islaMedia



islaMedia - Medienberichterstattung über Islam und Muslime in Europa

http://www.ezire.fau.de/


September 2021


DIE PRESSE: "Es gibt Moscheen, die andere Werte vermitteln"

Ahmad Mansour, ein ehemaliger arabischer Islamist, trifft auf Integrationsministerin Susanne Raab. Ein Gespräch über die fatale Anziehungskraft des Extremismus, Antisemitismus bei Flüchtlingen und Frauenrechte.

 
https://www.diepresse.com/6038007/es-gibt-moscheen-die-andere-werte-vermitteln?from=rss

DER STANDARD: Mann wollte sich Terrormiliz IS anschließen: Zwei Jahre Haft

Am Landesgericht Salzburg ist am Mittwoch ein junger Österreicher wegen der Beteiligung an der Terrormiliz IS und des Widerstands gegen die Staatsgewalt zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Allerdings verhängte die Richterin nur zwei Monate der Strafe unbedingt. Den Gefängnisteil hat der Angeklagte bereits in der U-Haft abgesessen. Er nahm das Urteil an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Der Schuldspruch ist damit nicht rechtskräftig.

https://www.derstandard.at/story/2000129674802/mann-wollte-sich-terrormiliz-is-anschliessen-zwei-jahre-haft

ZEIT ONLINE: WDR verzichtet nach Antisemitismusvorwürfen vorerst auf Moderatori

Laut einem Medienbericht hat die designierte "Quarks"-Moderatorin Nemi El-Hassan 2014 an einer Al-Kuds-Demo teilgenommen. Die Ärztin distanziert sich von Antisemitismus. El-Hassan hatte in einem Kurzfilm für die Bundeszentrale für politische Bildung zudem den Begriff "Dschihad" erläutert. Dort sagte sie, dass die Verbindung des Wortes mit Terror "eine Missinterpretation" sei. Laut dem von der Bild zitierten Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi sei das eine "absolute Relativierung" bestimmter kriegerischer Traditionen. Auf watson.de widersprach der Islamwissenschaftler Rüdiger Seesemann: Grundsätzlich beziehe sich Dschihad auf den persönlichen Einsatz für die Sache Gottes und die Ideale des Islam.

https://www.zeit.de/kultur/2021-09/nemi-el-hassan-wdr-quarks-al-kuds-demo-teilnahme-distanzierung-antisemitismusvorwurf

ZEIT ONLINE: Was heißt hier Dschihad?

Eine junge WDR-Moderatorin wird für ihre Nähe zu Islamisten kritisiert – und sofort entgleist die Debatte. Der Psychologe Ahmad Mansour erklärt, was ihn jetzt ärgert.

Ich weiß, wie überzeugend Islamisten sein können. Als junger Mann habe ich es selbst erlebt, als Sohn arabischer Israelis habe ich mich danach gesehnt, im Dschihad zu sterben. Heute, als muslimischer Psychologe in Deutschland, der in Schulen und in Gefängnissen arbeitet, sehe ich mit eigenen Augen die fatalen Folgen einer mörderischen islamistischen Ideologie. Ich lerne junge Menschen kennen, die im Namen ihrer Religion bereit sind, dem Ruf zum bewaffneten Dschihad zu folgen, wie er von Marokko bis Afghanistan theologisch gerechtfertigt wird. Sie wollen Terror verüben oder sympathisieren damit.

https://www.zeit.de/2021/38/nemi-el-hassan-wdr-moderatorin-quarks-antisemitismusvorwuerfe-kritik

ZEIT ONLINE: Zwischen allen Fronten

Die muslimische Community scheut die öffentliche Debatte über Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus aus Angst, Rassismus zu nähren. Dabei ist das ein großer Fehler.

Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, dass die Taliban 1996 Kabul einnahmen und ihre Schreckensherrschaft ausriefen. Fünf Jahre später – wir alle kennen die Bilder – passierten die Terroranschläge vom 11. September, ereignete sich dieser traumatisierende Moment, der auch das Leben von vielen Muslim:innen weltweit prägte, insbesondere aber der im Westen lebenden.

https://www.zeit.de/kultur/2021-09/muslime-deutschland-taliban-9-11-diskussionskultur-islamkritik-rassismus-theologie-10nach8


ZEIT ONLINE: Taliban in Kundus bitten Deutschland um humanitäre Hilfe

Am ehemaligen Bundeswehrstützpunkt haben die Taliban um finanzielle Unterstützung gebeten. Nach einem Arbeitsverbot demonstrieren Frauen in Kabul für ihre Rechte. Die militant-islamistischen Taliban am früheren Bundeswehrstandort Kundus haben Deutschland und andere Staaten um Hilfe gebeten. Dabei könne es sich um Investitionen, Wiederaufbauprojekte oder "jede Art von humanitärer Unterstützung" handeln, wie Sprecher Matiullah Ruhani der Nachrichtenagentur dpa sagte.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-09/afghanistan-taliban-kundus-humanitaere-hilfe-apell-deutschland

 

ZEIT ONLINE: Diese Menschen machen den Bundestag diverser

Zum ersten Mal sitzen zwei trans Politikerinnen im Bundestag sowie mehr Frauen, Jüngere und Menschen mit Migrationsgeschichte. Was sind ihre Pläne für Deutschland? Auch der neue Bundestag wird die Gesellschaft nicht in ihrer ganzen Diversität repräsentieren. Dennoch wird das Parlament vielfältiger als je zuvor. Noch nie sind Kandidat*innen aus so unterschiedlichen Lebenswelten zur Wahl angetreten. Zum ersten Mal sitzen zwei trans Politikerinnen im Bundestag sowie mehr Frauen, Jüngere und Menschen mit Migrationsgeschichte. Acht Abgeordnete der neuen Legislaturperiode und ihre Anliegen stellen wir hier vor. 
Lamya Kaddor: Die muslimische Religionslehrerin ist gerade mal seit einem Jahr Mitglied bei den Grünen, für die sie jetzt im Bundestag sitzt.

 

WELT.DE: Muslimverbände in NRW verlangen offenbar Namensliste aller aktiven Islamlehrer

Einzelne liberale Islamlehrerinnen haben gegen ihre Überzeugung das Kopftuch angelegt, um von den Verbänden unbelästigt unterrichten zu können. In NRW drängen ultrakonservative Muslimverbände das Schulministerium, ihnen die Namen aller aktiven Islamlehrer im Land mitzuteilen. Die Behauptungen sind gravierend, das Ministerium geht auf die Forderung nicht ein. Liberale islamische Lehrkräfte sind wertvoll. Sie bringen Kindern aus teils sehr traditionellen Familien ein modernes Islamverständnis nahe. Sie legen den Koran historisch aus und öffnen das islamische Paradies für alle Menschen. Liberale Lehrerinnen heiraten bisweilen sogar nichtmuslimische Männer (was einem konservativen Islam massiv widerspricht). Und all das tun sie öffentlich. Diese Liberalen, von denen viele Dutzend an NRW-Schulen unterrichten, befinden sich jedoch in einer teils prekären Lage.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article233900944/Ultrakonservative-Muslimverbaende-kaempfen-um-die-Schulen-in-NRW.html?icid=search.product.onsitesearch


ORF.AT: nbv-Eröffnungstück über Frauen im Islam

 „The Who and the What" sprich: „Das wer und das Was" ist der Titel eines Theaterstückes, mit dem die Neue Bühne Villach ihre Herbstsaison eröffnet hat. Autor Ayad Akthar – US-Amerikaner mit pakistanischen Wurzeln – stellt die Frau in der islamischen Gesellschaft in den Mittelpunkt. Das Stück thematisiert Respekt, Toleranz und die Freiheit des Denkens – Themen, bei denen alle Religionen weltweit durchaus Aufholbedarf zu haben scheinen. Zarina, eine Amerikanerin in einer muslimischen Familie. Verstaubte Traditionen, die Einengung durch religiöse Dogmen befeuern ihren Widerstand. Der Vater, geschäftlich erfolgreich, macht sich auf die Suche nach einem passenden Mann für Zarina, mit einem Internetprofil dass er gestaltet hat.

https://kaernten.orf.at/stories/3122713/

 

ORF.AT: Rassismusvorwurf gegen Finanzpolizei

Der Geschäftsführer des Theaters Werk X, Ali Abdullah, erhebt Rassismusvorwürfe gegen die Finanzpolizei. Er hat den Vorfall der Antirassismusstelle ZARA gemeldet. Die Finanzpolizei weist den Vorwurf des institutionellen Rassismus zurück. Im Werk X in Meidling wird wieder Theater gespielt. Für die neue Saison wurden 60 Schauspielerinnen und Schauspieler angemeldet. Das dürfte die Finanzpolizei am Mittwoch zu einem Besuch bewogen haben, vermutete der Geschäftsführer Ali Abdullah. Zunächst wurden Verträge geprüft und offene Fragen beantwortet. „Dann habe ich nachgefragt, warum kommen sie jetzt ausgerechnet zu uns. Ich dachte immer, die Finanzpolizei kommt, wenn keine Anmeldungen vorliegen, um das zu prüfen, wie bei Baustellen."

https://wien.orf.at/stories/3122708/

 

SUEDDEUTSCHE: Schura: Impfangebote in Moschee-Gemeinden gut angenommen

Die mobilen Corona-Impfangebote der Stadt Hamburg werden nach Angaben der Schura von den islamischen Gemeinden gut angenommen. "Der Erfolg der Impfangebote in den Moschee-Gemeinden hat uns sehr gefreut. In einigen Gemeinden haben sich bis zu 280 Bürger*innen impfen lassen", erklärte der Rat der Islamischen Gemeinschaften am Donnerstag. In den vergangenen drei Wochen hätten neun Gemeinden an der Impfaktion teilgenommen. Weitere vier warteten auf einen Termin, sagte der Co-Vorsitzende der Schura, Fatih Yildiz. Zum Rat der Islamischen Gemeinschaften gehören nach eigenen Angaben 39 Gemeinden.

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-hamburg-schura-impfangebote-in-moschee-gemeinden-gut-angenommen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210909-99-157180

 

SUEDDEUTSCHE: Studie: Mehr islamische Seelsorger für junge Häftlinge nötig

In Jugendstrafvollzug werden muslimische Gefangene einer Studie zufolge bei der religiösen Betreuung gegenüber christlichen Mithäftlingen benachteiligt. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung des Instituts für Kriminologie der Universität Tübingen mit dem Kriminologischen Dienst Baden-Württemberg und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. Die Wissenschaftler fordern mehr muslimische Gefängnisseelsorger. Für Resozialisierung und Radikalisierungsprävention spiele dies eine wichtige Rolle.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/religion-tuebingen-studie-mehr-islamische-seelsorger-fuer-junge-haeftlinge-noetig-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210915-99-228851

 

SUEDDEUTSCHE: Moschee in Erfurt bekommt Kuppel: Bauende in Sicht

Thüringens erster Moschee-Neubau hat am Mittwoch nach langer Wartezeit eine Kuppel bekommen. Man freue sich sehr, dass dieses für eine Moschee wichtige Bauelement nun angebracht werden könne, sagte der Sprecher der islamischen Ahmadiyya-Gemeinde in Erfurt, Suleman Malik, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die insgesamt rund 2,5 Tonnen schwere Kuppel besteht laut Malik aus einem Stahlkonstrukt und 24 Beton-Bauelementen. Ein Kran und viele helfende Hände waren am Mittwoch an den Bauarbeiten beteiligt.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/religion-erfurt-moschee-in-erfurt-bekommt-kuppel-bauende-in-sicht-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210915-99-231132

 

SUEDDEUTSCHE: Islam-Vortrag von Thomas Bauer

Mit dem Leibniz-Preisträger Professor Thomas Bauer kommt einer der besten Islamwissenschaftler zu einem Vortrag nach Erding. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab - Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen. Über dieses Thema wird Bauer auch in Erding sprechen.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/volkshochschule-islam-vortrag-von-thomas-bauer-1.5411729

 

SUEDDEUTSCHE: Anschläge auf Gülen-Anhänger geplant? Behörden prüfen

Deutsche Sicherheitsbehörden prüfen derzeit, ob in der Bundesrepublik Anschläge auf Anhänger der sogenannten Gülen-Bewegung geplant waren. Die Vermutung stehe im Raum, sicher sei dies aber noch nicht, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Sicherheitskreisen. Vor einer Woche war bei einem 40-jährigen Türken in einem Düsseldorfer Hotel neben scharfer Munition und einer Schreckschusswaffe auch eine Namensliste entdeckt worden.

 

SUEDDEUTSCHE: "Was kann ich schon bewirken?"

Der Imam Ender Çetin hat in diesen Tagen eine Mission: Menschen muslimischen Glaubens zum Wählen zu ermuntern. In einigen Berliner Moscheen ging es am Freitag sehr weltlich zu. Über sperrige Begriffe wie "Bezirksverordnetenversammlung" sprachen die Imame da, übers Abgeordnetenhaus, auch über Erst- und Zweitstimme. Etwa dreißig Jugendliche haben bei Imam Ender Çetin zugehört, seine Moschee ist ein eher karger Raum in der Jugendstrafanstalt Berlin im Ortsteil Plötzensee. Doch auch hier ging es um die Frage, die Çetin und seine Mitstreiter beschäftigt: "Wie bringen wir mehr Muslime dazu, am Sonntag zu wählen?"

https://www.sueddeutsche.de/meinung/portraet-bundestagswahl-abgeordnetenhaus-berlin-imam-1.5420119


SUEDDEUTSCHE: "Meine erste Wahl, die diesen Namen verdient hat"

Die beiden Syrer Wasim Shaker und Najeeb Ali kamen 2015 als Flüchtlinge nach Deutschland. Beide leben und arbeiten im Landkreis Ebersberg. Doch nur einer von ihnen darf bei der Bundestagswahl seine Stimme abgeben. In diesen Wochen holt Wasim Shaker schon mal seine Daunenjacke aus dem Schrank. Die gehört hier in Bayern dazu wie das Läuten der Glockentürme. An die Kälte und die Glocken hat er sich über die Jahre gewöhnt. Den Ruf des Muezzin hörte er zuletzt 2015, dem Jahr seiner Flucht. Sechs Jahre lebt er nun in Bayern - er hat in dieser Zeit sechs Meisterschaften des FC Bayern erlebt und zwei Bundestagswahlkämpfe. Wenn die - wie man nicht nur in München sagt - beste Vereinsmannschaft der Welt im Stadion aufläuft, kann er wie alle anderen auf den Rängen sitzen. Er ist dann einer wie jeder andere. Wenn bei ihm daheim in Aßling am Sonntag die Wahllokale öffnen, dann darf er nicht mitwählen.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/ebersberg-gefluechtete-bundestagswahl-syrien-1.5420087?reduced=true

 

SUEDDEUTSCHE: Muslimische Gemeinden laden zum Tag der offenen Moschee

Mit Begegnungen, Führungen, Vorträgen, Ausstellungen und Informationsmaterialien wollen Berliner Moscheen und Vereine am Tag der offenen Moschee am 3. Oktober wieder über sich informieren. Der Tag steht in diesem Jahr unter der Überschrift "25 Jahre Tag der offenen Moschee - Moscheen gestern und heute" (...)

https://www.sueddeutsche.de/panorama/religion-berlin-muslimische-gemeinden-laden-zum-tag-der-offenen-moschee-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210925-99-353010

 

FAZ.NET: Ist es Allahs Wille, dass Frauen weniger erben?

Forscher der Frankfurter Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft haben sich mit der Frage befasst, welche Normen der Koran den Muslimen vorgibt. Sie sehen mehrere Deutungsmöglichkeiten, neigen aber einer bestimmten Richtung zu. „Gott verordnet euch hinsichtlich eurer Kinder: Auf eines männlichen Geschlechts kommt bei der Erbteilung gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts." So steht es im Koran, Sure 4, Vers 11. Mit der westlichen Rechtsordnung, überhaupt mit modernen Vorstellungen von Gerechtigkeit ist dieses Gebot unvereinbar. Doch müssen Muslime es tatsächlich wörtlich nehmen?

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/koran-ist-es-allahs-wille-dass-frauen-weniger-erben-17523598.html