DIE PRESSE: Der Koran verschwindet aus dem Kindergarten

 

Islamforscher Ednan Aslan sorgte vor drei Jahren mit seinen Befunden über Islam-Kindergärten für Aufregung. Seither sei Religion in Kindergärten, wie eine Studie zeigt, zurückgedrängt worden. Doch auch die liefert kein vollständiges Bild. Die Islam-Kindergärten stehen unter Beobachtung. Vor drei Jahren, als Islamforscher Ednan Aslan in seiner Studie vor Koranunterricht, salafistischen Tendenzen und Parallelgesellschaften in Kindergärten warnte, rückten sie in den Fokus. Seither wurde viel darüber – aber auch über die Zuverlässigkeit der Aslan-Studie – diskutiert. Es sollte eine genauere wissenschaftliche Untersuchung erfolgen. Schlussendlich wurden zwei draus. Eine Studie, die Aslan selbst erstellte, und eine, die von einem siebenköpfigen Forscherteam verfasst wurde. Genau die ist nun auch als Buch mit dem Titel „Pluralität in Wiener Kindergärten“ erschienen.

https://diepresse.com/home/bildung/erziehung/5518222/Der-Koran-verschwindet-aus-dem-Kindergarten?from=suche.intern.portal


DER STANDARD: Islamforscher Ramadan gibt sexuelle Beziehungen zu Klägerinnen zu

 

Angeblich "einvernehmlicher" Sex mit zwei Frauen, die ihm Vergewaltigung vorwerfen – Schweizer sitzt in Paris ein. Der Schweizer Islamforscher Tariq Ramadan hat erstmals sexuelle Beziehungen zu zwei Frauen zugegeben, die ihn der Vergewaltigung beschuldigen. Es habe sich aber um einvernehmlichen Sex gehandelt, sagte der 56-Jährige nach Angaben seines Anwalts am Montag bei einer richterlichen Anhörung in Paris.

https://derstandard.at/2000089886197/Islamforscher-Ramadan-gab-sexuelle-Beziehungen-mit-Klaegerinnen-zu


DER STANDARD: Erdoğan-Kritiker diskutieren in Wien


Dass eine autoritäre Regierung wie die türkische Lehren in Sachen Recht und Moral erteilt, ist ungewohnt – und bringt Kritiker aufs Tapet. Die türkische Regierung verteidigt in diesen Tagen große Werte. Menschenrechte, das Prinzip des Rechtsstaats, selbst grundsätzliche Formen des zivilen Umgangs macht die politische Führung in der Türkei im Fall des mutmaßlich ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi zum Thema. Dass eine autoritäre Regierung einer anderen Lehren in Sachen Recht und Moral erteilt, ist dabei eine ungewohnte Situation.

https://derstandard.at/2000089874584/Erdogan-Kritiker-diskutieren-auf-Wiener-Podium


WELT.DE:  Ditib-Moschee in Duisburg wird zehn Jahre alt

 

Die Ditib-Merkez-Moschee im Duisburger Stadtteil Marxloh, eine der größten in Deutschland, wird zehn Jahre alt. Am 26. Oktober 2008 eröffnete die Ditib-Gemeinde den Bau im osmanischen Stil, nach Kooperation auch mit der Stadt und christlichen Kirchen - und ohne Streit.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article182473876/Ditib-Moschee-in-Duisburg-wird-zehn-Jahre-alt.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WIENER ZEITUNG: "Das muss von den Muslimen kommen"

Islamforscherin Christine Schirrmacher über das Feindbild Islam und den Preis westlicher Freiheit. Die Islamwissenschaft erlebt eine mediale Blüte. Kaum eine gesellschaftliche Debatte, bei der die bis vor einigen Jahren kaum beachtete Forschungsrichtung nicht um Orientierung oder Einschätzung gebeten wird. Inwieweit ihre Disziplin dazu beitragen kann, die brennenden Fragen von Kopftuch über Islamkritik bis zum Abbauen von Feindbildern zu lösen oder zumindest zu entwirren, darüber sprach die "Wiener Zeitung" mit der deutschen Islamforscherin Christine Schirrmacher am Rande des Philosophicum Lech.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/top_news/997528_Das-muss-von-den-Muslimen-kommen.html


WIENER ZEITUNG: Kein Kopftuch im Kindergarten


Die Regierung beschließt das Kopftuchverbot in Kindergärten und denkt über ein Verbot an Volksschulen nach. Juristisch ist das heikel. 180 Millionen für den Ausbau der Kinderbetreuung, Vermittlung der Grundwerte in Österreich und ein Kopftuchverbot in Kindergärten - die Bundesregierung hat am Mittwoch die neue 15a-Vereinbarung zum Ausbau der Kinderbetreuung im Ministerrat beschlossen. Die Vereinbarung, die im Sommer ausgelaufen war, wird kommende Woche dem Nationalrat vorgebracht und bis Ende des Jahres dem Bundesrat vorgelegt. Dann muss sich noch die neun Landtage passieren. In Kraft treten soll sie dann rückwirkend ab dem 1. September.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/998066_Kein-Kopftuch-im-Kindergarten.html


FAZ: Islamfeindliche Regierung verkauft Kirche an Muslime

 

Die Partei von Innenminister Salvini macht regelmäßig Stimmung gegen den Islam. Das hielt eine von ihr geführte Regierung nicht davon ab, ein überraschendes Geschäft mit Muslimen einzufädeln. Die fremdenfeindliche Lega ist in Italien für Anti-Islam-Rhetorik bekannt: Nun hat die Lega-regierte Region Lombardei eine ehemalige katholische Kirche an einen Muslimverband versteigert. Aus der Kapelle in Bergamo soll eine Moschee werden. Und das, obwohl die Partei von Innenminister Matteo Salvini seit Jahren gegen den Bau von Moscheen in Italien auf die Barrikaden geht. Die Regionalregierung habe ein „vernichtendes Eigentor“ geschossen, erklärte Bergamos Bürgermeister Giorgio Gori am Freitag auf Facebook.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/lombardei-islamfeindliche-regierung-verkauft-in-italien-kirche-an-muslime-15858293.html


FAZ: Gotha ist der Orient

 

In der thüringischen Residenzstadt pflegte man schon in der Fürstenzeit gelehrte Verbindungen in den Nahen Osten. Jetzt führt man vor, wie man Forscher von ganz weit her in die deutsche Provinz lockt. Nach den Ausschreitungen in Chemnitz und Köthen sind Vorurteile gegenüber ostdeutschen Städten weiter gewachsen. Über das, was funktioniert, wird kaum berichtet. „Gotha ist bunt“ – unter diesem Motto haben sich in der thüringischen Stadt engagierte Menschen zusammengeschlossen, um Flüchtlingen aus dem Nahen und Mittleren Osten in ihrer neuen Heimat rasch in die Spur zu helfen. Wandelt man zwischen Gothas herausgeputzten Fassaden und verfallenen Villen, stößt man nicht selten auf charmante Kontaktzonen.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/forschung-im-lokalen-verbund-gotha-ist-der-orient-15851480.html


SUEDDEUTSCHE:  Ditib-Moschee in Duisburg wird zehn Jahre alt

 

Die Ditib-Merkez-Moschee im Duisburger Stadtteil Marxloh, eine der größten in Deutschland, wird zehn Jahre alt. Am 26. Oktober 2008 eröffnete die Ditib-Gemeinde den Bau im osmanischen Stil, nach Kooperation auch mit der Stadt und christlichen Kirchen - und ohne Streit. Während die Islam-Dachorganisation Ditib in Köln wegen ihrer Nähe zur türkischen Regierung und Abschottungstendenzen kritisiert wird, ist die Arbeit der Ditib-Gemeinde in Duisburg-Marxloh im vergangenen Jahrzehnt glatt und geräuschlos verlaufen.

https://www.sueddeutsche.de/news/panorama/religion---duisburg-ditib-moschee-in-duisburg-wird-zehn-jahre-alt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-181022-99-470154


DW:  Kampf gegen Fundamentalismus: Die Streetworkerin

Saloua Mohammed stellt sich Salafisten entgegen, indem sie zuhört: Eltern, deren Kinder sich radikalisieren. Jugendlichen, die vom Salafismus schwärmen. Und jungen Frauen, die aus Syrien nach Deutschland zurückkehren. "Das wollen wir doch mal sehen, wer am Ende gewinnt. Die kriegen meine Jugendlichen nicht so einfach." Die, das sind radikale Salafisten. Ultrakonservative Muslime, die den Koran wörtlich auslegen, ihren Glauben leben wie zu Zeiten ihres Propheten und auf der Suche nach neuen Anhängern sind. Und genau das – die Rekrutierung von Jugendlichen – will Saloua Mohammed verhindern. Die Sozialarbeiterin kämpft für jedes "ihrer" Kinder. Sie ist selbst überzeugte Muslima, trägt Kopftuch. Sie geht in die Moschee, aber manchmal auch in den Kölner Dom, um Ruhe zu finden.

https://www.dw.com/de/kampf-gegen-fundamentalismus-die-streetworkerin-salafismus/a-45794316


DW: Aus Deutschland zum "Islamischen Staat": Christians Weg

 

Christian war für Sabine Lappe ein Wunschkind. Doch aus dem geliebten Sohn wurde ein Terrorist, der für den IS in Syrien starb. Seine Mutter hat sich entschlossen, der Deutschen Welle ihre Geschichte zu erzählen. Eines Samstag morgens, im Jahr 2015, klingelte um Viertel vor sechs bei Sabine Lappe in Dortmund das Telefon. Sie war empört, erinnert sie sich. Wer um alles in der Welt ruft um diese Zeit an? Christian war dran, ihr Sohn, damals 27 Jahre alt. "Mama, wir sind in der Türkei", sagte er nur. "Wir warten auf den Transport nach Syrien." Zusammen mit seiner Frau Yasmina hatte Christian sich in einer Nacht- und Nebelaktion abgesetzt, um sich der Terrormiliz "Islamischer Staat" anzuschließen. Sabine Lappe flehte ihn an, umzukehren. Aber ihre Worte stießen auf taube Ohren. "Nein, wir kommen nicht zurück. Wir gehen dahin, wo Allahs Wort das Höchste ist, antwortete er mir."

https://www.dw.com/de/aus-deutschland-zum-islamischen-staat-christians-weg/a-45656077


DW: Unsichtbar und gefährlich: die salafistische Szene in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen gibt es mehr Salafisten als in jedem anderen deutschen Bundesland. Öffentlich fällt die Szene in ihrer Hochburg kaum noch auf. Aber sie ist weiterhin sehr aktiv. Und sie verändert sich. "Sprich mir nach", ruft der deutsche Konvertit und Salafisten-Prediger Pierre Vogel ins Mikrofon. Und angefeuert von einer begeisterten Menge tut die junge Frau in der Fußgängerzone der hessischen Stadt Offenbach genau das: Sie wiederholt die Worte des islamischen Glaubensbekenntnisses. 2010 war das. Auf Youtube finden sich solche Szenen aus der Hochzeit der salafistischen Missionierung in Deutschland bis heute. Bis 2016 trat die Szene selbstbewusst und aggressiv in der Öffentlichkeit auf. Bärtige Männer in Pumphosen und wallenden weißen Gewändern wie Pierre Vogel verteilten vor allem im Westen Deutschlands auf Marktplätzen und in Fußgängerzonen kostenlos deutschsprachige Ausgaben des Koran - im Rahmen der umstrittenen "LIES!"-Aktion. Öffentlich predigten sie in Innenstädten ihre radikale Auslegung des Islam.

https://www.dw.com/de/unsichtbar-und-gef%C3%A4hrlich-die-salafistische-szene-in-nordrhein-westfalen/a-45768485


DW: Die Ausstellung "Verhüllt, enthüllt!" in Wien widmet sich dem Mythos Kopftuch

 

Am Kopftuch entzünden sich immer wieder hitzige Debatten über die vermeintliche Unterdrückung der Frau. Dabei hat das Kleidungsstück eine jahrtausendealte Tradition, wie eine Ausstellung im Wiener Weltmuseum zeigt. In weiten Teilen der westlichen Welt wird das Wort Kopftuch heute automatisch mit Religiosität assoziiert. Doch die Idee, den Kopf mit Stoff zu bedecken, geht weit über religiöse, kulturelle und geografische Grenzen hinaus. Die Ausstellung "Verhüllt, enthüllt!" im Weltmuseum Wien zeigt die Vielfalt des Kopftuchs.


https://www.dw.com/de/die-ausstellung-verh%C3%BCllt-enth%C3%BCllt-in-wien-widmet-sich-dem-mythos-kopftuch/a-45935026


THE GUARDIAN: Row over Muslim scholar's invitation to preach at Anglican service

 

An invitation to a distinguished Muslim scholar to preach at a eucharist service in an Oxford church on Sunday has triggered complaints from traditionalists. Monawar Hussain, who was awarded an MBE in the Queen’s birthday honours last year for services to interfaith relations and the community, will deliver a sermon at the University Church of St Mary the Virgin, following a request from Oxford University’s vice-chancellor, Louise Richardson.

https://www.theguardian.com/world/2018/oct/20/row-over-muslim-scholars-invitation-to-preach-at-anglican-service