DIE PRESSE: Strache will Kopftuch in Kindergärten und Volksschulen verbieten

 

Neben der deutschen Sprache sei das Kopftuchverbot eine Maßnahme um die Integration sicherzustellen, sagte der Vizekanzler. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache tritt auch als Vizekanzler für ein bundesweites Kopftuchverbot für Mädchen in Kindergärten und Volksschulen ein. Dies wäre eine Maßnahme, damit "die Mädchen in ihrer Entwicklung bis zum zehnten Lebensjahr geschützt sind und sich frei entwickeln und integrieren können", sagte Strache in der "Kronen Zeitung" (Sonntag-Ausgabe).

https://diepresse.com/home/innenpolitik/5398686/Strache-will-Kopftuch-in-Kindergaerten-und-Volksschulen-verbieten?from=suche.intern.portal


DIE PRESSE: Brennende Bethäuser gemalt: Terror-Angeklagter wohl noch nicht deradikalisiert

 

Im April muss sich ein ein 19-Jähriger in einem Terror-Prozess in Wien verantworten. Nun wurden Zeichnungen gefunden, die an der Wirksamkeit der Deradikalisierung im Gefängnis zweifeln lassen. Ab 4. April muss sich ein mittlerweile 19-Jähriger in einem Terror-Prozess vor Wiener Geschworenen verantworten, weil er laut Anklage einen zwölfjährigen Buben zu einem Selbstmordanschlag auf einen Weihnachtsmarkt im deutschen Ludwigshafen anstiften wollte. Der Angeklagte befindet sich seit 14 Monaten in U-Haft und wird dort einem Deradikalisierung-Programm unterzogen. Ob die so genannten Interventionsgespräche den jungen Mann von der gewalttätig ausgeprägten Form des Islam weggebracht haben, die er vor seiner Festnahme verinnerlicht haben dürfte, erscheint zumindest fraglich.

https://diepresse.com/home/panorama/wien/5396118/Brennende-Bethaeuser-gemalt_TerrorAngeklagter-wohl-noch-nicht?from=suche.intern.portal


DIE PRESSE: Gehört der Islam zu Österreich? „Wir alle wissen, dass es so ist“

 

Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) ärgert sich über die damalige Verkürzung des Wehrdienstes. Der Generalstab soll nun die geplanten Investitionen prüfen.

 

https://diepresse.com/home/innenpolitik/5396241/Interview_Gehoert-der-Islam-zu-Oesterreich-Wir-alle-wissen-dass-es?from=suche.intern.portal


DER STANDARD: Schäuble warnt vor Zunahme von Antisemitismus durch Migration

Bundestagspräsident widerspricht Seehofer in Debatte zur Rolle des Islam Berlin – Der deutsche Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat vor einer Zunahme des Antisemitismus durch die Migration gewarnt. Antisemitismus sei zwar "kein speziell muslimisches Problem", sagte Schäuble den Funke-Zeitungen vom Samstag. "Aber jetzt wird er auch durch Migration und durch den von radikalen Kräften in der islamischen Welt geschürten Hass auf Israel wieder stärker." Schäuble widersprach zugleich Innenminister Horst Seehofer (CSU), der gesagt hatte, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. 

https://derstandard.at/2000077137940/Schaeuble-warnt-vor-Zunahme-von-Antisemitismus-auch-durch-Migration


DER STANDARD: Ehemalige Pegida-Frontfrau soll ins Gefängnis

Weil Tatjana Festerling eine Geldstrafe wegen Verhetzung und Beleidigung nicht gezahlt hat, soll sie für 120 Tage in Haft. Der früheren Frontfrau der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung in Deutschland, Tatjana Festerling, drohen 120 Tage Gefängnis. Sie hatte eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro wegen Volksverhetzung und Beleidigung nicht gezahlt. Auf Facebook veröffentlichte Festerling ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Dresden sowie ein Video, in dem die 54-Jährige klarmacht, sie wolle und könne die Strafe nicht zahlen. Festerling bezeichnet sich als politisch Verfolgte und hat in dem Video noch um Spenden gebeten.

https://derstandard.at/2000077066884/Ehemalige-Pegida-Frontfrau-soll-ins-Gefaengnis

DER STANDARD: Richter in Terrorprozessen wollen anonym bleiben

Der Schutz von Richtern, Staatsanwälten und Geschworenen bei Terrorprozessen wird strenger. Demnächst gilt im gesamten Wiener Landesgericht ein Fotoverbot für Medien. Das Wiener Landesgericht für Strafsachen wird sich am Mittwoch nach Ostern wieder in einen Hochsicherheitskomplex verwandeln. Vor den Toren wird die polizeiliche Einsatzgruppe Wega postiert, drinnen wird es zusätzliche Schleusen mit Durchgangskontrollen geben. Die Medien müssen sich an ein Fotografier- und Filmverbot im gesamten Gerichtsgebäude halten. Grund: der Terrorprozess gegen den 19-jährigen Lorenz K., der vorerst bis 12. April angesetzt ist. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten – er ist Österreicher mit albanischen Wurzeln – mehrere Straftaten im Namen der Terrorregimes "Islamischer Staat" (IS) vor.

https://derstandard.at/2000076910805/Richter-in-Terrorprozessen-wollen-anonym-bleiben

DER STANDARD: Vor Wiener Terror-Prozess: Bursch malte in Haft brennende Bethäuser

Die fünftägige Verhandlung startet am 4. April. Der 19-Jährige wollte laut Anklage zu Selbstmordanschlag in Deutschland anstiften. Ab 4. April muss sich ein mittlerweile 19-Jähriger in einem Terror-Prozess vor Wiener Geschworenen verantworten, weil er laut Anklage einen zwölfjährigen Buben zu einem Selbstmordanschlag auf einen Weihnachtsmarkt im deutschen Ludwigshafen anstiften wollte. Der Angeklagte befindet sich seit 14 Monaten in U-Haft und wird dort einem Deradikalisierung-Programm unterzogen.

https://derstandard.at/2000076891151/Vor-Wiener-Terror-Prozess-Bursch-malte-in-Haft-brennende-Bethaeuser


DER STANDARD: Emel Zeynelabidin: "Das Kopftuch kann ein Stempel fürs Leben werden"

Sie trug 30 Jahre lang ein Kopftuch. Dann legte sie es ab: Emel Zeynelabidin über den Moment der "Enthüllung", ihr islamisch geprägtes Leben danach und eine kopftuchfreie Schule als Schutz vor Manipulation. Im Zusammenhang mit dem Einfluss des Islam kommt immer wieder auch der Ruf nach einer "kopftuchfreien" Schule. Zuletzt sorgte diese Forderung durch die neue Parteimanagerin der SPÖ Wien, Barbara Novak, für hitzige Diskussionen. Wie denkt darüber eine Muslimin, die selbst drei Jahrzehnte lang den Hidschab trug und ihn dann ablegte?

 

STANDARD: Sollte die Schule generell ein kopftuchfreier Ort sein?

 

Zeynelabidin: Es geht hier um die Schicksale von jungen Mädchen, die vor Manipulation bewahrt werden müssen. Seit Beginn der Kopftuchdebatte im Herbst 2003 frage ich mich, wo die Stimmen der Wissenschafter sind, wenn es um das Wohl der heranwachsenden Generation geht.

https://derstandard.at/2000076831716/Emel-Zeynelabidin-Das-Kopftuch-kann-ein-Stempel-fuers-Leben-werden

DER STANDARD: Islam in der Schule: "Nicht das Kind ist das Problem"

Die einen wollen aus religiösen Gründen nicht mitsingen, die anderen in der Schule beten oder bestimmen, wer ein "guter" oder "schlechter" Muslim ist: Szenen, die in vielen Schulen immer öfter Alltag sind. Wird der Einfluss des Islam in den Schulen größer und problematischer? Laut den Schilderungen einer Wiener Lehrerin und sozialdemokratischen Gewerkschafterin: ja. Die von der Rechercheplattform Addendum publizierten Aussagen von Susanne Wiesinger, die seit 25 Jahren in Wien-Favoriten unterrichtet, derzeit an einer Neuen Mittelschule (NMS), sorgen für Aufregung. Nicht zuletzt deshalb, weil die oberste FSG-Personalvertreterin in Favoriten danach ihren Rücktritt als Gewerkschafterin verkündet hat.

https://derstandard.at/2000076781774/Islam-in-der-Schule-Nicht-das-Kind-ist-das-Problem


WELT.DE: „Deutschland wird nicht mehr so sein, dass es keinen Islam gibt“

Bei der Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht, sind CDU/ CSU nicht einer Meinung. Der Streit hat der Union geschadet, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Die evangelische Theologin Margot Käßmann kritisiert Horst Seehofers Islam-Aussage. Es sei ein ernstes Problem, dass sich Muslime hierzulande ausgegrenzt fühlten. Und sie fordert: „Lasst uns mal im Ton abrüsten.“ Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat den Islam-Satz von Innenminister Horst Seehofer (CSU) scharf kritisiert. „Der Islam wird praktiziert in Deutschland. Und Deutschland wird nicht mehr so sein, dass es keinen Islam gibt“, sagte sie in einem Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article175043488/Margot-Kaessmann-kritisiert-Seehofers-Islam-Satz.html

WELT.DE:  Islam-Debatte wird auch im Südwesten kontrovers geführt

 

Nach den Äußerungen von Horst Seehofer (CSU) ist in Deutschland eine neue Diskussion über die Zugehörigkeit des Islams entbrannt. Auch unter Baden-Württembergs Politikern gehen die Meinungen auseinander. Gehört der Islam zu Deutschland oder nicht? Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) beantwortet diese Frage mit einem klaren Ja. «Da Millionen Muslime in Deutschland leben, gehört auch der Islam zu Deutschland», sagte er im Gespräch mit der «Stuttgarter Zeitung» (Donnerstag). Alles andere wäre ein unauflösbarer Widerspruch. Damit trat der Regierungschef der Aussage von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) entgegen. Er sagte unlängst, der Islam sei kein Teil von Deutschland.

https://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article175014565/Islam-Debatte-wird-auch-im-Suedwesten-kontrovers-gefuehrt.html

WELT.DE: Habeck erwartet von Seehofer Entschuldigung für Islam-Satz

 

Kaum im Amt schlägt der neue Innenminister Seehofer alte Pflöcke ein. Die Zielrichtung ist klar: Er will AfD-Wähler zurückgewinnen – und riskiert gleich zum GroKo-Anfang großen Streit. Kurz schien es, als sei die Diskussion über die Äußerung des Innenministers Horst Seehofer (CSU) zum Islam etwas abgeflacht. Sein Satz „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ hatte in der vergangenen Woche für eine aufgebrachte Debatte gesorgt. Nun erhält diese eine neue Wendung: Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck fordert eine Entschuldigung von Seehofer.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article174962397/Robert-Habeck-erwartet-von-Seehofer-Entschuldigung-fuer-Islam-Satz.html


WELT.DE:  Kretschmann: Islam gehört zu Deutschland

Für Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gehört der Islam zu Deutschland. «Da Millionen Muslime in Deutschland leben, gehört auch der Islam zu Deutschland», sagte er der «Stuttgarter Zeitung» (Donnerstag).

https://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article174982386/Kretschmann-Islam-gehoert-zu-Deutschland.html


WELT.DE: Union verliert nach Islam-Debatte deutlich

Bei der Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht, sind CDU/ CSU nicht einer Meinung. Der Streit hat der Union geschadet, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Zwischen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde es in den vergangenen Tagen ungemütlich. Seehofer beklagte, dass sich Merkel gegen seine These stellte, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Das habe ihn unerwartet getroffen, sagte er. Es sei vollkommen unnötig gewesen, ihm öffentlich zu widersprechen, ärgerte er sich - wiederum öffentlich.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article174894259/Forsa-Umfrage-Union-verliert-nach-Islam-Debatte-deutlich.html

ZEIT ONLINE: "Der Islam ist ein Teil unseres Landes"

Für Bundestagspräsident Schäuble gehört der islamische Glaube zu Deutschland. Zugleich warnte er vor zunehmendem Antisemitismus "durch Migration und radikale Kräfte". In die Debatte über die Integration muslimischer Migranten in Deutschland hat sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gestellt. "Wir können nicht den Gang der Geschichte aufhalten. Alle müssen sich damit auseinandersetzen, dass der Islam ein Teil unseres Landes geworden ist", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Damit geht Schäuble – wie schon zuvor Kanzlerin Merkel – auf Abstand zu CSU-Chef Horst Seehofer. Der Bundesinnenminister hatte gesagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, aber hinzugefügt, die hier lebenden Muslime gehörten "selbstverständlich" dazu.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-03/bundestagspraesident-wolfgang-schaeuble-islam-muslime-antisemitismus


ZEITONLINE: "Die Islam-Debatte geht an der Wirklichkeit vorbei"


Der Ex-CDU-Politiker von Beust findet: Die Union muss Querschläger wie Seehofer aushalten. Doch sollte man lieber über Integration reden statt Symboldebatten zu führen. Im Wahlkampf gelten Regeln, die man selbst als interessierter Wähler nicht immer versteht. Und ob Bundestag oder Landtag, irgendeine Wahl scheint immer bevorzustehen. In der Serie "Ein Anruf bei..." versucht ZEIT ONLINE, das Innenleben der Parteien auszuleuchten. Mit der Hilfe von Gesprächspartnern, die die Wahlkampfmaschine von innen kennen. Oder selbst Wahlkampf geführt haben.

 

ZEIT ONLINE: Herr von Beust, klären Sie uns auf: Gehört der Islam zu Deutschland?

 

Ole von Beust: Ich würde gerne mit Ja oder Nein antworten. Aber die Diskussion ist wirklichkeitsfremd. Der Islam ist eine Wirklichkeit in Deutschland.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-03/ole-von-beust-islam-deutschland-horst-seehofer

SPIEGEL ONLINE: Söders Islamproblem

 

Bayerns Ministerpräsident Söder stützt Horst Seehofers Befund, wonach der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Vor ein paar Jahren klang das bei Söder noch ganz anders. Wie passt das zusammen? Er war gerade zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt worden, da wurde Markus Söder schon wieder auf seinen Amtsvorgänger und Parteivorsitzenden Horst Seehofer angesprochen. Der CSU-Chef hatte an jenem Freitag vor zwei Wochen der "Bild"-Zeitung in seinem ersten Interview als Bundesinnenminister gesagt: "Der Islam gehört nicht zu Deutschland." Wie er denn zu dem Satz stehe, wurde Söder im ZDF gefragt. Seine Antwort: "Diese Aussage stimmt, ja."

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/islam-debatte-markus-soeder-widerspricht-sich-a-1200492.html

SPIEGEL ONLINE: Habeck ruft Seehofer zu Entschuldigung auf

 

Robert Habeck ist empört über Horst Seehofers Äußerung, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Der Grünen-Chef fordert den Innenminister deshalb auf, sich für die Aussage zu entschuldigen. "Der Islam gehört nicht zu Deutschland." Für diesen Satz wurde Bundesinnenminister Horst Seehofer auch innerhalb der Union heftig kritisiert, Kanzlerin Angela Merkel widersprach ihm deutlich. In ihrer Regierungserklärung in der vergangenen Woche sagte sie, mit den Muslimen sei auch deren Religion, der Islam, ein Teil Deutschlands.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/islam-debatte-robert-habeck-fordert-entschuldigung-von-horst-seehofer-a-1200364.html


ORF.AT: Islamisches Zentrum wird ausgebaut

 

Das Islamische Zentrum in Floridsdorf soll ausgebaut werden. In einem Zubau sollen unter anderem vier Gebetsräume und ein Ausstellungsraum untergebracht werden. Damit sollen Gläubige nicht mehr in einem Zelt beten müssen. „Der mangelnde Platz ist sicher einer der Hauptgründe für den Ausbau“, sagte Salim Mujkanovic, Pressesprecher des Islamischen Zentrums in der „Krone“. Seit einigen Jahren muss ein Teil der Gläubigen aus Platzmangel in einem Zelt im Innenhof beten. Das soll laut der Tageszeitung auch zu Unmut in der Nachbarschaft führen. Die Ausbaupläne, die dann für alle Gläubigen Platz schaffen sollen, würden allerdings auch keine große Freude auslösen.

http://wien.orf.at/news/stories/2903689/


SUEDDEUTSCHE: Was Studien über Muslime erzählen

 

Muslime sind Deutschland stark verbunden - und fühlen sich trotzdem häufig ausgeschlossen. Zahlen und Daten zu muslimischem Leben in der Bundesrepublik. Wie verbreitet der Islam in Deutschland tatsächlich ist, lässt sich nicht genau bestimmen. Der Staat erfasst nicht bei allen Menschen die Religionszugehörigkeit. Wissenschaftler gehen davon aus, dass etwa 4,5 Millionen Muslime hier leben. Damit ist jeder zwanzigste Mensch in Deutschland Muslim. Die Wahrnehmung der deutschen Durchschnittsbürger ist allerdings eine ganz andere: Vier Mal so hoch schätzen sie den Anteil der Muslime an der Bevölkerung im Umfragen ein.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/islam-in-deutschland-was-studien-ueber-muslime-erzaehlen-1.3925342


SUEDDEUTSCHE: Schäuble: Islam ist Teil Deutschlands geworden

In der Debatte über eine Integration der hunderttausenden muslimischen Migranten hierzulande betont Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, dass der Islam inzwischen ein Teil Deutschlands sei. "Wir können nicht den Gang der Geschichte aufhalten. Alle müssen sich damit auseinandersetzen, dass der Islam ein Teil unseres Landes geworden ist", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

http://www.sueddeutsche.de/politik/bundestagspraesident-schaeuble-islam-ist-teil-deutschlands-geworden-1.3927707


SUEDDEUTSCHE: Seehofer erntet Spott

 

In der Debatte, ob der Islam zu Deutschland gehört, beharrt die CSU auf ihrer Position und bleibt auf Konfrontationskurs zu Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dafür erntete sie am Sonntag Kritik aus verschiedenen politischen Lagern - auch von der Schwesterpartei CDU.

In der Islam-Debatte beharrt die CSU auf ihrer Position und bleibt auf Konfrontationskurs zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Dafür erntete sie am Sonntag Spott von den Grünen. "Horst Seehofer glaubt offenbar noch immer, dass Angela Merkel die Herrscherin des Unrechts ist", sagte der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck der Süddeutschen Zeitung. Seehofer habe anscheinend noch nicht verinnerlicht, dass er nicht in Opposition zur Bundesregierung stehe, sondern "jetzt Teil der Herrschaft" sei. Der Innenminister müsse möglicherweise noch "lernen, sich zu integrieren", so Habeck.

http://www.sueddeutsche.de/politik/islam-seehofer-csu-spott-1.3920645

SUEDDEUTSCHE: Protest gegen den Anti-Moschee-Protest

Die Demonstranten gegen einen Moscheebau in Regensburg treffen auf doppelt so viele Gegendemonstranten. Nach einem Aufruf der AfD demonstrieren 200 Leute gegen eine geplante Moschee in Regensburg - und doppelt so viele Gegendemonstranten. Ein Vorgeschmack darauf, welche Rolle die Islamdebatte im Wahlkampf spielen könnte. Deutschlandfahne, weiß-blaue Luftballons, Schilder mit rot durchgestrichenem Minarett - irgendwo unweit dieser Versammlung auf dem Regensburger Domplatz müsste nach AfD-Logik der Bauplatz für die Moschee zu finden sein. Die Stadt soll ein neues islamisches Gotteshaus bekommen, und als die Pläne Ende Januar ruchbar wurden, stellte die Partei ein Plakat online: der Dom, quasi daneben und ein Stück größer das Minarett der Moschee. Die Rathaus-SPD wurde mit Tausenden Hass-Mails bombardiert.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/moscheebau-in-regensburg-im-kosmos-der-angst-1.3920045


FAZ: Schäuble gegen Dobrindt und Seehofer

 

Streiten über Rolle des Islam in Deutschland: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CSU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Die Kluft scheint kaum überbrückbar: Der Islam gehöre nicht zu Deutschland, da werde man sich nicht bewegen, sagt die CSU. Gegenwind bekommt sie nicht nur aus der CDU, sondern auch von der Kirche. Der Unionsstreit über die Rolle des Islams und den Umgang mit Muslimen in Deutschland hat zu Ostern an Schärfe gewonnen. „Wir können nicht den Gang der Geschichte aufhalten. Alle müssen sich damit auseinandersetzen, dass der Islam ein Teil unseres Landes geworden ist“, sagte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). Der Berliner CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt betonte dagegen am Samstag: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland.“ Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, warf CSU-Chef Horst Seehofer indirekt vor, Antiislamismus zu fördern.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/unionsstreit-ueber-islam-schaeuble-gegen-dobrindt-und-seehofer-15520837.html

FAZ: Nicht nur eine Frage der Religion

Seit dem großen Flüchtlingszustrom lassen sich viele Muslime in Österreich taufen. Doch der Weg zum Christentum ist beschwerlich und nicht ohne Risiko. Warum eigentlich sollte sich der Heilige Geist nicht einer App bedienen? Thomas jedenfalls ist davon überzeugt, dass Gott sich sehr aktiv unter Nutzung der Technik in sein Leben eingemischt hat. Thomas heißt eigentlich nicht Thomas, er trägt den Namen, der ihm vor 22 Jahren in Iran von seinen Eltern gegeben wurde. Auf dem Papier ist er bislang noch Muslim. In der Osternacht möchte er sich in einer Kirche in Wien taufen lassen. Er wird auch dann nicht Thomas heißen. Aber aus Gründen, auf die noch einzugehen sein wird, nennen wir ihn hier so. Thomas ist vor einigen Jahren, da war er noch ein Jugendlicher, mit seinen Eltern in Österreich eingereist. Das war noch vor dem großen Flüchtlingstreck.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/konvertierungen-in-oesterreich-wenn-muslime-zu-christen-werden-15517613.html


DW: Schäuble: "Islam ist Teil unseres Landes"

 

In die Diskussion über den Islam hat sich nun auch der Bundestagspräsident eingeschaltet. Der Islam sei inzwischen ein Teil Deutschlands, sagte Wolfgang Schäuble. Zugleich warnt er vor wachsendem Antisemitismus. Man könne den Gang der Geschichte nicht aufhalten, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe und geht damit wie zuvor schon Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf Distanz zu CSU-Chef Horst Seehofer. Damit, dass der Islam inzwischen ein Teil Deutschlands sei, müssten sich alle auseinandersetzen, betonte Schäuble. Der neue Bundesinnen- und Heimatminister Seehofer hatte gesagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, aber hinzugefügt, die hier lebenden Muslime gehörten "selbstverständlich" dazu.

http://www.dw.com/de/sch%C3%A4uble-islam-ist-teil-unseres-landes/a-43203410


DW: Sorge über Antisemitismus an Schulen

 

Mehrere Politiker appellieren an Eltern, Schulen und auch an die muslimische Gemeinschaft religiösem Mobbing entgegenzuwirken. Antisemitismus ist vor allem an sogenannten Brennpunkt-Schulen ein wachsendes Problem. Es sei "beschämend und unerträglich", sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) über die antisemitische Äußerungen von muslimischen Schülern an einer Berliner Grundschule. "Jeder Form von Antisemitismus müssen wir uns entschieden entgegenstellen", so der Minister. Er ist derzeit auf Antrittsbesuch in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten. Auch die Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz (CDU) hat Antisemitismus und religiöses Mobbing an Schulen scharf kritisiert. Der "Bild"-Zeitung sagte sie: "Die Regeln unseres Zusammenlebens klar zu vermitteln, kann nie früh genug anfangen - schon in den Kitas und Grundschulen."

http://www.dw.com/de/sorge-%C3%BCber-antisemitismus-an-schulen/a-43131504


THE GUARDIAN: Hijab ban attempt is 'racism dressed up as liberalism', teachers' conference told

 

Union votes to challenge Ofsted chief’s linking of hijab to sexualisation of young girls. Efforts to bar girls from wearing the hijab at primary schools were “naked racism dressed up as liberalism”, a teachers’ union conference heard as it unanimously backed a motion attacking official support for the ban. The National Education Union’s annual conference in Brighton voted to challenge statements by Amanda Spielman, the head of Ofsted and the chief inspector of schools in England, over the issue of girls as young as five wearing the hijab in state schools.

https://www.theguardian.com/education/2018/apr/01/attempt-to-ban-hijab-racism-dressed-up-as-liberalism-teachers-conference-told


THE GUARDIAN: Teaching union criticises Ofsted chief over hijab ban for young girls

 

Amanda Spielman’s comments on young Muslim girls wearing headscarf could increase race attacks, says NE. Amanda Spielman says headteachers should have the right to set uniform rules. The country’s largest teaching union has criticised the head of Ofsted, accusing her of pressuring schools into banning the hijab worn by young girls, amid a claim that the watchdog’s position could lead to “increased physical and verbal attacks” on Muslim girls. The motion to be debated at the National Education Union (NEU) meeting in Brighton over the Easter weekend takes aim at recent remarks by Amanda Spielman and her concerns over Muslim girls as young as five wearing the headscarf. Kevin Courtney, the joint general secretary of the NEU, criticised Spielman’s recommendation that headteachers adopt a “muscular liberalism” to override the wishes of their local communities.

https://www.theguardian.com/education/2018/mar/30/teaching-union-criticises-ofsted-chief-amanda-spielman-over-hijab-ban-for-young-girls


THE GUARDIAN: Austrian full-face veil ban condemned as a failure by police

 

‘Integration’ measure has resulted mainly in warnings for wearing smog masks or animal costumes. An Austrian ban on full-face coverings introduced as part of an “integration” policy aimed at limiting the visibility of orthodox Islam in public life has been criticised by police after it emerged that the law has mainly resulted in the issuing of warnings against people wearing smog masks, skiing gear and animal costumes.

Figures published by the weekly news magazine Profil on Monday show that 29 charges citing the “anti-face-veiling act” have been filed with police since the law came into force last October.

https://www.theguardian.com/world/2018/mar/27/austrian-full-face-veil-ban-condemned-failure-police-integration-smog-marks-animal-costumes