DIE PRESSE: Attentäter von Hanau war deutschen Behörden offenbar bekannt

 

Im November 2019 erstattete der spätere Attentäter von Hanau Strafanzeige gegen eine "unbekannte geheimdienstliche Organisation", von der er sich verfolgt fühlte. Das Schreiben an den Generalbundesanwalt in Karlsruhe gleicht seinem späteren Terrormanifest.

https://www.diepresse.com/5772069/attentater-von-hanau-war-deutschen-behorden-offenbar-bekannt?from=rss



DER STANDARD: Die Hölle, die Ungläubigen und der Ethikunterricht

 

Susanne Wiesinger, ehemalige Ombudsfrau für Wertefragen und nun wieder Lehrerin in Wien, setzt in einen Ethikunterricht für alle Kinder schon ab der Volksschule große Hoffnungen. Wenngleich nicht alle Probleme dadurch zu lösen seien. Szenen aus dem Schulalltag, geschildert von Susanne Wiesinger, der ehemaligen Ombudsfrau für Wertefragen im Bildungsministerium: "Wer ist Christ? Wer ist Muslim? Oder am allerschlimmsten: Wer hat gar keine Religion?", lauteten Fragen der Schüler, erzählte sie am Mittwoch. Ein anderes häufiges Thema sei: "Wer kommt in die Hölle und wer ins Paradies?" Oder Homosexualität. "Bei uns gibt es keine Schwulen, bei uns im Islam ist das eine Todsünde." Oder: Darf eine Frau verstoßen werden? Sätze wie diese hörten sie und Lehrerkollegen immer wieder, sagte Wiesinger mit Blick auf ihre Schulbesuche in ganz Österreich.


https://www.derstandard.at/story/2000115064517/die-hoelle-die-unglaeubigen-und-der-ethikunterricht


WELT.DE: Wenn die Polizei an einem Islamisten-Fest teilnimmt

 

Beamte der Münchner Polizei haben an einem Fest eines islamistischen Vereins teilgenommen. Dies geht aus einer Antwort der Stadt München auf eine Anfrage der Grünen-Stadtratsfraktion hervor, die WELT vorliegt.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article206117459/Muenchen-Wenn-die-Polizei-an-einem-Islamisten-Fest-teilnimmt.html?wtrid=onsite.onsitesearch


ZEIT ONLINE: Mutmaßliche rechte Terrorgruppe plante offenbar Angriffe auf Moscheen

Die aufgeflogene mutmaßliche rechte Terrorgruppe plante laut Berichten konzertierte Attacken gegen muslimische Bethäuser. Ihr Plan folgte dem Muster von Christchurch. Die am Freitag bei bundesweiten Razzien zerschlagene mutmaßliche rechte Terrorgruppe soll geplant haben, in verschiedenen kleineren Städten Moscheen anzugreifen. Wie das Magazin Der Spiegel berichtet, war in einem von Behörden überwachten Gespräch von "Kommandos" der Gruppe die Rede, die in "zehn Bundesländern" hätten zuschlagen sollen. Damit hätten die Täter Attacken verübt, die dem Muster des Terroranschlags auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch im Frühjahr 2019 entsprechen. Damals hatte ein australischer Rechtsextremist insgesamt 51 Menschen erschossen.


https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-02/rechtsextremismus-terrorzelle-angriffe-moscheen


WIENER ZEITUNG:  Elf Tote nach Schüssen in Hanau

 

Nach der Gewalttat in Hanau mit mehreren Toten hat der hessische Innenminister Peter Beuth am Donnerstag einen mutmaßlichen rechtsextremen Hintergrund der Tat bestätigt. "Nach unseren jetzigen Erkenntnissen ist ein fremdenfeindliches Motiv durchaus gegeben", sagt der CDU-Politiker am Donnerstag. Darauf deute etwa eine Homepage hin, aus der sich ein mutmaßlicher rechter Hintergrund ergebe", sagte Beuth.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/europa/2051075-Elf-Tote-nach-Schuessen-in-Hanau.html


WIENER ZEITUNG: "Neue Salafisten agieren unterschwelliger"

 

Extremismusforscherin Daniela Pisoiu sprach in Österreich mit inhaftierten Anhängern des Islamischen Staates. Im Interview erzählt sie von Auslandskämpfern, ihren Resozialisierungschancen und neuen Formen des Salafismus. Es war eine gewaltige Faszination, die der Islamische Staat (IS) auf seine Anhänger in Europa ausübte. Tausende Menschen reisten aus der EU nach Syrien und in den Irak, um sich der Terrormiliz anzuschließen. Österreich befand sich, gemessen an der Anzahl der Auslandskämpfer pro Einwohner, unter den europäischen Spitzenreitern: 320 Personen beteiligten sich laut dem österreichischen Verfassungsschutz am Dschihad in Syrien und dem Irak beziehungsweise wollten sich daran beteiligen. 62 konnten an der Ausreise gehindert werden, 93 kehrten nach Österreich zurück. Dutzende kamen im Kriegsgebiet ums Leben oder halten sich noch dort auf. In den Jahren 2015 und 2016 erhielt der IS den größten Zulauf, mit seinen zunehmenden Niederlagen sank auch die Zahl der Ausreisen wieder stark.


https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2050847-Neue-Salafisten-agieren-unterschwelliger.html


SPIEGEL ONLINE: "Islamische Sprechpuppe" - YouTuber nach Hasskommentaren freigesprochen

Als "Quotenmigrantin der SPD" bezeichnete YouTuber Tim K. in einem seiner Videos die Politikerin Sawsan Chebli. Das sei keine Beleidigung, sagt ein Gericht. Chebli spricht von einem "bitteren" Urteil.  "Deutschland! Deutschland!" Vor dem Kriminalgericht Berlin bricht eine Art Deutschland-Jubel aus, als die Kunde vom Freispruch hinaus auf die Straße gelangt. Etwa 80 Menschen - überwiegend Männer, manche von ihnen diskret, andere offensiv schwarz-rot-gold dekoriert – hatten am Donnerstag Einlass in Saal 101 des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten begehrt. Sie wollten den Angeklagten Tim K. unterstützen. Nur zwanzig Zuhörer dürfen hinein. Der Rest muss draußen warten.


https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sawsan-chebli-youtuber-timm-k-nach-hasskommentaren-vor-gericht-freigesprochen-a-90c56d9c-56e5-4e9b-bdad-3d2981bd2898


SPIEGELONLINE:  "All meine Kleidungsstücke haben einen Wert für mich"

"Für mich ist Mode ein Ausdruck der Persönlichkeit": Sechs muslimische Frauen erzählen, warum sie Spaß an gutem Stil haben. Was Mode ihnen bedeutet – und inwiefern Rassismus ihr Outfit beeinflusst. Kleidungsstücke werden normalerweise in Modezeitschriften abgebildet und diskutiert – außer das Kopftuch, das findet auch im Politik-Teil statt. Dazu hat jeder eine Meinung. Auch wenn es weltweit natürlich Frauen und Mädchen gibt, die es nicht tragen wollen, sondern müssen: In erster Linie ist das Kopftuch nicht Zündstoff für Diskussionen, sondern in erster Linie ein religiöses Identifikationsmerkmal für muslimische Frauen. Ein Accessoire, das zu ihrem Stil dazugehört. Das es im Frühjahr 2018 immerhin auf das Cover der britischen "Vogue" geschafft hat.


https://www.spiegel.de/stil/muslimische-frauen-ueber-mode-all-meine-kleidungsstuecke-haben-einen-wert-fuer-mich-a-1f3f4def-8278-4886-b13b-1f5caf58faec


FAZ: „Uns war es wichtig, den restriktiven Migrationskurs fortzusetzen"


Österreich will auch mit der neuen türkis-grünen Regierung den bisherigen Weg in Migrationsfragen verfolgen. Integrationsministerin Susanne Raab spricht im Interview über gelungene Integration und den Kampf gegen den politischen Islam. Wir haben mit Deutschland einen guten Erfahrungsaustausch über Integration, den möchte ich fortsetzen. Und es geht um Themen wie Extremismus und Radikalismus. Der Kampf gegen den politischen Islam ist einer meiner Themenschwerpunkte in der Integrationsarbeit.


https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/oesterreichs-integrationsministerin-ueber-den-migrationskurs-16638487.html


FAZ: Auf dem Wohlfühlpodium

 

Da nimmt jemand kein Blatt vor den Mund: Ruud Koopmans hat ein neues Buch über den Islam geschrieben. Doch anstatt sich seinen unbequemen Fragen zu stellen, suchen seine Gesprächspartner Cem Özdemir und Naika Foroutan den Konsens. Wenn es um den Islam geht, noch dazu um ein Buch, das vom „verfallenen Haus des Islam" spricht und die „religiösen Ursachen von Unfreiheit, Stagnation und Gewalt" erforschen will, ist zu erwarten, dass es eines gerade nicht geben wird – Konsens. Der niederländische Sozialwissenschaftler Ruud Koopmans, an dessen islamkritischen Thesen sich schon hitzige Debatten entzündet haben, hätte bei einem Podiumsgespräch über sein neues Buch im Wissenschaftszentrum Berlin sicher Rede und Antwort gestanden – wäre er denn gefragt worden.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/im-konsens-buchdiskussion-mit-dem-islamkritiker-ruud-koopmans-16642110.html



FAZ: Das Geschäft mit Angst und Hass


Früher profilierte sich die CDU mit migrationskritischen Positionen. Das hat inzwischen die AfD übernommen. Die Partei profitiert von den Ängsten, die sie selbst schürt. Nach der Ermordung von neun Menschen mit Migrationshintergrund im hessischen Hanau steht die AfD im Mittelpunkt einer hochemotionalen politischen Diskussion. Während die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer keine 24 Stunden nach der Tat einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Wirken der Partei am rechten politischen Rand und den Morden des Tobias R. herstellte, wiesen AfD-Politiker ebenso umgehend jede Verbindung dieser Art zurück.


https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wie-die-afd-aus-angst-und-hass-profit-macht-16645923.html


FAZ: Die Muslime und wir

 

Die Islam-Debatte wird begleitet von dem Ringen, Freiheit und Autorität in Übereinstimmung zu bringen. Ein Plädoyer für eine versöhnte Verschiedenheit. Anfang des Jahres kam im bayerischen Kommunalwahlkampf in fortschrittlichen Medien eine gewisse Gereiztheit auf. Sie hatte mit der religiösen Herkunft zweier Kandidaten der christlichen Regierungspartei zu tun. Sie waren Muslime. Aus Neufahrn im Schatten des Freisinger Doms der eine, der andere aus dem schwäbischen Wallerstein, einer katholischen Exklave im mehrheitlich protestantischen Donau-Ries. Beide ortsgebunden und beruflich erfolgreich, sportliche Typen, leistungsbereit, vom Mittelstand geprägt. Durch die Eltern – fleißige, erfolgreiche Zuwanderer aus der Türkei – in die Glaubenswelt des Islams hineingeboren und ihr treu geblieben.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/peter-gauweiler-die-muslime-und-wir-16651273.html


SUEDDEUTSCHE: Islam-Verbände vermissen klare Haltung zu Islamfeindlichkeit


Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, fordert nach dem Anschlag in Hanau, antimuslimischen Rassismus anzuerkennen und zu bekämpfen. Das müsse der erste Schritt sein, um das Problem zu bekämpfen, sagt Mazyek in der Bundespressekonferenz in Berlin. Das werde er auch dem Innenminister Horst Seehofer bei einem Treffen sagen, das ebenfalls noch am Freitag stattfinden sollen.

https://www.sueddeutsche.de/politik/mazyek-zentralrat-der-muslime-altug-hanau-anschlag-1.4809229



DW: Zentralrat der Muslime: "Wir fühlen uns im Stich gelassen"

 

Eine mutmaßliche Terrorzelle wollte offenbar gezielt Moscheen in Deutschland angreifen. Der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Abdassamad El Yazidi, schildert die Stimmung und die Angst unter Muslimen.

 

Deutsche Welle: Herr Yazidi, wie bewerten Sie die Details, die über das Wochenende zu einer rechtsextremen Terrorgruppe in Deutschland bekannt wurden?

 

Yazidi: Das Ganze erreicht in Deutschland eine nie dagewesene Dimension. Die Muslime sind höchst verunsichert. Sie fühlen sich im Stich gelassen. Sie überlegen, was sie machen können, um ihre Gebetsstätten zu schützen. Und was sie am meisten verunsichert und verängstigt, ist diese Gleichgültigkeit, mit der solche Schreckensmeldungen eben nicht kommentiert werden in der Gesellschaft. Dass es kein Aufrütteln gibt, keine klare, starke Solidaritätsbekundung gibt in der Form, die man sich wünscht.

https://www.dw.com/de/zentralrat-der-muslime-wir-f%C3%BChlen-uns-im-stich-gelassen/a-52409028


DW: Eine Muslimin gestaltet Klosterfenster: Mahbuba Maqsoodis Glaskunst

 

Als Flüchtling aus Afghanistan kam sie vor über 25 Jahren mit ihrer Familie nach München und fand hier Heimat. Nun gestaltet die Muslimin Mahbuba Maqsoodi 34 Fenster für die Kirche des ältesten Klosters in Deutschland. Vorsichtig, fast zärtlich gleitet die Hand von Mahbuba Maqsoodi über das kräftig bunte Glas. Es ist ein Kunstwerk, ihr Kunstwerk. Ein Kirchenfenster mit der Darstellung eines Heiligen. "Durch die Farbe und durch die Bewegung in der Farbe erreiche ich, was ich will", erzählt sie. Wenn Maqsoodi von Farbtönen, Licht und leuchtendem Glas spricht, wirken ihre Worte schon fast wie ein Gedicht. Maqsoodi, 63 Jahre alt, ist Künstlerin. Lange arbeitete sie mit Keramik, nun in Glas. Und zwar am derzeit deutschlandweit spektakulärsten Projekt von moderner Kunst im kirchlichen Raum. Im saarländischen Tholey steht das älteste Kloster in Deutschland, eine Benediktiner-Abtei. Seit 2008 renovieren die Mönche ihre Klosterkirche. Der bislang eher dunkel wirkende Bau aus dem 13. Jahrhundert wird ab dem Herbst 2020 neu aufleuchten und ein großes Kleinod sein. Das dabei wichtigste Element sind neue Kirchenfenster, die den Raum prägen. Die Mönche sind stolz auf drei abstrakt gehaltene Fenster, die Gerhard Richter (88) beisteuert, einer der weltweit wichtigsten deutschen Künstler der Moderne. Auch für den Kölner Dom schuf er schon ein großes Fenster.


https://www.dw.com/de/eine-muslimin-gestaltet-klosterfenster-mahbuba-maqsoodis-glaskunst/a-52463159


THE GUARDIAN: Ryanair boss criticised for saying terrorists are 'generally Muslim men'

 

Michael O'Leary's call for racial profiling at airports condemned as 'abhorrent' discrimination. The Ryanair chief executive, Michael O'Leary, has been criticised for "abhorrent" discrimination and encouraging fascists after he said terrorists "will generally be males of a Muslim persuasion". Criticising existing airport security checks, O'Leary advocated profiling Muslim men because, he said, the chances of someone travelling with their family and kids blowing them all up "is fucking zero".


https://www.theguardian.com/business/2020/feb/21/mp-condemns-michael-oleary-for-encouraging-racism