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DIE PRESSE: Islamische Weltsicht: Was die Karten verraten

Sie wirken wie moderne Kunst, trotzen dem Bilderverbot und pfeifen auf Präzision: islamische Landkarten, deren Geschichte Yossef Rapoport in einem prachtvollen Buch erzählt. Auf den ersten Blick könnte man es für das abstrakte Gemälde eines Picasso-Zeitgenossen halten: diese faszinierend gewellte blaue Form, an der Murmeln entlangzulaufen scheinen, mit Kreisen darin, mit Pfeilen und Dreiecken darauf. Wie bitte, das soll eine Karte sein? Ja, das ist eine Karte. Und keine verfremdete eines Künstlers im 20. Jahrhundert, sondern die eines berühmten Geografen im zehnten. Das blaue Ding: der Persische Golf. Die Kreise sind Inseln.

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DIE PRESSE: Nach Angriff auf Kundgebung in Wien: Regierung schreitet ein

Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Türken ermittelt nun die Polizei. Der türkische Botschafter wird ins Außenministerium eingeladen. Die Kundgebung am Samstagabend verlief weitgehend ruhig. Die Regierung reagiert auf die wiederholten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen linken pro-kurdischen Demonstranten und türkisch-ultranationalistischen Gruppierungen in Wien und ergreift nun eine Reihe von Maßnahmen. Dazu gehören etwa polizeiliches Vorgehen gegen die Hintermänner der Ausschreitungen und verstärkte Polizeipräsenz an bestimmten Orten, hieß es in einer Mitteilung.

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DER STANDARD:  Nach Demos in Favoriten: Türkei lud Österreichs Botschafter ins Außenministerium

Innenminister Nehammer betont, dass er "keine türkischen Konflikte auf österreichischem Territorium" möchte. Der türkische Botschafter wurde ebenfalls zu Außenminister Schallenberg eingeladen. Was sich in den vergangenen Tagen in Wien-Favoriten abgespielt hat, sorgt über die Stadt- und mittlerweile Landesgrenzen hinaus für Aufsehen. Immer wieder kam es zu Störaktionen gegen antifaschistische Kundgebungen und Demonstrationen sowie zu Angriffen auf ein linkes Zentrum, das Ernst-Kirchweger-Haus (EKH), durch türkische Nationalisten und Rechtsextreme. Es gab Verletzte, darunter etwa ein kurdischer Journalist.

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DIE PRESSE: Susanne Raab: Integration? „Wien darf nicht Paris werden"

Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) über die gewaltsamen Ausschreitungen von radikalen türkischen Nationalisten in Wien Favoriten vor wenigen Tagen, die Versäumnisse in der Wiener Integrationspolitik und Morddrohungen gegen sie, nachdem sie diese Ausschreitungen scharf verurteilt hatte.

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DIE PRESSE: Innenminister Nehammer: „Politischer Islam bringt Gift in die Gesellschaft"

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) vermutet einen türkischen Einfluss hinter den Demonstrationen in Favoriten. Die „Grauen Wölfe" will er indes nicht ins Kanzleramt laden. Junge Männer, die wegen einer Demonstration gegen Gewalt an Frauen zu pöbeln beginnen, den verbotenen „Wolfsgruß" zeigen und Polizeihunde verletzen: Die Gewalteskalation zwischen kurdischen und türkischen Vereinen in Wien-Favoriten lässt die Wogen zwischen Wien und Ankara seit Ende Juni hochgehen.



DIE PRESSE: Raab: "Weg von romantischer Vorstellung von Multikulturalität"

Die Integrationsministerin betont im Parlament ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den "politischen Islam". Am Nachmittag soll die BVT-Reform auf den Weg gebracht werden. Der Nationalrat nimmt am Donnerstag in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause die erste Etappe der BVT-Reform. Konkret wird im Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung eine neue Persönlichkeitsprüfung eingeführt, mit der das Personal gezielter ausgewählt werden kann.


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DIE PRESSE: Regierung beschränkt Extremismus-Dokumentationsstelle auf Islamismus

Aus der geplanten "Dokumentationsstelle für den religiös motivierten politischen Extremismus" wurde die "Dokumentationsstelle Politischer Islam" - mit einer halben Million Euro Startbudget. Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) hat am Donnerstag die angekündigte Dokumentationsstelle für religiös motivierten politischen Extremismus vorgestellt. Allerdings in anderer Form als ursprünglich angekündigt: Das im Regierungsprogramm noch breiter gefasste Mandat wurde deutlich eingeschränkt. Dokumentiert und erforscht werden soll nun ausschließlich der "politische Islam" und "Parallelgesellschaften".

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DIE PRESSE: „Ein Überwachungs­apparat für Muslime"

IGGÖ-Präsident Ümit Vural hält eine Zusammenarbeit mit der „Dokumentationsstelle Politischer Islam" für unzumutbar.

Die Presse: Nach der Präsentation der Dokumentationsstelle Politischer Islam hat die IGGÖ eine Einbindung gefordert. Jetzt bezeichnen Sie eine Zusammenarbeit als unzumutbar.

Ümit Vural: Wir haben die Stelle begrüßt, die ursprünglich im Regierungsprogramm vereinbart wurde mit Antisemitismus, religiös motiviertem politischem Extremismus und Rassismus. Wir haben unsere Sorge bezüglich des Begriffs „politischer Islam" kundgetan, weil da ein Generalverdacht mitschwingt.

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DIE PRESSE: IGGÖ lehnt Zusammenarbeit mit "Dokustelle Politischer Islam" ab

Präsident Ümit Vural hält „politischer islam" für einen unbrauchbareren Begriff und sieht eine rein politische Zielsetzung der neuen Dokustelle der Bundesregierung. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) lehnt eine Zusammenarbeit mit der im Entstehen begriffenen „Dokumentationsstelle Politischer Islam" ab. Zwar habe man der Bundesregierung angeboten, bei der Bekämpfung von Extremismus mitzuarbeiten, doch hält IGGÖ-Präsident Ümit Vural eine Mitwirkung nun für „unzumutbar".

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DIE PRESSE: Kopftuchverbot: Richter brauchen mehr Beratungszeit

Dass der Verfassungsgerichtshof (VfGH) in der Vorwoche tagte, war nicht selbstverständlich. Eigentlich wäre nach der Juni-Session erst im Oktober die nächste Tagung fällig gewesen. Aber die Höchstrichter legten eine Sonderschicht im Juli ein, um die Themen Corona und das Kopftuchverbot in Schulen zu beraten. Während der VfGH am Mittwoch weitreichende Entscheidungen zum Thema Covid bekannt gab (die Ausgangsbeschränkungen waren gesetzwidrig verordnet worden, Geschäfte wurden bei der Wiedereröffnung ohne sachlichen Grund ungleich behandelt), wird es zum Thema Kopftuch keine Entscheidung mehr im Sommer geben.

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DIEPRESSE: Politischer Islam: Raab kritisiert "Gesprächsverweigerung"

Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) ist „verwundert" über die Gesprächsverweigerung der Islamischen Glaubensgemeinschaft. „Die IGGÖ  will sich offenbar nicht am Kampf gegen den politischen Islam beteiligen." Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) kritisiert die Ankündigung der Islamischen Glaubensgemeinschaft, nicht mit der "Dokumentationsstelle Politischer Islam" zusammenzuarbeiten. Man sei "verwundert" über die Gesprächsverweigerung, hieß es in ihrem Büro. Deutliche Kritik an einer von Raab präsentierten Umfrage zu "sozialen Brennpunkten" in Wien kommt indessen vom Meinungsforscher Günther Ogris.

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DIE PRESSE: Sobotka verlangt von Muslimen Bekenntnis zur Verfassung

Der Nationalratspräsident will den „laizistischen Islam" in Österreich stärken. Erdoğan-kritische Muslime sollten öfter ihre Stimme erheben. Den Kampf gegen den Antisemitismus hat Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) schon länger zu einem seiner Steckenpferde erhoben. Nun will er verstärkt auch dem politischen Islam entgegentreten: Sobotka verlangt von allen Muslimen in Österreich ein Bekenntnis „zu unserer Verfassung, zum Rechtsstaat, zu unseren Werten".

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DIE PRESSE: Theologe Mouhanad Khorchide: „Keine Einmischung von Politik und IGGÖ"

Theologe Mouhanad Khorchide glaubt, dass die IGGÖ sich im Kampf gegen den politischen Islam einbringen muss. Theologe Mouhanad Khorchide ist Berater der neuen Dokumentationsstelle Politischer Islam – und mit ein Grund, warum die IGGÖ dort nicht mitwirken will. Im Interview reagiert er auf Vorwürfe und definiert den „politischen Islam".

https://www.diepresse.com/5843592/theologe-mouhanad-khorchide-keine-einmischung-von-politik-und-iggo?from=rss


DER STANDARD: Dokumentationsstelle: Auf der Suche nach in Beton gegossener Unabhängigkeit

Noch im Juli will die türkis-grüne Regierung eine Dokumentationsstelle zum politischen Islam starten. Konkretes ist noch nicht bekannt. Nach den Ausschreitungen türkischer Nationalisten in Favoriten soll es schnell gehen. Nicht erst im August, sondern noch im Juli soll die von Türkis-Grün geplante Dokumentationsstelle politischer Islam ihre Arbeit aufnehmen. Bis auf skizzenhaft vorgestellte Themengebiete von Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) wissen aber selbst Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus diesem Bereich kurz vor deren Gründung noch nicht wirklich, wie sich diese Stelle zusammensetzen und welche Rolle sie im Spannungsfeld zwischen Regierungspolitik und Forschung spielen wird.

https://www.derstandard.at/story/2000118641283/dokumentationsstelle-auf-der-suche-nach-in-beton-gegossener-unabhaengigkeit


DER STANDARD:
Raab kritisiert "Träume von Multikulturalität" und Wiener Stadtregierung

Die Integrationsministerin schoss sich im "ZiB 2"-Interview zur Dokumentationsstelle für politischen Islam auf die Arbeit der Stadt Wien ein. Integrations- und Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) hat in einem "ZiB 2"-Interview ihre Pläne für die Einrichtung einer Dokumentationsstelle für politischen Islam verteidigt und dabei mehrfach die Wiener Stadtregierung angegriffen. Dass im Regierungsprogramm eine Dokumentationsstelle gegen den Extremismus im Allgemeinen vereinbart worden sei, die von ihr geplante sich nun aber ausschließlich mit dem Islam befasse, stimme so nicht, sagte Raab am Donnerstagabend.

https://www.derstandard.at/story/2000118768614/raab-gegen-traeume-von-multikulturalitaet-und-modelle-der-wiener-stadtregierung

 

DER STANDARD: Islamtheologe Khorchide: "Politischer Islam viel gefährlicher als Jihadismus"

Mouhanad Khorchide will die Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) in die Arbeit der Dokumentationsstelle Politischer Islam einbeziehen, mitarbeiten solle sie aber nicht. Der Wissenschafter und Autor Mouhanad Khorchide erwartet, dass Akteure des politischen Islam viel Druck auf die Grünen machen werden, um einen Spalt in die Koalition zu treiben. Die Dokumentationsstelle Politischer Islam von Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) ist noch nicht eingerichtet, und schon hagelt es Kritik. Auch von den Grünen. Der Islamtheologe Mouhanad Khorchide unterstützt die Regierung beim Aufbau und hofft, dass Politik und Gesellschaft bald einsehen, dass hier zu viel auf dem Spiel steht, um sich jetzt im Parteigeplänkel zu verlieren.

https://www.derstandard.at/story/2000118871137/islamtheologe-khorchide-politischer-islam-viel-gefaehrlicher-als-jihadismus

 

WELT.DE: Verurteilt als radikale Islamisten – und bald frei

Safia S. war 15, als sie einem Polizisten in Hannover ein Gemüsemesser in den Hals rammte. Fünf Zentimeter tief, unvermittelt bei einer Kontrolle am Hauptbahnhof. Der Mordversuch am 26. Februar 2016 war eine Märtyreroperation, der offiziell erste Anschlag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf deutschem Boden. Knapp viereinhalb Jahre ist das her, und schon bald könnte Safia S. die Justizvollzugsanstalt Vechta als freie Frau verlassen. Die heute 19-Jährige, Tochter einer Marokkanerin und eines Deutschen, hat Antrag auf vorzeitige Haftentlassung gestellt. Noch würden aktuelle Stellungnahmen der JVA und des Generalbundesanwalts fehlen, teilt das Amtsgericht Vechta mit.  

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus211067857/Deutsche-IS-Terroristen-Verurteilt-als-radikale-Islamisten-und-bald-frei.html?cid=onsite.onsitesearch

 

WELT.DE: BR: Podcast «Primamuslima» über Muslime in Deutschland

Mit einem Podcast will der Bayerische Rundfunk (BR) Einblicke in Leben und Glauben von Muslimen in Deutschland geben. Die Journalistin Merve Kayikci werde die sechs Folgen von «Primamuslima - Wir reden mit!» moderieren, teilte der BR am Montag in München mit. Die 26-Jährige wolle die Hörer auf unterhaltsame Weise in den religiösen, beruflichen und familiären Alltag ihrer Protagonisten mitnehmen. Nebenbei lasse sie Basiswissen in Sachen Islam einfließen. Losgehen soll es am 30. Juli zum islamischen Opferfest.

https://www.welt.de/regionales/bayern/article211529049/BR-Podcast-Primamuslima-ueber-Muslime-in-Deutschland.html?cid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: Staatsschutz ermittelt wegen Schweinekopf vor Islam-Zentrum

In Greifswald sollen Unbekannte einen abgetrennten Schweinekopf am Wochenende vor einem Fenster des Islamischen Kulturzentrums abgelegt haben. Der Staatsschutz ermittelt nun wegen des Verdachts der Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen, wie die Polizei in Neubrandenburg am Dienstag mitteilte. Der Vorfall sei am Dienstag per E-Mail angezeigt worden.

https://www.welt.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/article211615707/Staatsschutz-ermittelt-wegen-Schweinekopf-vor-Islam-Zentrum.html?cid=onsite.onsitesearch


ZEITONLINE: "Komm zum Islam"

Zwischen Solidarität, Missionierung und Beleidigung: Auch junge Muslime sind in Deutschland nicht frei von Rassismus gegen schwarze Menschen. Mansur Seddiqzai arbeitet als Lehrer an einem Gymnasium im Ruhrgebiet. Er berichtet auf ZEIT ONLINE immer wieder über seine Erfahrungen an der Schule. Hier erzählt er davon, dass auch junge Muslime nicht frei von Rassismus sind, auch wenn sie selbst davon betroffen sind. In der sechsten Klasse lernte ich David kennen. Sein Vater war Kameruner und ein angesehener Rassismusforscher, seine Mutter Deutsche. Er trug eine grüne Bomberjacke und Nike-Schuhe und war damit uns anderen modisch bereits zehn Jahre voraus.

https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2020-07/rassismus-islam-deutschland-migranten-schwarze-menschen

 

ZEITONLINE: Prozess gegen mutmaßlichen Terroristen Al-Hassan beginnt

Als Leiter einer Scharia-Polizei soll Al-Hassan 2012 in Mali Folterungen und Vergewaltigungen befohlen haben. Auch die Zerstörung von Kulturstätten wird ihm vorgeworfen. Mehr als sieben Jahre nach dem Terror einer Islamistengruppe in der malischen Wüstenstadt Timbuktu beginnt vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag der Prozess gegen einen der mutmaßlich Verantwortlichen. Al-Hassan Ag Abdoul Aziz Ag Mohamed Ag Mahmoud werden von den Anklägern des IStGH Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last gelegt.

https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-07/internationaler-strafgerichtshof-prozess-dschihadisten-mali-kriegsverbrechen

 

WIENER ZEITUNG: "Favoriten ist ein abgehängtes Milieu"

Die deutsche Islamismusforscherin Susanne Schröter über das Entstehen von Parallelgesellschaften. Die Angriffe von Austro-Türken auf Demonstranten in Favoriten haben weitreichende Folgen. Die Bundesregierung will nun schrittweise gegen sogenannte Parallelgesellschaften in Österreich vorgehen. Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) hat am Wochenende ihren "Fünf-Punkte-Plan" präsentiert. Dieser basiert auf einer Studie der deutschen Islamismus-Forscherin Susanne Schröter. Die "Wiener Zeitung" bat sie zum Interview.

Wiener Zeitung: Ihre Studie zu den "Parallelgesellschaften in Österreich", die vor den aktuellen Geschehnissen in Wien-Favoriten erstellt wurde, dient der österreichischen Bundesregierung nunmehr als eine Art Handlungsanleitung, um ebendiesen Entwicklungen zu begegnen. Ist das zulässig? War das ihre Intention?

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/wien/2066900-Favoriten-ist-ein-abgehaengtes-Milieu.html

 

WIENERZEITUNG: Ruud Koopmans: "Fundamentalismus ist eine Sackgasse"

Der Migrationsforscher spricht im Interview über die schwache Integrationsbilanz religiöser muslimischer Einwanderer - und den Hoffnungsfaktor Iran.

"Wiener Zeitung": Herr Koopmans, was war für Sie der Auslöser, ein Buch über den Islam und seinen Einfluss auf die Gesellschaft zu schreiben?

Ruud Koopmans: Die Idee ist aus meiner Forschung zur Integration von Migranten entstanden. Da ist mir im Lauf der Jahre aufgefallen, dass Migranten, die aus muslimischen Ländern stammen, in den verschiedenen Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung und so weiter durchschnittlich schlechter abschneiden als andere Migrantengruppen. Und da bin ich auf den Faktor Religion gestoßen. In Ihrem Buch, "Das verfallene Haus des Islam", nennen Sie das Jahr 1979 als Schlüsseljahr.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/reflexionen/zeitgenossen/2066456-Ruud-Koopmans-Fundamentalismus-ist-eine-Sackgasse.html

 

WIENER ZEITUNG: Grüner Unmut wegen Islam-Dokumentationsstelle

Die Wiener Grünen kritisieren die Beschränkung auf den "Politischen Islam". Im Parlamentsklub wurde eine Ausweitung ab Herbst verlangt. Die Umsetzung des türkis-grünen Regierungsprogramm: Das war vor allem für die ÖVP seit dem Beginn der Koalition von ÖVP und Grünen Anfang Jänner dieses Jahres stets die Begründung von Maßnahmen, mit denen man in den Reihen der Grünen nicht unbedingt Freude hatte. Bei der Einrichtung der neuen Dokumentationsstelle für religiös motivierten politischen Extremismus durch Integrationsministerin Susanne Raab wich die ÖVP-Ressortchefin jedoch vom Koalitionspakt ab, weshalb sich jetzt deutlich Unmut bei den Grünen regt. Denn die Dokumentationsstelle zielt nur auf den politischen Islam ab, den die ÖVP schon in der Zeit der türkis-blauen Bundesregierung ins Visier genommen hat.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2068158-Gruener-Unmut-wegen-Islam-Dokumentationsstelle.html


SUEDDEUTSCHE: Islamistin legt Revision ein

Die wegen eines geplanten Terroranschlags mit hochgiftigem Rizin verurteilte Kölner Islamistin hat gegen das Urteil Revision eingelegt. Das Rechtsmittel sei bereits am Samstag eingegangen, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Oberlandesgerichts am Montag. Die 44-Jährige war am Freitag zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach die zum Islam konvertierte Deutsche schuldig, den ersten Bombenanschlag mit einem biologischen Kampfstoff in Deutschland mit ihrem Mann geplant und vorbereitet zu haben.

https://www.sueddeutsche.de/politik/terror-prozess-islamistin-legt-revision-ein-1.4951462


SUEDDEUTSCHE: Migranten verlangen mehr Aktivität gegen Rassismus

Sächsische Migrantenorganisationen fordern von Politik und Gesellschaft mehr Engagement gegen rassistisch motivierte Gewalt und Strukturen. Das sei "unabdinglich und längst überfällig", appellierte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen (DSM) am Dienstag zum Jahrestag der Ermordung von Marwa El-Sherbini im Landgericht Dresden. Die Interessenvertretung verwies darauf, dass seit Jahren "fast unangetastet" rechte Strukturen wachsen und arbeiten könnten und rassistische Beleidigungen und Gewalt für viele Menschen zum Alltag gehörten.

https://www.sueddeutsche.de/leben/gesellschaft-dresden-migranten-verlangen-mehr-aktivitaet-gegen-rassismus-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200630-99-616220

SUEDDEUTSCHE: Dresden gedenkt Marwa El-Sherbini: Kampf gegen Rassismus

Weiße Rosen, klare Worte: Zahlreiche Menschen haben am Mittwoch in Dresden der aus Fremdenhass ermordeten Ägypterin Marwa El-Sherbini gedacht. Wegen Corona diesmal vor dem Landgericht und nicht an der Gedenktafel im Foyer, legten Vertreter der sächsischen Justiz, der Stadt und von Verbänden sowie Bürger in Erinnerung an die Bluttat, die 2009 das ganze Land erschütterte, weiße Rosen nieder. Anders als in der Vergangenheit war es kein stilles Gedenken. In Ansprachen wurden Alltagsrassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz in der Gesellschaft benannt - und zum Widerstand aufgerufen.

https://www.sueddeutsche.de/leben/gesellschaft-dresden-migranten-verlangen-mehr-aktivitaet-gegen-rassismus-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200630-99-616220

SUEDDEUTSCHE: Mutmaßliche Anwerberin von IS-Bräuten legt Teilgeständnis ab

Für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll eine von Niedersachsen nach Syrien ausgereiste Islamistin Frauen zur Heirat mit IS-Kämpfern angeworben haben. Zum Start des Prozesses gegen die 30-jährige Deutsch-Syrerin am Oberlandesgericht Celle am Freitag ist von den Lobpreisungen des IS, die die Frau laut Anklage in WhatsApp-Nachrichten verschickt haben soll, nichts mehr über. Die in eine weiße Kapuzenstrickjacke gehüllte kleine Frau, die gebeugt auf der Anklagebank sitzt, spricht von Krieg, Hunger und Tod beim IS. "Ich bin ihm nur knapp entkommen und habe meine Kinder retten können." Ihr drohen nun bis zu zehn Jahre Haft.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/terrorismus-celle-mutmassliche-anwerberin-von-is-braeuten-legt-teilgestaendnis-ab-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200703-99-659189

FAZ: Vieles muss neu erfunden werden

 

Alles dreht sich um den Koran. Bei der Suche nach einer liberalen Interpretation kommen zuweilen etwas eigenartige Konstrukte heraus. In der meist sehr aufgeladenen Debatte um den Islam und seine Bedeutung für die heutige Welt treten zwei Positionen scharf hervor: die grundsätzlich islamkritische, die Muslime aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit für unfähig hält, eine menschenrechtlich akzeptable Haltung einzunehmen, und eine starr islamische, die von der Durchsetzung unwandelbarer islamischer Prinzipien alles Heil erwartet. Bei aller Gegensätzlichkeit haben beide Positionen etwas gemeinsam: die Vorstellung, die islamische Ideologie, kristallisiert im Koran, beherrsche die Praxis der Muslime total oder beinahe total.

https://www.faz.net/aktuell/politik/politische-buecher/liberaler-islam-vieles-muss-neu-erfunden-werden-16848850.html

 

FAZ: „Da gibt es null Toleranz"

Österreichs Integrationsministerin richtet eine Beobachtungsstelle für den politischen Islam ein. Die soll berichten, wenn extremistisches Gedankengut ins Land kommt. Einigen geht das zu weit. Anderen nicht weit genug. Drei Wochen ist es her, da kam es im bevölkerungsreichsten Wiener Stadtbezirk zu Ausschreitungen. Sie dauerten mehrere Tage. Die jungen Männer, die in dem Bezirk namens Favoriten Krawall machten, waren türkischstämmig. Ausgangspunkt war eine Demonstration kurdischer und linker Organisationen, bei der es um Frauenrechte ging. Angeblich, so hieß es hinterher von türkischer Seite, seien dabei Zeichen der als Terrororganisation verbotenen kurdischen PKK gezeigt worden. Dadurch hätten sich die türkischstämmigen Männer provoziert gefühlt, gab hinterher der Botschafter Ankaras an.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/so-will-oesterreich-gegen-den-politischen-islamismus-vorgehen-16867096.html

 

DW: Muslime in der Bundeswehr: Soldat*innen, aber ohne Seelsorge

Leutnant Nariman Hammouti-Reinke riskierte für Deutschland ihr Leben in Afghanistan. Aber religiös fühlt sie sich von der Bundeswehr allein gelassen, obwohl die Zahl der Muslime in der Truppe wächst. "Ich hatte auch Situationen, wo ich gedacht habe: Jetzt geht's hier wirklich um die Wurst. Jetzt wird nicht mehr geübt. Das sind jetzt richtige Schüsse und richtige Raketen, die auf Dich geschossen werden." Nariman Hammouti-Reinke, 41, Soldatin der Bundeswehr. Wenn sie von ihren Einsätzen der Bundeswehr erzählt, ist der Druck, die Angst der Wochen und Monate im gefährlichen Auslandseinsatz zu spüren.

https://www.dw.com/de/muslime-in-der-bundeswehr-soldaten-ohne-milit%C3%A4r-seelsorge/a-54303770

 

THE GUARDIAN: The Muslim bereaved cruelly deprived of closure by coronavirus

Infection risk means families are suffering trauma and guilt by not being able to carry out the Islamic funeral ritual of washing the body. Jusna Begum wakes up to her phone ringing at 1am. When she answers, it's an inconsolable woman who has just lost her father to coronavirus. This has become the new normal for Begum, despite her being neither a grief counsellor nor a medic or chaplain. Rather, she is the person who would usually have washed the bodies of the deceased – a fundamental Muslim ritual in death.

https://www.theguardian.com/world/2020/jul/07/the-muslim-bereaved-cruelly-deprived-of-closure-by-coronavirus

 

THE GUARDIAN: Islamic Relief head 'appalled' by antisemitic posts by board member

'When I see something like this, it hurts me badly,' says Naser Haghamed, chief executive of Islamic Relief Worldwide. The head of Britain's largest Muslim charity has said he will launch multiple internal reviews after one of the aid group's trustees was found to have made antisemitic comments on social media. In Facebook posts published in 2014 and 2015, the trustee, Heshmat Khalifa, called Egypt's President Abdel Fattah al-Sisi a "pimp son of the Jews" and labelled Israeli authorities as "grandchildren of monkeys and pigs". Khalifa resigned from Islamic Relief Worldwide (IRW) after the charity was approached by the Times, which published the posts in full on Friday.

https://www.theguardian.com/society/2020/jul/24/islamic-relief-head-appalled-by-antisemitic-posts-by-board-member