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islaMedia - Medienberichterstattung über Islam und Muslime in Europa

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Juli 2021


DIE PRESSE: Die deutschen Freunde des Wiener Attentäters

Die deutschen Behörden glauben, dass zwei Männer vom Terrorplan des Kujtim F. in Wien gewusst haben. Sie ermitteln wegen Nichtanzeige einer geplanten Straftat. Festgenommen wurden die beiden Islamisten aber nicht. Es ist Juli des vergangenen Jahres, als sich zwei Männer auf eine verhängnisvolle Reise begeben. Der eine wohnt im norddeutschen Osnabrück, der andere etwas mehr als 170 Kilometer weiter südlich in der 200.000-Einwohner-Stadt Kassel.  

https://www.diepresse.com/6005032/die-deutschen-freunde-des-wiener-attentaters?from=rss

 

DIE PRESSE: Großprozess gegen mutmaßliche IS-Terroristen in Wien startet

Der Hauptangeklagte - ein Tschetschene, der in Syrien Erschießungen angeordnet und Köpfe abgeschnitten haben soll - ist zur Verhandlung erschienen. Mit 45-minütiger Verspätung - die Geschworenen waren ohne konkrete Uhrzeit geladen worden - hat am Mittwoch am Wiener Landesgericht ein Prozess gegen fünf Angeklagte begonnen, die sich für die radikalislamistische Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) betätigt haben sollen.

https://www.diepresse.com/6004763/grossprozess-gegen-mutmassliche-is-terroristen-in-wien-startet?from=rss

 

DIE PRESSE: Terrorprozess in Wien: Vom Jihadisten zum „Abtrünnigen"

Ein Steirer schildert im Terrorverfahren rund um den radikalen Prediger Mirsad Omerovic, wie er zum Jihadisten (gemacht) wurde. Und warum dies ein Irrweg gewesen sei. Im großen Wiener Terrorprozess, in dessen Mittelpunkt der radikale Islam-Prediger Mirsad Omerovic (39) steht, schilderte am Dienstag der 32-jährige Steirer T. seinen Weg zum Islam, in die Radikalisierung und zurück. Insgesamt stehen fünf Personen wegen Mitgliedschaft in Terror-Vereinigungen vor den Geschworenen.

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DIE PRESSE: Star der Szene" schickte junge Männer in den Jihad

Zwei große Terrorprozesse gehen ins Finale: Da ist zum einen die in Wien stattfindende Verhandlung gegen den Tschetschenien-Flüchtling Turpal I. (32) – ihm werden Gräueltaten in Syrien vorgeworfen – und den erneut als „Hassprediger" vor Gericht stehenden Mirsad Omerovic (39). Und da ist zum anderen die Neuauflage des Grazer Prozess gegen elf Jihadisten. Vier der elf Personen sind bereits im März 2020 als Unterstützer einer terroristischen Vereinigung, nämlich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), zu Haftstrafen verurteilt worden.

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DIE PRESSE: Terror-Prozess in Wien: Verhandlung in der Schlussphase

Am Wiener Landesgericht ist am Dienstag der Terror-Prozess gegen fünf Angeklagte fortgesetzt worden. Unter den Beschuldigten befinden sich zwei Foreign Terrorist Fighters, die sich in Syrien der radikalislamistischen Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen hatten, und der bereits rechtskräftig zu 20 Jahren Haft verurteilte ehemalige "Hassprediger" Mirsad O. alias Ebu Tejma. Nach Zeugenaussagen wurde der Prozess abgeschlossen. Am Dienstag wird das Urteil verkündet.

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DIEPRESSE: „Lassen Sie mich wieder Teil der Gesellschaft sein"

In Wien ging der große Terrorprozess um den einst radikalen Islam-Prediger Mirsad Omerovic ins Finale. Man musste zwei Sicherheitsschleusen passieren, um in den Gerichtssaal zu gelangen. Schwarz maskierte Justizwachebeamte, Polizei sowie Verfassungsschützer in Zivil sicherten die Verhandlung. Die Rede ist vom großen Wiener Terrorprozess, der am Dienstag auf die Zielgerade einbog. In emotionalen Schlussworten baten die Angeklagten die Geschworenen um Milde.

https://www.diepresse.com/6013714/lassen-sie-mich-wieder-teil-der-gesellschaft-sein?from=rss


DIE PRESSE: Drei Schuld- und zwei Freisprüche im "Terrorprozess"

In der Nacht auf Mittwoch ist am Wiener Landesgericht der Prozess gegen fünf Angeklagte, die sich für die radikalislamistische Terror-Miliz "Islamischer Staat" betätigt haben sollen, mit Schuld- und Freisprüchen zu Ende gegangen. Zwei mutmaßliche Foreign Terrorist Fighters erhielten 6,5 bzw. 4,5 Jahre Haft, der bereits rechtskräftig zu 20 Jahren Haft verurteilte ehemalige "Hassprediger" Mirsad O. wurde ohne Strafe schuldig, die beiden Ehefrauen der Erstangeklagten freigesprochen. Die Urteile, die sich auf den Wahrspruch der Geschworenen begründen, sind nicht rechtskräftig.

https://www.diepresse.com/6013782/drei-schuld-und-zwei-freispruche-im-terrorprozess?from=rss


DER STANDARD: IS-Terrorprozess in Wien: Der Islamist und seine Angst vor Tirol

Drei Männer und zwei Frauen müssen sich in einem mehrtägigen Prozess wegen ihrer Unterstützung des "Islamischen Staates" verantworten. Der Vorsitzende des Geschworenengerichts im Terrorprozess gegen drei Männer und zwei Frauen bemüht sich redlich, seine Contenance zu wahren. Als der in der Steiermark aufgewachsene Drittangeklagte Bernd T. bei der Schilderung seines Lebensweges feststellt: "Tirol war für mich total unbekannt", verfolgt der hörbar aus diesem westlichen Bundesland stammende Vorsitzende das noch mit steinerner Mine. Beim Satz: "Ich hatte furchtbare Angst vor Tirol", kann es sich der Berufsrichter im Großen Schwurgerichtssaal des Landesgerichts für Strafsachen Wien allerdings nicht mehr verkneifen – er muss grinsen, entschuldigt sich beim Drittangeklagten aber gleich dafür.

https://www.derstandard.at/story/2000128024004/ueberraschendes-reumuetiges-gestaendnis-beim-is-terrorprozess-in-wien

 

DER STANDARD: Gruppe will am Sonntag Adressen türkis-grüner Politiker veröffentlichen

Die Aktion ist ein Protest gegen die "Islamlandkarte", die die Doku-Stelle Politischer Islam und Integrationsministerin Raab (ÖVP) im Mai recycelten. Kürzlich erhielten die Regierungsmitglieder der türkis-grünen Koalition und die 97 Abgeordneten von ÖVP und Grünen eine recht lange E-Mail. Der Absender, die noch unbekannte NGO "League of Ordinary People Austria", informiert darin, am 11. Juli mit der sogenannten "PolitikerInnen-Landkarte" starten zu wollen. Darin sollen die Haupt- und Nebenwohnsitze all jener veröffentlicht werden, die die Regierungsparteien repräsentierten. "Auch Ihre Privatadresse befindet sich unter den Kandidaten für eine Veröffentlichung", schreibt die Gruppierung fettgedruckt in ihrer Nachricht.

https://www.derstandard.at/story/2000127979407/gruppierung-will-am-sonntag-privatadressen-tuerkis-gruener-politiker-veroeffentlichen

 

DER STANDARD: Prozess in Wien gegen ehemalige IS-Mitglieder fortgesetzt

Die Verhandlung gegen fünf Angeklagte geht am Wiener Landesgericht weiter. Ein "Foreign Terrorist Fighter" berichtete von seinen Erlebnissen in Syrien. Am Wiener Landesgericht ist am Dienstag der Terror-Prozess gegen fünf Angeklagte – darunter zwei Foreign Terrorist Fighters, die sich in Syrien der radikalislamistischen Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen hatten, und der bereits rechtskräftig zu 20 Jahren Haft verurteilte ehemalige "Hassprediger" Mirsad O. alias Ebu Tejma – fortgesetzt worden. Einer der Foreign Terrorist Fighters berichtete dem Schwurgericht von seinen Erlebnissen in Syrien.

https://www.derstandard.at/story/2000128157478/prozess-in-wien-gegen-ehemalige-is-mitglieder-fortgesetzt

 

DER STANDARD: Wiener IS-Terrorprozess: Dattelhaine, Kriegsverbrechen und Grabsuche

Viel Technik war am vierten Tag der Verhandlung gegen drei Männer und zwei Frauen, denen Unterstützung des "Islamischen Staats" vorgeworfen wird, im Spiel. Bis mindestens Ende Juli wird im Großen Schwurgerichtssaal des Landesgerichts für Strafsachen Wien gegen drei Männer und zwei Frauen, die den IS unterstützt haben sollen, verhandelt. Der Vorsitzende des Geschworenengerichts im Verfahren gegen drei Männer und zwei Frauen, denen die Unterstützung der Terrororganisation "Islamischer Staat" vorgeworfen wird, hat am vierten Verhandlungstag Mitleid mit seinen Laienrichterinnen und Laienrichtern. Bei der Vorführung von Propagandavideos spart er es sich, die Enthauptungen und Erschießungen von Gefangenen durch die Islamisten vorzuführen, sondern stoppt die erstaunlich reibungslos funktionierende Vorführung der Filme immer rechtzeitig. Die im Jahr 2012 beginnenden Aufnahmen bieten auch so genügend interessante Hinweise auf die teils krude Gedankenwelt der religiösen Fanatiker. So bemerkt man, dass sich selbst die Sprache ändert. Beim Drittangeklagten Bernd T., einem Steirer, der mit 17 zum Islam konvertiert ist und sich eingestandenermaßen danach immer stärker radikalisierte, beispielsweise. Bei seinen Aussagen im Großen Schwurgerichtssaal bedient er sich teils des breiten Dialekts seines Herkunftsbundeslands.

https://www.derstandard.at/story/2000128208519/wiener-is-terrorprozess-dattelhaine-kriegsverbrechen-und-grabsuche

 

DER STANDARD: Nach Freilassung wegen verzögerter Anklage: Terrorverdächtiger bei Prozess verhaftet

Die Nachricht von der Enthaftung des verdächtigen Tschetschenen Turpal I. hatte Anfang Mai Schockwellen durch das Justizsystem gesendet. Der Terrorverdächtige musste aus der U-Haft entlassen werden, weil diese höchstens zwei Jahre dauern darf – und innerhalb dieser Frist kein Prozessbeginn möglich war. Von einem "unfassbaren Justizskandal" hatte die FPÖ damals mit Blick auf das jihadistische Attentat im November 2020 in Wien gesprochen, auch die SPÖ äußerte heftige Kritik. Justizministerin Alma Zadić (Grüne) kündigte eine "interne Prüfung" an.

https://www.derstandard.at/story/2000128256301/nach-freilassung-wegen-verzoegerter-anklage-terrorverdaechtiger-bei-prozess-verhaftet

 

DER STANDARD: Wiener IS-Prozess: Der "Meister" und sein theologischer Sinneswandel

Ein bereits zu 20 Jahren Haft verurteilter früherer Prediger soll dem radikalen Islamismus mittlerweile abgeschworen haben, meinen ein Betreuungsverein und zwei Geistliche. Als Prediger "Ebu Tejmar" soll Mirsad O. laut Anklage seine Mitangeklagten und andere Muslime dazu gebracht haben, in Syrien aufseiten islamistischer Gruppen in den Krieg zu ziehen. Das bestreitet der 39-Jährige auch nicht, er will sich aber mittlerweile gewandelt haben. Zum Beleg lässt Verteidiger Leonhard Kregcjk am siebten Verhandlungstag vom Vorsitzenden Stellungnahmen des Vereins Derad und zweier katholischer Gefängnisseelsorger verlesen, die dem im Jahr 2016 zu 20 Jahren Haft verurteilten O. ein denkbar gutes Zeugnis ausstellen.

https://www.derstandard.at/story/2000128381527/wiener-is-prozess-der-meister-und-sein-theologischer-sinneswandel


WELT.DE: Die meisten Parteien fürchten, als islamfeindlich zu gelten"

In vielen Regionen der Welt hat der rigide Islam nach und nach moderate Strömungen verdrängt. Susanne Schröter leitet das Forschungszentrum Globaler Islam und ruft die deutsche Politik zum schnellen Handeln auf. Ein Gespräch über die Zukunft Europas mit muslimischer Mehrheit.

WELT: Was kennzeichnet den Islam in Europa?Susanne Schröter: Europa hat mit dem Balkan bzw. Bosnien eine historisch muslimische Region, die Teil des Osmanischen Reichs und später Teil der Habsburgermonarchie war. Hier herrschte lange eine eher synkretistisch und sufistisch geprägte Form des Islam vor. Seit dem Zerfall Jugoslawiens hat der Sufismus das Nachsehen.

https://www.welt.de/kultur/plus232491537/Islam-Expertin-Die-meisten-Parteien-fuerchten-als-islamfeindlich-zu-gelten.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: CDU nennt Äußerungen des Schura-Rats „besorgniserregend"

In der WELT AM SONNTAG hatte der Schura-Vorstand Norbert Müller das im Visier des Verfassungsschutzes stehende Islamische Zentrum Hamburg (IZH) verteidigt. Die CDU nennt die Äußerungen besorgniserregend. Auch von deren Gleichstellung mit den Kirchen hält sie wenig. Die Forderung von Schura-Vorstand Norbert Müller, der Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg sollte Körperschaftsstatus erhalten, also den Kirchen gleichgestellt werden, hat insbesondere bei den Christdemokraten der Hansestadt Kritik hervorgerufen. SPD und Grüne äußerten sich zurückhaltend.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article232604927/Debatte-ueber-Iran-Moschee-in-Hamburg-CDU-nennt-Aeusserungen-des-Schura-Rats-besorgniserregend.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: Musliminnen und Muslime feiern Opferfest Eid al-Adha

Mit Feiertagsgebeten haben Musliminnen und Muslime in Thüringen am Dienstagmorgen den Beginn des viertägigen Opferfests Eid al-Adha eingeläutet. In Erfurt hätten sich dazu in am Morgen rund 200 Menschen in der Moschee versammelt, sagte der Gemeindesprecher des Internationalen Islamischen Kulturzentrums Erfurter Moschee, Mohammad Khan, am Dienstag. Wie bereits im Vorjahr sei mit Abstand, Maske und eigenem Teppich gebetet worden.

https://www.welt.de/regionales/thueringen/article232622871/Musliminnen-und-Muslime-feiern-Opferfest-Eid-al-Adha.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: Messerstecher von Würzburg womöglich schuldunfähig

Schon kurz nach der Messerattacke eines Flüchtlings in Würzburg stellt so mancher den Täter in die Islamistenecke. Im Zuge der Ermittlungen wird allerdings klar: Wirklich handfeste Beweise für die Theorie gibt es bisher nicht. Der Messerstecher von Würzburg war bei seiner Attacke auf Passanten nach bisheriger psychiatrischer Einschätzung womöglich schuldunfähig. Ob religiöse Überzeugungen des Flüchtlings aus Somalia bei der Tat am 25. Juni eine Rolle gespielt haben, sei noch unklar, teilten das Bayerische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft München am Dienstag mit. Drogen oder Alkohol hatte der Mann laut toxikologischem Gutachten nicht zu sich genommen.

https://www.welt.de/regionales/bayern/article232632281/Messerstecher-von-Wuerzburg-womoeglich-schuldunfaehig.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: Farbanschlag auf umstrittene Moschee in Hamburg

Die „Blaue Moschee" wird vom Islamischen Zentrum Hamburg (IZH) betrieben. Jüngst hatte der Verfassungsschutz Vorwürfe untermauert, das IZH werden vom iranischen Regime gesteuert. Jetzt verübten Unbekannte einen Anschlag auf die Moschee. Nach einem Farbanschlag auf die sogenannte Blaue Moschee in Hamburg hat der Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. In der Nacht zu Samstag hatten Unbekannte mehrere Beutel mit roter Farbe in den Eingangsbereich der Imam-Ali-Moschee geworfen, wie ein Polizeisprecher sagte. Zudem waren die Wände mit roter Farbe beschmiert worden.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article232737983/Staatsschutz-ermittelt-Farbanschlag-auf-umstrittene-Moschee-in-Hamburg.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: Schura warnt vor Islamhass bei Demo gegen IZH

Der Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg (Schura) hat angesichts einer für kommende Woche geplanten Demonstration gegen das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) vor pauschaler Islamfeindlichkeit gewarnt. Schon bei dem Farbanschlag auf die Blaue Moschee am Wochenende seien neben Hassparolen gegen den Iran auch solche gegen die islamische Religion an die Moscheewand geschmiert worden, erklärte der Schura-Co-Vorsitzende Fatih Yildiz am Mittwoch.


WELT.DE: Schura warnt vor Islamfeindlichkeit bei Demo gegen Islamisches Zentrum

Nächste Woche soll vor dem Islamischen Zentrum Hamburg, das vom Hamburger Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft wird, eine Demonstration stattfinden. Der Co-Vorsitzende der Schura spricht mit Blick auf das Motto von einer „absurden Hetze". Der Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg (Schura) hat angesichts einer für kommende Woche geplanten Demonstration gegen das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) vor pauschaler Islamfeindlichkeit gewarnt. Schon bei dem Farbanschlag auf die Blaue Moschee am Wochenende seien neben Hassparolen gegen den Iran auch solche gegen die islamische Religion an die Moscheewand geschmiert worden, erklärte der Schura-Co-Vorsitzende Fatih Yildiz am Mittwoch.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article232810065/Hamburg-Schura-warnt-vor-Islamhass-bei-Demo-gegen-IZH.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: „Islamismus ist keine Diskriminierung, das ist eine Terrororganisation, wenn Sie so wollen"

Die SPD zählt in ihrem Wahlprogramm acht diskriminierende Haltungen auf, gegen die sie sich einsetzen will. Das Wort „Islamismus" fehlt. Als Parteichefin Saskia Esken in einer TV-Sendung darauf angesprochen wird, gerät sie ins Stocken. 65 Seiten hat das Wahlprogramm der SPD. Von einer sicheren Zukunft und einem stärkeren Europa ist dort die Rede, von Gleichstellung und bezahlbarem Wohnraum. Die SPD wolle allen Bürgern garantieren, dass sie dieselben Chancen und Möglichkeiten haben. Die Partei werde „nachdrücklich gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Islamfeindlichkeit, Antifeminismus, Sexismus und LSBTIQ*-Feindlichkeit vorgehen". 

https://www.welt.de/politik/deutschland/article232824151/Saskia-Esken-Islamismus-ist-keine-Diskriminierung.html?icid=search.product.onsitesearch


WELT.DE: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen langjährigen Islam-Berater der Landesregierung

Er unterstützte das Schulministerium NRW in Fragen des Islams und der Türkei. Doch offenbar hatte der Forscher Teile seines Lebenslaufes erfunden. Die Aufarbeitung durch Landesregierung und Justiz dauert an. Die Zweifel am akademischen Hintergrund eines langjährigen Islamberaters des nordrhein-westfälischen Schulministeriums haben sich nach einer internen Prüfung durch das Ministerium und die personalführende Bezirksregierung Düsseldorf erhärtet. Das war am Freitag aus dem Schulministerium zu vernehmen.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article232837393/NRW-Staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-Islam-Berater-der-Landesregierung.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Zweifeln an Islam-Berater

Nachdem ein Vertrag der NRW-Landesregierung mit einem Islamberater wegen Zweifeln an seiner akademischen Laufbahn aufgelöst wurde, ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft Essen in dem Fall. Gegen den Mann sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Missbrauchs von Titeln eingeleitet worden, erklärte eine Sprecherin am Samstag. Man stehe aber noch «ganz am Anfang». Zuvor hatte die «Welt» darüber berichtet.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article232842563/Staatsanwaltschaft-ermittelt-nach-Zweifeln-an-Islam-Berater.html?icid=search.product.onsitesearch

 

ZEIT ONLINE: Rassismus im Lehrerzimmer

Lauter Absagen trotz bester Noten. Eine Lehrerstelle bekam unser Autor wohl nur, weil Islamlehrer gesucht wurden. Damit stand er jedoch wieder unter Verdacht. Mansur Seddiqzai arbeitet als Lehrer an einem Gymnasium im Ruhrgebiet. Er berichtet auf ZEIT ONLINE immer wieder über seine Erfahrungen an der Schule mit vielen muslimischen Schülern und Schülerinnen. Hier erzählt er, wie schwer es war, als Lehrer akzeptiert zu werden. Vorurteile hat jeder, ich auch. Als ich für mein Referendariat einer Schule in einem wohlhabenden Stadtteil zugeteilt wurde, hatte ich ein mulmiges Gefühl. Migrantenkinder, wie ich eines war, gab es dort kaum. Ich befürchtete, dass ich aufgrund meiner Hautfarbe und Herkunft hier nicht akzeptiert werden und keinen Zugang zu den Schülern und Schülerinnen finden würde. Deshalb beantragte ich eine Versetzung, noch bevor meine Lehramtsausbildung begonnen hatte.

https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2021-07/islamfeindlichkeit-schule-deutschland-rassismus-lehrer-migrationshintergrund-vorurteile-erfahrungsbericht-islamlehrer

 

ZEIT ONLINE: Regierung in Wien verschärft Antiterrorgesetze

Österreich führt den neuen Straftatbestand "religiös motivierte" Verbrechen ein. Auf Bewährung Entlassene könnten zu einer elektronischen Fußfessel verpflichtet werden. Acht Monate nach dem islamistischen Anschlag von Wien mit vier Opfern verschärft Österreich seine Antiterrorgesetze. Der Nationalrat beschloss das Gesetzespaket, das einen neuen Straftatbestand "religiös motivierte" Verbrechen vorsieht. Es sieht auch vor, dass auf Bewährung entlassene Straftäter zum Tragen einer elektronischen Fußfessel verpflichtet werden können. Generell kann die Justiz terroristische Straftäter während des Vollzugs und nach Entlassung auf Bewährung stärker überwachen.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-07/oesterreich-anti-terror-gesetz-verschaerfung-wien-terroranschlag-islamismus-straftatbestand

 

ZEIT ONLINE: Kurt Westergaard ist tot

Der dänische Zeichner stieß mit seinen Mohammed-Karikaturen auf wütenden Protest in der islamischen Welt. Im Alter von 86 Jahren ist Kurt Westergaard gestorben. Der dänische Zeichner Kurt Westergaard ist tot. Er starb nach langer Krankheit im Alter von 86 Jahren, wie seine Familie der dänischen Zeitung Berlingske mitteilte. Eine von Westergaard gezeichnete Mohammed-Karikatur löste Proteste in zahlreichen Ländern aus und war letztlich Auslöser des Anschlags auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo in Paris. Die Karikatur zeigte den Propheten Mohammed mit einer Bombe im Turban. Sie wurde 2006 in der Zeitung Jyllands-Posten abgedruckt und führte zu antidänischen Protesten und Gewalt in mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern.

https://www.zeit.de/kultur/kunst/2021-07/kurt-westergaard-tot-mohammed-karikatur


ZEIT ONLINE:
Unter uns Türken

Was haben Menschen gemeinsam, deren Ursprung in der Türkei liegt und die in Deutschland leben? Hier sprechen fünf von ihnen über den Geschmack der Kindheit, ihr Problem mit dem "Wir" und die Angst vor öffentlichen Konflikten. Wie reden Menschen mit Migrationsgeschichte eigentlich untereinander? Anders als sonst in der Öffentlichkeit, wenn sie, allen Diversitätsbeteuerungen zum Trotz, oft als eine Gruppe wahrgenommen werden? Was trennt sie, was eint sie, was sind Erinnerungen, die nur sie miteinander teilen? Wie wichtig ist ihnen überhaupt das Thema Herkunft und Identität? Wie sehr prägt, wie sehr entzweit es sie auch? Und: Sollte man diese Konflikte öffentlich austragen, oder schadet man sich damit nur?

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2021/31/deutschtuerken-leben-in-deutschland-migrationshintergrund

WIENER ZEITUNG: Großprozess gegen mutmaßliche IS-Terroristen

Am Wiener Landesgericht beginnt kommende Woche ein Prozess gegen sieben Angeklagte, die sich für die radikalislamistische Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) betätigt haben sollen. Vorerst sind acht Verhandlungstage anberaumt. Um den Hauptangeklagten Turpal I. gab es zuletzt Schlagzeilen, weil er nach Ablauf der auf zwei Jahre begrenzten U-Haft Anfang Mai auf freien Fuß gesetzt worden war. Er wird rund um die Uhr vom Verfassungsschutz überwacht. Sein Verteidiger Florian Kreiner versicherte, der 32-Jährige werde sich dem Verfahren stellen und zum Prozess erscheinen. "Wir bereiten uns auf die Verhandlung vor. Durch die Enthaftung hat er die Möglichkeit, entlastende Beweismittel zu sammeln", sagte Kreiner.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/oesterreich/2111154-Grossprozess-gegen-mutmassliche-IS-Terroristen.html


WIENER ZEITUNG: Geständnis von ehemaligem Hass-Prediger im Terrorprozess

Der bereits rechtskräftig verurteilte Mirsad O. bekannte sich vor Gericht überraschend schuldig. Mit einer Überraschung hat am Landesgericht Wien ein Prozess gegen fünf Angeklagte begonnen, die sich für die radikalislamistische Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) betätigt haben sollen. Der mitangeklagte einstige "Hassprediger" Mirsad O. alias Ebu Tejma, der eine rechtskräftige 20-jährige Haftstrafe verbüßt, legte ein Geständnis ab. Er bekenne sich zum Großteil der ihm vorgeworfenen strafbaren Handlungen schuldig, sagte der 39-Jährige.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2111717-Gestaendnis-von-ehemaligem-Hass-Prediger-im-Terrorprozess.html

 

WIENER ZEITUNG: Von Terrorabwehr, Asyl und "Ausnahmezustand"

Vor der Sommerpause des Nationalrats geht es nicht nur um die Corona-Krise, es werden auch die Weichen für umfangreiche Gesetzespakete gestellt. Es sei eine besondere Leistung, dass während der Corona-Krise, "in diesem Ausnahmezustand", solche Gesetzespakete der türkis-grünen Koalition beschlossen werden, hob ÖVP-Sicherheitssprecher Karl Mahrer vor der Verabschiedung des Anti-Terror-Pakets hervor. Am Mittwoch und Donnerstag arbeiten die Parlamentarier im Akkord. Nicht weniger als 66 Tagesordnungspunkte, darunter immerhin 30 Gesetzesbeschlüsse, stehen an den beiden letzten Sitzungstagen des Hohen Hauses vor der Sommerpause auf dem Programm.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2111697-Von-Terrorabwehr-Asyl-und-Ausnahmezustand.html

 

WIENER ZEITUNG: Prozess gegen Foreign Terrorist Fighters fortgesetzt

Der Wiener Prozess gegen fünf Angeklagte wurde aufgerollt, ein Terrorist Fighter erzählte von Syrien. Am Wiener Landesgericht ist am Dienstag der Terror-Prozess gegen fünf Angeklagte - darunter zwei Foreign Terrorist Fighters, die sich in Syrien der radikalislamistischen Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen hatten, fortgesetzt worden. Der Prozess richtete sich auch an den bereits rechtskräftig zu 20 Jahren Haft verurteilten, ehemaligen "Hassprediger" Mirsad O. alias Ebu Tejma. Einer der Foreign Terrorist Fighters berichtete dem Schwurgericht von seinen Erlebnissen in Syrien.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2112325-Prozess-gegen-Foreign-Terrorist-Fighters-fortgesetzt.html

 

WIENER ZEITUNG: Kopftuchverbot kann laut EuGH rechtens sein

Der Europäische Gerichtshof hat die Rechte von Arbeitgebern gestärkt, die muslimischen Mitarbeiterinnen das Tragen von Kopftüchern verbieten. Das Verbot des Tragens jeder sichtbaren Ausdrucksform politischer, weltanschaulicher oder religiöser Überzeugungen könne durch das Bedürfnis des Arbeitgebers gerechtfertigt sein, gegenüber den Kunden ein Bild der Neutralität zu vermitteln oder soziale Konflikte zu vermeiden, urteilte der EuGH am Donnerstag.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/europa/2112632-Kopftuchverbot-kann-laut-EuGH-rechtens-sein.html

WIENER ZEITUNG: EU-Kritik "beschämend für Österreich"

Die Proponenten des Anti-Korruptionsvolksbegehrens sehen sich durch die Kritik der EU-Kommission an der Rechtsstaatlichkeit in Österreich bestätigt. Die Proponenten des Rechtsstaats- und Anti-Korruptionsvolksbegehrens sehen sich durch die jüngste Kritik der EU-Kommission an der Rechtsstaatlichkeit in Österreich bestätigt. "Dieser EU-Bericht ist beschämend für Österreich und ein klares Zeichen dafür, dass die Umsetzung der Forderungen des Rechtsstaats- und Anti-Korruptionsvolksbegehrens längst überfällig ist", sagte der frühere Leiter der internationalen Antikorruptionsakademie Martin Kreutner am Mittwoch laut Aussendung. Der aktuelle EU-Bericht stelle Österreich ein im internationalen Vergleich teils sehr negatives Zeugnis aus.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2113438-EU-Kritik-beschaemend-fuer-Oesterreich.html

WIENER ZEITUNG: Urteil im Terrorprozess für Dienstag erwartet

Das Verfahren gegen zwei mutmaßliche IS-Kämpfer am Wiener Straflandesgericht steht vor dem Abschluss. Der Terror-Prozess am Wiener-Straflandesgericht soll am Dienstag zu einem Abschluss kommen. Bereits am Montag erfolgten die Schlussplädoyers von Staatsanwalt Johannes Winklhofer und den ersten Verteidigern. Für den letzten Tag stehen die restlichen Schlussvorträge, die Beratung der Geschworenen und die Urteilsverkündung am Plan. Der Prozess wird gegen fünf Männer geführt, die unter Verdacht stehen, sich der terroristischen Organisation "Islamischer Staat" angeschlossen zu haben. Die letzten Zeugen waren zwei Beamte des Wiener Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) sowie ein Mithäftling von zwei Angeklagten. Letzterer erschien nicht vor Gericht, seine Aussage wurde verlesen.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2114056-Urteil-im-Terrorprozess-fuer-Dienstag-erwartet.html


WIENERZEITUNG: Drei Schuld- und zwei Freisprüche im Wiener Terrorprozess

Späte Urteilsverkündung nach Mitternacht am Wiener Straflandesgericht nach neun Stunden Beratung der Geschworenen. Sechseinhalb beziehungsweise viereinhalb Jahre Haft: So lauten die (noch nicht rechtskräftigen) Urteile gegen zwei mutmaßliche IS-Kämpfer im Wiener Terrorprozess, der erst nach Mitternacht zu Ende gegangen ist. Die beiden Ehefrauen der Erstangeklagten wurden freigesprochen, der bereits rechtskräftig zu 20 Jahren Haft verurteilte ehemalige "Hassprediger" Mirsad O. alias Ebu Tejma wurde ohne Strafe schuldig gesprochen. Neun Stunden lang berieten die Geschworenen, ehe sie zu ihren Urteilen kamen. Der Hauptangeklagte Turpal I. wurde dabei von den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen, in Syrien Gräueltaten begangen zu haben, freigesprochen-

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2114192-Drei-Schuld-und-zwei-Freisprueche-im-Wiener-Terrorprozess.html

WIENER ZEITUNG: Auf schwachen Beinen

Etliche Hausdurchsuchungen im Rahmen der Operation "Luxor" waren laut Oberlandesgericht Graz rechtswidrig. In der Nacht auf den 9. November, eine Woche nach den Terrormorden in Wien, fanden in ganz Österreich mehr als 60 Hausdurchsuchungen statt, fast 1.000 Polizistinnen und Polizisten waren bei der Operation "Luxor" getauften Aktion beteiligt. Das Ziel war das mutmaßlich weitverzweigte Netz von Muslimbrüdern in Österreich. Ein Schlag gegen den islamistischen Terror? Oder gegen den politischen Islam? Die Grenzen verschwammen bereits damals, als Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) die Öffentlichkeit am Vormittag über die Razzia informierte. Einerseits sprach er vom Verdacht der Terrorfinanzierung und der Bildung einer Terrororganisation, andererseits aber auch über den "politischen Islam", der "zutiefst gefährlich" sei, weil er sich gegen Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und die Trennung von Religion und Staat stelle.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2115054-Auf-schwachen-Beinen.html

 

SUEDDEUTSCHE: Zweifel an Islam-Berater: Vertrag aufgelöst

Die NRW-Landesregierung hat den Werkvertrag mit einem Berater in Fragen des Islam nach mehr als zehn Jahren "einvernehmlich aufgelöst". Anlass seien "begründete Zweifel in Bezug auf die akademische Laufbahn" des Mannes gewesen, hieß es am Mittwoch in Düsseldorf aus dem NRW-Schulministerium. Die Abordnung an die Universität Duisburg/Essen mit dem Ziel der Habilitation sei vorzeitig beendet worden.

https://www.sueddeutsche.de/politik/regierung-duesseldorf-zweifel-an-islam-berater-vertrag-aufgeloest-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210707-99-293960

 

SUEDDEUTSCHE: Ex-Islamberater: SPD fragt nach angeblichen Ditib-Kontakten

Nachdem der Vertrag der Landesregierung mit einem Islamberater wegen Zweifeln an seiner akademischen Laufbahn aufgelöst wurde, hat die Opposition weitere Fragen zu dem Mann: Die SPD will wissen, seit wann die Regierung "Hinweise zum möglicherweise gefälschten Lebenslauf" hatte und ob sie etwas von Kontakten des Ex-Beraters zum Moscheeverband Ditib wusste. Über solche hatten zuvor mehrere Medien berichtet.

https://www.sueddeutsche.de/politik/landtag-duesseldorf-ex-islamberater-spd-fragt-nach-angeblichen-ditib-kontakten-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210709-99-317816

 

SUEDDEUTSCHE: Islamunterricht: Kretschmann warnt vor Scheitern

Angesichts des Streits um die Lehrerlaubnis eines liberalen Islamwissenschaftlers hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann vor dem Scheitern des Stiftungsmodells für den islamischen Religionsunterricht gewarnt. Die "Stiftung Sunnitischer Schulrat" sei eine Übergangskonstruktion, die verfassungsrechtlich eine schwierige Gratwanderung darstelle, räumte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart ein. Wenn sie scheitere, könne man den islamischen Religionsunterricht aber überhaupt nicht mehr weiterentwickeln. Er bitte alle Beteiligten, das zu bedenken. "Es wäre sehr bedauerlich, wenn das Projekt scheitert und damit der Fortgang des islamischen Religionsunterrichts." Dieser sei wichtig für junge Muslime und werde gut angenommen.

https://www.sueddeutsche.de/politik/regierung-stuttgart-islamunterricht-kretschmann-warnt-vor-scheitern-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210713-99-367425


SUEDDEUTSCHE: Streit um Islamlehrer-Ausbildung

Ein liberaler Islamwissenschaftler aus Freiburg soll keine Lehrer für den Religionsunterricht mehr ausbilden dürfen - wegen angeblicher "Formalien". Der Streit um seinen Fall legt die ganze Problematik des Islamunterrichts in deutschen Schulen bloß. Wer darf in Baden-Württemberg Islamlehrer ausbilden? Der als besonders liberal geltende Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi möglicherweise nicht mehr. Ihm hat die Stiftung Sunnitischer Schulrat, die in Baden-Württemberg seit vergangenem Jahr für die Ausbildung der Lehrkräfte zuständig ist, eine religiöse Lehrbefugnis verweigert. Die aber braucht Ourghi neuerdings, wenn er an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg weiter Studierende auf den Islamunterricht vorbereiten will.

https://www.sueddeutsche.de/politik/baden-wuerttemberg-islamunterricht-abdel-hakim-ourghi-1.5352152


SUEDDEUTSCHE: Islamist oder nicht?

Zwei Wochen nach der Gewalttat eines Somaliers in Würzburg suchen Ermittler weiter nach einer Erklärung. Der Täter schweigt und je länger die Ermittlungen dauern, desto weniger überzeugen die Hinweise auf eine islamistische Motivation. Kein Aufwand ist den bayerischen Ermittlern zu groß, um den Fall 502 Js 278/21 zu lösen. Dabei stehen Tat und Täter bereits fest: Der Somalier Abdirahman J. A. hat am 25. Juni drei Menschen in einem Würzburger Kaufhaus erstochen und fünf weitere teils schwer verletzt. Aber was ihn zu diesen Verbrechen trieb, ist für die Soko "Main" bis heute offen. Er war psychisch krank, aber andererseits hat er auch selbst zwei wichtige Hinweise darauf geliefert, dass es die Tat eines Islamisten sein könnte. Und damit ein Akt des Terrorismus. "Allahu akbar", soll er bei seiner Tat gerufen haben, den islamischen Ausruf "Gott ist am größten". So erinnert sich ein Sicherheitsmitarbeiter des Kaufhauses.

https://www.sueddeutsche.de/politik/angriff-wuerzburg-terrorismus-1.5352587?reduced=true


SUEDDEUTSCHE: Dänischer Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard gestorben

 

Der Prophet Mohammed, dargestellt mit einer Bombe als Turban: Mit dieser umstrittenen und außenpolitisch folgenschweren Zeichnung ist der dänische Karikaturist Kurt Westergaard weltberühmt geworden. Nun ist er übereinstimmenden dänischen Medienberichten zufolge nach längerer Krankheit im Alter von 86 Jahren gestorben. Wie bereits Westergaards Karikatur aus dem Jahr 2005 löste auch sein Tod, den die Zeitung "Berlingske" am Sonntagabend unter Berufung auf seine Familie zuerst gemeldet hatte, internationale Reaktionen aus.

https://www.sueddeutsche.de/politik/konflikte-daenischer-mohammed-karikaturist-kurt-westergaard-gestorben-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210719-99-430971


SUEDDEUTSCHE: Facebook darf Konten nicht einfach löschen

Facebook muss Nutzer informieren, bevor es ihre Konten sperrt, erklärt der Bundesgerichtshof. Beim Löschen von Hassposts kann das Unternehmen aber schneller reagieren. Es ist eine der großen Fragen der digitalen Welt: Kann Facebook nach eigenen Hausregeln bestimmen, was jemand sagen darf und was nicht? Oder gelten die Regeln des Grundgesetzes? Der Bundesgerichtshof hat nun eine erste Antwort gegeben: Facebook ist "grundsätzlich" berechtigt, Kommunikationsstandards vorzugeben, die strenger sind als strafrechtliche Paragrafen wie Beleidigung oder Volksverhetzung. Wie weit oder eng der Korridor ist, in dem die großen Plattformen die Regeln des Meinungsaustauschs definieren, ließ der BGH offen. Er stellte aber eines klar: Die Grundrechte sind auch auf einer privaten Plattform wie Facebook von Bedeutung.

https://www.sueddeutsche.de/politik/facebook-bgh-urteil-1.5367814


SUEDDEUTSCHE: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Zweifeln an Islam-Berater

Nachdem ein Vertrag der NRW-Landesregierung mit einem Islamberater wegen Zweifeln an seiner akademischen Laufbahn aufgelöst wurde, ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft Essen in dem Fall. Gegen den Mann sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Missbrauchs von Titeln eingeleitet worden, erklärte eine Sprecherin am Samstag. Man stehe aber noch "ganz am Anfang". Zuvor hatte die "Welt" darüber berichtet. Die Landesregierung hatte den Werkvertrag mit dem Berater in Fragen des Islam nach mehr als zehn Jahren "einvernehmlich aufgelöst". Anlass seien "begründete Zweifel in Bezug auf die akademische Laufbahn" des Mannes gewesen, teilte sie Anfang Juli mit.

https://www.sueddeutsche.de/politik/regierung-essen-staatsanwaltschaft-ermittelt-nach-zweifeln-an-islam-berater-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210731-99-635336

 

SUEDDEUTSCHE: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Zweifeln an Islam-Berater

Nachdem ein Vertrag der NRW-Landesregierung mit einem Islamberater wegen Zweifeln an seiner akademischen Laufbahn aufgelöst wurde, ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft Essen in dem Fall. Gegen den Mann sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Missbrauchs von Titeln eingeleitet worden, erklärte eine Sprecherin am Samstag. Man stehe aber noch "ganz am Anfang". Zuvor hatte die "Welt" darüber berichtet.

https://www.sueddeutsche.de/politik/regierung-essen-staatsanwaltschaft-ermittelt-nach-zweifeln-an-islam-berater-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210731-99-635336

 

FAZ: Bewährungsstrafen nach Drohungen von Islamisten gegen Schülerin

Nach massiven Drohungen gegen eine französische Schülerin, weil diese Islam-Kritik geäußert hatte, sind nun elf Täter verurteilt worden. Der Richter verlangte angemessenes Verhalten – auch im Netz. Weil die französische Gymnasiastin Mila im Internet drastische Kritik am Islam geübt hatte, wurde sie massiv bedroht und musste unter Polizeischutz gestellt werden. In einem Prozess vor dem Pariser Strafgericht wurden am Mittwoch nun elf Täter zu Haftstrafen von vier bis sechs Monaten verurteilt, die das Gericht zur Bewährung aussetzte. Es folgte damit weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/bewaehrungsstrafen-nach-online-drohungen-gegen-schuelerin-17426124.html

 

FAZ: Bayern führt Islam-Unterricht ein – und wird prompt verklagt

Der Bayerische Landtag hat am Dienstagabend beschlossen, das Wahlpflichtfach „Islamischer Unterricht" einzuführen. Doch Kritiker bemängeln, dass die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen dafür fehlen und ziehen vor den Verfassungsgerichtshof.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bayern-verfassungsklage-gegen-islam-unterricht-eingereicht-17426115.html

 

FAZ: Hunderttausend Hassnachrichten

Als sie sechzehn war, kritisierte Mila im Internet den Islam. Sie wurde mit Todesdrohungen überhäuft. Die Täter erhalten milde Strafen. Mila indes findet nicht mal beim Militär Schutz. Kann der französische Rechtsstaat die Kinder der Internet-Generation vor Cybermobbing schützen? Nach dem Urteil in der Affäre Mila lautet die Antwort: jein. Elf Franzosen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren sind vom Pariser Strafgericht zu Bewährungsstrafen zwischen vier und sechs Monaten wegen „Belästigung in den sozialen Netzwerken" verurteilt worden. Sie hatten Mila, eine damals sechzehn Jahre alte Schülerin, mit Hassbotschaften und Todesdrohungen überhäuft, nachdem diese in einem Video mit Kraftausdrücken über den Islam geurteilt hatte. „Ich hasse Religion", sagte sie in ihrer Instagram-Aufzeichnung, „im Koran steckt nichts als Hass" und „eure Religion ist Scheiße". Auf den Shitstorm, den sie damit auslöste, war der Teenager nicht gefasst. Laut Milas Anwalt Richard Malka erhielt sie mehr als hunderttausend explizite Hassnachrichten. Während der zweitätigen Gerichtsverhandlung in Paris hatten die Angeklagten gestanden, Urheber der Nachrichten gewesen zu sein. Sie stritten aber zugleich ab, als Teil einer Einschüchterungskampagne agiert zu haben.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/frankreich-100-000-hassnachrichten-nach-kritik-am-islam-17428561.html


FAZ: Gegen mörderische Intoleranz

Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard ist tot. Er sei „friedlich, nach langer Krankheit" gestorben, berichtete die Zeitung Berlingske unter Berufung auf die Familie. Westergaard wurde 86 Jahre alt. Der Hinweis, dass er sein Leben „friedlich" beenden konnte, ist von besonderer Bedeutung. Denn Kurt Westergaard lebte seit fünfzehn Jahren unter dem Schutz des dänischen Geheimdienstes. Zwei Attentate wurden auf ihn verübt, dem zweiten, bei dem ein somalischer Asylbewerber mit einer Axt in sein Haus eindrang, entkam er nur knapp.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/nachruf-auf-den-karikaturisten-kurt-westergaard-17444943.html

 

FAZ: Wiener Gericht verurteilt IS-Kämpfer

Zwei in Österreich radikalisierte IS-Kämpfer in Wien müssen für viereinhalb und sechseinhalb Jahre in Haft. Weil eine Beteiligung an Gewalttaten nicht nachgewiesen werden konnte, fallen die Urteile vergleichsweise milde aus. In Wien sind in der Nacht auf Mittwoch zwei Männer wegen ihrer Beteiligung am Kampf islamistischer Gruppierungen in Syrien zu jeweils viereinhalb und sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Ein Prediger wurde wegen Anstiftung ebenfalls schuldig gesprochen, doch büßt er bereits wegen anderer Verurteilungen eine Haftstrafe von 20 Jahren ab. Weil Anklage und Verteidigung sich bisher nicht über eine Anfechtung geäußert haben, sind die Urteile noch nicht rechtskräftig.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wiener-gericht-verurteilt-in-oesterreich-radikalisierte-is-kaempfer-17458479.html


FAZ: Beim deutschen Essen werde ich rassistisch

Der Präventivpädagoge Ahmad Mansour ist so umstritten wie gefeiert: Seine klaren Worte zu Integration, Islam und Werten haben dazu geführt, dass er Personenschutz braucht. Ein Sommerinterview mit Ahmad Mansour. Seitdem ich den deutschen Pass habe und nicht mehr viel darüber nachdenken muss, ob ich ein Visum brauche oder nicht, etwa für arabische Länder, in die ich als Israeli nicht reisen durfte. Es ist zwar nur ein Stück Papier, aber es ermöglicht mir, mich als Teil der deutschen Gesellschaft zu fühlen.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ahmad-mansour-ueber-deutschland-dialekte-und-deutsches-essen-17458281.html

 

DW: Angriffe im Netz, Angriffe in der Realität - Sorgen der Muslime in Europa

Muslime in Europa erfahren Bedrohungen, erleben Übergriffe und Hassbotschaften über Grenzen hinweg. Nun wollen Experten des Europarats sich stärker damit befassen und der Politik Empfehlungen geben. Er erzählt bedächtig, hält inne. "Einmal, vor Jahren, hat jemand Hakenkreuze auf die Wand unseres Gebäudes und die Fenster gesprüht, jeweils zwei Meter im Durchmesser." Imam A. schildert eine Attacke auf seine Moschee in einer westdeutschen Kleinstadt. Eine von vielen. Ob es in den vergangenen Jahren mehr geworden sind? "Das kann ich klar bejahen", sagt er. Wenn man eine Skala von null bis zehn nehme, habe er das Ausmaß von Übergriffen und Hass früher auf zwei geschätzt – heute auf sechs oder sieben (das Titelbild oben zeigt eine Moschee in Dormagen 2014, nicht die im Text genannte Moschee. Der volle Name des Imams und seine Stadt sind auf Wunsch nicht genannt).

https://www.dw.com/de/angriffe-im-netz-angriffe-in-der-realit%C3%A4t-sorgen-der-muslime-in-europa/a-58184778

DW: Frankreich verschärft Kampf gegen Islamisten

Immer wieder erschütterten islamistisch motivierte Anschläge Frankreich. Mit einer umstrittenen Gesetzesnovelle will die Regierung gegen radikale Muslime noch energischer vorgehen. Nach monatelangen Beratungen haben die Abgeordneten der Nationalversammlung in Frankreich ein Gesetz verabschiedet, das die "Prinzipien der Republik" stärken soll. Konkret können nun Moscheen oder religiöse Vereine noch schneller geschlossen werden, wenn in ihnen Hass und Gewalt gepredigt wird. Zudem sollen Hassaufrufe im Internet härter geahndet werden. Die Novelle sieht bis zu drei Jahre Haft und eine Geldbuße von 45.000 Euro gegen jeden vor, der "das Leben eines anderen durch Verbreitung von Informationen über dessen Privat- und Familienleben oder Beruf in Gefahr bringt".

https://www.dw.com/de/frankreich-versch%C3%A4rft-kampf-gegen-islamisten/a-58623000