DIE PRESSE: Kindergärten: Die Lehren aus den Skandalen

 

Ein umfangreiches Betrugsverfahren gegen ehemalige Betreiber von privaten Wiener Kinderbetreuungseinrichtungen rückt die alten Probleme wieder in den Mittelpunkt. Und zeigt einen Lerneffekt der Stadt. Da war die Debatte um das Entstehen von Parallelgesellschaften durch sogenannte Islam-Kindergärten in Wien. Da gab es Fördergeldskandale. Und da war die Einführung des Kopftuchverbots, welches sich bundesweit erst auf Kindergärten, dann auch auf Volksschulen bezog. Wie hat diese Gemengelage die Organisation der Wiener Kindergärten verändert?


https://www.diepresse.com/5750231/kindergarten-die-lehren-aus-den-skandalen?from=rss



DIE PRESSE: Kopftuchverbot für Lehrerinnen "möglicher nächster Schritt"

 

Die türkis-grüne Regierung will das Kopftuchverbot auf bis zu 14-jährige Mädchen ausweiten. Und dabei muss es nicht bleiben, meint Integrationsministerin Raab. Die neue Integrations- und Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP), deren Ressort direkt im von Sebastian Kurz geführten Bundeskanzleramt angesiedelt ist, will sich in den nächsten Monaten allen voran dem Kampf gegen den politischen Islam widmen. Zu diesem zählt auch das Kopftuchverbot, das für Mädchen bis 14 Jahre ausgeweitet werden soll, wie die 35-Jährige am Dienstag im Ö1-„Morgenjournal" sagte. Und dabei muss es nicht bleiben. Geht es nach der Oberösterreicherin, könnte das Verbot ausgeweitet werden.


https://www.diepresse.com/5751719/kopftuchverbot-fur-lehrerinnen-moglicher-nachster-schritt?from=rs 



DER STANDARD: Presserat rügt wochenblick.at wegen Diskriminierung von Muslimen als Tierquälern

 

Die Bildkomposition erwecke den Eindruck, Muslime seien die Urheber von beschriebenen Tierquälereien. Der Presserat rügt wochenblick.at wegen eines am 22. August erschienenen Artikels: Der Bericht mit dem Titel "Schweden: Immer mehr grausame Tierquälereien durch Migranten" verstoße gegen Punkt 7 (Schutz vor Pauschalverunglimpfungen und Diskriminierung) des Ehrenkodex für die österreichische Presse, wurde am Donnerstag bekanntgegeben.


https://www.derstandard.at/story/2000112477320/presserat-ruegt-wochenblickat-wegen-diskriminierung-von-muslimen-als-tierquaeler



DER STANDARD: Jeder Zweite sieht zu viel Einfluss des Islam in Österreich

 

Die Kirche als Institution wird akzeptiert, aber 73 Prozent der erwachsenen Bevölkerung erwarten kaum wegweisende Antworten vom Klerus. 48 Prozent der österreichischen Wahlberechtigten halten den Einfluss der katholischen Kirche in Österreich für angemessen, weitere neun Prozent wünschen sich sogar einen stärkeren Einfluss der Kirche. Das geht aus der Dezember-Umfrage des Linzer Market-Instituts für den STANDARD hervor. Nur 29 Prozent glauben, die katholische Kirche habe zu viel Einfluss. Die Ablehnung der Kirche ist in den vergangenen fünf Jahren merklich zurückgegangen, während der Anteil der mit dem kirchlichen Einfluss Zufriedenen leicht zugenommen hat: Bei einer Vergleichsumfrage 2014 hatten noch 40 Prozent der Befragten gesagt, die Kirche habe zu viel Einfluss. Dafür hat die Zahl jener, die sich darüber kein Urteil anmaßen wollen, entsprechend zugenommen, er liegt jetzt bei 13 Prozent.


https://www.derstandard.at/story/2000112058391/jeder-zweite-sieht-zu-viel-einfluss-des-islam-in-oesterreich


DER STANDARD: Susanne Raab, Integrationsministerin mit stringenter Linie

 

Als erste bestätigte Ministerin der künftigen Regierung bekommt Raab ein Ressort, das es so bisher nicht gab. Sie bleibt damit auf ihrem Feld, auch wenn ihre Wurzeln woanders sind. Bei ihrem Ministeramtsantritt wird Susanne Raab zwar nicht ganz so jung sein wie ihr Chef, als er mit 27 Außenminister wurde. Doch mit 35 Jahren wird sie künftig wohl eine der jüngsten auf der Regierungsbank sein. Ihr Name ist der erste bestätigte im großen Ministerratespiel und einer, der zwar nicht besonders bekannt ist, aber dennoch zeigt, wohin die Richtung gehen soll. Im neu geschaffenen Integrationsministerium soll sie "die konsequente Linie im Kampf gegen Parallelgesellschaften und den politischen Islam fortsetzen", heißt es von der ÖVP, außerdem soll sie "die Herausforderungen in der Migrationsfrage" lösen.


https://www.derstandard.at/story/2000112784921/susanne-raab-integrationsministerin-mit-stringenter-linie



DER STANDARD: Innere Sicherheit: Mehr Polizei, Sicherungshaft und der Kampf gegen den politischen Islam

 

Das Kapitel über innere Sicherheit trägt die Handschrift der ÖVP – teilweise stammen die Ideen aus der türkis-blauen Ära. Das große Sorgenkind des Innenministeriums ist weiterhin das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT). Türkis-Grün will hier an der "umfassenden Neuaufstellung" der Dienstbehörde festhalten, um das "Vertrauen seitens der Bevölkerung und von Partnerdiensten" wiederherzustellen. Geplant ist, das BVT stärker in seine Einzelteile zu zerlegen, denn das Amt ist derzeit eine Mischung aus Polizeibehörde und Nachrichtendienst. Diese zwei Komponenten sollen nun deutlicher voneinander getrennt werden. Auf das BVT kommt auch mehr Arbeit zu: Künftig sollen die jährlichen Extremismusberichte wiedereingeführt werden, das Regierungsprogramm verlangt auch explizit die "Wiederaufnahme der Beobachtung und Einschätzung rechtsextremer Burschenschaften". Außerdem soll die Politik das BVT besser kontrollieren können.


https://www.derstandard.at/story/2000112862755/innere-sicherheit-mehr-polizei-sicherungshaft-und-der-kampf-gegen-politischen



DER STANDARD: Ministerin Raab forciert sofortiges Kopftuchverbot

 

Mädchen würden das Kopftuch "nie freiwillig" tragen, sagt die Integrationsministerin. Der "Kampf" gegen den politischen Islam sei eine ihrer größten Aufgaben. Die Kurz-Vertraute wurde am Dienstag angelobt – und managt fortan Integration. Die neue Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) will – wie sie in einem Interview mit der Tageszeitung "Österreich" sagt – gleich in den ersten 100 Tagen eine Dokumentationsstelle für politischen Islam und ebenso die Ausweitung des Kopftuchverbots bis 14 auf den Weg bringen. "Mädchen tragen das Kopftuch nie freiwillig", sagte Raab am Donnerstag diesbezüglich in einem weiteren Interview mit dem "Kurier". Beides war schon unter Türkis-Blau geplant und steht jetzt im türkis-grünen Regierungsprogramm. In ihrem Bereich habe die ÖVP den Grünen in den Koalitionsverhandlungen nicht nachgegeben. "Ich bin aus unserer Sicht sehr zufrieden", sagte sie zum "Kurier".


https://www.derstandard.at/story/2000113123848/susanne-raab-forciert-in-zeitungsinterviews-sofortiges-kopftuchverbot



WELT.DE: Muslimischer Unternehmer: Keine CSU-Bürgermeisterkandidatur


Vor den bayerischen Kommunalwahlen ist der CSU-Ortsvorstand im schwäbischen Wallerstein mit dem Vorschlag eines muslimischen deutschen Unternehmers als CSU-Bürgermeisterkandidat an der eigenen Basis gescheitert. Nach heftigen Protesten aus dem CSU-Ortsverband zog der 44-jährige Sener Sahin seine Bewerbung zurück, wie er am Samstag auf Anfrage bestätigte. Zuvor hatte die «Augsburger Allgemeine» darüber berichtet.

https://www.welt.de/regionales/bayern/article204768422/Muslimischer-Unternehmer-Keine-CSU-Buergermeisterkandidatur.html?wtrid=onsite.onsitesearch



WELT.DE: Heftige Proteste – Muslim zieht Kandidatur für CSU zurück

 

Vor den bayerischen Kommunalwahlen am 15. März ist der CSU-Ortsvorstand im schwäbischen Wallerstein mit dem Vorschlag eines muslimischen deutschen Unternehmers als CSU-Bürgermeisterkandidat an der eigenen Basis gescheitert. Nach heftigen Protesten aus dem CSU-Ortsverband zog der 44-jährige Sener Sahin seine Bewerbung zurück, wie er am Samstag auf Anfrage bestätigte.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article204768570/CSU-Heftige-Proteste-Muslim-zieht-Kandidatur-zurueck.html?wtrid=onsite.onsitesearch



WELT.DE: Muslimischer CSU-Kandidat zieht Bewerbung zurück

  

Geboren in Bayern, aufgewachsen in Bayern, beruflich erfolgreich in Bayern und politisch engagiert. Einen besseren Kandidaten für die Kommunalwahl könnte sich die CSU eigentlich nicht erträumen. Sollte man meinen. Doch es kommt anders. Nach Protesten der CSU-Basis hat im schwäbischen Wallerstein ein deutscher Unternehmer muslimischen Glaubens seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt zurückgezogen. Auf Anfrage bestätigte der 44-jährige Sener Sahin seine Entscheidung. «Ich muss das nicht machen. Ich mache das nur, wenn das Team an einem Strang zieht», sagte er am Samstag.


https://www.welt.de/regionales/bayern/article204804458/Muslimischer-CSU-Kandidat-zieht-Bewerbung-zurueck.html?wtrid=onsite.onsitesearch



WELT.DE: Gehört der Islam mittlerweile auch zur CSU, Frau Bär?


Sener Sahin wollte Bürgermeister in Wallerstein werden, aber Mitglieder des CSU-Ortsvereins konnten sich offenbar mit einem muslimischen Bewerber nicht anfreunden. Nun zog der 44-Jährige seine Kandidatur zurück. Im Bayern wollte ein Muslim für die CSU Bürgermeister werden. Doch die Gegenwehr im Ortsverband war so groß, dass er die Kandidatur zurückzog. Die stellvertretende Partei-Chefin Dorothee Bär sagt, den Fall dürfe man nicht verallgemeinern.

 

WELT: Frau Bär, in Abwandlung eines berühmten Zitats: Gehört der Islam mittlerweile auch zur CSU?

 

Dorothee Bär: Unsere Partei hat ganz klar verankert, dass bei uns jeder willkommen ist, der sich zu unseren christlichen Werten verpflichtet. Ein Muslim, der für die CSU Politik machen will, ist selbstverständlich herzlich willkommen. Die momentane Diskussion empfinde ich als sehr unschön.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article204845396/Zurueckgetretener-Kandidat-Gehoert-der-Islam-mittlerweile-auch-zur-CSU-Frau-Baer.html?wtrid=onsite.onsitesearch



WELT.DE: Verfassungsschutz warnt vor Islamisten-Demo

 

Der Hamburger Verfassungsschutz warnt vor einer von Islamisten organisierten Kundgebung gegen die Unterdrückung der Uiguren in China. Unter dem Motto «Gegen die Umerziehungslager und Unterdrückung in China» habe die Gruppe «Generation Islam» am Samstag in St. Georg zu einer Demonstration aufgerufen, sagte der Sprecher der Landesamtes, Marco Haase, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.


https://www.welt.de/regionales/hamburg/article204914484/Verfassungsschutz-warnt-vor-Islamisten-Demo.html?wtrid=onsite.onsitesearch



WELT.DE: Mutmaßliches IS-Mitglied bestreitet Teilnahme an Kämpfen

 

Wegen Mitgliedschaft beim sogenannten Islamischen Staat ist ein 27-Jähriger Hamburger angeklagt. Er beteuert, er habe nur Hilfsgüter verteilt. Doch ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft. Ein mutmaßliches Mitglied des sogenannten Islamischen Staats hat beim Prozessauftakt am Oberlandesgericht Hamburg den Vorwurf der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen, er sei von Mai bis Juni 2014 IS-Kämpfer gewesen. Nie habe er an Kampfhandlungen teilgenommen, ließ er über seinen Anwalt am Montag erklären. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt ihn, eine militärische Ausbildung in Syrien durchlaufen und in der Nähe von Aleppo an Kampfhandlungen teilgenommen zu haben. So habe er «den Aufbau und die Tätigkeit des IS gefördert».


https://www.welt.de/regionales/hamburg/article204985952/Mutmassliches-IS-Mitglied-bestreitet-Teilnahme-an-Kaempfen.html?wtrid=onsite.onsitesearch



WELT.DE: Muslimischer CSU-Kandidat im Kreis Freising vor Nominierung

 

Vor Kurzem zog ein muslimischer Bürgermeisteranwärter der CSU in Wallerstein zurück, doch nun könnte in Neufahrn ein Muslim aufgestellt werden. Ozan Iyibas, 37, ist der wahrscheinlichste CSU-Kandidat. Nach dem Rückzug eines muslimischen CSU-Bürgermeisteranwärters in Wallerstein (Kreis Donau-Ries) könnte es nun andernorts einen muslimischen CSU-Kandidaten geben: Ozan Iyibas gilt für die Kommunalwahl am 15. März nach Medienberichten derzeit als wahrscheinlichster Bürgermeisterkandidat in Neufahrn (Kreis Freising). An diesem Freitag ist die Nominierungsversammlung.


https://www.welt.de/politik/deutschland/article204984962/Bayern-Freitag-koennte-die-CSU-doch-einen-muslimischen-Kandidaten-haben.html?wtrid=onsite.onsitesearch



WELT.DE: Eventuell doch erster muslimischer CSU-Bürgermeisterkandidat


Nach dem Rückzug eines muslimischen CSU-Bürgermeisteranwärters in Wallerstein (Kreis Donau-Ries) könnte es nun andernorts einen muslimischen CSU-Kandidaten geben: Ozan Iyibas gilt für die Kommunalwahl am 15. März nach Medienberichten derzeit als wahrscheinlichster Bürgermeisterkandidat in Neufahrn (Kreis Freising). An diesem Freitag ist die Nominierungsversammlung.


https://www.welt.de/regionales/bayern/article204986762/Eventuell-doch-erster-muslimischer-CSU-Buergermeisterkandidat.html?wtrid=onsite.onsitesearch



WELT.DE: Muslimischer CSU-Bürgermeisterkandidat? Entscheidung


Nach dem Rückzug eines muslimischen CSU-Bürgermeisteranwärters in Wallerstein (Kreis Donau-Ries) könnte es nun im oberbayerischen Neufahrn einen muslimischen CSU-Kandidaten geben. Der 37 Jahre alte Ozan Iyibas gilt für die Kommunalwahl am 15. März nach Medienberichten derzeit als wahrscheinlichster Bürgermeisterkandidat in der Gemeinde im Landkreis Freising. Heute entscheidet der CSU-Ortsverband bei der Nominierungsversammlung über den Kandidaten oder die Kandidatin. Iyibas, der in Freising geboren und in Neufahrn aufgewachsen ist, führt dort schon die CSU-Liste für die Gemeinderatswahl an. Auch deshalb gilt der Bankkaufmann als wahrscheinlichster Kandidat.


https://www.welt.de/regionales/bayern/article205090726/Muslimischer-CSU-Buergermeisterkandidat-Entscheidung.html?wtrid=onsite.onsitesearch



WELT.DE: CSU nominiert nun doch einen muslimischen Bürgermeisterkandidaten

 

Sener Sahin wollte Bürgermeister in Wallerstein werden, aber Mitglieder des CSU-Ortsvereins konnten sich offenbar mit einem muslimischen Bewerber nicht anfreunden. Nun zog der 44-Jährige seine Kandidatur zurück. Nachdem die CSU-Basis in Wallerstein einen Muslim als Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl abgelehnt hatte, wurde in Neufahrn bei Freising Ozan Iyibas aufgestellt – sogar einstimmig. Der 37-Jährige ist seit 2007 Parteimitglied. Die CSU hat für die Kommunalwahl Mitte März nun doch einen muslimischen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt: Ozan Iyibas wurde am Freitagabend einstimmig für das Rennen um den Chefposten im Rathaus von Neufahrn bei Freising nominiert. Der 37-jährige Bankkaufmann bekam in der Nominierungsversammlung 32 von 32 Stimmen, wie der Kreisvorsitzende, Staatskanzleichef Florian Herrmann, mitteilte. Iyibas, der in Freising geboren und in Neufahrn aufgewachsen ist, führte zuvor schon die CSU-Liste für die Gemeinderatswahl an.


https://www.welt.de/politik/deutschland/article205123982/Freising-Ozan-Iyibas-Der-erste-muslimische-Buergermeisterkandidat-der-CSU.html?wtrid=onsite.onsitesearch



ZEIT ONLINE: Ditib bildet Teil der Imame in Deutschland aus

 

Der Islam-Verband Ditib reagiert auf Kritik, aus der Türkei gesteuert zu werden. Ab sofort werden Imame auch in Deutschland ausgebildet – auf Kosten des Verbandes. Der bundesweit größte Islam-Verband Ditib bildet nach viel Kritik künftig einen Teil seiner Imame in Deutschland aus. Der Bundesvorsitzende der Türkisch-Islamischen Union gab in einer neuen Ausbildungsstätte im Eifelort Dahlem den offiziellen Startschuss. Mit diesem "Neustart" werde die Ditib zum Vorreiter, sagte Kazım Türkmen. Er sprach von einer "historischen Entwicklung nicht nur für Ditib, sondern auch für Deutschland".


https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-01/islam-verband-ditib-imame-ausbildung-eifel-tuerkei



ZEIT ONLINE: "Die zukünftigen Imame werden indoktriniert"

 

Imame, ausgebildet in Deutschland. Das ist ein lang gehegter Wunsch vieler. Jetzt startet Ditib ihr erstes Ausbildungszentrum. Islamexperte Ahmet Toprak ist skeptisch. Der Islamverband Ditib eröffnet ein Ausbildungszentrum für Imame in Deutschland. Der Ditib-Bundesvorsitzende Kazim Türkmen sprach bei der Feier von einem "Neuanfang" und einer "historischen Entwicklung nicht nur für Ditib, sondern auch für Deutschland". Nach der Spitzel-Affäre 2017 hatte der größte deutsche Moschee-Verband einiges an Vertrauen verspielt. Kann er das wiedergewinnen? Islamexperte Ahmet Toprak mit dem Schwerpunkt Konfliktmanagement ist skeptisch. 


https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-01/islam-deutschland-ditib-ausbildung-imame-ahmet-toprak



ZEIT ONLINE: CSU nominiert muslimischen Bürgermeisterkandidaten

 

Im bayerischen Wallerstein lehnten CSU-Mitglieder einen muslimischen Bürgermeisterkandidaten ab. Für die CSU in Neufahrn ist das kein Problem: Sie nominiert Ozan İyibaş. Nach der kontroversen Debatte um die Bürgermeisterkandidatur eines muslimischen CSU-Mitglieds in Wallerstein hat die CSU in einem anderen Ort doch noch einen Muslim als Bürgermeisterkandidat nominiert. Der Bankkaufmann Ozan İyibaş hat in Neufahrn bei Freising bei der Nominierungsversammlung alle 32 Stimmen erhalten und wird dort als Bürgermeister kandidieren. Das teilte der Kreisvorsitzende Florian Herrmann mit. Der gebürtige Freisinger İyibaş führte zuvor schon die CSU-Liste für die Gemeinderatswahl an.


https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-01/ozan-iyibas-csu-buergermeisterkandidat-muslim-sener-sahin



WIENER ZEITUNG:  Türkise Handschrift bei Sicherheit und Migration

 

Die Präventivhaft soll eingeführt, das Kopftuchverbot ausgeweitet werden. Koalitionsfreier Raum für neue Flüchtlingskrise vorgesehen. Die Ausweitung des Kopftuchverbots, die Einführung der Sicherungshaft: Im Bereich Sicherheit und Migration ist die deutliche Handschrift der Volkspartei zu erkennen. Für heftige Diskussionen wird die umstrittene Sicherungshaft sorgen. Pläne für eine Präventivhaft hatte es bereits unter Türkis-Blau gegeben. Sie galt als eines der Prestigeprojekte des damaligen Innenministers Herbert Kickl (FPÖ). Verfassungsrechtler und die Opposition übten Kritik, so auch die damalige Liste-Jetzt-Abgeordnete und künftige Justizministerin Alma Zadic (Grüne). Sie warf Kickl vor, er gefährde mit der Präventivhaft den Rechtsstaat.


https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wahlen/nationalratswahl-2019/2044688-Tuerkise-Handschrift-bei-Sicherheit-und-Migration.html



WIENER ZEITUNG:  Islamische Glaubensgemeinschaft über Grüne enttäuscht

 

Jetzt gibt es neue Kritik an den Grünen nach der paktierten türkis-grünen Koalition. Die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) ist enttäuscht vom Regierungsprogramm der schwarz-grünen Koalition. Man hätte sich von der Regierungsbeteiligung der Grünen einen menschenrechtlichen Kurs und die Verteidigung der Gleichbehandlung erwartet. Stattdessen ziehe sich eine "feindselige Haltung" gegenüber Muslimen als roter Faden durch das Programms, beklagt Präsident Ümit Vural in einer Aussendung.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2044793-Islamische-Glaubensgemeinschaft-ueber-Gruene-enttaeuscht.html



WIENER ZEITUNG:  Raab forciert Islam-Dokumentationsstelle und Kopftuchverbot

 

Die neue Integrationsministerin Susanne Raab sagt in ihren ersten Interviews, dass sie die Zumutbarkeitsgrenze für jobsuchende Asylberechtigte ausbauen will. Integrations- und Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP),  will - wie sie in einem Interview für die Tageszeitung "Österreich" sagt - gleich in den ersten 100 Tagen eine Dokumentationsstelle für politischen Islam und ebenso die Ausweitung des Kopftuchverbotes bis 14 auf den Weg bringen. Beides war schon unter Türkis-Blau geplant und steht jetzt im türkis-grünen Regierungsprogramm. In der Ausgabe des "Kuriers", die am Freitag erscheint, sagte sie darüber hinaus, dass die ÖVP in ihrem Bereich den Grünen in den Koalitionsverhandlungen nicht nachgegeben habe. 


https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2045429-Raab-forciert-Islam-Dokumentationsstelle-und-Kopftuchverbot.html



SPIEGELONLINE: "Die Sache muss geklärt werden"

Seit einem Jahr versucht die Universität Kiel, die Gesichtsverschleierung im Hörsaal zu verbieten - bisher vergeblich. Vizepräsidentin Anja Pistor-Hatam spricht über den Stand der Debatte.

 

SPIEGEL: Ende Januar wollte Ihre Hochschule die Gesichtsverschleierung verbieten, weil eine Studentin mit Nikab zu einer Lehrveranstaltung erschienen war. Konnten Sie das Verbot durchsetzen?

 

Pistor-Hatam: Nein. Wir mussten feststellen, dass uns die rechtliche Grundlage für ein vollständiges Verbot fehlte. Eine Universität kann nur eine Richtlinie für konkrete Situationen erlassen.

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SPIEGEL: Haben Sie das getan?

 

Pistor-Hatam: Ja. Vor Prüfungen muss eine Nikab-Trägerin jetzt ihren Schleier vor einer Frau lüften, damit man weiß, sie ist es wirklich. Außerdem darf aus Sicherheitsgründen in gewissen Situationen, etwa im Labor, kein Nikab getragen werden.

https://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/uni-kiel-vizepraesidentin-ueber-versuch-eines-nikab-verbots-a-1302354.html



SPIEGEL ONLINE: CSU hat nun doch einen muslimischen Bürgermeisterkandidaten

In der Gemeinde Wallerstein war ein muslimischer CSU-Bürgermeisterkandidat nicht durchsetzbar - im bayerischen Neufahrn hat es geklappt. Ozan Iyibas sagt, er sei "voll bayerisch und voll deutsch". Die CSU hat nun doch einen muslimischen Bürgermeisterkandidaten: Ozan Iyibas wurde am Freitagabend einstimmig für das Rennen um den Chefposten im Rathaus von Neufahrn bei Freising nominiert. Der Bankkaufmann bekam in der Nominierungsversammlung 32 von 32 Stimmen, wie der Kreisvorsitzende, Staatskanzleichef Florian Herrmann, mitteilte. Iyibas, der in Freising geboren und in Neufahrn aufgewachsen ist, führte zuvor schon die CSU-Liste für die Gemeinderatswahl an.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/neufahn-ozan-iyibas-koennte-erster-muslimischer-csu-buergermeister-werden-a-e2921dd9-4f48-48d8-b3a1-8e1507a07871



FAZ: Die Dominanz von Ditib und Ko aufbrechen

 

In Osnabrück sollen künftig mit staatlicher Förderung Imame ausgebildet werden – eine Kampfansage an große Islamverbände wie Ditib. Diese wollen keinesfalls die Kontrolle über die Ausbildung der Imame verlieren. In Deutschland gibt es mittlerweile vielerorts die Möglichkeit, an einer staatlichen Universität islamische Theologie zu studieren. Für junge Muslime, die später als Imam in einer Moscheegemeinde arbeiten möchten, endet das Studium oft jedoch gleich zweifach in einer Sackgasse: Es fehlt an Möglichkeiten, sich nach dem akademischen Studium in Deutschland in einem Imam-Seminar die erforderlichen religionspraktischen Kenntnisse anzueignen. Und es fehlt an Jobangeboten von Gemeinden, die einen hierzulande ausgebildeten Geistlichen anstellen möchten und sich dies auch leisten können.


https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/staatliche-imamausbildung-dominanz-von-ditib-aufbrechen-16557385.html



FAZ: CSU lehnt eigenen muslimischen Kandidaten ab

 

Im bayerischen Schwaben wollte Sener Sahin für die CSU für ein Bürgermeisteramt kandidieren. Doch seine Bewerbung scheiterte an der eigenen Partei – wegen seines Glaubens. Vor den bayerischen Kommunalwahlen ist der CSU-Ortsvorstand im schwäbischen Wallerstein mit dem Vorschlag eines muslimischen deutschen Unternehmers als CSU-Bürgermeisterkandidat an der eigenen Basis gescheitert. Nach heftigen Protesten aus dem CSU-Ortsverband zog der 44 Jahre alte Sener Sahin seine Bewerbung zurück, wie er am Samstag auf Anfrage bestätigte. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine" darüber berichtet.


https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/csu-lehnt-eigenen-muslimischen-buergermeisterkandidaten-ab-16565601.html



FAZ: Eine insgesamt problematische Religion?

 

Die Vorbehalte sind groß. Über den Islam muss man diskutieren. Ein Buch will dazu beitragen. Dieses Buch gibt eine im Wesentlichen negative Darstellung der Verhaltensweisen und Überzeugungen heutiger Muslime. Es nennt eine ganze Reihe von problematischen Sachverhalten: Gewaltanwendung durch Muslime, Befürwortung von Gewalt, Betonung der eigenen Vorzüglichkeit und Abwertung von anderen, massive Diskriminierung von Frauen, Judenfeindschaft bei Muslimen und manches andere. Es nennt auch Träger und Akteure. Und da es Deutschland im Blick hat, konzentriert es sich auf diejenigen, die hierzulande aktiv sind. Das sind hauptsächlich drei Strömungen: eine von den Muslimbrüdern inspirierte, eine von türkischstämmigen Muslimen, die auch vielfach aus der Türkei gesteuert wird (Erdogan!), und schiitische Gemeinden, die sich eng am iranischen Regime orientieren. Diese Strömungen oder Teile von ihnen bilden Organisationen oder Organisationscluster, und hier haben wir dann die „islamischen Verbände", von denen so oft die Rede ist.


https://www.faz.net/aktuell/politik/politische-buecher/islam-eine-insgesamt-problematische-religion-16551275.html



FAZ: „Wir lassen uns nicht verbieten, zu diskutieren"

  

Nachdem es bei einer Podiumsdiskussion in Frankfurt zum Thema „Verschleierung" zu Handgreiflichkeiten kam, ermittelt nun die Polizei. Und die Beteiligten geben sich gegenseitig die Schuld. Auch wenn die Kulturwissenschaftlerin Naïla Chikhi und der Stadtverordnete Uwe Paulsen (Die Grünen) inhaltlich weit auseinander liegen, so sind sie sich doch in einem Punkt einig.  Beide werben dafür, weiter fair und offen über die Symbolik des Kopftuchs, aber auch über Themen wie Rassismus zu diskutieren. Mitglieder der Gruppe „Studis gegen rechte Hetze" hatten eine Podiumsdiskussion lautstark unterbrochen, um mit Plakaten und Zwischenrufen auf Vorfälle rassistischer Gewalt hinzuweisen.


https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/polizei-ermittelt-nach-pruegelei-bei-kopftuch-debatte-16587737.html



FAZ: CSU nominiert erstmals muslimischen Bürgermeisterkandidaten

 

„Weil sie mir Kraft gibt": Ozan Iyibas, Alevit und Bürgermeisterkandidat der CSU, sagt über sich, er gehe gern in die katholische Kirche. Kann ein Muslim in Bayern Bürgermeister werden - noch dazu auf einem Ticket der CSU? Das entscheidet sich in acht Wochen in Neufahrn bei Freising. Auf Ozan Iyibas wartet ein schwieriger Wahlkampf. Sie haben es tatsächlich getan: Am Freitagabend nominierte der CSU-Ortsverband Neufahrn Ozan Iyibas (37) einstimmig zu seinem Kandidaten für den Bürgermeisterposten. Nachdem ein muslimischer Bewerber unlängst in Wallerstein an örtlichen Parteiwiderständen gescheitert war, hat es nun in der Münchner Vorortgemeinde geklappt. Daher die schon im Vorfeld beachtliche bundesweite Aufmerksamkeit. Tatsächlich haben beide Fälle eher wenig miteinander zu tun – und um Religion geht es auch nur am Rande.


https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/csu-nominiert-erstmals-muslimischen-buergermeisterkandidaten-16588262.html



SUEDDEUTSCHE: Spitzbuben mit Granatapfelgelee

Die Lichter, der Glitzer und die Herzenswärme gefallen Muslimen an Weihnachten. Manche backen sogar Plätzchen. Weihnachten ist in überwiegend christlichen Ländern als Fest so bestimmend, dass auch Menschen kaum daran vorbeikommen, die keine Christen sind. So feiern viele Muslime die nicht-religiöse Seite mit. Sie schmücken Wohnung und Balkone mit Lichterketten und Sternen, und in vielen Familien gibt es kleine Geschenke, und wenn es nur wegen der Kinder ist.


https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/islam-und-weihnachten-spitzbuben-mit-granatapfelgelee-1.4735346



SUEDDEUTSCHE: Filmgespräch über radikalen Islamismus

Eine Dokumentation über eine radikal-islamistische Familie in Syrien ist am Dienstag, 21. Januar, um 19.30 Uhr im Kino Breitwand Schloss Seefeld zu sehen. Die Herrschinger Agenda 21 zeigt den Film "Of Fathers and Sons - Die Kinder des Kalifats". Koranstudium statt Matheunterricht, Kampftraining statt Fußballtraining, militärische Disziplin statt jugendlicher Rebellion - das ist der Alltag für Ayman, zwölf, und Osama, 13. Die Brüder wachsen in Syrien auf und sollen islamische Gotteskrieger werden. So jedenfalls erzieht sie ihr Vater, dessen größter Traum die Errichtung eines Kalifats ist.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/herrsching-filmgespraech-ueber-radikalen-islamismus-1.4754115



SUEDDEUTSCHE: Falsches Beharren auf dem "C"


Im Lichte der Aufklärung hat die CSU in Wallerstein versagt und zugleich eine Chance vertan, sich von der AfD positiv abzuheben. Die CSU braucht sich nicht zu wundern, wenn Deutsche mit türkischen Wurzeln bei den kommenden Wahlen ihr Kreuz nicht zu Gunsten der Partei machen werden. Der Fall in Wallerstein zeigt, dass trotz einer beispielhaften Integration traurige Vorbehalte gegenüber Muslimen bestehen.


https://www.sueddeutsche.de/muenchen/moslem-als-kandidat-falsches-beharren-auf-dem-c-1.4758397



DW: Ditib bildet Imame nun auch in Deutschland aus

 

Der bundesweit größte Islam-Verband hat ein Ausbildungszentrum für Imame in der Eifel eröffnet. Bislang kam das Personal fast ausschließlich aus der Türkei - was für Kritik sorgte. Schafft der Schritt neues Vertrauen? Nach viel Kritik will die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) künftig einen Teil ihres Personals in Deutschland ausbilden, um die Zahl deutschsprachiger Imame, Prediger und Gemeindepädagogen zu erhöhen. Im Eifel-Ort Dahlem eröffnete die Spitze des Verbands offiziell ein neues Ausbildungszentrum. Damit fällt der Startschuss für ein Konzept, das die bundesweit größte Islam-Organisation bereits im vergangenen Sommer angekündigt hatte. Demnach sollen 70 Bachelor-Absolventen den Anfang machen und in gut zwei Jahren zu Religionsbeauftragten ausgebildet werden. Sie haben in Deutschland ihr Abitur gemacht und danach in der Türkei Islamische Theologie studiert.


https://www.dw.com/de/ditib-bildet-imame-nun-auch-in-deutschland-aus/a-51937620