DIE PRESSE: Kopftuchverbot: Experten sehen Handlungsbedarf

 

In Wien wurde über das von der ÖVP-FPÖ-Regierung geplante Kopftuchverbot an Volksschulen diskutiert. Die Verhüllung kleiner Mädchen mit einem Kopftuch muss tabu sein, zeigten sich die Diskutanten bei der Tagung "Verhüllungsverbot an österreichischen Volksschulen: Hintergründe, Risiken, Nutzen" an der Universität Wien am Samstagnachmittag einig. Uneinigkeit herrschte allerdings in der Frage, ob das von der ÖVP-FPÖ-Regierung geplante Kopftuchverbot an den Volksschulen dafür der geeignete Hebel ist.

Die Motive für den Zweifel waren allerdings unterschiedlich: Für Historiker Heiko Heinisch geht die Regierung nicht weit genug, er plädierte generell für die Schule als kopftuchfreien Raum. Er berichtete von "Kopftuch-Mobbing" religiöser Peergroups, die Druck auf Mädchen ausüben, wenn sie kein Kopftuch trügen oder etwa im Ramadan nicht fasteten.

https://diepresse.com/home/innenpolitik/5560108/Kopftuchverbot_Experten-sehen-Handlungsbedarf?from=suche.intern.portal


DER STANDARD: Islamwissenschafter: "Die Aufklärung ist nicht die Lösung aller Probleme"


Ahmad Milad Karimi über die Krise des Islam, Aufklärung als Ideologie und das Kopftuch als Ausdruck religiöser Empfindsamkeit Die Vortragsreihe "Fachdidaktik kontrovers" – organisiert von Philosoph Konrad Paul Liessmann in Kooperation mit dem STANDARD – stellte im Wintersemester 2018/19 die Frage "Wie viel Gott braucht die Schule? Über das Verhältnis von Religion und Bildung". Nach einer rechtsphilosophischen und einer katholischen Antwort folgt am Mittwoch, 9. Jänner (17 Uhr, NIG, Hörsaal 3D, Universitätsstraße 7) eine islamische. Ahmad Milad Karimi, afghanisch-deutscher Islamwissenschafter von der Uni Münster, wird im Abschlussvortrag "Über den Ort des Religiösen. Eine islamische Perspektive" referieren.

https://derstandard.at/2000095506853/Islamwissenschafter-Die-Aufklaerung-ist-nicht-die-Loesung-aller-Probleme


DER STANDARD: Stadt Wien und Bund blockieren Bau iranischer Moschee in Floridsdorf


Die Moschee sollte in einem Gewerbegebiet auf einem Grundstück im Eigentum des Iran errichtet werden. Die geplante Übersiedlung eines schiitischen Moscheevereins von Wien-Mariahilf nach Floridsdorf stößt bei der Stadt Wien und dem Bund auf Widerstand, berichtet der "Kurier" vom Mittwoch. Das "Zentrum der Islamischen Kultur Imam Ali" sollte auf ein Gewerbegrundstück verlegt werden, das der Islamischen Republik Iran gehört. Allerdings ist dort die Nutzung für religiöse Zwecke verboten.


https://derstandard.at/2000095727095/Stadt-Wien-und-Bund-blockieren-iranischen-Moscheenbau-in-Floridsdorf



DER STANDARD: Muslimenchef beklagt Übergriffe: "Es ist schlimmer geworden"

Ümit Vural, neuer Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, über Attacken auf Muslime, den Stil der Regierung und darüber, warum auch die Führerscheinprüfung vor dem Höchstgericht landen könnte Seit einem Monat im Amt, will Ümit Vural als neuer Präsident die Islamische Glaubensgemeinschaft nach internen Richtungsstreitereien wieder einen – um damit dem verschärften Kurs der türkis-blauen Regierung gegen Muslime rechtlich fundiert die Stirn bieten zu können. Heuer sollen etwa im Sinne des Bundes die neun Länder sukzessive Kopftuchverbote für Mädchen in den Kindergärten umsetzen. "Ich werde mir die Regelungen genau anschauen", kündigt der studierte Jurist im Interview an. Habe er den Eindruck, dass gegen die Verfassung verstoßen werde, will er "Rechtsmittel anwenden".

https://derstandard.at/2000095786269/Muslimen-Chef-beklagt-Uebergriffe-gegen-Glaeubige-Es-ist-schlimmer-geworden


DER STANDARD: Aslan: "Politische Islamverbände profitieren von Kopftuchdebatte"

 

Der islamische Religionspädagoge Ednan Aslan fordert ein umfassendes Integrationskonzept, aber auch eine innerislamische Debatte ohne Opferrolle. Ein halbes Jahr im europäischen Rampenlicht, ein halbes Jahr verschenkt, um sich breitenwirksam "für einen Islam europäischer Ebene einzusetzen": So resümiert Ednan Aslan, Professor für islamische Religionspädagogik an der Uni Wien, Österreichs EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2018. Er kritisiert im STANDARD-Gespräch, dass die ÖVP-FPÖ-Regierung, die das Thema Integration besonders forciert, diese politische Chance, die islamische Debatte voranzutreiben, ungenutzt verstreichen ließ: "Denn nur durch die Entwicklung und Etablierung eines Islam europäischer Prägung können wir den politischen Islam in unseren liberalen, demokratischen Gesellschaften einschränken. Das war leider kein Thema."


https://derstandard.at/2000095888944/Aslan-Die-politischen-Islamverbaende-profitieren-von-der-Kopftuchdebatte


DER STANDARD: Deutscher Datendieb mit islamfeindlichen und rechtsextremen Aussagen


Laut "Spiegel" soll der 20-Jährige den Behörden durch mindestens drei Fälle, darunter Datenmissbrauch, bekannt gewesen sein. In der Affäre um auf Twitter geleakte Informationen über deutsche Prominente und Politiker hat der "Spiegel" am Freitag neue Details veröffentlicht. Offenbar soll sich der Beschuldigte schon vor seiner aktuellen Verhaftung strafbar gemacht haben. Drei Ermittlungsverfahren sind aktuell gegen ihn bekannt, wobei ihm unter anderem das Ausspähen von Daten, aber auch Beweisfälschung vorgeworfen wird.


https://derstandard.at/2000095963642/Deutscher-Datendieb-mit-rechtsextremen-und-islamfeindlichen-Aussagen


WELT.DE: Islamkonferenz: Bürgermeister fühlt sich von Ditib getäuscht


Eine umstrittene Islamkonferenz in der Kölner Zentralmoschee der Ditib sorgt weiter für Ärger: Der Köln-Ehrenfelder Bezirksbürgermeister Josef Wirges (SPD) fühlt sich von der Islam-Organisation hintergangen. Er sei über den dreitägigen Kongress nicht informiert worden. «Ich fühle mich da schon etwas hinter die Fichte geführt», sagte Wirges am Dienstag im ARD-«Morgenmagazin».


https://www.welt.de/regionales/nrw/article186686444/Islamkonferenz-Buergermeister-fuehlt-sich-von-Ditib-getaeuscht.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: Geheime Ditib-Konferenz mit radikalen Muslimen

 

Eine Islamkonferenz in der Kölner Moschee verärgert den SPD-Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld. Wenn von 100 Teilnehmern zwei einer „konservativ-reaktionären Richtung" des Islams angehörten, seien das „schon zwei zu viel", so Josef Wirges. Fast 100 Personen sind auf dem Foto zu sehen. Die meisten tragen dunkle Anzüge. In der Mitte steht ein Mann mit langem hellem Gewand und Kopfbedeckung. Es ist Ali Erbas, Präsident der staatlichen Religionsbehörde Diyanet der Türkei. Das Bild dokumentiert ein internationales Treffen, das nun für Aufsehen sorgt.


https://www.welt.de/politik/deutschland/article186767692/Ditib-Kritik-an-geheimer-Konferenz-mit-radikalen-Muslimen.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: „In Deutschland praktizierter Islam muss deutsche Werte achten"

 

Eine Islamkonferenz in der Kölner Moschee verärgert den SPD-Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld. Wenn von 100 Teilnehmern zwei einer „konservativ-reaktionären Richtung" des Islams angehörten, seien das „schon zwei zu viel", so Josef Wirges.

An einer geheimgehaltenen Islamkonferenz der Ditib hatten offenbar auch radikale Muslime teilgenommen. Nun wird auch aus der Bundespolitik Kritik laut: Der Regierungsbeauftragte für Religionsfreiheit rügt in WELT das Agieren des Moscheeverbandes.


https://www.welt.de/politik/deutschland/article186878284/Geheime-Islamkonferenz-Bundesbeauftragter-Gruebel-ruegt-Ditib.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: „Aber ich feier ihn auch dafür"

 

Der Mann, der Daten Hunderter Politiker veröffentlichte, lebt in einer Kleinstadt in Hessen und tendiert zu rechtsextremen Ideologien. Andeutungen hielten Bekannte für „blödes Gelaber". Verharmlosen will niemand die Tat. Aber: Man erkennt die Leistung dahinter an. Am Donnerstag, mehrere Tage nach der Festnahme von Johannes S., betritt ein junger Mann die Hotelgaststätte „Frankfurter Hof" in Homberg.


https://www.welt.de/politik/deutschland/article186957876/Heimat-des-Datendiebs-Aber-ich-feier-ihn-auch-dafuer.html?wtrid=onsite.onsitesearch


SPIEGEL ONLINE: "Das würde ich mich wohl nicht trauen"

 

Der Komiker Jürgen von der Lippe scheut sich davor, Witze über den Islam zu machen. In einem Interview hat er nun erklärt warum. Entertainer Jürgen von der Lippe vermeidet es, über den Islam zu scherzen. "Da bin ich nicht genug eingelesen. Aber selbst, wenn ich das wäre, würde ich mich wohl nicht trauen", sagte der 70-Jährige der "Bild am Sonntag". Er fügte hinzu: "Da ist mir mein Leben wichtiger als ein guter Gag." Dennoch sagte er in dem Interview, dass ein Komiker politisch unkorrekte Witze machen müsse. "Political Correctness ist ja eine der großen Geißeln unserer Tage", sagte er.


http://www.spiegel.de/panorama/leute/juergen-von-der-lippe-macht-keine-witze-ueber-den-islam-nicht-genug-eingelesen-a-1246620.html



SUEDDEUTSCHE:  Heikle Moscheesteuer

 

Eine Übertragung der deutschen Kirchensteuer auf islamische Gemeinden sollte man sich gut überlegen. Es gibt gute Gründe dagegen. Zwischen den Jahren beschäftigte die Deutschen unter anderem die Frage einer "Moscheesteuer" nach dem Vorbild der Kirchensteuer. Anlass für die Debatte war ein Missverständnis. Seyran Ates, die liberale Imamin aus Berlin, hatte vorgeschlagen, dass sich deutsche Moscheegemeinden künftig durch Beiträge ihrer Mitglieder finanzieren, um den Einfluss ausländischer, reaktionärer Geldgeber zurückzudrängen. Den türkischen Staat etwa oder die arabischen Muslimbrüder. Ates dachte dabei aber nicht an eine Steuer, sondern an den "Zakat", eine Pflichtabgabe nach den Regeln des Islam. Trotzdem fand die Idee einer Kirchensteuer für Muslime viel Sympathien in fast allen Parteien. Grund genug, sich einmal gründlicher mit der politischen Ökonomie dieser Steuer zu beschäftigen.


https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pipers-welt-heikle-moscheesteuer-1.4273373



FAZ: Die Ditib und ihr Verständnis von Normalität

 

Die Ditib hat in Köln eine internationale Konferenz zur Zukunft der Muslime in Europa veranstaltet – unter Ausschluss der Öffentlichkeit und offenbar mit Teilnehmern aus dem radikalislamischen Spektrum. Nicht nur die Oberbürgermeisterin ist irritiert. Vor ein paar Tagen erst traf sich Josef Wirges, der Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld, mit Vorstandsmitgliedern der deutsch-türkischen Ditib, um die Scherben aufzufegen, die durch den Auftritt des türkischen Präsidenten im Herbst entstanden waren. Recep Tayyip Erdogan hatte Ende September die Ditib-Zentralmoschee in Ehrenfeld eröffnet; Vertreter der Kölner Stadtgesellschaft oder Bundes- und Landespolitiker waren dabei nicht anwesend.


https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/mangelnde-transparenz-und-umstrittene-teilnehmer-auf-ditib-konferenz-15977155.html


DW: Verdacht auf Radikalisierung: Türkische Gemeinde hilft Online

 

Die Türkische Gemeinde in Deutschland möchte Betroffenen beim Kampf gegen religiösen Extremismus helfen. Experten loben das Projekt, vor allem in Abgrenzung zum Verhalten einiger Islamverbände. Der Stolz auf das Vorhaben ist Nevin Uca regelrecht anzuhören. Uca ist die Projektleiterin von "emel", einem Online-Beratungsangebot der Türkischen Gemeinde Deutschlands (TGD). Die TGD versteht sich seit ihrer Gründung 1995 als bundesweite Interessenvertretung türkeistämmiger Menschen in Deutschland. Das Projekt, das am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde, sagt religiös begründetem Extremismus den Kampf an. Im Gespräch mit der Deutschen Welle skizziert Uca die zugrunde liegende Idee. "Wir möchten Eltern oder anderen Familienangehörigen, aber auch Lehrern und Pädagogen, die sich von religiösem Extremismus in ihrer Umgebung betroffen fühlen, eine Beratung anbieten." Zwar gebe es schon persönliche oder telefonische Beratungsstellen, eine Online-Beratung, so Uca, sei allerdings europaweit bisher "einmalig".


https://www.dw.com/de/verdacht-auf-radikalisierung-t%C3%BCrkische-gemeinde-hilft-online/a-47013046


THE GUARDIAN: Pro-Brexit activist said all Muslims should be removed from UK

 

The most prominent of the protesters who have harassed MPs and journalists outside the Houses of Parliament in recent weeks argued last year that all Muslims should be removed from the UK, saying he wanted to "ban Islam from the west", it has emerged. In another indication of the far-right views held by several of the self-styled yellow vest activists stationed outside parliament, ostensibly to call for Brexit, a video exists of James Goddard arguing that Islam should be removed from the UK.


https://www.theguardian.com/politics/2019/jan/09/top-pro-brexit-yellow-vest-activist-said-all-muslims-should-be-removed-from-uk