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FAZ: Bundesarbeitsgericht: Kopftuchverbot für Lehrerin rechtswidrig

Berlin hatte als letztes Bundesland an einem strengen Neutralitätsgebot für den öffentlichen Dienst festgehalten. Doch die obersten Arbeitsrichter geben nun einer Frau recht, die sich diskriminiert fühlte. Im Streit über seinen strikten Umgang mit religiösen Symbolen im Unterricht musste das Land Berlin am Donnerstag eine weitere Niederlage hinnehmen. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt urteilte zugunsten einer jungen Muslimin und bestätigte damit eine Entscheidung der Vorinstanz, die der Frau gut 5000 Euro zugesprochen hatte. Der Grund: Die Diplominformatikerin hatte sich in Berlin als Lehrerin beworben, doch schon im Erstgespräch mit der Schulaufsicht klargemacht, dass sie ihr Kopftuch auch im Unterricht nicht ablegen wolle.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundesarbeitsgericht-kopftuchverbot-fuer-berliner-lehrerin-rechtswidrig-16925718.html

 

FAZ: Der Slogan „Ich bin Charlie" hat die Nation vermutlich nie geeint

Mehr als fünf Jahre nach den Anschlägen von Paris beginnt der Prozess gegen die mutmaßlichen Hintermänner. Die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo" zeigt sich selbstbewusst – und druckt die umstrittenen Karikaturen noch einmal. Es war kalt am 7. Januar 2015 in Paris. Mit ruhiger Stimme erzählt Sigolène Vinson, dass sie auf dem Weg in die Redaktion von „Charlie Hebdo" noch schnell in einer Bäckerei einen Marmorkuchen kaufte, „denn Luz hatte Geburtstag". Vor Beginn der Redaktionskonferenz diskutierten sie über das neue Buch Michel Houellebecqs, „Unterwerfung", stritten ein wenig darüber, als sie plötzlich aufgeschreckt wurden durch laute Knallgeräusche, die wie Schüsse klangen. „Es ging ganz schnell", erinnert sich die zierliche dunkelhaarige Frau, eine frühere Rechtsanwältin, die als juristische Korrespondentin für die Satirezeitung arbeitete.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreich-prozessbeginn-nach-charlie-hebdo-anschlag-in-paris-16933368.html

 

FAZ: Unbehagen mit der Meinungsfreiheit

Das Recht auf Blasphemie unterstützt eine Mehrheit der französischen Muslime nicht. Besonders für die Jungen ist der Islam wichtiger als die Werte der Republik. Der Dachverband ruft dazu auf, Mohammed-Karikaturen zu ignorieren. Das „Recht auf Blasphemie", das Präsident Emmanuel Macron in Frankreich geschützt sehen will, weckt bei vielen Franzosen muslimischen Glaubens Unbehagen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ifop, die von der Satirezeitung „Charlie Hebdo" in Auftrag gegeben wurde. 40 Prozent der befragten Muslime geben an, dass sie ihre religiösen Überzeugungen über die Werte der Republik wie Meinungs- und Gewissensfreiheit stellen. Bei den Muslimen unter 25 Jahren sind es sogar 74 Prozent, die meinen, ihre Religion stehe über der Republik. 69 Prozent der Muslime bewerten den Nachdruck der Mohammed-Karikaturen als „unnötige Provokation." Nur 19 Prozent von ihnen sind der Meinung, dass blasphemische Karikaturen zur Meinungsfreiheit beitragen. 70 Prozent geben an, dass es ein Fehler der Redaktion war, sie zu drucken. Das Umfrageergebnis zeugt von den Bruchlinien, die sich durch die französische Gesellschaft ziehen. Für einen Großteil der Franzosen bleibt das Recht, sich auch despektierlich über Religionen äußern zu können, ein hohes Gut.


https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/grossteil-der-muslime-frankreichs-stellt-eigene-werte-ueber-republik-16935965.html



FAZ: Streit über religiöse Symbole in Gerichtssälen

Der Justizsenator von den Grünen ist dafür, dass Juristinnen bei Verhandlungen Kopftuch tragen dürfen. Auch Kreuze und Kippas wären dann gestattet. Die SPD sieht darin einen Verstoß gegen das Neutralitätsgesetz. In der Berliner Regierungskoalition ist ein Streit über das Tragen religiöser Symbole im Gerichtssaal entbrannt. Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hatte am Donnerstag verkündet, dass angehende Staatsanwältinnen und Richterinnen von nun an ein Kopftuch in Gerichtsverhandlungen tragen dürfen. Auch Kreuze und Kippas sind nach der Regeländerung gestattet. Der Koalitionspartner SPD sieht darin einen Bruch des Berliner Neutralitätsgesetzes. Nach diesem müssen öffentliche Amtsträger im Dienst politische und weltanschaulich-religiöse Neutralität wahren. Der rechtspolitische Sprecher der SPD, Sven Kohlmeier, verurteilte den Alleingang Behrendts. Man müsse als Koalition eine einheitliche Linie finden.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/berliner-landesregierung-streitet-ueber-religioese-symbole-in-gerichtssaelen-16938712.html


WIENER ZEITUNG: In Neuseeland sind die Opfer des Christchurch-Attentäters am Wort

Im März 2019 starben 51 Menschen bei einem rechtsextremistischen Anschlag. Hat sich das Land seitdem verändert? Eineinhalb Jahre nach dem bisher schwersten Gewaltverbrechen in der Geschichte Neuseelands blickt die Welt wieder auf den Pazifikstaat. Am 15. März vergangenen Jahres stürmte der rechtsextreme Australier Brenton Tarrant während des Freitagsgebets in zwei Moscheen in Christchurch und erschoss 51 Menschen, 50 weitere wurden verletzt. Er übertrug die Tat live im Internet. Bevor er eine dritte Moschee angreifen konnte, wurde er verhaftet. Bis Donnerstag läuft die Anhörung der Opfer und ihrer Angehörigen, 60 teils sehr emotionale Erklärungen sollen verlesen werden. Am Montag ist im Gerichtssaal in Christchurch unter anderen Janna Ezat am Wort. Ihr Sohn Hussein Al-Umari hat den Kugelhagel damals nicht überlebt. "Ich weine jeden Tag um ihn", sagt sie. Dann schaut sie Tarrant direkt in die Augen und erklärt, sie habe nur eine Wahl: "Dir zu vergeben."

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/welt/2072518-In-Neuseeland-sind-die-Opfer-des-Christchurch-Attentaeters-am-Wort.html

WIENER ZEITUNG: Was vom Dschihadismus made in Austria blieb

Fast ein Monat nach ihrem Verschwinden ruft die damals 16-jährige Samra K. ihre Schwester aus der Türkei an. Es gehe ihr gut, teilt sie ihr mit. Danach wird es wieder still. Seit 10. April 2014 waren zwei Wiener Mädchen, Samra K. und ihre 15-jährige Freundin Sabina S., abgängig. Die beiden Teenager, Töchter bosnischer Kriegsflüchtlinge, hatten sich nach Syrien aufgemacht, um sich dem Kampf des Islamischen Staat (IS) anzuschließen. Durch die veröffentlichten Fahndungsfotos wurden sie zum Gesicht eines Phänomens jener Zeit, als sich in Europa, auch in Österreich, sehr junge, oft hier aufgewachsene Menschen der Terrormiliz anschlossen. Heute, sechs Jahre danach, sind den Sicherheitsbehörden 331 "Foreign Terrorist Fighters" mit Österreich-Bezug bekannt.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2073030-Was-vom-Dschihadismus-made-in-Austria-blieb.html


WIENER ZEITUNG: Der steinige Weg zur Integration

Wie die Krisensituation von Flüchtlingen nach 2015 zur Flüchtlingskrise wurde - und sich ein kurzes Zeitfenster mit Willkommenskultur wieder weitgehend schloss. Die Kofferraumtüre ging auf, Nidal Jeitler sah wieder Licht. Er war in Wien, der Schlepper, der ihn mit seinem Auto nach Österreich gebracht hatte, verschwand. "Wo genau ich war, wusste ich gar nicht. Ich war vollkommen alleine." Es war der 8. Juni 2015, das Ende seiner einmonatigen Flucht aus Syrien über die Türkei, das Mittelmeer, Griechenland, Mazedonien, Serbien und Ungarn. Mit dem Flugzeug, einem 25-Personen-Schlauchboot mit 40 anderen, Bus und Privatautos, in Güterzügen: In einem davon bekam er als Asthmatiker kaum Luft, von einem anderen musste er während der Fahrt springen, um nicht in eine Polizeikontrolle zu geraten.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2073994-Der-steinige-Weg-zur-Integration.html


DER STANDARD: Opfer des Christchurch-Attentats sprechen vor Attentäter

Am Montag fand die erste Anhörung vor der Urteilsverkündung statt. Einige der Opfer sprachen den Schützen an. Der Attentäter von Christchurch wollte bei seiner blutigen Attacke am 15. März 2019 eine dritte Moschee in Neuseeland angreifen. Das wurde am Montag bei der ersten Anhörung vor der Urteilsverkündung bekannt. Nach den tödlichen Schüssen in der Al-Nur-Moschee im Stadtteil Riccarton und im Linwood Islamic Centre habe er zu einer Moschee in Ashburton, etwa eine Stunde südlich der Stadt, fahren wollen, sagte Staatsanwalt Barnaby Hawes. Er habe mehrere Waffen dabei gehabt und eigentlich auch geplant, die Moscheen in Brand zu setzen. Zuvor sei er aber von der Polizei gefasst worden.

https://www.derstandard.at/story/2000119538823/christchurch-attentaeter-wollte-weitere-moschee-angreifen


DER STANDARD: "Islamistisches Motiv" bei Angriff auf Präsidenten der Jüdischen Gemeinde Graz

Der Festgenommene ist laut Innenminister Nehammer geständig. Er soll auch Angriffe auf eine Kirche und LGBT-Einrichtungen zugegeben haben. Innenminister Karl Nehammer, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) Oskar Deutsch und der Präsident der jüdischen Gemeinde Graz, Elie Rosen. Jener Mann, der am vergangenen Samstag den Präsidenten der jüdischen Gemeinde Graz, Elie Rosen mit einem Stuhlbein attackiert hatte, ist gefasst und geständig. Er hatte in derselben Woche auch zweimal die Synagoge angegriffen. Noch Sonntagabend konnten ihn Grazer Polizisten der Fahrradstreife stellen. Am Montag präsentierte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bei einer Pressekonferenz mit anderen Regierungsmitgliedern, der Polizei und den Präsidenten der IKG, Oskar Deutsch und Elie Rosen, Details zum mutmaßlichen Täter. Der 31-jährige Syrer, der vor sechs Jahren als Flüchtling nach Österreich gekommen war, habe aus einem "islamistischen Motiv" gehandelt, sagte Nehammer.

https://www.derstandard.at/story/2000119547465/islamistisches-motiv-bei-angriff-auf-praesidenten-der-juedischen-gemeinde-graz


DER STANDARD: Christchurch-Attentäter zu lebenslanger Haft verurteilt

Der Attentäter von Christchurch muss für den Rest seines Lebens in Haft. Richter Cameron Mander verurteilte den 29-jährigen Rechtsextremisten aus Australien am Donnerstag zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung. Er kam damit der Forderung der Staatsanwaltschaft nach. Ein solches Strafmaß hat es in Neuseeland bisher noch nie gegeben. Der Attentäter hatte im März 2019 zwei Moscheen in Neuseeland angegriffen und 51 Menschen getötet. 50 weitere wurden teilweise lebensgefährlich verletzt. Der Richter begründete das am Donnerstag verkündete Strafmaß mit der "teuflischen Bösartigkeit" des Verbrechens.

https://www.derstandard.at/story/2000119609538/christchurch-attentaeter-zu-lebenslanger-haft-verurteilt


DER STANDARD: Antisemitische Angriffe: Importgut Judenhass

Der Hass mancher Muslime gegen Juden wird oft als "Teil ihrer Kultur" identifiziert. Einer historischen Überprüfung hält diese Behauptung nicht stand. Es ist eine ganz und gar banale Feststellung: Menschen, die ins Land kommen, bringen ihr Denken, ihre Überzeugungen mit, das, was sie zu Hause in ihrer Umgebung aufgesogen haben, das, was ihnen eingetrichtert wurde. Und das ist seit ein paar Generationen nicht bei allen, aber doch bei sehr vielen, die in arabischen Staaten aufgewachsen sind, das Gleiche: Der Feind ist nicht nur Israel, das auf einem Teil des den Arabern von den Briten während des Ersten Weltkriegs versprochenen Palästina – diese Version ist nicht ganz historisch, aber was macht das schon? – seinen Staat bekommen hat, sondern die Juden an sich.

https://www.derstandard.at/story/2000119659475/antisemitische-angriffe-importgut-judenhass


DER STANDARD: Als sich die Habsburger eine Moschee aneigneten

Wie legimitiert sich ein christlicher Kaiser in einem muslimisch geprägten Land? In Sarajevo finden sich Restbestände eines spannenden Experiments der späten Habsburgerzeit. Eine "Kaiser-Moschee" in Sarajevo? Aufmerksamen Besucherinnen und Besuchern des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien mag aufgefallen sein, dass eine ebensolche auf einer Karte zum Attentat auf Franz Ferdinand abgebildet ist. Auch auf Sarajevo-Stadtplänen des frühen 20. Jahrhunderts war eine "Kaiser-Moschee" selbstverständlich als Landmark ausgewiesen. Was hat es damit auf sich? Zurück an den Anfang des 20. Jahrhunderts: Nur wenige Jahre vor dem weltverändernden Attentat auf den Thronfolger hatte sich die habsburgische Obrigkeit in der bosnischen Hauptstadt ein mehr als 400 Jahre altes Bauwerk angeeignet. Um 1910 wurde einer osmanischen Kuppelmoschee vom Architekten der österreichisch-ungarischen Landesregierung eine neue, repräsentative Fassade am (ebenfalls recht neuen) Appel-Kai vorgebaut.

https://www.derstandard.at/story/2000119610396/als-sich-die-habsburger-eine-moschee-aneigneten


DER STANDARD: Mutmaßlicher türkischer Spitzel in Österreich enttarnt

Eine Person, die im Auftrag des türkischen Geheimdienstes in Österreich spioniert haben soll, soll geständig sein. Das Außenministerium lud die türkische Botschaft zu einem Gespräch. In einer eilig einberufenen Pressekonferenz informierten am Dienstag Innenminister Karl Nehammer, Integrationsministerin Susanne Raab (beide ÖVP) und der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, über einen mutmaßlichen Spionagefall. Konkret geht es um eine Person, die im Auftrag türkischer Geheimdienste in Österreich spioniert haben soll, gegen sie soll Anklage erhoben werden.

https://www.derstandard.at/story/2000119712225/tuerkischer-spitzel-in-oesterreich-enttarnt

DER STANDARD: Prozess wegen Anschlags auf Satiremagazin "Charlie Hebdo" beginnt

Nach fünfjähriger Vorbereitungszeit stehen 14 Komplizen und Mitläufer vor Gericht. Der Prozess gilt als wegweisend für künftige Verfahren. Es waren dramatische Tage, die bereits in die Geschichtsbücher eingegangen sind. Am 7. Jänner 2015 platzten zwei schwarz gekleidete Attentäter – heute als die "Kouachi-Brüder" bekannt – in die wöchentliche Redaktionssitzung des Pariser Satiremagazins Charlie Hebdo. Mit Kalaschnikows erschossen sie zwölf Anwesende, darunter mehrere landesweit bekannte Zeichner, die immer wieder Mohammed-Karikaturen gebracht hatten.

https://www.derstandard.at/story/2000119721962/prozess-wegen-anschlags-auf-satiremagazin-charlie-hebdo-beginnt


DIE PRESSE: Angriff auf Synagoge: Eine „ernst zu nehmende Bedrohung"

Nach den Angriffen in Graz werden alle Synagogen rund um die Uhr bewacht. Bedrohungen und Beleidigungen gegen Juden sind weiter im Steigen. „Wenn Jüdinnen und Juden in Österreich unter Druck sind, dann ist Österreich unter Druck", sagte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP). Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) sprach von einem „Angriff auf die Grund- und Freiheitsrechte der Republik Österreich". Nach der Festnahme eines Mannes Sonntagabend sind zwar die Angriffe auf die Grazer Synagoge und Präsident Elie Rosen geklärt. Der Antisemitismus als nach wie vor wachsendes Problem aber bleibt.

https://www.diepresse.com/5857305/angriff-auf-synagoge-eine-ernst-zu-nehmende-bedrohung?from=rss


WELT.DE: „Natürlich hat islamisch legitimierte Gewalt mit dem Islam zu tun"

Saba-Nur Cheema: „Es geht um Rassismus gegen Menschen, die als Muslime gesehen werden – obwohl sie vielleicht gar keine sind"Saba-Nur Cheema: „Es geht um Rassismus gegen Menschen, die als Muslime gesehen werden – obwohl sie vielleicht gar keine sind.

WELT: Frau Cheema, Religionskritik als Herrschaftskritik ist kein plakatives Ablehnen von Religion. Mit dem Islam werden weltweit auch Herrschaft, Unterdrückung und Verfolgung gerechtfertigt.

Saba-Nur Cheema: Es ist höchst problematisch, jede Form von Kritik an islamisch legitimierten Praxen als rassistisch zu bewerten. Doch wenn es um Gewalt und Zwang im Namen des Islam geht, wird häufig mit Pauschalisierung gearbeitet. Auch beim Thema Islamverbände gibt es häufig dieses Freund-Feind-Schema.

WELT: Die islamischen Verbände sind allerdings sehr konservativ geprägt und haben teilweise extremistische Mitgliedsorganisationen in ihren Reihen.

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus215199976/Muslimfeindlichkeit-Dass-der-Islam-als-unveraenderbar-gilt-ist-Teil-des-Problems.html?cid=onsite.onsitesearch



WELT.DE: Bewährungsstrafe für ehemalige IS-Anhängerin: Geständnis

In einer Lebenskrise findet eine junge Hamburgerin Halt im radikalen Islam. In Syrien engagiert sie sich für die Terrororganisation Islamischer Staat. Weil ihr Traum von einer Prinzessin im Kalifat längst zerbrochen ist, lässt das Landgericht Milde walten. Wegen Mitgliedschaft und Beteiligung an der Terrororganisation Islamischer Staat hat das Landgericht Hamburg eine 30-Jährige zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Angeklagte habe sich glaubhaft vom IS distanziert, sich aus eigener Kraft deradikalisiert und ein umfassendes Geständnis abgelegt, sagte die Vorsitzende der Strafkammer, Petra Wende-Spors, bei der Urteilsverkündung am Mittwoch. «Sie hat hier reinen Tisch gemacht.» Die in Kasachstan geborene Deutsche war 2012 nach dem Ende einer Beziehung zum Islam konvertiert, wie die Richterin ausführte.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article215323286/Bewaehrungsstrafe-fuer-ehemalige-IS-Anhaengerin-Gestaendnis.html?cid=onsite.onsitesearch

 

WELT.DE: „Sie hat hier reinen Tisch gemacht"

Mit Anfang 20 konvertiert eine Hamburgerin zum Islam, radikalisiert sich und macht Karriere beim Islamischen Staat. Doch weil es erneut zu einer extremen Wende in ihrem Leben kommt, lässt das Landgericht Milde walten. Wegen Mitgliedschaft und Beteiligung an der Terrororganisation Islamischer Staat hat das Landgericht Hamburg eine 30-Jährige zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Angeklagte habe sich glaubhaft vom IS distanziert, sich aus eigener Kraft deradikalisiert und ein umfassendes Geständnis abgelegt, sagte die Vorsitzende der Strafkammer, Petra Wende-Spors, bei der Urteilsverkündung am Mittwoch. „Sie hat hier reinen Tisch gemacht."

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article215391888/IS-Hamburger-Landgericht-laesst-bei-Cuspert-Witwe-Milde-walten.html?cid=onsite.onsitesearch



ZEIT ONLINE: Innenministerium gründet Expertenkreis gegen Muslimfeindlichkeit

Zwölf Expertinnen sollen binnen zweier Jahre Empfehlungen für den Kampf gegen Muslimfeindlichkeit abgeben. Als Beispiele dienen Gremien zur Bekämpfung von Antisemitismus. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat einen Expertenrat berufen, der Strategien zur Bekämpfung von Muslimfeindlichkeit ausarbeiten soll. "Muslimfeindliche Haltungen sind nicht nur eine Bedrohung für Muslime, sondern für den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt", sagte Seehofer. Der Unabhängige Expertenkreis Muslimfeindlichkeit (UEM) solle einen Beitrag dazu leisten, dass Staat und Gesellschaft "besser und gezielter dagegen vorgehen können". Zu den Mitgliedern des UEM gehören Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die laut Innenministerium "eine breite fachliche Expertise zu Aspekten und Auswirkungen und/oder der Prävention von Muslimfeindlichkeit in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen repräsentieren".

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-09/horst-seehofer-expertenkreis-muslimfeindlichkeit-rassismus


ZEIT ONLINE: Das Recht auf Gotteslästerung

"Charlie Hebdo": Ein Kunstwerk des französischen Straßenkünstlers Christian Guemy ist auf einer Wand nahe der Redaktion zu sehen. Am 4. September trat der französische Präsident Emmanuel Macron im Pariser Panthéon auf. Mit einer feierlichen Rede erinnerte er an die Ausrufung der Französischen Republik vor 150 Jahren. Macron sprach über das, was seiner Meinung nach Frankreich ausmacht: "Franzose sein, das heißt in erster Linie, die Freiheit lieben. Auch die Freiheit, zu glauben oder nicht zu glauben. Aber sie ist untrennbar verbunden mit der Meinungsfreiheit – bis hin zur Blasphemie!"

 https://www.zeit.de/2020/38/charlie-hebdo-mohammed-karikaturen-frankreich-meinungsfreiheit




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SPIEGEL ONLINE: Erdogan wandelt Istanbuler Chora-Museum in Moschee um

Nach der Hagia Sophia hat der türkische Präsident das nächste Museum in eine Moschee umgewandelt: Die Chora-Kirche in Istanbul wird nun für das islamische Gebet geöffnet. Mehrere Wochen nach der Umwandlung der Hagia Sophia ist nun auch die ehemalige Chora-Kirche in Istanbul eine Moschee. Das 1945 zum Museum erklärte Gebäude werde für das islamische Gebet geöffnet, hieß es in einem am Freitag veröffentlichten Dekret des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Im November 2019 hatte das Oberste Gericht der Türkei den Weg für die Umwandlung frei gemacht. Die Geschichte des Baus reicht offiziellen Angaben zufolge bis ins 6. Jahrhundert zurück und gilt als eines der wichtigsten byzantinischen Baudenkmäler Istanbuls. Das Gebäude ist besonders wegen seiner Fresken und Mosaike eine beliebte Touristenattraktion. 1511 wurde die damalige Kirche von den Osmanen in eine Moschee umgewandelt.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/recep-tayyip-erdogan-wandelt-istanbuler-chora-museum-in-moschee-um-a-71559bba-56f0-4fd7-99b2-01ff0e6f375d

DW: Was die Kirche zu Corona zu sagen hat

Hat die Kirche in der Corona-Krise versagt? Hat sie sich zu wenig zu Wort gemeldet? Nein! Viele Seelsorger haben erfolgreich versucht, Antworten aus dem Glauben auf die Pandemie zu finden.
Nur Religionsvertreter einiger Freikirchen, erkennbar nicht mehr ganz zurechnungsfähige katholische Bischöfe oder stärker fundamentalistische Strömungen des Islam haben hier einen Zusammenhang zwischen Tun und Ergehen behauptet. Interessant ist aber, dass kirchlich nicht gebundene Menschen den Religionsvertretern eine solche Deutung durchaus zutrauen. Und so falsch liegen sie nicht.

 https://www.dw.com/de/was-die-kirche-zu-corona-zu-sagen-hat/a-54595321


DW: Lebensende fern der Heimat - Sterbebegleitung auch für Migranten

Mehr als 21 Millionen Deutsche haben einen Migrationshintergrund. Hinzu kommen 1,8 Millionen Geflüchtete. Oftmals sind sie von den Traditionen ihrer Ursprungsländer geprägt. Das zeigt sich auch in der Sterbebegleitung. Der bislang letzte Patient, den Hussam Khoder begleitete, rührt ihn noch heute. Nach Monaten. Der ehrenamtliche Hospizbegleiter schildert den Fall des kaum siebenjährigen Jungen N. 2019 kam der Vater mit seinem schwerkranken Sohn N. aus dem Irak nach Deutschland, über das Meer, auf langen Wegen. Der Vater war gezielt nach Deutschland geflohen. Hier, hoffte er, würde man seinem krebskranken Sohn vielleicht retten können.

https://www.dw.com/de/lebensende-fern-der-heimat-sterbebegleitung-auch-f%C3%BCr-migranten/a-54627033

BBC: UK's first Muslim female referee talks learning English, discrimination and career goals

The UK's first Muslim female referee says she is aiming to officiate at the highest level, and she has encouraged other women to follow her path. Jawahir Roble was just 10 when she took refuge in London with her family after fleeing civil war in Somalia. Living in the shadow of Wembley Stadium and playing football in primary school were the first steps on her journey to becoming a referee. In an interview with BBC Sport, the 25-year-old discusses learning English, how she handles discrimination and her career goals.

https://www.bbc.com/sport/football/53767540


BBC: Coronavirus: Bradford's Muslim Women's Council's takeaway help

 The Muslim Women's Council usually serve curry to people in need every Thursday in Bradford from the Carlisle Business Centre in Manningham. But during the pandemic they've had to adapt and provide takeaway meals to service users.

https://www.bbc.com/news/av/uk-england-leeds-53849787


BBC: Blackpool hoteliers welcome Muslim tourists

Hoteliers in a seaside resort are urging Muslim tourists to come and stay in the town. Many Muslims visit Blackpool on day trips but don't stay overnight because they require halal food and somewhere to pray. Hoteliers say a growing number of guest houses now provide Muslim-friendly menus and facilities to make them feel welcome.

https://www.bbc.com/news/av/uk-england-lancashire-53917701