Medienberichterstattung über Islam und Muslime in Europa

http://www.ezire.fau.de/


15. Oktober 2020

Oktober 2020


DIE PRESSE: Achtung, das hier ist keine Islamkritik!

Islamisten haben ganze Stadtbezirke im Griff – „weil man ihnen erlaubt hat, es zu tun". Der Appell kommt aus der größten Pariser Moschee. Wer hat wohl Folgendes in der Zeitung „Le Monde" geschrieben? Ein „Islamkritiker", womöglich ein „Islamophober"? Der islamistische Separatismus in Frankreich sei ein Faktum, bestimmte Milieus würden „die Gesetze der Republik zurückweisen" – „weil sie es tun konnten, weil man ihnen erlaubt hat, es zu tun".



DIEPRESSE: Frankreich will "Jungfräulichkeits-Atteste" verbieten

Regierung bereitet umfassenderes Gesetz gegen Islamisten und unerwünschte Verhaltensweisen speziell von Muslimen vor. Frankreich will sogenannte "Jungfräulichkeits-Atteste" unter Strafe stellen. Ärzten, die solche Bescheinigungen ausstellen, drohen künftig ein Jahr Haft und eine Geldstrafe von bis zu 15.000 Euro. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, mit dem die Regierung den Islamismus und unerwünschte Verhaltensweisen speziell von Muslimen bekämpfen will.

https://www.diepresse.com/5878630/frankreich-will-jungfraulichkeits-atteste-verbieten?from=rss



ORF.AT: Kritik an Auftritt von Milli-Görüs-Präsident Ergün

Im Festsaal des Neuen Rathauses soll am Sonntag die Generalversammlung der Austria Linz Islamischen Föderation (Alif) stattfinden. Als Gast wird Milli-Görüs-Präsident Kemal Ergün angekündigt. Das erhitzt die Gemüter der heimischen Politik. Ergüns Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) wird laut einem Bericht des „Oö. Volksblatt" in Deutschland als „verfassungsfeindliche Organisation" gelistet.

https://ooe.orf.at/stories/3070347/

ORF.AT: Kein Auftritt von Milli-Görüs-Präsident in Linz

Die für Sonntag geplante Generalversammlung der Austria Linz Islamische Föderation (ALIF) im Linzer Rathaus, bei der auch Milli-Görüs-Präsident Kemal Ergün auftreten hätte sollen, findet nun doch nicht statt. ALIF sagte das Treffen laut „Oö. Volksblatt" selbst ab. Die islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) wird laut einem Bericht des „Oö. Volksblatts" (Samstag-Ausgabe) in Deutschland als „verfassungsfeindliche Organisation" gelistet. ALIF sei „ein Ableger der fundamentalistischen Milli-Görüs-Gemeinschaft" und habe die Absage aus „Selbstschutz" gemacht.

https://ooe.orf.at/stories/3070764/

DER STANDARD: Europarat ernannte Sonderbeauftragten für Hetze und Hasskriminalität

Daniel Höltgen soll mit Mitgliedsstaaten Strategie zur Prävention von Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit entwickeln. Beim Europarat wird es künftig einen Beauftragten zur Bekämpfung von antisemitischer und muslimfeindlicher Hetze sowie Hasskriminalität geben. Daniel Höltgen, Kommunikationsdirektor des Europarates, wurde am Mittwoch von Generalsekretärin Marija Pejcinovic Buric zum Sonderbeauftragten ernannt. "So wie das Judentum gehört der Islam heute zu Europa. Dennoch sehen sich inzwischen viele jüdische und muslimische Bürger und Bürgerinnen zunehmender Hetze – auch im Internet – ausgesetzt und fürchten sich vor kriminellen Übergriffen", erklärte Pejcinovic Buric in einer Aussendung.


DER STANDARD: Junge Frauen als Köder: Wie Rechtsextreme auf Instagram Nachwuchs rekrutieren

Viel Zulauf für die Bewegungen kommen mittlerweile aus sozialen Netzwerken, deren Schwächen gezielt ausgenutzt werden, wie eine Recherche von Correctiv zeigt. Die AfD-Jungpolitikern Marie-Therese Kaiser gehört mit rund 9000 Abonnenten ebenfalls zu den bedeutenderen rechten Influencern im deutschsprachigen Raum. Fotos von schmackhaftem Essen, sonnigen Stränden, noblen Hotelzimmern oder Menschen in hipper Kleidung. Diese Motive werden gängig mit Instagram assoziiert. Doch nicht nur Influencer für Reisenanbieter, Restaurants und Modelabels haben Facebooks Plattform für sich entdeckt. Auch Rechtsextreme nutzen die Plattform mittlerweile eifrig. Sie haben gelernt, wie man die Spielregeln und Algorithmen der Seite geschickt ausnutzen kann und sich selbst vermarktet. Das Resultat – so berichtet Correctiv in einer mehrteiligen Reportage – ist ein reger Zulauf an neuen Mitgliedern.

https://www.derstandard.at/story/2000120585641/junge-frauen-als-koeder-wie-rechtsextreme-auf-instagram-nachwuchs-rekrutieren


WIENER ZEITUNG: Der ewige Kampf um Wien

Die Formel "Kampf um Wien" ist keine Erfindung der Freiheitlichen, auch die SPÖ und die Medien haben sie oft benutzt. Mit der Türkenbelagerung von 1683 hat die Wortschöpfung hingegen nichts zu tun. Am 6. August dieses Jahres öffnete Heinz-Christian Strache seine private Facebook-Seite, tippte unter sein Profilbild die Worte "Der Kampf um Wien ist eröffnet" und versah das Ganze mit einem Video, in welchem er dem Wahlvolk in Actionstarpose à la Tom Cruise baldige Rettung verspricht. Überraschend kommt das nicht. Schließlich hat der gefallene FPÖ-Chef und Vizekanzler, der nun als Obmann der Splitterpartei "Team HC Strache" für die Wiener Gemeinderatswahl am Sonntag kandidiert, mit solcherart "Kampf" schon Erfahrungen. Allein die Gegner sind seit 2004, als er FPÖ-Chef Hilmar Kabas in Wien beerbte, weitgehend dieselben geblieben - die Sozialdemokratie und der Islam.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wahlen/landtagswahlen/wien/2078161-Der-ewige-Kampf-um-Wien.html

WIENER ZEITUNG: Szenarien für die Zukunft der multikulturellen Gesellschaft

Der westliche Ethnozentrismus und die Herausforderungen des kulturellen Pluralismus. Vor fast einem Vierteljahrhundert schockte Samuel P. Huntingtons "Kampf der Kulturen" (1996) die Öffentlichkeit mit der Botschaft: Nicht der Systemkampf Kapitalismus versus Sozialismus, sondern die Abgrenzungskonflikte zwischen den großen Kulturen und Religionen sollen die Weltpolitik des 21. Jahrhunderts bestimmen. Das Buch hätte vermutlich kein breites Interesse gefunden, wenn es nicht kriegerische und terroristische Ereignisse gegeben hätte, die den Nerv vieler Menschen trafen.

https://www.wienerzeitung.at/meinung/gastkommentare/2078162-Szenarien-fuer-die-Zukunft-der-multikulturellen-Gesellschaft.html

 

SUEDDEUTSCHE: 4. Oktober 2020, 21:42 Uhr

Der Mann im gelben Brasil-Shirt ist offenbar zufällig an den Penzberger Stadtplatz gekommen. Als er dort den Auftrieb sieht, ruft er aber sofort einen Kumpel an. Diese Islam-Sache in Penzberg, die Kontroverse um die Muezzin-Rufe: "Das hat jetzt diese Typen hierher gelockt", sagt er. Diese Typen, das sind Michael Stürzenberger und sein Tross von der rechten "Bürgerbewegung Pax Europa". Nach der kürzlich von Imam Benjamin Idriz entfachten Debatte um öffentliche Gebetsrufe an der Penzberger Moschee hat der Islamhasser Stürzenberger am Freitagnachmittag mehrere Stunden lang den Penzberger Stadtplatz für eine Kundgebung belegt. Rund ein dutzend Schautafeln mit altbekannten Botschaften sind aufgebaut. "Keinen Fußbreit der Scharia in Deutschland" und Ähnliches steht darauf.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/in-penzberg-rechte-demo-am-stadtplatz-1.5053922

SUEDDEUTSCHE: Debatte über Verdachtsfälle bei Sicherheitsbehörden

Vor dem Hintergrund von Rechtsextremismus-Verdachtsfällen bei nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden debattiert der Landtag am Donnerstag in einer Aktuellen Stunde über das Thema. Anträge dazu hatten sowohl die oppositionellen Grünen als auch die Regierungsparteien CDU und FDP gestellt. Am vergangenen Donnerstag war bestätigt worden, dass drei Beamte einer Observationsgruppe des NRW-Verfassungsschutzes unter Verdacht stehen, Inhalte mit "islam- und fremdenfeindlicher Konnotation" in einer Chatgruppe und in sozialen Netzwerken ausgetauscht zu haben.

https://www.sueddeutsche.de/politik/landtag-duesseldorf-debatte-ueber-verdachtsfaelle-bei-sicherheitsbehoerden-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-201005-99-835147


SUEDDEUTSCHE: IS-Anhängerin Jennifer W. bricht ihr Schweigen

Nach eineinhalb Jahren meldet sich die wegen Mordes durch Unterlassen Angeklagte zu Wort - und lässt von ihrer Anwältin erzählen, wie sie wurde, was sie ist. Sie hat geschwiegen, als die Bundesanwaltschaft ihr vorwarf, sie habe nichts dagegen getan, dass ihr Mann ein kleines Mädchen verdursten ließ. Sie hat geschwiegen, als die Mutter dieses Mädchens vor Gericht erschien und ihr vorwarf, sie habe ihren Mann gegen das Kind aufgehetzt. Sie hat auch geschwiegen, als ihr Mann dann als Zeuge in den Gerichtssaal kam und sie keines Blickes würdigte. Seit eineinhalb Jahren schweigt Jennifer W., die sich vor dem Oberlandesgericht München verantworten muss wegen Mordes durch Unterlassen, wegen Sklavenhaltung und Verbrechens gegen die Menschlichkeit. Nun aber soll sie sprechen.

https://www.sueddeutsche.de/politik/islamismus-is-jennifer-w-is-rueckkehrerin-1.5059149


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