DIE PRESSE: Junge Musliminnen erzählen: „Für mich war das Kopftuch ein Sichtbarwerden"

 

In der Debatte über eine Ausweitung des Kopftuchverbots von der Volksschule auf Mädchen bis 14 Jahre wird vor allem über die Betroffenen gesprochen. Sie selbst kommen kaum zu Wort. Drei Musliminnen über die Entscheidung für das Kopftuch, Erfahrungen in der Schule und Diskriminierung. Identität. Das ist für Hebah Nigm so etwas wie ein Schlüsselbegriff. Als Tochter ägyptischer Eltern, die in Österreich geboren und aufgewachsen ist, fühlt sie sich zwischen zwei Welten. „Ich bin nicht weiß", sagt sie. Da merke man in Österreich schon, dass sie anders sei.


https://www.diepresse.com/5754413/junge-musliminnen-erzahlen-fur-mich-war-das-kopftuch-ein-sichtbarwerden?from=rss


DIE PRESSE: Nach Islam-Posting: Bedrohte 16-Jährige wird in Frankreich zur Staatsaffäre


Mila äußerte sich abfällig über den Islam und wird nun mit Hasspostings und Morddrohungen zugeschüttet, kann in keine Schule gehen. Morddrohungen und Hasspostings („200 pro Minute", so Mila) ist die in der Nähe von Lyon lebende Gymnasiastin seit Tagen so ausgesetzt, dass sie sich zuhause eingeriegelt hat. Nachdem ein sich als Muslim deklarierender User sie am 18. Jänner auf Instagram als „dreckige Lesbierin" und „rassistisch" beschimpft hatte (weil sie mit Hinweis auf ihre Homosexualität seine Avancen zurückgewiesen hatte), hatte sie in einem Kurz-Video erklärt, dass sie den Islam „hasse", und eine obszöne Bemerkung über „euren Gott" gemacht.


https://www.diepresse.com/5761034/nach-islam-posting-bedrohte-16-jahrige-wird-in-frankreich-zur-staatsaffare?from=rss



DER STANDARD: Susanne Raab: "Ich weiß viele muslimische Mütter auf meiner Seite"

 

Die Ministerin will Frauen in ihren Rechten bestärken. ÖVP-Pläne einer Sicherungshaft unterstützt sie – und meint, es gäbe kein Problem mit der Ablehnung von Muslimen. Das Interview mit dem STANDARD ist an diesem Tag nur eines von mehreren. Im großzügigen Vorraum zum Büro von Frauen- und Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) bauen Kollegen vom Privatfernsehen Kameras auf, während die zweitjüngste Ressortverantwortliche drinnen Rede und Antwort steht. Sie plane eine "Politik mit Hausverstand", reagiert die gebürtige Oberösterreicherin auf die Frage, warum sie sich – wie mehrfach betont – nicht als Feministin sieht. Für Frauen und ihre Rechte will sie sich dennoch engagieren.


https://www.derstandard.at/story/2000113626707/ich-weiss-viele-muslimische-muetter-auf-meiner-seite


DER STANDARD: Kardinal Schönborn spricht sich gegen das Kopftuchverbot aus

 

Religiöse Zeichen sollten "möglichst vermieden werden", außerdem sollten Behörden bei konvertierten Asylbewerbern auf Urteil der Religionsgemeinschaften vertrauen. Kardinal Schönborn wurde kürzlich 75, bleibt aber vorerst im Kardinalsamt. Im März dürfte er den Vorsitz der Bischofskonferenz zurücklegen. Kardinal Christoph Schönborn will in Sachen Kopftuchverbot auf Bildung statt auf Verbote setzen. Es müsse in einer pluralistischen Gesellschaft möglich sein, verschiedene religiöse Symbole im öffentlichen Raum zu haben, erklärte er am Samstag in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast". "Das Entscheidende ist aber, dass über die Bildung Fehlentwicklungen, die auch mit religiösen Zeichen verbunden sein können, möglichst vermieden werden", so Schönborn. Die Bischofskonferenz habe bereits vor Monaten zu diesem Thema Stellung genommen. Der Akzent sollte weniger auf dem Verbieten, sondern mehr auf dem Erziehen liegen, sagte der Kardinal.


https://www.derstandard.at/story/2000113744268/kardinal-schoenborn-spricht-sich-gegen-das-kopftuchverbot-aus



DER STANDARD: "Der Islam ist scheiße": Instagram-Video von 16-Jähriger spaltet Frankreich

 

Reaktion auf Beschimpfungen führte zu Morddrohungen und politischen Turbulenzen. "Ich hasse Religion. Im Koran steckt nur Hass, der Islam ist scheiße", erklärte die 16-jährige Schülerin Mila O. am 18. Jänner in einem Video, angereichert mit wenig freundlichen Worten an "euren Gott." Was eigentlich als Reaktion auf eine entgleiste Instagram-Debatte gedacht war und nach einem Tag automatisch gelöscht wurde, hat sich in Frankreich zu einer Affäre für die nationale Politik entwickelt. Einer ihrer Follower hatte die Teenagerin mit den lila gefärbten als "dreckige Lesbe" beschimpft, als sie in einem Livevideo mit einer Freundin über die Schönheit arabischer Frauen gesprochen hatte, wie "Liberation" berichtet. Als Reaktion entstand das Video. O. will es als generelle Religionskritik verstanden wissen. Es erreichte über eine Million Aufrufe.


https://www.derstandard.at/story/2000114078178/islam-ist-scheisse-instagram-video-von-16-jaehriger-spaltet-frankreich


DER STANDARD: Kübra Gümüşay: "Inszenierte Debatten machen uns nicht schlauer"

 

Die Autorin und Aktivistin über die Folgen einer entmenschlichten Sprache und wie es ist, als "Pressesprecherin" aller Muslime gesehen zu werden. Wie können wir frei sprechen? Diese große Frage stellt Kübra Gümüsay in ihrem Buch Sprache und Sein. Darin analysiert sie die engen Grenzen für viele Menschen, sich ausdrücken zu können, ohne in bestimmte Kategorien gepresst zu werden. Die Aktivistin und Autorin Kübra Gümüşay beschreibt Sprache als jeweils spezifische Architektur, in der manche zu Hause sind und andere draußen bleiben. Deshalb, so Gümüşay, müssen wir uns mit der Architektur der Sprache befassen, "damit wir sein können, wer wir sind".


https://www.derstandard.at/story/2000113962701/kuebra-guemuesay-inszenierte-diskussionen-machen-uns-nicht-schlauer



DER STANDARD: 16-Jährige beschimpft Islam und löst in Frankreich Blasphemie-Debatte aus

 

Derbe Worte der Jugendlichen Mila auf Instagram führten zu schweren Beschimpfungen und gar Morddrohungen. Die Politik reagiert unterschiedlich. Mila ist 16, und die in den französischen Voralpen lebende Mittelschülerin schaut mit ihren hellen Augen drein, als könne sie kein Wässerchen trüben. Außer als sie im Jänner mit Altersgenossen über sexuelle Dinge chattete. Als sie befand, sie stehe nicht auf Maghrebinerinnen, wurde sie von einem Jugendlichen, der sie zuerst umworben hatte, wegen ihrer Homosexualität beleidigt. Der Livechat artete aus, Mila befand, sie hasse Religionen. "Der Islam ist eine Religion des Hasses, das ist Scheiße. Eure Religion ist Scheiße, eurem Gott stecke ich den Finger in den A..."


https://www.derstandard.at/story/2000114211890/16-jaehrige-beschimpft-islam-und-loestin-frankreich-blasphemie-debatte-aus


DER STANDARD: Platzkampf im Auditorium: Susanne Wiesinger präsentierte neues Buch

 

Bei großem Andrang wurde am Mittwochabend über die Thesen der Wiener Lehrerin und das Kreuz mit muslimischen Schülern diskutiert. Die konventionellen Theorien über Warteschlangen in Buchhandlungen erwiesen sich am Mittwochabend beim Thalia in Wien Mariahilf als falsch. Vergünstigte Bücher? Nein. Jemand hat "sicher noch irgendwo eine Kundenkarte vom letzten Mal dabei", kann sie aber trotz einer minutenlangen Suchaktion partout nicht im Geldbörserl aufstöbern? Auch nicht. Personaleinsparungen an der Kasse, weil der stationäre Buchhandel in Zeiten von Amazon und Lesefaulheit in der Krise steckt? Falsch – genauso wie die Theorie, dass Saša Stanišic und Stefanie Sargnagel da sind, um eine gemeinsame Lesung abzuhalten


https://www.derstandard.at/story/2000114259194/platzkampf-im-auditorium-susanne-wiesinger-praesentierte-neues-buch


DER STANDARD: "Recht auf Gotteslästerung": Macron verteidigt Schülerin, die Islam beschimpfte

 

Frankreichs Präsident beruft sich auf die Verfassung. Die Gesellschaft schulde der Gymnasiastin Schutz, die den Islam beschimpfte und danach bedroht wurde. Emmanuel Macron nimmt eine Schülerin in Schutz, die via Instagram den Islam beschimpft hatte und daraufhin Morddrohungen erhielt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die 16-jährige Schülerin Mila in Schutz genommen, die nach heftiger Kritik am Islam Morddrohungen erhielt. "Die Gesetzeslage ist klar: Wir haben das Recht auf Gotteslästerung", sagte Macron der Zeitung "Le Dauphiné Libéré" aus Grenoble. Es umfasse auch die Freiheit, "Religionen zu kritisieren und zu karikieren". Die Gymnasiastin hatte ein mit Kraftworten gespicktes Video über den Islam auf Instagram veröffentlicht, das sich rasend schnell verbreitete. Die homosexuelle Schülerin reagierte damit nach eigenen Angaben auf einen muslimischen Mann, der sie beschimpft hatte. Daraufhin wurden ihr im Internet Mord und Vergewaltigung angedroht. Sie konnte wochenlang nicht in die Schule gehen und stand zeitweise unter Polizeischutz.


https://www.derstandard.at/story/2000114516116/recht-auf-gotteslaesterung-macron-verteidigt-schuelerin-die-ueber-islam-schimpfte


WELT.DE: Gendarm schießt bewaffneten 19-Jährigen in Frankreich nieder


Ein Soldat hat im Osten Frankreichs einen Gendarmen mit einem Messer angegriffen. Der Gendarm habe den 19-Jährigen am Montag durch „zwei Schüsse" außer Gefecht gesetzt, erklärte die Staatsanwaltschaft von Metz. Die französische Justiz schloss einen terroristischen Hintergrund nicht aus. Ein Anrufer, der sich als Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnete, hatte den Angaben zufolge den Angriff zuvor bei der Gendarmerie angekündigt.

https://www.welt.de/vermischtes/article205574995/Terrorverdacht-Frankreich-Gendarm-schiesst-auf-bewaffneten-19-Jaehrigen.html?wtrid=onsite.onsitesearch



WELT.DE: „Ich werde nie wieder so leben wie zuvor, wegen Gotteslästerung"

Wofür steht in Zukunft der Name Mila in Frankreich? Man möchte gern antworten: für ungeheuren Mut. Aber sicher ist das im Augenblick noch nicht. Mila ist 16, sie ist Schülerin, lesbisch und musste vor gut zwei Wochen untertauchen, weil sie wegen ihrer kruden Islamkritik Morddrohungen erhalten hat. Doch jetzt hat sie sich zu Wort gemeldet:

https://www.welt.de/politik/ausland/plus205593533/Frankreich-Die-gottlose-Schlampe-ist-erst-16-spaltet-aber-ganz-Frankreich.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: Kampfansage an muslimische Elternhäuser und Moscheen?

Das von der nordrhein-westfälischen Landesregierung geplante Kopftuchverbot in Kindergärten und Schulen ist wahrscheinlich rechtswidrig. Zu diesem Ergebnis kommen führenden Verfassungsrechtler. Seit Ende 2019 ist klar: In den Kitas und Grundschulen von NRW wird Kindern das Kopftuch-Tragen nicht verboten. Diesen Plan haben Integrationsminister Joachim Stamp und Staatssekretärin Serap Güler wegen rechtlicher Risiken aufgegeben.


https://www.welt.de/regionales/nrw/article205739635/Kopftuchdebatte-Kampfansage-an-muslimische-Elternhaeuser.html?wtrid=onsite.onsitesearch



WELT.DE: Pegida erwartet Björn Höcke zu 200. Protestmarsch in Dresden


Die islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bewegung geht heute zum 200. Mal in Dresden auf die Straße. Zu der Kundgebung wird auch der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke erwartet. In der sächsischen Landeshauptstadt hat sich breiter gesellschaftlicher Widerstand dagegen formiert. Unter dem Motto «Demokratie braucht Rückgrat» rufen die Dresdner Kreisverbände von CDU und FDP sowie die Sächsische Bibliotheksgesellschaft (SäBiG) zu einer Kundgebung auf.


https://www.welt.de/regionales/sachsen/article205909589/Pegida-erwartet-Bjoern-Hoecke-zu-200-Protestmarsch-in-Dresden.html?wtrid=onsite.onsitesearch



ZEIT ONLINE: Was für ein Tuch?

Zeichen der Unterdrückung oder Zeichen der Würde? Das muslimische Kopftuch wird überfrachtet mit Bedeutung. Eine historische Einordnung zur Versachlichung der Debatte. Das Kopftuch polarisiert in beispiellosem Maße. Als jüngst an der Universität Frankfurt über ein Kopftuchverbot diskutiert wurde, kam es im Publikum zu tumultartigen Szenen, denen ein Polizeieinsatz folgte. Schon im vergangenen Frühjahr hatte eine Konferenz unter dem Titel "Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?" Proteste ausgelöst.


https://www.zeit.de/2020/06/kopftuch-debatte-islam-religion-historie-dilemma


ZEIT ONLINE: Religiöses Symbol oder politisches Problem?


Hamburg und Kiel wollen die Burka verbieten – aber dann doch nicht so richtig. Deutschland streitet über die Vollverschleierung. Das ist erstaunlich, denn: Wann haben Sie zuletzt eine Frau im Nikab oder gar in der Burka gesehen? Und zwar nicht nur in den Nachrichten über Syrien, sondern in echt? Nicht freitags vor einer Moschee in Neukölln, sondern im Alltag? In Deutschland trägt die überwältigende Mehrheit der muslimischen Frauen kein Kopftuch. Und ein Schleier, der nur die Augen frei lässt (Nikab), oder gar ein verhüllendes Gewand mit nur einem Stoffgitter vor den Augen (Burka) sind die große Ausnahme. Gibt es da überhaupt politischen Rede- oder gar Regelungsbedarf?


https://www.zeit.de/2020/07/burka-verbot-hamburg-kiel-vollverschleierung-religion-symbol


WIENER ZEITUNG:  Schulombudsfrau: "Eine bildungspolitische Katastrophe"

 

In ihrem neuen Buch kritisiert Susanne Wiesinger das Bildungsministerium und warnt vor dem Einfluss des konservativen Islams. Mit dem Buch "Kulturkampf im Klassenzimmer" hat Lehrerin Susanne Wiesinger 2018 eine Debatte über Auswirkungen des konservativen Islam an Schulen losgetreten, im Februar 2019 holte Minister Heinz Faßmann (ÖVP) sie als Ombudsfrau ins Bildungsressort. Heute, Montag, legt Wiesinger ein neues Buch vor: "Machtkampf im Ministerium" ist ein Rundumschlag gegen die Bildungspolitik.


https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2046592-Schulombudsfrau-Eine-bildungspolitische-Katastrophe.html



WIENER ZEITUNG:  Ideologiezentrum Schule

 

Die langjährige Lehrerin Susanne Wiesinger ist nach einem Jahr im Ministerium ernüchtert. Sie beschreibt das Missverständnis zwischen Ministerium, Bildungsdirektionen und Schule und die völlige Durchdringung mit Parteipolitik. Mit dem Buch "Kulturkampf im Klassenzimmer" hat Lehrerin Susanne Wiesinger im Herbst 2018 eine Debatte über Auswirkungen des konservativen Islam an Schulen losgetreten. Im Februar 2019 holte Minister Heinz Faßmann (ÖVP) sie als Leiterin der Ombudsstelle für Wertefragen und Kulturkonflikte ins Bildungsministerium. Am Montag legte Wiesinger mit "Machtkampf im Ministerium" ein neues Buch vor. Darin rechnet sie mit dem Ministerkabinett, dem Ministerium, den Gewerkschaften, den Politikern - der Schulpolitik als Ganzes ab. Minister Faßmann zog bereits am Wochenende die Reißleine und stellte Wiesinger bis Ende ihres Vertrags als Ombudsfrau Anfang Februar dienstfrei. Wiesinger ist Landesbeamtin in Wien und daher der Bildungsdirektion Wien unterstellt. "Das ist sie auch weiterhin", sagte Faßmann. Dienstrechtliche Konsequenzen werde es keine geben.


https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2046677-Ideologiezentrum-Schule.html


WIENER ZEITUNG:  Sarrazin will gegen Ausschluss aus der SPD berufen

 

Der ehemalige Finanzsenator, der mit seinen islamkritischen Thesen immer wieder für Unruhe sorgt, könnte damit noch Jahre Parteimitglied bleiben. Tief zerrüttet war das Verhältnis zwischen Thilo Sarrazin schon seit dem Jahr 2010. Damals hatte der ehemalige Berliner Finanzsenator, der schon davor immer wieder mit markigen Sprüchen und verbalen Entgleisungen aufgefallen war, das Buch "Deutschland schafft sich ab" veröffentlicht, in dem er vor der aus seiner Sicht kaum noch aufzuhaltenden Islamisierung warnt. Für die Sozialdemokraten war Sarrazins Kampfschrift, in der vor allem die angeblich mangelnde Integrationsbereitschaft von Muslimen kritisiert wird, aber nicht nur aus inhaltlicher Sicht eine Grenzüberschreitung. Auch der im Buch angeschlagene Ton sorgte für massive Irritationen. So ist in "Deutschland schafft sich ab" etwa von der überdurchschnittlichen Fruchtbarkeit der "Fremden, Frommen und Bildungsfernen" die Rede.


https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/europa/2047136-Sarrazin-will-gegen-Ausschluss-aus-der-SPD-berufen.html



WIENER ZEITUNG:  Terrorverdächtige aus U-Haft entlassen

 

Das Grazer Oberlandesgericht sieht keinen dringenden Tatverdacht gegeben. Laut Verteidiger beruhen die Anschuldigungen auf Verleumdung. Am 12. Dezember 2019 sind zwei Tschetschenen unter Terror-Verdacht in U-Haft genommen worden. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt verdächtigte sie, sie hätten gemeinsam mit einem zweifach vorbestraften Islamisten Anschläge im In- und Ausland geplant. Am Montag hat das Oberlandesgericht (OLG) Graz - die Ermittlungen wurden inzwischen nach Graz delegiert - die Enthaftung der beiden angeordnet.


https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/oesterreich/2049591-Terrorverdaechtige-aus-U-Haft-entlassen.html



FAZ: Was die Verhüllung eröffnet

 

Eine junge Frau, die sich so selbstbewusst inszeniert, dass sogar die HLM-Wohnsilos der Pariser Vorstädte im Hintergrund frisch wirken. Kein Kopftuch gleicht dem anderen: Eine Ausstellung in den Räumen des Berliner Centre Marc Bloch widmet sich dem Phänomen der „Modest Fashion". Kadidia ist dreißig und Mutter von vier Kindern. Ihre Eltern kommen aus Mali und haben sie, als sie zehn war, mit ihrem Mann verlobt. Heute lebt sie getrennt von ihm und verdient ihr eigenes Geld. Ein Foto in der Ausstellung zeigt sie mit einem weißen Kopftuch im Treppenhaus eines Sozialbaus; durch das Kopftuch, sagt sie, fühle sie sich beschützt.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kopftuch-schau-in-berlin-was-die-verhuellung-eroeffnet-16601826.html



FAZ: „Ich sage, was ich denke. Ich bin keine Rassistin"


Eine französische Schülerin kritisiert den Islam. Danach erhält sie Morddrohungen, muss „untertauchen". Und ganz Frankreich diskutiert darüber, wie viel Religionskritik sein darf – und in welchem Tonfall. Eine französische Teenagerin, Mila, muss um ihr Leben fürchten, seit sie auf ihrem Instagram-Konto in derben Worten den Islam kritisierte. „Ich hasse Religion, der Koran ist voller Hass… Eure Religion ist Scheiße", äußerte die 16 Jahre alte Schülerin. Seither erhält sie Morddrohungen und musste auf Anraten der Polizei bei Verwandten „untertauchen". Sie kann nicht zur Schule gehen, weil anonyme Hetzer die Anschrift ihres Gymnasiums im Internet enthüllten und dazu aufriefen, die „gottlose Schlampe" abzustrafen.


https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/islamkritik-in-frankreich-schuelerin-erhaelt-morddrohungen-16608795.html


FAZ: „In der Schule muss man sein Gesicht zeigen"

 

Mehrere Bundesländer wollen Gesetze so ändern, dass niemand in deutschen Schulen und Unis einen Gesichtsschleier trägt. Die Mimikforscherin Eva Bänninger-Huber erklärt, was es für den Unterricht bedeuten kann, wenn eine verschleierte Frau dabei ist. Frau Bänninger-Huber, wir sind einander noch nie begegnet und führen dieses Gespräch am Telefon. Keine von uns weiß, ob die andere gerade eindöst oder genervt die Augen verdreht. Stört Sie das? Nein, gar nicht. Mich auch nicht. Dabei könnte man sagen, wir sind sozusagen elektronisch vollverschleiert. Warum irritiert uns das nicht?


https://www.faz.net/aktuell/politik/vollverschleierung-eine-mimikforscherin-im-interview-16624210.html



FAZ: Necla Keleks Rederecht

 

Die Kritikerin der islamischen Ahmadiyya-Gemeinde darf nach einem neuen Urteil sagen, die Gemeinschaft setze sich nicht mit Gewalt im Koran auseinander. Andere Aussagen muss Necla Kelek weiter unterlassen. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat ein früheres Urteil im Rechtsstreit zwischen der Soziologin und Sachbuchautorin Necla Kelek und der islamischen Gemeinschaft Ahmadiyya revidiert. Gegenstand waren Aussagen, die Kelek in einem Interview mit dem Deutschlandfunk im August 2017 getroffen hatte. Die Richter des Frankfurter Oberlandesgerichts verurteilten Kelek vergangene Woche zur Unterlassung der Aussage, die Moscheen der Ahmadiyya seien „Orte der Männer", sowie der Aussage, die Gemeinschaft nutze ihren Status, um ihre politische Agenda durchzusetzen (AZ 16 U 50/19).


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/islamkritikerin-necla-kelek-darf-ahmadiyya-gemeinde-kritisieren-16630794.html



FAZ: „Wir haben das Recht auf Gotteslästerung"


Eine französische Schülerin hat nach heftiger Kritik am Islam Morddrohungen erhalten. Präsident Macron fordert nun den Schutz der Jugendlichen. Religionen dürfen kritisiert werden, sagt er. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die 16 Jahre alte Schülerin Mila in Schutz genommen, die nach heftiger Kritik am Islam Morddrohungen erhielt. „Die Gesetzeslage ist klar: Wir haben das Recht auf Gotteslästerung", sagte Macron der Zeitung „Le Dauphiné Libéré" aus Grenoble. Es umfasse auch die Freiheit, „Religionen zu kritisieren und zu karikieren", fügte der Staatschef hinzu.


https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/macron-verteidigt-islamkritik-religionen-duerfen-kritisiert-werden-16631893.html



SPIEGEL ONLINE: "Ich sage Sachen, wo ich nicht weiß, was ich sag"

 

Der Raum BZ 64 liegt ein bisschen versteckt, rechts hinten, am Ende eines Ganges im Untergeschoss des Strafjustizzentrums in München. Am grünen Aushangkasten leuchtet das Zeichen "öffentliche Sitzung". Der Sitzungssaal im bunkerartigen Gebäude passt gut zum verhandelten Tatvorwurf: ein Hassposting, abgesetzt in einer damals 2500 Mitglieder starken Facebook-Gruppe namens "Germanischer Geist". Wenige Stunden zuvor hatte in der neuseeländischen Stadt Christchurch ein Mann aus rassistischen Motiven 51 Muslime erschossen, die sich zum Freitagsgebet versammelten, Dutzende wurden verletzt. Die Tat übertrug der Täter per Stream live auf Facebook.


https://www.spiegel.de/panorama/justiz/muenchen-hasskommentar-nach-christchurch-attentat-so-laeuft-der-prozess-a-c095ab43-f2e7-4c69-af52-e30cb75a35fd


SUEDDEUTSCHE: Muslime wollen Fastenbrechen auf der Theresienwiese feiern

Bislang wurde kurz vor Ramadan-Ende im Luitpoldpark in Schwabing das Fasten gebrochen. Wenn der Muslimrat in den vergangenen drei Jahren zum Fastenbrechen rief, dann in den Luitpoldpark. Dieses Jahr wird das interkulturelle Treffen voraussichtlich auf der Theresienwiese stattfinden. Der Bezirksausschuss (BA) Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, der in der Regel sehr zurückhaltend mit der Vergabe der Wiesn ist, sprach sich am Dienstagabend dafür aus. Noch eine neue Veranstaltung soll es in diesem Sommer geben: die Europameisterschaft (EM) im Bikepolo. Außerdem ist am ersten Samstag im Juli ein großes Picknick geplant.


https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-theresienwiese-muslime-fastenbrechen-1.4776532


SUEDDEUTSCHE:Extremismus - Hamburg:Verbotene Islamisten-Organisation hat weiter Zulauf

 

Die verbotene islamistische Hizb ut-Tahrir (Partei der Befreiung) hat in Hamburg weiter Zulauf. Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes hat sich die Zahl der Mitglieder in der Hansestadt seit Ende 2016 mehr als verdoppelt. Aktuell würden der Hizb ut-Tahrir (HuT) 250 Mitglieder zugerechnet, sagte der Sprecher des Landesamtes für Verfassungsschutz, Marco Haase, der Deutschen Presse-Agentur. Das sind knapp 16 Prozent mehr als Ende 2018.


https://www.sueddeutsche.de/politik/extremismus-hamburg-verbotene-islamisten-organisation-hat-weiter-zulauf-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200201-99-728723


SUEDDEUTSCHE: Schulen - Hamburg:Nach Nikab-Urteil: Hamburg will Schulgesetz schnell ändern

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) will in der Debatte um ein Nikab-Verbot an Schulen so schnell wie möglich das Hamburger Schulgesetz ändern. "In der Schule gehört es sich, dass die Lehrerinnen und Lehrer, die Schülerinnen und Schüler ein offenes freies Gesicht haben, nur so kann Schule und Unterricht funktionieren", sagte Rabe am Montag in Hamburg. "Und deswegen werden wir jetzt zügig das Schulgesetz ändern, damit das auch in Zukunft gewährleistet ist."
Zuvor hatte das Hamburgische Oberverwaltungsgericht die Aufhebung des Vollverschleierungsverbots gegen eine Hamburger Schülerin bestätigt. Eine Beschwerde der Stadt gegen eine entsprechende Entscheidung des Verwaltungsgerichts wurde am Montag zurückgewiesen, wie das Gericht mitteilte.


https://www.sueddeutsche.de/bildung/schulen-hamburg-nach-nikab-urteil-hamburg-will-schulgesetz-schnell-aendern-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200203-99-755818


SUEDDEUTSCHE: Extremismus - Celle:Mutmaßlicher islamistischer Kämpfer kommt vor Gericht


Ein mutmaßlicher islamistischer Kämpfer muss sich vom 20. Februar an wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor dem Oberlandesgericht Celle verantworten. Der 33 Jahre alte Syrer soll sich in seiner Heimat zwischen 2013 und 2014 an Kämpfen und Patrouillendiensten beteiligt haben, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.


https://www.sueddeutsche.de/politik/extremismus-celle-mutmasslicher-islamistischer-kaempfer-kommt-vor-gericht-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200206-99-801447


SUEDDEUTSCHE: Migration - Dortmund:Neues Forum in NRW: Muslimische Pfadfinder und Jecken

 

Rund 1,5 Millionen Muslime leben in Nordrhein-Westfalen - und das Land will den Austausch mit ihnen auf eine breitere Basis stellen. "In der Vergangenheit gab es eine Fixierung auf wenige große Verbände. Jetzt kommen viel mehr unterschiedliche Akteure zu Wort", sagte Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) der Deutschen Presse-Agentur. "Unser Ziel ist es, die Bandbreite des positiven muslimischen Engagements sichtbar zu machen und auch den innermuslimischen Diskurs zu stärken." Die im Sommer 2019 gestartete Koordinierungsstelle Muslimisches Engagement NRW (KME) kommt laut Ministerium gut voran.


https://www.sueddeutsche.de/politik/migration-dortmund-neues-forum-in-nrw-muslimische-pfadfinder-und-jecken-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200216-99-933555


SUEDDEUTSCHE: Extremismus:Pegida erwartet Björn Höcke zu 200. Protestmarsch in Dresden

Die islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bewegung geht heute zum 200. Mal in Dresden auf die Straße. Zu der Kundgebung wird auch der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke erwartet. In der sächsischen Landeshauptstadt hat sich breiter gesellschaftlicher Widerstand dagegen formiert. Unter dem Motto "Demokratie braucht Rückgrat" rufen die Dresdner Kreisverbände von CDU und FDP sowie die Sächsische Bibliotheksgesellschaft zu einer Kundgebung auf. Höcke war bereits im Mai 2018 bei Pegida zu Gast. Damals bezeichnete er Deutschland als eine "zu Teilen despotische Bananenrepublik".

https://www.sueddeutsche.de/politik/extremismus-pegida-erwartet-bjoern-hoecke-zu-200-protestmarsch-in-dresden-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200217-99-941632



DW: Bildung ohne Gesicht

 

Nikab und Burka haben an Schulen und Hochschulen nichts verloren, finden Politiker unterschiedlicher Parteien. Doch einige befürchten, ein Verbot verhindere Integration. Es geht um nur ganz wenige Frauen und Mädchen in Deutschland. Vermutlich ist die Zahl zweistellig. Und doch hat das Urteil des Oberwaltungsgerichts Hamburg eine scharfe Debatte ausgelöst. Überraschende Fronten ergeben sich: Feministinnen finden sich zum Teil auf derselben Seite wie die politische Rechte wieder. Und besonders zerrissen in dieser Frage sind die Grünen. Das Hamburger Gericht hatte am Montag der Mutter einer Schülerin Recht gegeben. Danach darf ihre 16-jährige Tochter auch mit Nikab am Unterricht teilnehmen. Die Schulbehörde wollte sie vom Unterricht ausschließen. Vollverschleierungen wie Nikab und Burka verhüllen bis auf die Augen das ganze Gesicht.


https://www.dw.com/de/bildung-ohne-gesicht/a-52267656



THE GUARDIAN: Rotherham Muslims launch 'guardian' group after far-right threats

 

More than 100 volunteer for community protection after Britain First targets mosques. Members of the Muslim community in Rotherham are launching a neighbourhood protection group with more than 100 volunteers after three mosques were targeted by the far-right. The new body, which will be styled on the Shomrim group in Jewish communities, said it would aim to provide reassurance and possibly self-defence training for imams in light of the security concerns. The far-right group Britain First has carried out what it described as a "major operation" in the South Yorkshire town over the past week, distributing leaflets and visiting mosques, taxi ranks and hotels to warn about grooming of young girls for sex.


https://www.theguardian.com/uk-news/2020/jan/29/rotherham-muslims-launch-guardian-group-after-far-right-threats


THE GUARDIAN: Islamic faith marriages not valid in English law, appeal court rules

 

Judgment leaves many Muslim women without redress at end of relationship, lawyers say. Islamic faith marriages are not valid under English law, the court of appeal has ruled, in a blow to thousands of Muslim women who have no rights when it comes to divorce.

The judgment, delivered on Friday, overturned an earlier high court ruling that an Islamic marriage, known as a nikah, fell within the scope of English matrimonial law.


https://www.theguardian.com/world/2020/feb/14/islamic-faith-marriages-not-valid-in-english-law-appeal-court-rules