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DIE PRESSE: Ein Ramadan ohne Fastenbrechen

Wegen der Corona-Pandemie müssen Österreichs Moscheen leer bleiben - auch im Fastenmonat Ramadan. Wegen Corona läuft der Fastenmonat der Muslime abseits von Vereinen und Moscheen ab. Gefastet wird trotzdem, gebetet daheim – und das gesellschaftliche Ereignis der Iftar-Essen entfällt. Es ist kein Ramadan wie gewohnt. So wie das Osterfest durch die Coronapandemie und die damit verbundenen Einschränkungen heuer nicht so gefeiert werden konnte, wie es die Menschen sonst machen, läuft auch der Fastenmonat der Muslime anders ab. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) ruft dennoch dazu auf, den heuer am Freitag, 24. April beginnenden Ramadan zu begehen.


DIE PRESSE: Ramadan: "Bin enttäuscht, dass ich nicht in Moschee kann"

Weltweit feiern Millionen Muslime den Beginn des Fastenmonats unter strengen Auflagen. Doch nicht überall wollen sich die Gläubigen den Maßnahmen beugen. Muslime auf der ganzen Welt haben inmitten der Coronakrise den Beginn des Fastenmonats Ramadan im kleinen Kreis gefeiert. Wegen der Corona-Beschränkungen und Ausgangssperren wird es dieses Jahr in vielen Ländern keine Zusammenkünfte nach Sonnenuntergang zum Fastenbrechen und zum nächtlichen Gebet in der Moschee geben.

https://www.diepresse.com/5804929/ramadan-bin-enttauscht-dass-ich-nicht-in-moschee-kann?from=rss


DIE PRESSE: Moscheen kämpfen ums Überleben

„Rettet unsere Moscheen!" Es ist ein eindringlicher Appell, den die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) an ihre Mitglieder richtet. Hintergrund ist die Corona-Pandemie, die zahlreiche Beschränkungen des öffentlichen Lebens mit sich gebracht hat – unter anderem sind davon auch religiöse Einrichtungen betroffen. So sind auch Österreichs Moscheen derzeit leer, es finden keine Gebete statt.

https://www.diepresse.com/5798394/moscheen-kampfen-ums-uberleben?from=rss


DIE PRESSE: Razzia gegen islamistische Terrorzelle in Deutschland

Vier Personen aus Tadschikistan wurden im Bundesland Nordrhein-Westfalen festgenommen. Sie sollen Kontakt zu IS gehabt haben. In Deutschland haben die Behörden offenbar eine Terrorzelle des sogenannten Islamischen Staates (IS) ausgehoben. Vier Personen aus Tadschikistan wurden am Mittwochmorgen auf Anordnung der Bundesanwaltschaft bei einer Razzia im Bundesland Nordrhein-Westfalen festgenommen. Sie und ein fünfter, bereits in Untersuchungshaft sitzender Mann sollen im Namen des IS Anschläge geplant haben. Das berichtet die Deutsche Presse Agentur (dpa).

https://www.diepresse.com/5800634/razzia-gegen-islamistische-terrorzelle-in-deutschland?from=rss


DER STANDARD: "Ramadan statt Ostern": Verschwörungstheoretiker hetzen mit Corona-Fake-News

Falschnachrichten florieren in der aktuellen Krise im Netz, die Journalistin Brodnig sammelt sie: Ein Überblick aktueller Meldungen und Faktenchecks. Die Journalistin und Social-Media-Expertin Ingrid Brodnig sammelt Beispiele von Fake-News, unbelegten Behauptungen – und deren Entkräftung. Folgend ein Überblick über aktuelle Falschnachrichten, die Brodnig im Gespräch erklärt. Grundsätzlich hält Brodnig in dieser Woche fest, dass sich die Art der Spekulationen anscheinend verändert hat. Ganz zu Beginn der Aufregung fielen enorm sichtbare Kettenbriefe auf. 

Schlichtweg falsche Behauptungen sorgen derzeit für Wut über Muslime. So wird laut Brodnig die Behauptung verbreitet, das christliche Ostern falle (aufgrund der Ausgangssperren) aus, während der muslimische Ramadan stattfinden solle. Behauptet wird, dass in Dortmund eine große Feier namens "Festi Ramadan" stattfinde.

https://www.derstandard.at/story/2000116689759/ramadan-statt-ostern-verschwoerungstheoretiker-hetzen-mit-corona-fake-news


DER STANDARD: Corona-Krise: Auf Muslime wartet ein ganz spezieller Ramadan

Der muslimische Fastenmonat ist nicht nur eine Zeit des Verzichts, sondern auch des Erlebens von Gemeinschaft. Das fällt in Zeiten von Covid-19 zum Großteil weg. Vorbereitungen für den Ramadan in Kairo – der Fastenmonat ist nicht nur ein religiöser, sondern auch ein sozialer Fixpunkt im Leben vieler Muslime. Fast ein Viertel der Weltbevölkerung gehört zumindest nominell den verschiedenen Strömungen des Islam an – und für die Gläubigen unter ihnen beginnt am Donnerstagabend der Fastenmonat Ramadan. Allerdings ist das ein errechnetes Datum: Der Beginn wird noch immer gemäß der Sichtung des Neumonds durch die religiösen Autoritäten gemeldet.


WELT.DE: Prozess: Kölnerin gesteht, von Bombenbau gewusst zu haben

Im sogenannten Rizin-Prozess hat die angeklagte Kölnerin erstmals zugegeben, vom Bau einer Bombe gewusst zu haben. Sie habe ihren Mann zwei Mal mit Pulver und Bombenbauteilen in der Wohnung angetroffen, sagte die zum Islam konvertierte Frau am Donnerstag vor Gericht in Düsseldorf. Sie selbst habe aber keinen Bombenanschlag mit dem hochgiftigen Kampfstoff Rizin geplant. Die 44-Jährige sieht sich von ihrem Ehemann getäuscht. Er habe ihr erklärt, das Pulver sei ein Vertrauensbeweis für seine Kontaktleute, um ins Herrschaftsgebiet des IS einreisen zu dürfen. Ihr tunesischer Ehemann ist vom Düsseldorfer Oberlandesgericht bereits zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil gegen die Frau steht noch aus.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article207461923/Prozess-Koelnerin-gesteht-von-Bombenbau-gewusst-zu-haben.html?cid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: „Es gibt keine Vergewaltigung. Ich und die Familie möchten, dass Sie das löschen"

Birgit Ebel im Jahr 2014 bei einer Präsentation ihrer Initiative "extremdagegen", die Prävention gegen Salafismus anbietet. Dass sie als islamfeindlich beschimpft wurde, traf Lehrerin Birgit Ebel hart. Nach dem Tod von Miray M. (Name geändert) war in Herford nichts mehr wie zuvor. Am 13. Januar 2019 stellte sich die damals 17 Jahre alte Schülerin in der ostwestfälischen Stadt auf die Gleise. Der Freitod der jungen Frau löste eine Debatte aus, die bis heute andauert. Starb die junge Muslima, weil es zuvor Streit gegeben hatte wegen ihres angeblich lockeren Lebensstils? Schlimmer noch, weil in der Kleinstadt (67.000 Einwohner) Fotos und Videos kursierten, die die junge Frau in intimer Situation mit mehreren Männern zeigte

https://www.welt.de/vermischtes/plus207519483/Islamkritik-Lehrerin-Birgit-Ebel-kaempfte-gegen-Strafbefehl.html?cid=onsite.onsitesearch

WELT.DE: Hessen nimmt islamischen Religionsunterricht in eigene Hand

Hessen hat sich auf das Ditib-Aus bereits vorbereitet: Mit dem Islamunterricht wird ein Bildungsangebot für die Schüler in Eigenregie des Landes angeboten. Statt reiner Glaubensvermittlung geht es bei dem Unterrichtsangebot um Wissen über den Islam. Hessen nimmt den islamischen Religionsunterricht in die eigene Hand. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) begründete das Ende der Zusammenarbeit mit dem türkischen Moscheeverband Ditib mit einem Bruch des Vertrauensverhältnisses: Die Zweifel an der grundsätzlichen Unabhängigkeit von der türkischen Regierung hätten nicht ausgeräumt werden können, erklärte Lorz am Dienstag und verwies bei seiner Begründung auf mehrere Rechtsgutachten.

https://www.welt.de/regionales/hessen/article207579559/Hessen-nimmt-islamischen-Religionsunterricht-in-eigene-Hand.html?cid=onsite.onsitesearch

WELT.DE: Wie ein radikales Islam-Forum nach Einfluss in Deutschland greift

Offensichtlich strebt das weltweit vernetzte European Muslim Forum (EMF) an, nun auch in Deutschland Fuß zu fassen. Das passt zur Strategie. Das EMF, erst im Oktober 2018 in Barcelona gegründet, definiert sich als Vereinigung der führenden muslimischen Vertreter Europas. Man wolle die gestiegene Bedeutung von Muslimen im öffentlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben repräsentieren, heißt es in einer Erklärung. Mit Vertretungen in Städten wie London, Istanbul oder Moskau – und klaren Zielen: Aufbau von Moscheen und islamischen Kulturzentren, Entwicklung der Halal-Industrie, Stärkung der muslimischen Jugend. Das klingt nach legitimer Interessenvertretung. Die Frage ist nur: Ist das die ganze Wahrheit? Daran gibt es Zweifel. Bisher ist das EMF kaum auf dem Radar deutscher Sicherheitsbehörden.

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus207615359/Wie-ein-Islam-Forum-radikale-Ideen-in-Deutschland-verbreiten-will.html?cid=onsite.onsitesearch

WELT.DE: „Unter diesen Umständen darf es keine Zusammenarbeit mit Ditib geben"

Nordrhein-Westfalen will den Einfluss der großen Verbände Ditib, Islamrat und Zentralrat der Muslime auf den Islamunterricht reduzieren. Stattdessen soll mehr mit kleineren Muslimgruppen zusammengearbeitet werden. Mehrere Bundesländer schränken die Kooperation mit der Ditib beim Islamunterricht stark ein – oder beenden sie. Zu groß ist die Kritik an dem Moscheeverband. Doch auch die staatlich verantwortete Religionskunde steht in der Kritik. Die Erwartungen an den neuen Islamunterricht waren hoch. Er solle Kinder muslimischen Glaubens nicht nur über ihre Religion informieren, schrieb die damalige hessische Kultusministerin Nicola Beer (FDP) 2012 in einem Infobrief. Sondern auch Hilfen und Qualifikationen vermitteln, „um das eigene Leben verantwortlich planen und gestalten zu können".

https://www.welt.de/politik/deutschland/article207620479/Ditib-Ist-die-Zusammenarbeit-beim-Islamunterricht-am-Ende.html?cid=onsite.onsitesearch

WELT.DE: Förderung der Islamberatung in Bayern

Die Eugen-Biser-Stiftung in München baut ihr Fortbildungsprogramm zu Themen rund um den Islam aus. Dafür überreichte ihr Innenminister Joachim Herrmann (CSU) einen Förderbescheid über 100 000 Euro für die Jahre 2020 und 2021, wie Stiftung und Ministerium mitteilten. Die von der Stiftung initiierte Islamberatung in Bayern richtet sich mit dem Projekt «Wissen fördern - Kompetenzen stärken» an Kommunen, Behörden, Schulen, Asylhelferkreise und Wohlfahrtsverbände. Es geht um muslimische Lebenswelten, Erziehung und Familienleben sowie Brückenbauen.

https://www.welt.de/regionales/bayern/article207656925/Foerderung-der-Islamberatung-in-Bayern.html?cid=onsite.onsitesearch


ZEIT ONLINE: NICHT ANBIEDERN, ANECKEN!

Wie soll an deutschen Hochschulen zum Islam geforscht werden? Zehn Jahre ist es her, da stellte sich der Wissenschaftsrat diese Frage. Das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium Deutschlands empfahl, die Möglichkeiten grundlegend zu erweitern. Konkret riet es dazu, Standorte für "islamische Studien" einzurichten. Diese sollten nicht nur aus theologischer Perspektive zum Islam forschen, sondern auch Lehrkräfte für den islamischen Religionsunterricht sowie Religionsgelehrte und Imame ausbilden.

https://www.zeit.de/2020/11/islamische-theologie-kritik-religionsgemeinschaft-integration

ZEIT ONLINE: Gutachten sieht Kopftuchverbot als rechtlich zulässig

Darf der Staat Mädchen verbieten, ein Kopftuch zur Schule zu tragen? Ein neues Gutachten sagt: Ja – auch wenn er in Religionsfreiheit und Erziehungsrecht eingreift. Der Staat darf nach Auffassung des Würzburger Staatsrechtlers Kyrill-Alexander Schwarz das Tragen von Kopftüchern an Schulen für Mädchen bis 14 Jahren flächendeckend verbieten. Schwarz kommt in einem Gutachten für die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV) zu dem Schluss, ein solches Verbot wäre verfassungsgemäß – obwohl der Staat damit in die Religionsfreiheit und das elterliche Erziehungsrecht eingreifen würde. Die BAGIV versteht sich selbst als weltlicher Interessenverband.

https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2020-03/gutachten-kopftuchverbot-schulen-14-jaehrige

ZEIT ONLINE: Zehn Jahre Haft für Rizin-Bombenbauer

Es wäre der erste Anschlag mit einer ABC-Waffe in Deutschland gewesen: Wegen des Baus einer Bombe mit dem Kampfstoff Rizin muss ein Islamist zehn Jahre ins Gefängnis. Für den Bau einer Bombe mit dem biologischen Kampfstoff Rizin in Köln ist ein 31-jähriger Islamist zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach den Tunesier Sief Allah H. der Herstellung einer biologischen Waffe und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat schuldig. Mit dem Strafmaß folgte das Gericht der Forderung der Bundesanwaltschaft. Sie hatte zehn Jahre gefordert, die Verteidiger eine Strafe von maximal acht Jahren.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-03/koeln-rizin-bombnbauer-islamist-haft-urteil


ZEIT ONLINE: Pegida darf trotz Corona-Beschränkungen demonstrieren

Am Montagabend dürfen in Dresden 15 Menschen an einer Pegida-Kundgebung teilnehmen. Als Reaktion auf Kritik verschärfte das Ordnungsamt die Auflagen. Das Dresdner Ordnungsamt hat der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung mitten in der Coronavirus-Krise eine Kundgebung genehmigt und damit für Protest gesorgt. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zeigte sich von der Entscheidung des Ordnungsamtes überrascht, die Versammlung am Montagabend zuzulassen. Er halte angesichts des Infektionsgeschehens eine solche Demonstration in der gegenwärtigen Situation für nicht vertretbar. Nach viel Kritik wurde am Nachmittag die Zahl der erlaubten Teilnehmerinnen und Teilnehmer heruntergesetzt - von zunächst 80 auf nun nur noch 15.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-04/dresdner-ordnungsamt-pegida-demonstration-genehmigung


ZEIT ONLINE: Ramadan in Corona-Zeiten

Der heiligste Monat der Muslime startet unter ganz besonderen Bedingungen. Wegen der Corona-Pandemie begehen Gemeinden und Familien weltweit Ramadan im Internet statt in der Moschee.

https://www.zeit.de/video/2020-04/6151817351001/islam-ramadan-in-corona-zeiten

SPIEGEL ONLINE: Zehn Jahre Haft für islamistischen Rizin-Bombenbauer

Ein Islamist soll in Köln an einer Rizin-Bombe gebaut haben. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat ihn dafür zu zehn Jahren Haft verurteilt - der Mann habe Menschen töten wollen. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat einen 31-jährigen Islamisten zu zehn Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sprach ihn der Herstellung einer biologischen Waffe und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat schuldig. Der Tunesier soll an einer Bombe mit dem biologischen Kampfstoff Rizin gearbeitet haben.

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/koeln-zehn-jahre-haft-fuer-islamistischen-rizin-bombenbauer-a-a33f4f43-a2bf-47ee-bc0a-80f66d089111

SPIEGEL ONLINE: Pegida-Demo findet mit Sondergenehmigung statt

Im Kampf gegen das Coronavirus ist die Versammlungsfreiheit stark eingeschränkt. Trotzdem genehmigen die Behörden immer wieder kleine Kundgebungen. In Dresden protestierten nun Islamfeinde. 15 Teilnehmer waren zugelassen. Mit einer Sondergenehmigung der Dresdner Versammlungsbehörde hat die islam- und ausländerfeindliche Pegida-Bewegung am Montag erstmals in der Coronakrise wieder demonstrieren können - allerdings nur mit 15 zugelassenen Teilnehmern. Unter Polizeibewachung und hinter einer Absperrung hatten sich auf dem Dresdner Neumarkt die Demonstranten versammelt. Außerhalb der Absperrgitter, die eine 25 mal 25 Meter große Fläche umgrenzten, befanden sich Schätzungen zufolge mehrere Dutzend Pegida-Anhänger in größerem Abstand sowie rund 30 Gegendemonstranten.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/trotz-corona-krise-dresdner-ordnungsamt-erteilt-pegida-sondergenehmigung-a-35e97408-8671-4c2c-84f8-35c9f56b66b6

SPIEGELONLINE: "Viele Moscheen stehen vor dem Bankrott"

Am Freitag beginnt der Ramadan. Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, spricht über den muslimischen Fastenmonat in der Coronakrise und fordert staatliche Unterstützung für die Moscheen.

SPIEGEL: Wie werden sich die Kontaktbeschränkungen auf den Ramadan auswirken?

Mazyek: Vieles wird in diesem Jahr nicht in den Moscheen stattfinden können. Da wäre Iftar, das tägliche Fastenbrechen am Abend, die Koranlesungen, das traditionelle Gebet in der Nacht, Tarawih. Diese Ramadan-Termine ziehen mehr Gläubige an als das Freitagsgebet, welches ja ebenfalls wegen Corona ausgesetzt wurde. Ein sehr schwerer Einschnitt für uns alle.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/aiman-mazyek-zu-corona-und-ramadan-viele-moscheen-stehen-vor-dem-bankrott-a-1b5da786-cf16-4c86-88a7-144eab0a1a80

SPIEGEL ONLINE: Mutmaßliche Islamistin wusste von Bombenbau ihres Mannes

Ein Paar aus Köln soll an einer Rizin-Bombe gebaut und einen Anschlag geplant haben. Die Frau bestritt den Vorwurf bisher - gab nun aber zu, von den Vorgängen in der eigenen Wohnung gewusst haben. Im sogenannten Rizin-Prozess hat die angeklagte Kölnerin erstmals zugegeben, vom Bau einer Bombe gewusst zu haben. Sie habe ihren Mann zweimal mit Pulver und Bombenbauteilen in der gemeinsamen Wohnung in Köln-Chorweiler angetroffen, sagte die zum Islam konvertierte Frau vor Gericht in Düsseldorf. Sie bestreitet weiterhin, einen Bombenanschlag mit dem hochgiftigen Kampfstoff Rizin geplant zu haben.

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/koeln-mutmassliche-islamistin-in-rizin-prozess-wusste-von-bombenbau-ihres-mannes-a-7d0fe367-f859-449c-99ec-ec0bac4eae3a


FAZ: Islam-Studenten meist weiblich

Eine Umfrage an der Universität Frankfurt zeigt, dass vor allem Frauen Islamische Theologie oder Religionspädagogik studieren. Derzeit fehlt es aber vielen Studierenden an Vorbildern und Mentoren. Zum Uni-Fach Islamische Theologie fühlen sich vor allem Frauen hingezogen: 80 Prozent der Studenten sind weiblich, wie eine Umfrage im Auftrag der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft an der Universität Frankfurt zeigt. Fast drei Viertel aller Studierenden stammen aus einem nichtakademischen Elternhaus. Für knapp 80 Prozent ist Deutsch nicht Muttersprache, und mehr als 90 Prozent fühlen sich dem Islam sehr stark oder stark zugehörig. Viele geben an, sie wollten sich aktiv in die Gesellschaft einbringen – nicht nur als Imam oder Religionslehrer, auch in anderen Funktionen.

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/universitaet-frankfurt-islam-studenten-meist-weiblich-16719435.html


FAZ: Hessen beendet Kooperation mit Ditib bei Islam-Unterricht

Der Moscheeverband Ditib ist zu nah am türkischen Staat, als dass er weiterhin Religionsunterricht in Deutschland anbieten könnte - mit dieser Begründung beendet Hessen die Kooperation. Die hessische Landesregierung beendet die Zusammenarbeit mit dem türkischen Moscheeverband Ditib beim islamischen Religionsunterricht. Vom Ditib-Landesverband über den Ditib-Bundesverband und die türkische Religionsbehörde Diyanet führe eine Linie zur Regierung in Ankara, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Dienstag in Wiesbaden. Deshalb werde die Kooperation mit Ditib ausgesetzt. Vom nächsten Schuljahr 2020/2021 werde der bekenntnisorientierte muslimische Religionsunterricht nur noch mit dem kleineren Partner Ahmadiyya erteilt, sagte Lorz. Außerdem werde das Land den Islamkundeunterricht in eigener Verantwortung, der bisher als Modellversuch eingeführt wurde, ausbauen. Dafür würden die in der Kooperation mit Ditib eingesetzten Lehrer fortgebildet.

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hessen-beendet-ditib-kooperation-beim-religionsunterricht-16745629.html


FAZ: Hände waschen und Teppich mitbringen

Die Zweifel an den Islamverbänden waren zuletzt eher gewachsen. Im Kampf gegen Corona zeigen sie sich nun wild entschlossen und legen ein detailliertes Konzept für den Moscheebesuch vor. Die Einschränkungen für die Religionsgemeinschaften waren hart, manche Verfassungsrechtler sagen: unverhältnismäßig hart. Als Mitte April die Baumärkte bereits wieder öffneten, wurde das Verbot von Gottesdiensten beibehalten. Mit den Vorgängen vertraute Personen berichten, dass die Spitzenpolitiker die für alle Religionen geltenden Verbote damals verlängerten, weil sie sich angesichts des bevorstehenden Ramadan (23. April bis 23. Mai) insbesondere Sorgen über das Infektionsrisiko in Moscheen machten. „Da gab es diffuse Vorbehalte", bestätigt ein Vertreter der großen Kirchen. Ein führender Islamvertreter erklärt sich die Skepsis damit, dass viele Ministerpräsidenten genau wissen, wie voll es im Ramadan in den Moscheen wird, da sie selbst schon öfter am abendlichen Fastenbrechen teilgenommen haben.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/islamverbaende-und-corona-unsere-grosse-pruefung-16745902.html


FAZ: Gutachter fällen verheerendes Urteil über die Ditib

Hessen hat die Kooperation mit der Ditib beim islamischen Religionsunterricht beendet. Zwei Gutachten über den Moscheeverband zeigen, dass die Gründe hierfür zwingend waren. Wer die Gutachten über die Kooperation mit der Ditib beim islamischen Religionsunterricht liest, wundert sich, dass Hessen so lange die Geduld mit dem türkischen Moscheeverband bewahrt hat, der sich immer mehr zum direkten Sprachrohr des türkischen Präsidenten entwickelt. Hessen hatte als erstes und bisher einziges Bundesland das Konzept eines islamischen Religionsunterrichts entwickelt, das gleich konstruiert war wie der evangelische und katholische Religionsunterricht, deren inhaltliche Verantwortung in der Hand der Religionsgemeinschaften liegt. Das Land hat der Ditib also die verfassungsrechtliche Rolle einer Religionsgemeinschaft zugebilligt und 2012 einen islamischen Religionsunterricht eigener Verantwortung eingerichtet, der die Ditib nicht ansatzweise gerecht wurde. Das geht aus den Gutachten des Bonner Staatsrechtlers Josef Isensee und des Turkologen Günter Seufert von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) hervor.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/islamischer-religionsunterricht-gutachter-faellen-verheerendes-urteil-ueber-ditib-16747789.html


FAZ: Einfach aufgelegt

Das Corpus Coranicum, ein Projekt der Wissenschaftsakademie in Potsdam, digitalisiert den Koran samt seinen Quellen und entdeckt dabei Mohammeds Pazifismus.

Nur zur Klärung, weil so vieles missverstanden wird: Das Virus ist selbstverständlich keine islamische Verschwörung. Obwohl Sarrazins Anhänger wahrscheinlich auch das geglaubt hätten. Irgendetwas Unschönes plus Islam findet immer sein Publikum. Und kenntnisfreie Islamexperten gibt es mehr als Punkte über und unter den arabischen Buchstaben.

https://www.sueddeutsche.de/kultur/islam-einfach-aufgelegt-1.4873740


SUEDDEUTSCHE: Hessen trennt sich von Ditib

Die hessische Landesregierung beendet die Zusammenarbeit mit dem türkischen Moscheeverband Ditib beim islamischen Religionsunterricht. Die Zweifel an der grundsätzlichen Unabhängigkeit der Ditib von der türkischen Regierung hätten nicht ausgeräumt werden können, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Dienstag. Ab dem Schuljahr 2020/2021 soll deshalb bis auf weiteres kein bekenntnisorientierter Islamunterricht mehr erteilt werden. Das Land will stattdessen einen Schulversuch zum Islamunterricht ausbauen, den es für die Schüler der Jahrgangsstufe sieben bereits seit dem laufenden Schuljahr gibt.

https://www.sueddeutsche.de/politik/islam-unterricht-hessen-trennt-sich-von-ditib-1.4891252


SUEDDEUTSCHE: Kritik an Ditib-Entscheidung

Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) zeigt sich enttäuscht über die Entscheidung des Landes Hessen, islamischen Religionsunterricht in Zusammenarbeit mit dem Moscheeverband Ditib ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr zu erteilen. Dieser Schritt werfe "die Bemühungen um die Gleichstellung der Muslime um viele Jahre zurück", sagte Burhan Kesici am Freitag in Berlin. Die Begründung des Ministeriums sei zudem nicht nachvollziehbar.

https://www.sueddeutsche.de/politik/hessen-kritik-an-ditib-entscheidung-1.4894364


DW: Religiöse Feste in Corona-Zeiten

Ostern, Pessach, Ramadan - wie können Gläubige trotz Corona ihre Religion leben? Mit vielen Menschen an einem Ort beten, essen und feiern, das ist verboten. Kreativität ist gefragt. Aus Berlin Sabine Kinkartz. Öffentliche Gottesdienste sind verboten und trotzdem steht die große, schwere Eingangstür zur katholischen Kirche Heilig Geist im Berliner Stadtteil Charlottenburg weit offen. In der Corona-Krise will die Kirche für die Gläubigen ein Ort der Besinnung und des stillen Gebets sein. Jede und jeder für sich allein - versteht sich. Doch auch die Gemeinschaft soll nicht zu kurz kommen. Dafür hat sich die Gemeinde einiges einfallen lassen. Auf einem Tisch im Eingangsbereich liegt eine Liturgie-Information für die Feiertage bereit.

https://www.dw.com/de/religi%C3%B6se-feste-in-corona-zeiten/a-53060167


DW: Ramadan zu Corona-Zeiten: Fastenbrechen nur daheim oder virtuell

Inmitten der Corona-Krise beginnt an diesem Donnerstag für Muslime der Fastenmonat Ramadan. Wegen der Beschränkungen wird es keine großen Zusammenkünfte zum Fastenbrechen oder nächtliche Gebete in der Moschee geben. Kürzlich gab Abdul Latif al-Sheikh, Saudi-Arabiens Minister für religiöse Angelegenheiten, bekannt: Alle Muslime in seinem Land dürfen auch während des Ramadan ausschließlich zu Hause beten. Jegliche Versammlungen oder gemeinsame Gebete in den Moscheen des Landes sind ihnen während des Fastenmonats untersagt. Damit setzt al-Sheikh weiter auf jene strikte Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, die das Land, das sich traditionell als "Diener" oder "Hüter der heiligen Stätten des Islam" versteht, schon vor Wochen eingeschlagen hatte: Seit dem 19. März sind kollektive Gebete in den dortigen Moscheen auf unbestimmte Zeit verboten. Bereits Anfang März hatte Saudi-Arabien die Vergabe von Visa für die Umrah, die ganzjährig mögliche sogenannte "kleine Pilgerfahrt", gestoppt.

https://www.dw.com/de/ramadan-zu-corona-zeiten-fastenbrechen-nur-daheim-oder-virtuell/a-53129232


DW: Corona – höheres Infektionsrisiko durch Fasten im Ramadan?

Für gläubige Muslime ist der Ramadan heilig: Gemeinsam beten, fasten und gemeinsam das Fasten brechen. Fasten ist für den Körper eine Belastung, aber erhöht es auch das Risiko, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren? Im Fastenmonat verzichten Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Nach Sonnuntergang brechen sie das Fasten. Dazwischen liegen etwa 16 Stunden. Ein gesunder Körper gewöhnt sich normalerweise problemlos an die Umstellung und schaltet auf Hungermodus. So kommt er mit weniger Energie aus und funktioniert trotzdem. Auf Essen zu verzichten, ist nicht so dramatisch. Ein größeres Problem ist der Verzicht auf Flüssigkeit. Menschen, die ohnehin krank sind, benötigen besonders viel davon, denn Flüssigkeit hilft dem Körper, mit einer Krankheit umzugehen oder gesund zu werden.

https://www.dw.com/de/corona-h%C3%B6heres-infektionsrisiko-durch-fasten-im-ramadan/a-53271025


DW: Ramadan in Zeiten des Coronavirus

Ob im Christentum oder Islam: In schweren Zeiten hilft der Glaube. Was aber, wenn Moscheen schließen, wenn Gotteshäuser keine Anlaufstelle mehr bieten? Im Fastenmonat Ramadan wissen sich Muslime weltweit zu helfen.

https://www.dw.com/de/ramadan-in-zeiten-des-coronavirus/g-53267948

THE GUARDIAN: Police investigate UK far-right groups over anti-Muslim coronavirus claims

Monitoring service says it has had reports of fake news online as well as physical attacks. Counter-terrorism police in the UK are investigating far-right groups accused of trying to use the coronavirus crisis to stoke anti-Muslim sentiment. The monitoring group Tell Mama said that in March it recorded dozens of incidents of far-right groups allegedly trying to put blame on British Muslims for the spread of the virus. The group said it had had to debunk numerous claims made on social media that Muslims were breaching the lockdown by continuing to attend mosques to pray. There were also incidents where Muslims were attacked, it said.

https://www.theguardian.com/world/2020/apr/05/police-investigate-uk-far-right-groups-over-anti-muslim-coronavirus-claims


THE GUARDIAN: Easter, Passover, Ramadan … festivals test the faithful's resolve over lockdown

Anglican vicars are not the only spiritual guides fighting curbs imposed on worship, with many flouting their government's rules as more people seek solace in religion. Members of the Church of England are not noted for their resistance to authority. But during Holy Week, the most significant time in the Christian calendar, its leaders have faced mounting objections to its edict that all churches must close - even to their own clergy. Some prominent Anglicans have taken to social media and blogs this Easter to argue that churches must remain open, and that to lock their doors is to risk people's spiritual health. Even Sarah Mullally, the bishop of London – a former nurse, and number three in the C of E's hierarchy – suggested in a letter to parishes that vicars could live-stream services from their church buildings… before correcting herself on Twitter.

https://www.theguardian.com/world/2020/apr/12/easter-passover-ramadan-festivals-test-the-faithfuls-resolve-over-lockdown


THE GUARDIAN: British Muslims find new ways to be together for Ramadan under lockdown

With mosques closed, prayers are moving online and video conferencing apps will be used for iftar parties at sunset. At Finsbury Park mosque in north London – once a byword for extremism, now a model of tolerance and community outreach – the first night of Ramadan heralds a month of communal praying, eating and charity work. About 2,000 people attend prayers each day. Volunteers cram into its kitchen to prepare iftar, the meal that breaks the Ramadan fast at sunset, for 300 people each night. Not this year. "We will miss all that," said Mohammed Kozbar, the mosque's general secretary.

https://www.theguardian.com/world/2020/apr/18/british-muslims-find-new-ways-to-be-together-for-ramadan-under-lockdown


THE GUARDIAN: UK Muslims prepare to take Ramadan online

Mosques are on lockdown and turning to social media to keep in touch. From rustling up meals to break the fast using recipes on YouTube to listening to sermons via Zoom, this year's Ramadan will be unique for Britain's estimated 2.6 million Muslims with a reliance on technology due to coronavirus. With the first day of fasting due on Friday or Saturday, depending on the sighting of the new moon, mosques in the UK are adapting to the lockdown measures by turning to social media and apps to keep in touch with worshippers by livestreaming motivational lectures, courses and prayers.

https://www.theguardian.com/world/2020/apr/23/uk-muslims-embrace-technology-for-ramadan


THE GUARDIAN: Covid-19 pandemic casts long shadow as Ramadan starts

Festival, normally marked by social gatherings and feasts, will be muted affair under lockdown. Ramadan is normally a sociable time, as abstention from food and water during daylight hours gives way to sumptuous meals and gatherings at dusk. But this year, the coronavirus pandemic has cast a long shadow over the rituals, which have been modified to fit public health directives on physical distancing. The month of fasting and reflection, which has begun with the sighting of the crescent moon, will be observed by the world's 1.8 billion Muslims mostly in private.

https://www.theguardian.com/world/2020/apr/24/covid-19-pandemic-casts-long-shadow-as-ramadan-starts


THE GUARDIAN: Leading Muslims hit out at Trevor Phillips's role in Covid-19 BAME deaths inquiry

Objections raised to inclusion of man suspended from Labour over Islamophobia allegations. The selection of Trevor Phillips to investigate why Covid-19 is killing more Black, Asian and minority ethnic people has sparked a row after leading Muslims criticised his appointment as "insensitive". Phillips, the former chairman of the Equalities and Human Rights Commission, was asked by Public Health England to provide expert support to an inquiry into why increasing numbers of victims of the coronavirus pandemic are from BAME backgrounds.

https://www.theguardian.com/world/2020/apr/25/leading-muslims-hit-out-at-trevor-phillipss-role-in-covid-19-bame-deaths-inquiry