islaMedia



islaMedia - Medienberichterstattung über Islam und Muslime in Europa

http://www.ezire.fau.de/


Juli 2021


DIE PRESSE: Ümit Vural: „Islamgesetz wird keinen Anschlag verhindern"

IGGÖ-Präsident Ümit Vural sieht in der Novelle des Islamgesetzes eine Ungleichbehandlung von Muslimen. Sollte es in der geplanten Form dennoch kommen, überlegt er den Gang vor den VfGH.


WELT.DE:
Islamist, krank oder beides?: Unklare Motivlage in Würzburg

In einem Kaufhaus, einer Bank, auf der Straße: Mitten in Würzburg sticht ein Mann ihm unbekannte Menschen nieder. War es ein islamistischer Anschlag? Oder ist die Persönlichkeit des Mannes gestört? Oder beides? Bei der Suche nach den Hintergründen für die tödliche Messerattacke von Würzburg haben es die Ermittler mit einer komplizierten Motivlage zu tun. Unklar war auch am Sonntag, zwei Tage nach dem Angriff, inwiefern die Psyche des 24 Jahre alten Somaliers eine Rolle gespielt hat - und ob auch islamistische Einstellungen zur Tat beigetragen haben könnten. «Es schließt sich auch nicht unbedingt gegenseitig aus», sagte Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) am Samstag, knapp 24 Stunden nach der Gewalttat mit drei Toten und sieben Verletzten.

https://www.welt.de/regionales/bayern/article232123027/Islamist-krank-oder-beides-Unklare-Motivlage-in-Wuerzburg.html?icid=search.product.onsitesearch

WELT.DE: LKA hält islamistisches Motiv für naheliegend

Ist der Messerstecher von Würzburg ein Extremist? Die Ermittler sehen Hinweise für ein islamistisches Motiv. Fraglich ist, inwieweit der Mann organisiert war. Und welche Rolle seine psychische Verfassung spielte. Im Falle des Messerstechers von Würzburg halten es die Ermittler für naheliegend, dass der Mann islamistisch motiviert war. Fraglich sei bisher allerdings, ob der Somalier in eine Terrororganisation eingebunden gewesen sei, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) am Dienstag in München. In der Unterkunft des 24-Jährigen in Würzburg seien bisher keine derartigen Hinweise gefunden worden - gleichwohl sprächen Zeugenaussagen für einen islamistischen Hintergrund.

https://www.welt.de/regionales/bayern/article232165489/LKA-haelt-islamistisches-Motiv-fuer-naheliegend.html?icid=search.product.onsitesearch


WELT.DE:
„Er war nicht mal Moscheegänger und hat sich nicht um Religion geschert"

Vor 30 Jahren floh Asli Ahmed-Murmann von Somalia nach Deutschland. Das Attentat von Würzburg habe auch die somalische Community erschüttert: Als Islamist sei der Täter nie aufgefallen. Für die Krankenschwester steht fest: Die Bundesrepublik ist nicht fremdenfeindlich. Asli Ahmed-Murmann ist 1991 als 13-Jährige aus Somalia geflohen, lebt jetzt in Wiesbaden und hat die deutsche Staatsangehörigkeit. Die 43-jährige Krankenschwester ist Vorsitzende des Vereins für Entwicklung und humanitäre Hilfe Somalias und Gründerin der deutsch-somalischen Hilfsorganisation GSP German Somali Professionals.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article232224007/Wuerzburg-Attentaeter-Er-hat-sich-nicht-um-Religion-geschert.html?icid=search.product.onsitesearch

WELT.DE: „Seit vier Jahren über den Burkini debattiert, aber nichts passiert"

Marine Le Pen, Chefin des rechten Rassemblement National, will Frankreichs neue Präsidentin werden. Einer, der sie gut kennt, erklärt, warum ihre Chancen besser denn je sind – und verweist auf den angeblichen politischen Konsens darüber, was Frankreich in Gefahr bringt. 

WELT: Der FN war eine Partei der Rassisten. Wie sieht es heute aus?

Louis Aliot: Auch das ist falsch. Wir sind nur als Rassisten bezeichnet worden, weil uns die Frage der Einwanderung und auch die des Islam von Anfang an beschäftigt hat. Heute geben uns von links bis rechts, von Michel Onfray über Alain Finkielkraut bis hin zu Eric Zemmour alle recht.

https://www.welt.de/politik/ausland/plus232286195/Frankreich-Seit-vier-Jahren-ueber-den-Burkini-debattiert-aber-nichts-passiert.html?icid=search.product.onsitesearch 

 
SUEDDEUTSCHE:
Islamismus in der Pandemie

Islamisten in Deutschland haben seit Beginn der Pandemie großen Zulauf. Islamwissenschaftler Hakan Çelik über das Attentat in Würzburg, Corona als Strafe Gottes - und warum Ideologien wie Lego funktionieren.

https://www.sueddeutsche.de/politik/islamismus-pandemie-streetworker-1.5340243

 


Juni 2021


DIE PRESSE: Muslimische Jugend fordert dauerhafte Löschung der Islam-Landkarte

Die Website schade dem Zusammenleben aller Menschen in Österreich, heißt es in einem offenen Brief. Unterstützung finden die Initiatoren auch von prominenter Seite. Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) fordert nun auch in einem offenen Brief die dauerhafte Löschung der sogenannten Islam-Landkarte. Prominente Unterstützung erhält sie dabei von Künstlern, Wissenschaftern, Abgeordneten der SPÖ und der Neos sowie anderen Organisationen. Der Brief erging Montagvormittag an die für die Karte verantwortliche Dokumentationsstelle Politischer Islam, an das Integrationsministerium und an die Uni Wien.

https://www.diepresse.com/5993490/muslimische-jugend-fordert-dauerhafte-loschung-der-islam-landkarte?from=rss

DIE PRESSE: Islamlandkarte wieder online, "Warnschild" auch bei Grazer Moschee

Täter montierten beim Islamischen Kulturzentrum ein gelbes Plakat mit der Aufschrift "Achtung! Politischer Islam in deiner Nähe". Indes funktioniert die zuletzt eingeschränmkt verfügbare Seite wieder. Nach mehreren aufgetauchten Schildern in Wien ist nun auch in Graz ein "Warnschild" auf ein Nebengebäude einer Moschee aufgehängt worden. Die Polizei hat das gelbe Plakat mit der Aufschrift "Achtung! Politischer Islam in deiner Nähe" Montagnachmittag wieder demontiert, hieß es am Dienstag. Gegen die Täter, den Bildern einer Überwachungskamera zufolge offenbar ein Mann und eine Frau, wird nun wegen des Verdachts der Verhetzung ermittelt.

https://www.diepresse.com/5994038/islamlandkarte-wieder-online-warnschild-auch-bei-grazer-moschee?from=rss


DIE PRESSE:
"Warnschild" vor Islam in Graz: Verdächtige ausgeforscht

Eine 37-Jährige und ein 26-Jähriger haben gestanden, das gelbe Plakat montiert zu haben. Sie wollen einem Social-Media-Aufruf gefolgt sein. Nachdem am Montag zwei Personen eine Art "Warnschild" auf einem Nebengebäude einer Grazer Moschee angebracht hatten, sind nun zwei Verdächtige ausgeforscht worden. Wie die Landespolizeidirektion Steiermark am Donnerstag mitteilte, handelt es sich um eine 37-Jährige aus Graz-Umgebung und einen 26-Jährigen aus dem Bezirk Weiz. Sie gestanden, das gelbe Plakat montiert zu haben. Die Frau meinte, einem Aufruf in einer Social-Media-Gruppe gefolgt zu sein.

https://www.diepresse.com/5995437/warnschild-vor-islam-in-graz-verdachtige-ausgeforscht?from=rss


DIE PRESSE:
„Hoffe, dass auch Muslime politisch aktiv sind"

Österreich sei in vielerlei Hinsicht ein gutes Beispiel, sagt Daniel Höltgen. Doch die Islam-Landkarte sieht er kritisch. Als Beauftragter für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit des Europarats kritisiert Daniel Höltgen die Islam-Landkarte als kontraproduktiv. Auch mit dem Begriff des „politischen Islam" hat er Schwierigkeiten.

https://www.diepresse.com/5997304/hoffe-dass-auch-muslime-politisch-aktiv-sind?from=rss


DIE PRESSE:
ÖH kritisiert "Rassismus der Uni Wien und der Regierung"

Die Kritik an der Ende Mai präsentierten „Islam-Landkarte" der Dokumentationsstelle „Politischer Islam" reißt nicht ab. Eine Landkarte, auf der 623 muslimische Einrichtungen in Österreich verzeichnet sind, wurde Ende Mai von Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) und der Dokumentationsstelle Politischer Islam präsentiert. Es handelt sich dabei um ein Forschungsprojekt der Universität Wien, das eine breite Welle an Kritik auslöste.

https://www.diepresse.com/5999203/oh-kritisiert-rassismus-der-uni-wien-und-der-regierung?from=rss


DER STANDARD: Muslimische Jugend fordert dauerhafte Löschung von Islamlandkarte

Ein offener Brief der Jugendorganisation hat prominente Unterstützer wie etwa den ehemaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer. Die Muslimische Jugend sieht durch die Landkarte mehr als 623 muslimische Einrichtungen unter Generalverdacht gestellt. Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) fordert nun auch in einem offenen Brief die dauerhafte Löschung der sogenannten Islamlandkarte. Prominente Unterstützung erhält sie dabei von Künstlern, Wissenschaftern, Abgeordneten der SPÖ und der Neos sowie anderen Organisationen. Der Brief erging Montagvormittag an die für die Karte verantwortliche Dokumentationsstelle Politischer Islam, an das Integrationsministerium und an die Uni Wien.

https://www.derstandard.at/story/2000127382882/muslimische-jugend-fordert-dauerhafte-loeschung-von-islamlandkarte


DER STANDARD: Islamlandkarte wieder online, "Warnschild" auch bei Grazer Moschee

Gegen die Täter, die beim Islamischen Kulturzentrum in Graz ein solches Schild montiert haben, wir wegen des Verdachts auf Verhetzung ermittelt. Die heftig umstrittene Islamlandkarte ist wieder online. Zuvor waren einige Funktionen der Karte aus technischen Gründen zwischenzeitlich nicht verfügbar gewesen. Die unter Federführung des Wiener Professors für islamische Religionspädagogik, Ednan Aslan, erstellte Landkarte existiert seit 2012. Für massive Kritik unter islamischen Verbänden hat ihre neuerliche Präsentation durch Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) und deren "Dokumentationsstelle politischer Islam" gesorgt.

https://www.derstandard.at/story/2000127424134/islamlandkarte-warnschild-nun-auch-bei-grazer-moschee


DER STANDARD: Ermittlungen, Landkarten, EU-Abstimmungen: Der türkise Kampf gegen den "politischen Islam"

Schon unter Türkis-Blau wurden im Verfassungsschutz viele Ressourcen auf die Muslimbrüder verwendet. BVT-Beamte vermuten laut der "Presse", dass der Fokus politisch motiviert war, und erstatteten Anzeige. Anfang November 2020 tauchten sowohl in Österreich als auch in Ägypten Polizisten bei Gegnern der Regierung von Abdelfattah al-Sisi auf. Die könnten allerdings unterschiedlicher kaum sein: Hierzulande nahmen die Staatsanwaltschaft Graz und der Verfassungsschutz angebliche Muslimbrüder ins Visier; in Ägypten setzte es eine Aktion scharf gegen die Menschenrechtsorganisation EIPR (Egyptian Initiative for Personal Rights).

https://www.derstandard.at/story/2000127439838/ermittlungen-landkarten-eu-abstimmungen-der-tuerkise-kampf-gegen-den-politischen


DER STANDARD: Islamlandkarte: Plumpe Hetze oder hohe Wissenschaft?

Die Landkarte ist wieder online und wird es trotz Kritik bleiben, sagt der islamische Religionspädagoge Ednan Aslan. Damit werden Muslime in Österreich gefährdet, kontert Adis Šerifović von der Muslimischen Jugend. Ein Streitgespräch. Die Islamlandkarte hat nicht nur in Österreich für Schlagzeilen gesorgt, sondern auch international einigen Staub aufgewirbelt. Aber ist die Kritik an dem Projekt berechtigt, warum unterstützt der Staat in Form der neuen Dokumentationsstelle Politischer Islam das Projekt – und wie viel Wissenschaft steckt hinter der Karte? Was offenbart die ganze Debatte zudem über das Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen in Österreich?

https://www.derstandard.at/story/2000127438244/islamlandkarte-plumpe-hetze-oder-hohe-wissenschaft


DER STANDARD: Beispiel Islam-Landkarte: Wie die Identitären einige Medien narrten

Den Rechtsextremen gelang es offensichtlich, Redaktionen inszenierte Fotos unterzujubeln. Und wieder tauchte die rechtsextreme Identitäre Bewegung in den Schlagzeilen auf. Nachdem ihre Aktivisten Anfang Juni in Wien Warnschilder vor Moscheen und anderen islamischen Einrichtungen angebracht hatten, berichteten sämtliche Medien des Landes über diese Aktion. Ihre Schilder trugen die Aufschrift "Achtung! Politischer Islam in deiner Nähe" und verwiesen auf die sogenannte Islam-Landkarte, die kurz zuvor von Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) präsentiert worden war.

https://www.derstandard.at/story/2000127583697/beispiel-islam-landkarte-wie-die-identitaeren-einige-medien-narrten

WELT.DE: Seelsorge für muslimische Gefangene soll besser werden

Das Land Niedersachsen will die Seelsorgeangebote für muslimische Strafgefangene verbessern. Einer am Dienstag vorgelegten Studie der Universität Osnabrück zufolge fehlt es derzeit unter anderem an Räumlichkeiten in den Justizvollzugsanstalten für muslimische Gebete, aber auch an Verträgen, die die muslimische Seelsorge regelte. «Wichtig sind auch Fortbildungsangebote für Beschäftigte im Justizvollzug zu den Themenbereichen Kultursensibilität und Islam, um Klischees und ungerechtfertigte Zuschreibungen zu verringern», sagte Bülent Ucar, Direktor des Instituts für Islamische Theologie.

https://www.welt.de/regionales/niedersachsen/article232013189/Seelsorge-fuer-muslimische-Gefangene-soll-besser-werden.html?icid=search.product.onsitesearch

WELT.DE: „Weil ich für einen liberalen Islam eintrete, will man mich loswerden"

Der deutsch-algerische Islamwissenschaftler, Philosoph und Religionspädagoge, Abdel-Hakim Ourghi, blickt am 26.01.2018 in Freiburg in die Kamera des Fotografen. Ourghi leitet seit 2011 den Fachbereich Islamische Theologie/Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und ist Mitbegründer der Ibn-Rushd-Goethe Moschee in Berlin, die für einen liberalen Islam steht. Baden-Württembergs Landesregierung hat mit konservativen Islamverbänden eine Stiftung gegründet, die den islamischen Religionsunterricht verantwortet. Nun hat diese den Antrag auf Lehrerlaubnis eines prominenten Reformtheologen abgelehnt. Es ist nicht der einzige Fall.

 https://www.welt.de/politik/deutschland/article232042677/Ourghi-Weil-ich-fuer-liberalen-Islam-eintrete-will-man-mich-loswerden.html?icid=search.product.onsitesearch

WELT.DE: Landtag stimmt Islam-Unterricht in zweiter Lesung zu

An Bayerns Schulen kann voraussichtlich im nächsten Schuljahr Islam-Unterricht als fest etabliertes Wahlpflichtfach angeboten werden. Der derzeit als Modellprojekt angelegte Islam-Unterricht soll fest gesetzlich fixiert werden. Ein entsprechender Entwurf passierte am Donnerstag in zweiter Lesung den Landtag - gegen die Stimmen der Grünen und der AfD. Die AfD-Fraktion beantragte eine dritte Lesung. Die Schlussabstimmung kann deswegen erst am 6. Juli stattfinden.

https://www.welt.de/regionales/bayern/article232070349/Landtag-stimmt-Islam-Unterricht-in-zweiter-Lesung-zu.html?icid=search.product.onsitesearch

WELT.DE: Islamismus in „woke"

Der Comedian Shahak Shapira traf den Influencer Tarek Baé – und löste damit eine Welle der Empörung aus. Tarek Baé ist ein aufstrebender Polit-Influencer. Zehntausende lesen seine Beiträge über Antirassismus und den Islam. Kritiker sehen in Baé einen gefährlichen Ideologen. Auch wegen seiner kontroversen Position zum Islamismus. Beiträge des Influencers Tarek Baé werden immer wieder von Menschen verbreitet, die sich als links und antirassistisch bezeichnen. Gleichzeitig teilen Figuren, die die Sicherheitsbehörden zur Organisierten Kriminalität zählen, Baés Inhalte, weil dieser den Kampf gegen Clankriminalität in Zweifel zieht. Und Islamisten können sich wiederfinden, wenn Baé Feindseligkeiten deutscher Medien gegenüber dem Islam anprangert. Wer ist der Mann – und was ist sein Ziel?

https://www.welt.de/vermischtes/plus231925359/Influencer-Tarek-Bae-Islamismus-in-woke.html?icid=search.product.onsitesearch



WELT.DE:
Was wir über die Messerattacke von Würzburg wissen

In der Innenstadt von Würzburg griff ein Mann mit einem Messer wahllos Passanten an. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben, weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Es gibt bislang keine gesicherten Erkenntnisse über das Motiv des Täters. In Würzburg hat ein 24-Jähriger mehrere Personen in der Innenstadt niedergestochen. Drei Menschen kamen ums Leben. Nun gibt es erste Informationen zum Angreifer und der Tat. Was wir bislang wissen – und welche Fragen offen sind. Bei einem Messerangriff in der Würzburger Innenstadt sind am Freitag drei Frauen getötet worden. Weitere Personen sind verletzt, eine Person schwebt in Lebensgefahr. Sicher ist: Der Täter handelte allein. Warum er zustach, muss noch geklärt werden. WELT gibt einen Überblick über das, was wir bislang wissen.

https://www.welt.de/politik/article232107463/Wuerzburg-Was-wir-ueber-die-Messerattacke-und-den-Taeter-wissen.html?icid=search.product.onsitesearch


ZEIT ONLINE: Imame made in Germany

Endlich werden Prediger für deutsche Moscheen in Deutschland ausgebildet. Doch der Streit darüber, wer in den islamischen Gemeinden das Sagen hat, ist damit noch nicht vorbei. Al-hamdu lillah! möchte man ausrufen, Gott sei Dank! Endlich, nach einem Jahrzehnt Fordern, Diskutieren, Aussitzen und auch Ratlosigkeit, hat Deutschland eine eigene Imam-Ausbildung für die fünf Millionen Muslime im Land. Das ist die gute Nachricht. Die weniger gute ist: Alle Probleme sind damit noch lange nicht gelöst. Die Finanzierung der Imame ist nicht gesichert, der Umgang mit dem islamischen Verband Ditib nicht geklärt.

https://www.zeit.de/2021/24/imam-ausbildung-deutschland-islamische-gemeinden-finanzierung-islamkolleg-osnabrueck


WIENER ZEITUNG: Islam-Landkarte wieder online

Die höchst umstrittene Islam-Landkarte ist wieder online. Damit kann auf islam-landkarte.at wieder eine Beschreibung der muslimischen Glaubenseinrichtungen abgerufen werden. Unter anderem wird angeführt, zum welchem Verein bzw. zu welcher Gemeinschaft eine Moschee zählt und wann sie gegründet wurde, teilweise mit Links zu den Social-Media-Seiten der Einrichtung und Angabe der Adresse. Die Seite war zuletzt knapp zwei Wochen nur eingeschränkt verfügbar. Sie war zwar nicht offline, die Suchfunktion aber außer Betrieb. Begründet wurde das von Projekt-Leiter Ednan Aslan von der Uni Wien mit dem Wechsel des IT-Betreibers.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2108512-Islam-Landkarte-wieder-online.html

 
SUEDDEUTSCHE:
Kritiker planen Klage gegen Islamunterricht

Kurz vor der Schlussberatung des Landtags zur Einführung des Wahlpflichtfachs "Islamischer Unterricht" in Bayern haben Kritiker eine Verfassungsklage angekündigt. Der Pädagoge Ernst-Günther Krause, der Bund für Geistesfreiheit Bayern und die Regionalgruppe München im Förderkreis der Giordano-Bruno-Stiftung monieren, dass die verfassungsrechtlich erforderlichen Voraussetzungen für die Einführung des Schulfaches "Islamischer Unterricht" fehlen.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/schulpolitik-kritiker-planen-klage-gegen-islamunterricht-1.5330597


SUEDDEUTSCHE:
"Symbolpolitik ist mir zu wenig"

Das Islamkolleg Deutschland ist bundesweit das erste Seminar, an dem Imame ausgebildet werden - laut seinem Direktor Bülent Uçar war das "kein Selbstläufer". Natürlich freut sich Bülent Uçar, was soll er sagen. Das Islamkolleg Deutschland (IKD) in Osnabrück wurde am Dienstag eröffnet, der habilitierte Islamwissenschaftler Uçar ist sein Direktor. Ein Signal für Gleichberechtigung und Anerkennung sei dies, heißt es, ein Meilenstein. "Der richtige Schritt", sagt der Muslim Uçar am Telefon. Aber für ihn soll das nur der Anfang sein.

https://www.sueddeutsche.de/meinung/islamkolleg-imame-buelent-ucar-1.5323142


DW: Islam made in Germany - ein einzigartiges Ausbildungsprojekt

Seit langem drängt die Politik auf die Ausbildung von Imamen in Deutschland und in deutscher Sprache. Dabei geht es auch um den Kampf gegen extremistische Einflüsse. Für Ender Cetin ist es ein "richtiger Schritt in die richtige Richtung". Der 45-Jährige, einst als Kind türkischer Migranten in Berlin geboren und aufgewachsen, gehört zu den ersten Absolventen des "Islamkollegs" in Osnabrück, das an diesem Dienstag seinen Start feiert. Cetin, der bereits als Laien-Imam tätig war, kommt regelrecht ins Schwärmen über die neue Ausbildung. "Allein die Idee, dass etwas in Deutschland stattfindet, bei dem Imame 'made in Germany' vielleicht mal ausgebildet werden können mit offener Zukunftsperspektive", begeistere ihn, sagt er der Deutschen Welle. Das sei bereichernd.

https://www.dw.com/de/ausbildungsprojekt-islamische-imame-made-in-germany/a-57879191


DW: Warum es ohne den Dialog der Religionen nicht geht

Der interreligiöse Dialog ist wichtig für die Sicherung des Friedens und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Davon ist Pater Max Cappabianca überzeugt. Basis dafür ist die Annahme des Gegenübers in seiner Andersheit. Religionen werden in der Öffentlichkeit immer weniger als sinn- und friedensstiftend wahrgenommen, sondern eher als Ursache von Krieg und Konflikten. Ein Blick in die Geschichte (Ausbreitung des Islam, Kreuzzüge, Dreißigjähriger Krieg etc.) und auch in die Gegenwart (der Konflikt in Nordirland, der Antagonismus zwischen Schiiten und Sunniten, etc.) scheint diesen Befund zu bestätigen. Tatsächlich geht es den Religionen immer um grundlegende Fragen. Wenn die existenzielle Ebene des Menschen berührt wird, dann ist die Gefahr des Missbrauchs groß.  

https://www.dw.com/de/warum-es-ohne-den-dialog-der-religionen-nicht-geht/a-57818426