DIE PRESSE: Salafisten bringen die Hölle zurück

 

Philosophicum Lech. Die meisten Christen können heute über alte Schilderungen ewiger Verdammnis lachen. Im Islam ist das anders. Bericht von einem infernalischen Symposium. Carcer, Exitium, Confutatio, Pernicies, all diese Wörter für die Hölle zählt der – nur dem syphilitischen Wahn entsprungene? – Teufel in Thomas Manns „Doktor Faustus“ auf. Doch am liebsten sei ihm, sagt er, die derbe, deutsche und schalkhafte Rede, etwa von „Hellen und ihrer Spelunck“. Bald unerträglich kalt und dann wieder unerträglich heiß sei es dort, ein brüllendes Rasen zwischen den Extremen, dem künstlerischen Rausch nicht unähnlich, den sich der faustische Komponist ersehnt. Die Hölle als Traumland der Künstler? Als „Heimstatt der Dichter“ schilderte Manfred Koch, Literaturwissenschaftler in Basel, sie beim Philosophicum Lech: Auch in Goethes „Faust“ komme „ohne den Teufel nichts wirklich Originelles zustande“, meinte Koch: Doch Goethe habe vor dieser „infernalischen Kreativität“ gewarnt, die aufkommende Industrialisierung das „veloziferische Zeitalter“ (von „velocitas“, Geschwindigkeit, und Luzifer) genannt. In diesem Sinn erscheine die moderne Hochleistungsgesellschaft „tatsächlich als eine Hölle auf Erden“.

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DIE PRESSE:  Schuldirektor klagt an: Österreichs Flagge mit Hakenkreuz beschmiert

 

Schule und Islam. Der Floridsdorfer Schulleiter Christian Klar pocht bei Konflikten mit Islam und Nationalismus auf strenge Regeln. Vom Stadtschulrat wünscht er sich Rückendeckung dafür. Schuldirektor Christian Klar bestätigt, was Lehrerin Susanne Wiesinger in ihrem Islambuch schreibt. Es gehe aber auch um ethnische Konflikte und Nationalismus. „Bei uns gibt es sehr klare Regeln, ich fordere das auch ein“, sagt Mittelschuldirektor Christian Klar zur Debatte über Islam, Integration und Schule. Von sehr vielen Eltern und Kindern seiner Schule in Wien-Floridsdorf, an der acht von zehn Schülern Migrationshintergrund haben und knapp die Hälfte muslimischen Glaubens ist, werde das positiv aufgenommen. Eine kleinere Gruppe habe damit Schwierigkeiten. Und das führe teilweise zu relativ krassen Anschuldigungen.

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DIE PRESSE: „Muslimische Männer lernen keine Selbstständigkeit“

 

Die deutsche Autorin Sineb El Masrar erforscht in ihrem Buch „Muslim Men“ die Lebensgeschichten junger Muslime. Sie sieht vor allem die Mütter gefordert, die die Söhne verhätscheln – und fordert, dass die Debatte enttabuisiert wird. „Im Grunde kann ein junger Mann nichts machen, was die Familie beschämt“, sagt Autorin Sineb El Masrar über junge muslimische Männer. Sie hätten alle Freiheiten – die jungen Frauen dagegen nicht.

 

Die Presse: In Ihrem neuen Buch zeigen Sie exemplarisch muslimische Männer – wie repräsentativ sind diese?

 

Sineb El Masrar: Das sind schon auch Superlative – etwa ein Student, der obdachlos auf der Straße lebte und dann erfolgreicher Unternehmensberater wurde. Vieles Erlebte, was sie erzählen, ist dennoch repräsentativ.

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DER STANDARD: Das Milieu ist für die Schule wichtiger als der Migrationshintergrund

Im Zusammenhang mit Schule und Bildungserfolg wird meist der Migrationshintergrund in den Vordergrund gestellt. Doch viel wichtiger sind die Eltern, deren Bildung, Beruf und familiäre Lebensrealität Österreich lädt 10.000 Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren aus der Türkei ein, um hier eine Ausbildung zu machen – und danach zu bleiben. Klingt unglaublich? Ja, vielleicht für heute, nicht aber in der Kaiserzeit. Damals, im 19. Jahrhundert, sollten zehntausend junge Türken geholt werden, um in der Fremde ein Handwerk zu erlernen und nach der Lehrzeit beim Meister zu bleiben – der Erste Weltkrieg beziehungsweise die Niederlage kam damals jedoch dazwischen.

https://derstandard.at/2000086379871/Das-Milieu-ist-fuer-die-Schule-wichtiger-als-der-Migrationshintergrund

 

DER STANDARD: Schule und Islam: Soforthilfetrupps für Lehrkräfte in Notlagen


Bürgermeister Ludwig und Stadtrat Czernohorszky präsentierten ein Maßnahmenpaket. Es gebe "klare Konsequenzen bei Fehlverhalten", aber keine finanziellen Sanktionen. Am Mittwoch traf der Wiener Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky die Lehrerin Susanne Wiesinger zu einem Gespräch. Wiesinger hat in ihrem Buch Kulturkampf im Klassenzimmer die Integrationsprobleme in Wiener Schulen sowie den Druck auf Lehrkräfte thematisiert und eine breite politische Debatte angestoßen. Am Donnerstag präsentierten Czernohorszky und Bürgermeister Michael Ludwig (beide SPÖ) ein Maßnahmenpaket, das Lehrkräften vor allem in Brennpunktschulen helfen soll.

https://derstandard.at/2000087745205/Schule-und-Islam-Wien-richtet-Hotline-und-Soforthilfetrupp-ein


WELT.DE:  Versuchter Totschlag mutmaßlich wegen Streit um Islam

 

Mutmaßlich wegen eines Streits um den Islam ist ein 20-jähriger Auszubildender in Kiel-Kronsburg mit einem Cuttermesser auf einen anderen Auszubildenden losgegangen. Der mutmaßliche Täter, ein Muslim, habe am Donnerstag im Betrieb in Richtung des 21 Jahre alten Kollegen gestochen, ihn aber verfehlt, teilten die Staatsanwaltschaft Kiel und die Polizeidirektion Kiel am Freitag mit.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article181613456/Versuchter-Totschlag-mutmasslich-wegen-Streit-um-Islam.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WELT.DE:  Runder Tisch: Islamverbände begrüßen Fortsetzung des Dialogs

 

Die islamischen Verbände in Rheinland-Pfalz begrüßen die Fortsetzung des Dialogs mit der Landesregierung. Der Runde Tisch Islam sei sich einig, dass man den Weg weitergehen müsse, Muslimen eine anerkannte und diskriminierungsfreie Religionsausübung zu ermöglichen, sagte der rheinland-pfälzische Integrationsbeauftragte Miguel Vicente (SPD) am Dienstag in Mainz.

https://www.welt.de/regionales/rheinland-pfalz-saarland/article181577658/Runder-Tisch-Islamverbaende-begruessen-Fortsetzung-des-Dialogs.html?wtrid=onsite.onsitesearch


ZEIT ONLINE: "Integration gelingt heute besser als je zuvor"

 

Das sagt der Migrationsforscher Aladin El-Mafaalani. Wie kommt er darauf, gerade in diesen unruhigen Zeiten? Ein Besuch beim Anti-Sarrazin. Die Botschaft dieses Mannes irritiert, besonders in Tagen wie diesen: In Deutschland ist die Integration eine Erfolgsgeschichte, "und gerade deshalb gibt es Streit." Ihr Verkünder heißt Aladin El-Mafaalani. Er ist 40 Jahre alt, Professor für Politikwissenschaft und seit April Abteilungsleiter im Integrationsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. El-Mafaalani hat sein Büro im siebten Stock, Raum 717; wären die Jalousien nicht heruntergelassen, könnte man einen Blick auf den Rhein werfen. Es gibt Espresso und Mineralwasser, ein Pressesprecher sitzt mit an dem kleinen Konferenztisch.

https://www.zeit.de/2018/39/aladin-el-mafaalani-gelungene-integration-paradox-thilo-sarrazin


SPIEGEL ONLINE: "Muslimische Männer müssen Schwächen zulassen"

 

Gefangen zwischen archaischen Stereotypen und moralischer Bigotterie? Die Publizistin Sineb El Masrar hat sich mit "dem muslimischen Mann" auseinandergesetzt. Aber gibt es den so pauschal überhaupt?

 

SPIEGEL ONLINE: Frau El Masrar, Sie haben ein Buch über muslimische Männer geschrieben. Wer soll das lesen?

 

El Masar: Alle, die sich immer fragen: Warum laufen diese Männer mit Messern durch die Gegend, warum unterdrücken die ihre Frauen? Also im Prinzip die deutsche Mehrheitsgesellschaft, die nicht muslimisch ist, und wegen der Flüchtlingsdebatte viele Fragen und einseitige Bilder im Kopf hat. Aber auch die muslimischen Männer. Ich habe das Buch für sie geschrieben, weil viele unglücklich sind.

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/sineb-el-masrar-muslimische-maenner-muessen-schwaechen-zulassen-a-1228476.html


FAZ: Ein Imam für den Knast

In der JVA Plötzensee ist das Freitagsgebet mit Imran Sagir (r.) für manche Gefangene das „Highlight der Woche“, sagt der Imam. In deutschen Gefängnissen sitzen immer mehr Islamisten. Gleichzeitig arbeiten dort immer mehr Seelsorger für Muslime. Kann ihre Betreuung eine weitere Radikalisierung der Insassen verhindern? Und wer darf dort predigen? Eigentlich handelt es sich um eine ganz normale Predigt, aber im Gefängnis haben Worte manchmal eine besondere Bedeutung. „Reue“, sagt Imran Sagir. „Wir bedauern, dass wir bestimmte Dinge getan haben.“ Ein Berg von einem Kerl, ein Konferenzraum, acht Männer in Badelatschen. Sagir bittet seine Zuhörer, sich selbst zu fragen: „Was habe ich falsch gemacht? Was läuft nicht so gut?“ Der Vierundvierzigjährige mit dem kahlen Schädel und dem melierten Kinnbart ist aufgestanden. Er spricht frei und schnell, seine Pranken haben das Heft mit der Koranexegese zu einer Rolle gedreht. Die acht Männer verharren so reglos wie die Topfpflanzen und der Spind vor der kargen weißen Wand.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/muslimische-gefaengnisseelsorger-ein-imam-fuer-den-knast-15789632.html


SUEDDEUTSCHE:  Muslimische Mode bald in Frankfurt zu sehen

Das überdimensionale Foto eines Models mit einem kunstvoll drapierten Kopftuch leuchtet von der eleganten Fassade des de-Young-Kunstmuseums in San Francisco. Daneben die Fakten: 1,8 Milliarden Muslime, 53 Designer, 1 globale Ausstellung. Mit der Schau "Contemporary Muslim Fashions" betritt das experimentierfreudige Museum Neuland. Für die erste große Ausstellung über zeitgenössische muslimische Mode haben die Kuratoren Leihgaben aus aller Welt zusammengetragen, darunter Haute-Couture-Stücke, aber auch gewöhnliche Straßenkleidung.

https://www.sueddeutsche.de/news/kultur/mode-muslimische-mode-bald-in-frankfurt-zu-sehen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180921-99-58855


SUEDDEUTSCHE: Ein Dossier wie ein Sündenregister

Der Verfassungsschutz prüft derzeit, ob der größte deutsche Moscheeverband Ditib aufgrund staatsfeindlicher Ziele überwacht werden soll. In einem Papier der Behörde ist von einigen verdächtigen Vorgängen innerhalb der Gemeinschaft die Rede.    Während im Bundesamt viele der Meinung sind, dass Ditib in Zukunft mindestens als Verdachtsfall behandelt wird, warnen die Länder vor einer solchen Einstufung. Die neue Moschee an der Venloer Straße in Köln ist ein wahrer Prachtbau, sie bietet Platz für 1200 Gläubige, eines ihrer Minarette ragt 55 Meter in die Höhe. Sie ist das zentrale Gebetshaus des größten deutschen Moschee-Verbandes, der Ditib. Das Kürzel steht für die "Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion", Hunderttausende in Deutschland lebende Türken und türkischstämmige Deutsche praktizieren in einer der rund 900 Ditib-Moscheen in Deutschland ihre Religion.

https://www.sueddeutsche.de/politik/moscheen-in-deutschland-v-leute-zum-gebet-1.4138189


SUEDDEUTSCHE: Verfassungsschutz nimmt Ditib ins Visier

 

Das Bundesamt für Verfassungsschutz prüft, ob der größte deutsche Moscheeverband Ditib staatsfeindliche Ziele verfolgt. Unter anderem soll er im Auftrag der türkischen Regierung Gegner in Deutschland bespitzeln. Bund und Länder sind sich über das Vorgehen nicht einig. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) prüft die Beobachtung der Zentrale des größten deutschen Moscheeverbandes Ditib. Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR hat das BfV ein als vertraulich eingestuftes Dossier mit Informationen über die Ditib an die Länder gesandt. Diese sollen nun bis Mitte Oktober Material und eine Stellungnahme übermitteln.

https://www.sueddeutsche.de/politik/moscheeverband-verfassungsschutz-nimmt-ditib-ins-visier-1.4138179


SUEDDEUTSCHE: Laschet: Kein Besuch mit Erdogan in Kölner Zentralmoschee

 

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird nicht zusammen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die neue Kölner Zentralmoschee besuchen. Das teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf mit. Jeder Staatsgast des Bundespräsidenten, der auch NRW besuchen wolle, werde aber vom Ministerpräsidenten "protokollarisch empfangen", hieß es weiter. Wie dieser Empfang aussehen wird, war zunächst unklar.

https://www.sueddeutsche.de/news/politik/regierung-laschet-kein-besuch-mit-erdogan-in-koelner-zentralmoschee-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180919-99-26776


DW: Muslimische Mode: Sittsamkeit mit Stil

 

Lange wurden sie von der Modebranche ignoriert: stilbewusste Musliminnen. Dass Tschador und Hidschab nicht altbacken und fromm aussehen müssen, zeigt eine Ausstellung im de Young Museum in San Francisco. Das de Young Museum zeigt zeitgenössische muslimische Stile und Kleidungsstücke. Zum Beispiel diesen Entwurf aus Seide und Swarovski-Kristallen des malaysischen Luxusdesigners Bernard Chandran. Die Schau will einen Modezweig untersuchen, über den immer wieder gesprochen wird, der aber selbst nur selten zu Wort kommt.


https://www.dw.com/de/muslimische-mode-sittsamkeit-mit-stil/a-45571509