islaMedia



islaMedia - Medienberichterstattung über Islam und Muslime in Europa

http://www.ezire.fau.de/


November 2011


DIE PRESSE: Österreich geht mit anderen EU-Ländern gegen politischen Islam vor
Österreich, Dänemark, Belgien und Frankreich wollen gemeinsam gegen Radikalisierung kämpfen. Wien solle dabei als "Kompetenzort gegen politischen Islam" etabliert werden. Österreich, Dänemark, Belgien und Frankreich wollen ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen den "politischen Islam" verstärken. Islamismus mache nicht an den Grenzen halt, die Kooperation innerhalb Europas müsse deshalb verstärkt werden, sagte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) im Rahmen einer Konferenz am Donnerstag in Wien. Es gehe darum, Segregation und Radikalisierung den Nährboden zu entziehen. Langfristig sollen auch andere Länder an Bord geholt werden.

https://www.diepresse.com/6053344/osterreich-geht-mit-anderen-eu-landern-gegen-politischen-islam-vor?from=rss


DER STANDARD: Mehrjährige Haftstrafen für IS-Fantasien bei Terrorprozessen in St. Pölten

Zwei mutmaßliche IS-Anhänger mussten sich vor Gericht verantworten. Beide dockten entfernt an das Umfeld des Attentäters an, hatten aber nichts mit dem Anschlag zu tun. Die niederösterreichische Hauptstadt St. Pölten spielt bei den Ermittlungen zum Terroranschlag vom 2. November 2020 eine wichtige Rolle. Am Donnerstag standen gleich zwei Personen aus der dortigen jihadistischen Szene vor Gericht. Erst am Mittwoch präsentierten die Behörden den bisherigen Zwischenstand, was Ermittlungen gegen das direkte und erweiterte Umfeld des Wiener Terrorattentäters betrifft. Gegen 30 Personen wird aktuell ermittelt, dazu kommen Beschuldigte, die nicht direkt mit dem Attentäter in Kontakt standen, aber im Zuge der Ermittlungen an anderer Stelle aufschlugen. Gegen gleich zwei Personen wurde am Donnerstag am Landesgericht in St. Pölten verhandelt. Darunter war ein Teilnehmer sogenannter "Sonntagszusammenkünfte" von IS-Sympathisanten in einer Wohnung in der niederösterreichischen Landeshauptstadt, bei denen auch der spätere Attentäter mitunter zugegen war.
 
https://www.derstandard.at/story/2000130613494/mehrjaehrige-haftstrafen-fuer-is-fantasien-bei-terrorprozessen-in-st-poelten

 
ZEIT ONLINE: Darf der Muezzin nun rufen?

Köln hat es erlaubt – und damit eine Debatte losgetreten. Es geht um Religionsfreiheit, Kirchenglocken und Islamverbände. Auf dieser Seite streiten sechs Experten über die richtige Art, zum Gebet einzuladen. In der harten Corona-Zeit, während des Lockdowns, wurden nicht nur Kirchen und Synagogen geschlossen, sondern auch Moscheen. Doch Kirchengeläut und auch Gebetsrufe waren zugelassen, um den Menschen Trost zu geben. Und jetzt? Die Hoffnung, dass diese religiöse Praxis für unsere Moscheen beibehalten würde, war groß – besonders in Köln, wo ich studiert habe und heute als Stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Muslime lebe. 

https://www.zeit.de/2021/43/muezzin-ruf-koeln-religionsfreiheit-islam-kirchen-moscheen-debatte


WELT.DE: Beruhigungspille fürs Bildungsbürgertum

„Contra" erzählt die Geschichte der jungen Jurastudentin Naima, die von ihrem Professor auf einen Debattierwettbewerb vorbereitet werden soll. Nilam Farooq und Christoph Maria Herbst liefern sich in den Hauptrollen wahre Wortgefechte und laufen dabei zu Hochform auf. Ein rassistischer Professor muss eine migrantische Studentin für einen Debattier-Wettbewerb fit machen: Sönke Wortmanns neuer Kinofilm „Contra" ist die Beruhigungspille für alle, die sich vor politischer Korrektheit fürchten. Im Jahr 1935 traten Teams zweier amerikanischer Hochschulen zu einem Rhetorikwettbewerb an. Das eine kam von der prestigereichen University of Southern California, das andere von dem bescheidenen Wiley College in Texas. Das eine war der regierende US-Meister im Debattieren und bestand nur aus Weißen, das andere der Underdog, der nur von Schwarzen gebildet wurde. Das Wiley College gewann.

https://www.welt.de/kultur/kino/article234448356/Soenke-Wortmanns-Contra-Beruhigungspille-fuers-Bildungsbuergertum.html?icid=search.product.onsitesearch


WELT.DE: IS-Rückkehrerin zu vier Jahren Haft verurteilt

Passive Ehefrau oder aktive Islamistin? In einem Buch hat sich die IS-Rückkehrerin Kim Theresa A. von der Terrororganisation IS abgewandt. Ins Gefängnis muss sie nun trotzdem. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt hat am Freitag eine 32 Jahre alte deutsche IS-Rückkehrerin zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah unter anderem die Mitgliedschaft von Kim Theresa A. in einer ausländischen terroristischen Vereinigung als erwiesen an. Die 32-Jährige war 2014 mit ihrem damaligen Ehemann nach Syrien ausgereist, um sich der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Die Richter gingen in ihrem Urteil über die Forderung der Generalstaatsanwaltschaft hinaus, die drei Jahre und drei Monate Haft beantragt hatte.

https://www.welt.de/regionales/hessen/article234715854/IS-Rueckkehrerin-zu-vier-Jahren-Haft-verurteilt.html?icid=search.product.onsitesearch

SUEDDEUTSCHE: Islam in Bayern:"Es geht beim Muezzinruf nicht um Propaganda"

In Köln wird neuerdings ein Muezzin zum Freitagsgebet rufen. Wäre das auch in Bayern denkbar? Wo immer über die Idee nachgedacht wird, sind die Gegner sofort zur Stelle. Und die CSU? Hält sich lieber ganz raus aus der Debatte.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/islam-bayern-muezzin-moscheen-1.5442992?reduced=true


SUEDDEUTSCHE: Islamunterricht bleibt die Ausnahme

Seit diesem Schuljahr ist der Islamunterricht in Bayern ein Wahlpflichtfach und damit eine vollwertige Alternative zum Ethikunterricht geworden. 

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/schule-taufkirchen-unterhaching-islamunterricht-1.5442854?reduced=true


SUEDDEUTSCHE: Köln:Muezzin-Ruf provoziert Debatte

In Köln darf der Muezzin nun jeden Freitag zum Gebet rufen - doch noch hat sich keine Moscheegemeinde gerührt. Kritiker sehen in dem Modellprojekt ein "falsches Signal". Am Freitag wird in Köln kein Muezzin über Lautsprecher zum Mittagsgebet rufen - obwohl es in Nordrhein-Westfalens einziger Millionenstadt jetzt erlaubt ist. "Wir haben bisher keine Anträge auf Genehmigung erhalten", sagte eine Sprecherin der Stadt Köln am Donnerstag und nannte einen einfachen Grund: "Die meisten Moscheegemeinden haben dafür gar keine Lautsprecheranlage." Die Stadt rechne erst später mit Anträgen, drei der mehr als 40 Gemeinden hatten Interesse bekundet.

https://www.sueddeutsche.de/politik/koeln-muezzin-debatte-1.5446084?reduced=true


SUEDDEUTSCHE: Münchner Bürgerpreis:Auszeichnung für jüdisch-muslimischen Dialog

Als Mohcine Ramdan, der mit prächtig besticktem Kaftan-Hemd unterm Trachtenjanker mitten im aufgekratzten Pulk vor der Bühne steht, von der Presse gebeten wird, seinen Namen auf einen Block zu notieren, reicht er den Stift nach drei Buchstaben wieder zurück: "Ich zittere so. Können Sie selber schreiben?" Auch für den aus Marokko stammenden Münchner Musiker geht gerade ein bewegter und bewegender Abend zu Ende

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-buergerpreis-demokratie-islam-1.5449518

SUEDDEUTSCHE: Muezzin-Ruf:Drei Minuten Religionsfreiheit

In Köln sollen Muezzins freitags zwischen 12 und 15 Uhr vom Minarett den Gebetsruf ausrufen dürfen. Bei SZ-Leserinnen und -Lesern trifft die Entscheidung und die SZ-Kommentierung auf gemischte Gefühle. Es ist verstörend, wie Tomas Avenarius unterschiedliche Dinge auf äußerst problematische Weise miteinander vermischt. Einerseits wird der islamische Gebetsruf mit dem, was Avenarius als den "politischen Islam" des türkischen Staatschefs bezeichnet, vermengt. Beinahe noch erschreckender ist die Gleichsetzung der Rückumwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee mit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan. Avenarius verunglimpft in dem Artikel ferner den Versuch, Gleichberechtigung zwischen den Religionen herzustellen und Toleranz zu zeigen als "Kulturromantizismus".

https://www.sueddeutsche.de/kolumne/muezzin-ruf-drei-minuten-religionsfreiheit-1.5451456


FAZ.NET: In Köln ruft bald der Muezzin

Die Stadt Köln erlaubt in einem Versuch den rund drei Dutzend Moscheegemeinden, öffentlich zum Gebet zu rufen. Wie stehen die Menschen in der Stadt dazu? Das Wetter ist mies an diesem Dienstag in Köln, es regnet fast ununterbrochen. Nur wenige Leute laufen unter Regenschirmen oder den Kopf tief zwischen die Schultern gezogen durch die Keupstraße. Vorbei an duftenden Feinkostläden, Juwelieren, Restaurants oder Kiosken. Die Inhaber heißen Usta, Özdag oder Meral. An einem Haus hängt ein Schild über der Durchfahrt zum Innenhof: Ömer-ül Faruk Camii. Eine Moschee. Im Hof dann ein kleines zweistöckiges Gebäude, ganz unscheinbar und versteckt, wie eine Garage. Und so anders als das Bild, das in grüner Farbe an seine Fassade gemalt ist: eine prachtvolle, kuppelförmige Moschee mit Minarett, umsäumt von einem Park.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/koeln-erlaubt-den-ruf-des-muezzins-debatte-ueber-religionsfreiheit-17586959.html

 

FAZ.NET: AStA unterliegt in Streit mit humanistischer Hochschulgruppe

Die Studentenvertretung der Uni Mainz hat einer Hochschulgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung die Förderung entzogen - mit der Begründung, sie sei islam- und behindertenfeindlich. Dies war illegal, wie das Verwaltungsgericht feststellte. Als „Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung" bezeichnet sich die Giordano-Bruno-Stiftung, und so nennt sich auch eine an der Gutenberg-Uni aktive Hochschulgruppe, die mit dem Mainzer Ableger der Stiftung verbunden ist. Religionskritisch und nach eigenen Angaben einem „evolutionären Humanismus" verbunden, sollte eine solche Gruppierung bei einer im Zweifel links denkenden Studentenvertretung auf Wohlwollen treffen – könnte man meinen. Doch dem ist nicht so.

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/asta-der-uni-mainz-unterliegt-in-rechtsstreit-17601604.html

 

FAZ.NET: Warum es eine junge Frau zum IS nach Syrien zog

2014 ging die Frankfurterin Kim Teresa A. nach Syrien, um sich den Kämpfern des „Islamischen Staats" anzuschließen. Über ihre Zeit bei der Terrormiliz entstand ein Buch. Nun wurde die junge Frau zu vier Jahren Haft verurteilt. Im grauen Pullover, die langen schwarzen Haare nach hinten gekämmt und zu einem Zopf geflochten, steht sie da, neben sich ihre Verteidiger Christina Sinnecker und Gregor Gysi, den früheren Parteichef der Linken. Beinahe teilnahmslos wirkt Kim Teresa A., als der Richter das Urteil verkündet: vier Jahre Haft. Damit geht das Gericht noch über das von der Generalstaatsanwaltschaft geforderte Strafmaß von drei Jahren und drei Monaten hinaus. Für die Richter am Frankfurter Oberlandesgericht steht fest: Die heute 32 Jahre alte A. war zwei Jahre lang ein aktives Mitglied der Terrororganisation „Islamischer Staat" (IS) in Syrien.

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/urteil-gegen-kim-teresa-a-warum-es-eine-junge-frau-zum-is-nach-syrien-zog-17609472.html

 

FAZ.NET: „Wann ich deutsch bin? Ich hefte alles ab!"

Nilam Farooq ist das Kind polnisch-pakistanischer Eltern, ein Berliner Mädchen und der Shootingstar des deutschen Kinos. Ein Gespräch über Rassismus, klischeedeutsche Tugenden und ihren kometenhaften Erfolg als Schauspielerin. Als sie den Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin gewann, für ihr Spiel in Sönke Wortmanns „Contra", hieß es in der Laudatio: „Neben einem alten Hasen wie Christoph Maria Herbst nicht nur bravourös zu bestehen, sondern zu brillieren, das gelingt Nilam Farooq." Der 32-jährigen Schauspielerin gelingt aber noch mehr: zwei sehr unterschiedliche Kulturen zu überbrücken, Zivil­courage zu zeigen, mit 20 ein Youtube-Star mit Millionen Followern gewesen zu sein und nun aber ganz behutsam zur Charakterdarstellerin zu reifen.

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/nilam-farooq-im-interview-ueber-ihren-erfolg-17608787.html