 15 sei er zusammen mit vielen anderen Jugendlichen von Köln in den Irak gebracht worden, sagt er – in ein Militärcamp einer iranischen Organisation namens Volksmudschahedin. Er ist das erste jener Opfer dieser Politsekte, das seine Geschichte unter seinem Namen öffentlich macht. Ein Spaziergang soll es werden. Amin Golmaryami ist ein Mann mit strubbeligen dunklen Locken, der gern Nike-Turnschuhe trägt, auch bei diesem ersten Treffen im Oktober 2020 auf der Zülpicher Straße in der Kölner Neustadt, dem studentischen Partyviertel. Der 35-Jährige hatte schon viele Jobs; momentan betreut er Menschen mit Behinderung. Er spricht akzentfrei Deutsch und verwendet doch manchmal Wörter aus seiner Muttersprache Persisch. Sie sind nicht schwer zu übersetzen, schwerer ist es, sie zu erklären: Almaas-e ensaani etwa bedeutet "menschlicher Diamant".  

 
https://www.zeit.de/zeit-magazin/2021/44/amin-golmaryami-flucht-irak-volksmudschahedin-militaercamp-organisation
 

 

WELT.DE: Mutmaßliche IS-Sympathisantin: Anwalt fordert mildere Strafe

Der Prozess gegen eine mutmaßliche IS-Sympathisantin in Frankfurt geht zu Ende. Nun plädiert die Verteidigung. Im Prozess gegen eine mutmaßliche Sympathisantin der Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS) hat am Mittwoch die Verteidigung ihr Plädoyer gehalten. Sie will eine wesentlich geringere Strafe als die von der Anklagevertretung geforderten drei Jahre und drei Monate Haft. Das erklärte der Rechtsanwalt und Linken-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi, der die 32 Jahre alte Kim Teresa A. vertritt. Konkretere Angaben zur Strafhöhe machte er aber nicht.

https://www.welt.de/regionales/hessen/article234668726/Mutmassliche-IS-Sympathisantin-Anwalt-fordert-mildere-Strafe.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: Beruhigungspille fürs Bildungsbürgertum

„Contra" erzählt die Geschichte der jungen Jurastudentin Naima, die von ihrem Professor auf einen Debattierwettbewerb vorbereitet werden soll. Nilam Farooq und Christoph Maria Herbst liefern sich in den Hauptrollen wahre Wortgefechte und laufen dabei zu Hochform auf. Ein rassistischer Professor muss eine migrantische Studentin für einen Debattier-Wettbewerb fit machen: Sönke Wortmanns neuer Kinofilm „Contra" ist die Beruhigungspille für alle, die sich vor politischer Korrektheit fürchten. Im Jahr 1935 traten Teams zweier amerikanischer Hochschulen zu einem Rhetorikwettbewerb an. Das eine kam von der prestigereichen University of Southern California, das andere von dem bescheidenen Wiley College in Texas. Das eine war der regierende US-Meister im Debattieren und bestand nur aus Weißen, das andere der Underdog, der nur von Schwarzen gebildet wurde. Das Wiley College gewann.

https://www.welt.de/kultur/kino/article234448356/Soenke-Wortmanns-Contra-Beruhigungspille-fuers-Bildungsbuergertum.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: „Ich war nur Hausfrau"

In Hamburg steht eine 24-Jährige wegen Mitgliedschaft beim Islamischen Staat vor Gericht. Ihre Angaben klingen wie das Gegenteil der Anklageschrift. Nicht der Hass, sondern die Liebe habe sie als Jugendliche ins Bürgerkriegsland Syrien gelockt. Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg muss sich seit Donnerstag eine 24-Jährige wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland verantworten. Die Angeklagte, Mutter dreier Kinder, bestritt, Mitglied des Islamischen Staates (IS) in Syrien gewesen zu sein.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article234840778/24-Jaehrige-bestreitet-IS-Mitgliedschaft-Ich-war-nur-Hausfrau.html?icid=search.product.onsitesearch

 

FAZ: Ich hatte die Wahl zu schweigen oder zu gehen"

In Usbekistan findet eine Präsidentenwahl statt, doch es wird sich nichts ändern. So berichten es Journalisten, die in ihrer Heimat inhaftiert wurden – und inzwischen in Deutschland leben. Am Anfang sei die Hoffnung groß gewesen, dass sich in Usbekistan etwas ändere, sagt Salidschon Abdurachmanow. Hoffnung hat der Einundsiebzigjährige noch. Doch geändert hat sich in seinem Heimatland in den vergangenen fünf Jahren wenig. Abdurachmanow ist Journalist. Seit mehr als einem Jahr lebt er in Deutschland, weil er in Usbekistan nicht mehr sicher war.


https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/praesidentenwahl-in-usbekistan-journalisten-leben-gefaehrlich-17600605.html


FAZ: Wann ich deutsch bin? Ich hefte alles ab!"

Nilam Farooq ist das Kind polnisch-pakistanischer Eltern, ein Berliner Mädchen und der Shootingstar des deutschen Kinos. Ein Gespräch über Rassismus, klischeedeutsche Tugenden und ihren kometenhaften Erfolg als Schauspielerin. Als sie den Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin gewann, für ihr Spiel in Sönke Wortmanns „Contra", hieß es in der Laudatio: „Neben einem alten Hasen wie Christoph Maria Herbst nicht nur bravourös zu bestehen, sondern zu brillieren, das gelingt Nilam Farooq." Der 32-jährigen Schauspielerin gelingt aber noch mehr: zwei sehr unterschiedliche Kulturen zu überbrücken, Zivil­courage zu zeigen, mit 20 ein Youtube-Star mit Millionen Followern gewesen zu sein und nun aber ganz behutsam zur Charakterdarstellerin zu reifen. In „Contra" spielt sie eine willensstarke Jurastudentin, die nach einem rassistischen Verbalangriff ihres Uniprofs in einem Rhetorikwettstreit gegen ihn antritt.


https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/nilam-farooq-im-interview-ueber-ihren-erfolg-17608787.html


FAZ:  Mein Enkel, der IS-Terrorist

Auch aus Deutschland sind junge Leute nach Syrien gereist, um sich dem Terrorregime des IS anzuschließen. Was geschieht jetzt mit ihnen, wenn sie zurückkehren? Das fragt ein Film bei Pro Sieben. Geschenke für die Urenkel: In den Läden stöbert die 65-jährige Gabi aus Dortmund-Scharnhorst nach Süßem, Kleidung und Schulranzen für ihre Kleinen. Sie schlendert über einen Basar in Qamischli, einer von den anhaltenden Kämpfen in der Region zerrütteten Stadt im von Kurden kontrollierten Nordosten Syriens. Die bedrückende Szene entstammt der Dokumentation „Das Erbe des Dschihad: Was tun mit Deutschlands IS-Terroristen?" des Pro-Sieben-Reporters Thilo Mischke, die der Sender heute um 20:15 Uhr ausstrahlt. Mischke reist mit Gabi nach Syrien, um mit lokalen Helfern Besuche bei ihren Urenkeln und Lukas zu arrangieren.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/film-das-erbe-des-dschihad-deutschlands-is-terroristen-17624916.html

 

FAZ: „Mein Leben ist zerstört, warum soll ich mich beruhigen?"

In die Bars von Paris ist längst der Alltag zurückgekehrt. Aber der Prozess um die Terroranschläge von 2015 zeigt, wie tief der Schock bei den Bewohnern der Stadt noch sitzt. Der Kellner balanciert sein Tablett, Kürbissuppe für Mademoiselle, für wen ist der Veggieburger? In der Brasserie „La Belle ­Équipe" herrscht rege Betriebsamkeit, alle Tische sind besetzt. Auf der Terrasse sitzt ein Liebespärchen, am Nebentisch wird ein Geburtstag gefeiert, der Champagnerkorken knallt. Paris ist wieder ein Fest. Die Geselligkeit im Ausgehviertel im Osten der Hauptstadt wirkt ansteckend. „Die Terroristen haben nicht gesiegt", sagt Juliette, die im nahe gelegenen Krankenhaus Saint-Antoine ihr Praktisches Jahr macht. Sie nippt an einem Cocktail und zeigt auf die Wandfreske am Eingang: Michelle, Thierry, Marie-Aimée, Anne-Laure, Victor, Djamila . . . Jeder der 21 Namen steht für ein Terroropfer.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/reportage-zu-prozess-zu-terroranschlaegen-am-13-november-2015-in-paris-17619951.html



SUEDDEUTSCHE:
Auszeichnung für jüdisch-muslimischen Dialog

Münchner Bürgerpreis: "Horizonterweiternde Begegnung": Oberbürgermeister Dieter Reiter ehrt im NS-Dokumentationszentrum die Akteurinnen und Akteuren des Ausarten-Festivals mit dem "Bürgerpreis für Demokratie - gegen Vergessen". Als Mohcine Ramdan, der mit prächtig besticktem Kaftan-Hemd unterm Trachtenjanker mitten im aufgekratzten Pulk vor der Bühne steht, von der Presse gebeten wird, seinen Namen auf einen Block zu notieren, reicht er den Stift nach drei Buchstaben wieder zurück: "Ich zittere so. Können Sie selber schreiben?" Auch für den aus Marokko stammenden Münchner Musiker geht gerade ein bewegter und bewegender Abend zu Ende.


https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-buergerpreis-demokratie-islam-1.5449518


DW:  Traditionelle Religionsausübung ist kein politischer Islam

Seit Start eines Modellprojekts in Köln, das muslimischen Gemeinden den Gebetsruf gestatten soll, läuft eine hitzige Debatte zu diesem Thema. Der Islamwissenschaftler und Jurist Mathias Rohe analysiert die Argumente. Woher die Aufregung um den Ruf des Muezzin in Köln? Hat eine extremistische muslimische Moscheegemeinde beantragt, den Ruf zum Ritualgebet lautstärkerverstärkt erschallen zu lassen? Mitnichten. Die Kölner Stadtspitze hat sich anscheinend ohne konkreten Anlass entschlossen, auf die nach geltendem deutschen Recht bestehende Möglichkeit hinzuweisen, einen solchen Gebetsruf zum Hauptgebet am Freitagmittag für fünf Minuten auszuführen.

https://www.dw.com/de/traditionelle-religionsaus%C3%BCbung-ist-kein-politischer-islam/a-59705990