DIE PRESSE: Der Koran verschwindet aus dem Kindergarten

 

Islamforscher Ednan Aslan sorgte vor drei Jahren mit seinen Befunden über Islam-Kindergärten für Aufregung. Seither sei Religion in Kindergärten, wie eine Studie zeigt, zurückgedrängt worden. Doch auch die liefert kein vollständiges Bild. Die Islam-Kindergärten stehen unter Beobachtung. Vor drei Jahren, als Islamforscher Ednan Aslan in seiner Studie vor Koranunterricht, salafistischen Tendenzen und Parallelgesellschaften in Kindergärten warnte, rückten sie in den Fokus. Seither wurde viel darüber – aber auch über die Zuverlässigkeit der Aslan-Studie – diskutiert. Es sollte eine genauere wissenschaftliche Untersuchung erfolgen. Schlussendlich wurden zwei draus. Eine Studie, die Aslan selbst erstellte, und eine, die von einem siebenköpfigen Forscherteam verfasst wurde. Genau die ist nun auch als Buch mit dem Titel „Pluralität in Wiener Kindergärten“ erschienen.

https://diepresse.com/home/bildung/erziehung/5518222/Der-Koran-verschwindet-aus-dem-Kindergarten?from=suche.intern.portal


DER STANDARD: Islamforscher Ramadan gibt sexuelle Beziehungen zu Klägerinnen zu

 

Angeblich "einvernehmlicher" Sex mit zwei Frauen, die ihm Vergewaltigung vorwerfen – Schweizer sitzt in Paris ein. Der Schweizer Islamforscher Tariq Ramadan hat erstmals sexuelle Beziehungen zu zwei Frauen zugegeben, die ihn der Vergewaltigung beschuldigen. Es habe sich aber um einvernehmlichen Sex gehandelt, sagte der 56-Jährige nach Angaben seines Anwalts am Montag bei einer richterlichen Anhörung in Paris.

https://derstandard.at/2000089886197/Islamforscher-Ramadan-gab-sexuelle-Beziehungen-mit-Klaegerinnen-zu


DER STANDARD: Erdoğan-Kritiker diskutieren in Wien


Dass eine autoritäre Regierung wie die türkische Lehren in Sachen Recht und Moral erteilt, ist ungewohnt – und bringt Kritiker aufs Tapet. Die türkische Regierung verteidigt in diesen Tagen große Werte. Menschenrechte, das Prinzip des Rechtsstaats, selbst grundsätzliche Formen des zivilen Umgangs macht die politische Führung in der Türkei im Fall des mutmaßlich ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi zum Thema. Dass eine autoritäre Regierung einer anderen Lehren in Sachen Recht und Moral erteilt, ist dabei eine ungewohnte Situation.

https://derstandard.at/2000089874584/Erdogan-Kritiker-diskutieren-auf-Wiener-Podium


WELT.DE:  Ditib-Moschee in Duisburg wird zehn Jahre alt

 

Die Ditib-Merkez-Moschee im Duisburger Stadtteil Marxloh, eine der größten in Deutschland, wird zehn Jahre alt. Am 26. Oktober 2008 eröffnete die Ditib-Gemeinde den Bau im osmanischen Stil, nach Kooperation auch mit der Stadt und christlichen Kirchen - und ohne Streit.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article182473876/Ditib-Moschee-in-Duisburg-wird-zehn-Jahre-alt.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WIENER ZEITUNG: "Das muss von den Muslimen kommen"

Islamforscherin Christine Schirrmacher über das Feindbild Islam und den Preis westlicher Freiheit. Die Islamwissenschaft erlebt eine mediale Blüte. Kaum eine gesellschaftliche Debatte, bei der die bis vor einigen Jahren kaum beachtete Forschungsrichtung nicht um Orientierung oder Einschätzung gebeten wird. Inwieweit ihre Disziplin dazu beitragen kann, die brennenden Fragen von Kopftuch über Islamkritik bis zum Abbauen von Feindbildern zu lösen oder zumindest zu entwirren, darüber sprach die "Wiener Zeitung" mit der deutschen Islamforscherin Christine Schirrmacher am Rande des Philosophicum Lech.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/top_news/997528_Das-muss-von-den-Muslimen-kommen.html


WIENER ZEITUNG: Kein Kopftuch im Kindergarten


Die Regierung beschließt das Kopftuchverbot in Kindergärten und denkt über ein Verbot an Volksschulen nach. Juristisch ist das heikel. 180 Millionen für den Ausbau der Kinderbetreuung, Vermittlung der Grundwerte in Österreich und ein Kopftuchverbot in Kindergärten - die Bundesregierung hat am Mittwoch die neue 15a-Vereinbarung zum Ausbau der Kinderbetreuung im Ministerrat beschlossen. Die Vereinbarung, die im Sommer ausgelaufen war, wird kommende Woche dem Nationalrat vorgebracht und bis Ende des Jahres dem Bundesrat vorgelegt. Dann muss sich noch die neun Landtage passieren. In Kraft treten soll sie dann rückwirkend ab dem 1. September.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/998066_Kein-Kopftuch-im-Kindergarten.html


FAZ: Islamfeindliche Regierung verkauft Kirche an Muslime

 

Die Partei von Innenminister Salvini macht regelmäßig Stimmung gegen den Islam. Das hielt eine von ihr geführte Regierung nicht davon ab, ein überraschendes Geschäft mit Muslimen einzufädeln. Die fremdenfeindliche Lega ist in Italien für Anti-Islam-Rhetorik bekannt: Nun hat die Lega-regierte Region Lombardei eine ehemalige katholische Kirche an einen Muslimverband versteigert. Aus der Kapelle in Bergamo soll eine Moschee werden. Und das, obwohl die Partei von Innenminister Matteo Salvini seit Jahren gegen den Bau von Moscheen in Italien auf die Barrikaden geht. Die Regionalregierung habe ein „vernichtendes Eigentor“ geschossen, erklärte Bergamos Bürgermeister Giorgio Gori am Freitag auf Facebook.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/lombardei-islamfeindliche-regierung-verkauft-in-italien-kirche-an-muslime-15858293.html


FAZ: Gotha ist der Orient

 

In der thüringischen Residenzstadt pflegte man schon in der Fürstenzeit gelehrte Verbindungen in den Nahen Osten. Jetzt führt man vor, wie man Forscher von ganz weit her in die deutsche Provinz lockt. Nach den Ausschreitungen in Chemnitz und Köthen sind Vorurteile gegenüber ostdeutschen Städten weiter gewachsen. Über das, was funktioniert, wird kaum berichtet. „Gotha ist bunt“ – unter diesem Motto haben sich in der thüringischen Stadt engagierte Menschen zusammengeschlossen, um Flüchtlingen aus dem Nahen und Mittleren Osten in ihrer neuen Heimat rasch in die Spur zu helfen. Wandelt man zwischen Gothas herausgeputzten Fassaden und verfallenen Villen, stößt man nicht selten auf charmante Kontaktzonen.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/forschung-im-lokalen-verbund-gotha-ist-der-orient-15851480.html


SUEDDEUTSCHE:  Ditib-Moschee in Duisburg wird zehn Jahre alt

 

Die Ditib-Merkez-Moschee im Duisburger Stadtteil Marxloh, eine der größten in Deutschland, wird zehn Jahre alt. Am 26. Oktober 2008 eröffnete die Ditib-Gemeinde den Bau im osmanischen Stil, nach Kooperation auch mit der Stadt und christlichen Kirchen - und ohne Streit. Während die Islam-Dachorganisation Ditib in Köln wegen ihrer Nähe zur türkischen Regierung und Abschottungstendenzen kritisiert wird, ist die Arbeit der Ditib-Gemeinde in Duisburg-Marxloh im vergangenen Jahrzehnt glatt und geräuschlos verlaufen.

https://www.sueddeutsche.de/news/panorama/religion---duisburg-ditib-moschee-in-duisburg-wird-zehn-jahre-alt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-181022-99-470154


DW:  Kampf gegen Fundamentalismus: Die Streetworkerin

Saloua Mohammed stellt sich Salafisten entgegen, indem sie zuhört: Eltern, deren Kinder sich radikalisieren. Jugendlichen, die vom Salafismus schwärmen. Und jungen Frauen, die aus Syrien nach Deutschland zurückkehren. "Das wollen wir doch mal sehen, wer am Ende gewinnt. Die kriegen meine Jugendlichen nicht so einfach." Die, das sind radikale Salafisten. Ultrakonservative Muslime, die den Koran wörtlich auslegen, ihren Glauben leben wie zu Zeiten ihres Propheten und auf der Suche nach neuen Anhängern sind. Und genau das – die Rekrutierung von Jugendlichen – will Saloua Mohammed verhindern. Die Sozialarbeiterin kämpft für jedes "ihrer" Kinder. Sie ist selbst überzeugte Muslima, trägt Kopftuch. Sie geht in die Moschee, aber manchmal auch in den Kölner Dom, um Ruhe zu finden.

https://www.dw.com/de/kampf-gegen-fundamentalismus-die-streetworkerin-salafismus/a-45794316


DW: Aus Deutschland zum "Islamischen Staat": Christians Weg

 

Christian war für Sabine Lappe ein Wunschkind. Doch aus dem geliebten Sohn wurde ein Terrorist, der für den IS in Syrien starb. Seine Mutter hat sich entschlossen, der Deutschen Welle ihre Geschichte zu erzählen. Eines Samstag morgens, im Jahr 2015, klingelte um Viertel vor sechs bei Sabine Lappe in Dortmund das Telefon. Sie war empört, erinnert sie sich. Wer um alles in der Welt ruft um diese Zeit an? Christian war dran, ihr Sohn, damals 27 Jahre alt. "Mama, wir sind in der Türkei", sagte er nur. "Wir warten auf den Transport nach Syrien." Zusammen mit seiner Frau Yasmina hatte Christian sich in einer Nacht- und Nebelaktion abgesetzt, um sich der Terrormiliz "Islamischer Staat" anzuschließen. Sabine Lappe flehte ihn an, umzukehren. Aber ihre Worte stießen auf taube Ohren. "Nein, wir kommen nicht zurück. Wir gehen dahin, wo Allahs Wort das Höchste ist, antwortete er mir."

https://www.dw.com/de/aus-deutschland-zum-islamischen-staat-christians-weg/a-45656077


DW: Unsichtbar und gefährlich: die salafistische Szene in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen gibt es mehr Salafisten als in jedem anderen deutschen Bundesland. Öffentlich fällt die Szene in ihrer Hochburg kaum noch auf. Aber sie ist weiterhin sehr aktiv. Und sie verändert sich. "Sprich mir nach", ruft der deutsche Konvertit und Salafisten-Prediger Pierre Vogel ins Mikrofon. Und angefeuert von einer begeisterten Menge tut die junge Frau in der Fußgängerzone der hessischen Stadt Offenbach genau das: Sie wiederholt die Worte des islamischen Glaubensbekenntnisses. 2010 war das. Auf Youtube finden sich solche Szenen aus der Hochzeit der salafistischen Missionierung in Deutschland bis heute. Bis 2016 trat die Szene selbstbewusst und aggressiv in der Öffentlichkeit auf. Bärtige Männer in Pumphosen und wallenden weißen Gewändern wie Pierre Vogel verteilten vor allem im Westen Deutschlands auf Marktplätzen und in Fußgängerzonen kostenlos deutschsprachige Ausgaben des Koran - im Rahmen der umstrittenen "LIES!"-Aktion. Öffentlich predigten sie in Innenstädten ihre radikale Auslegung des Islam.

https://www.dw.com/de/unsichtbar-und-gef%C3%A4hrlich-die-salafistische-szene-in-nordrhein-westfalen/a-45768485


DW: Die Ausstellung "Verhüllt, enthüllt!" in Wien widmet sich dem Mythos Kopftuch

 

Am Kopftuch entzünden sich immer wieder hitzige Debatten über die vermeintliche Unterdrückung der Frau. Dabei hat das Kleidungsstück eine jahrtausendealte Tradition, wie eine Ausstellung im Wiener Weltmuseum zeigt. In weiten Teilen der westlichen Welt wird das Wort Kopftuch heute automatisch mit Religiosität assoziiert. Doch die Idee, den Kopf mit Stoff zu bedecken, geht weit über religiöse, kulturelle und geografische Grenzen hinaus. Die Ausstellung "Verhüllt, enthüllt!" im Weltmuseum Wien zeigt die Vielfalt des Kopftuchs.


https://www.dw.com/de/die-ausstellung-verh%C3%BCllt-enth%C3%BCllt-in-wien-widmet-sich-dem-mythos-kopftuch/a-45935026


THE GUARDIAN: Row over Muslim scholar's invitation to preach at Anglican service

 

An invitation to a distinguished Muslim scholar to preach at a eucharist service in an Oxford church on Sunday has triggered complaints from traditionalists. Monawar Hussain, who was awarded an MBE in the Queen’s birthday honours last year for services to interfaith relations and the community, will deliver a sermon at the University Church of St Mary the Virgin, following a request from Oxford University’s vice-chancellor, Louise Richardson.

https://www.theguardian.com/world/2018/oct/20/row-over-muslim-scholars-invitation-to-preach-at-anglican-service

 

 

 

 

DIE PRESSE: Deutsch lernen im Biologiekammerl: "Integrativ kaum zu bewerkstelligen"

 

Martina Dedic, Direktorin der Neuen Mittelschule in der Josefstadt, klagt über Überforderung des Schulpersonals: "Es ist ein Wahnsinn, was hier verlangt wird". Einen Kulturkampf erlebe sie aber nicht. Kritiker bezeichnen das neue Schulpaket der Regierung als "retro": Das soeben vorgelegte Pädagogikpaket sieht die Wiedereinführung von Ziffernnoten und Sitzenbleiben in der Volksschule vor, sowie verpflichtenden Förderunterricht bei Bedarf - aber ohne zusätzliche Ressourcen. Aus der "Neuen Mittelschule" wird die Mittelschule. So soll das Image der NMS verbessert werden, um die bildungsaffine Eltern einen großen Bogen machen. Wie sehen das die Lehrer? Martina Dedic, Direktorin an der NMS Pfeilgasse in der Wiener Josefstadt, sagt über den Alltag an ihrer Schule: "Es ist ein Wahnsinn, was hier verlangt wird".

https://diepresse.com/home/bildung/schule/5511231/Deutsch-lernen-im-Biologiekammerl_Integrativ-kaum-zu-bewerkstelligen?from=suche.intern.portal


DER STANDARD: Oberstes Gericht bestätigt Urteil gegen 19-jährigen Wiener IS-Terroristen

 

Ob es bei neunjähriger Freiheitsstrafe bleibt, muss Wiener Oberlandesgericht entscheiden. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat den vom Wiener Landesgericht für Strafsachen über einen 19-jährigen Burschen gefällten Schuldspruch bestätigt, der im vergangenen April als für die radikalislamistische Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) tätiger Aktivist zu einer neunjährigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Das hat der OGH am Freitagnachmittag in einer Presseaussendung bekannt gegeben. Die gegen die Verurteilung gerichtete Nichtigkeitsbeschwerde von Verteidiger Wofgang Blaschitz wurde demnach in nichtöffentlicher Sitzung zurückgewiesen. Ob es bei dem vom Erstgericht gewählten Strafausmaß bleibt, ist noch offen. Die Entscheidung über die Strafberufung bekam das Wiener Oberlandesgericht (OLG) zugewiesen.

https://derstandard.at/2000089712792/Oberstes-Gericht-bestaetigt-Urteil-gegen-19-jaehrigen-Wiener-IS-Terroristen


DER STANDARD: Kopftuch-Ausstellung im Weltmuseum: "Es war immer ein Politikum"

Das Weltmuseum widmet sich in einer Sonderausstellung dem Thema Kopftuch – Kurator Axel Steinmann gibt einen Einblick und erklärt, was er von Verboten hält. Einem saudi-arabischen Roboter mit Kopftuch wird die Staatsbürgerschaft verliehen, stolze Musliminnen kämpfen für das Recht auf verschleierte Smartphone-Emojis, eine Drogeriekette erntet einen Shitstorm, weil sie mit einer Hidschab-tragenden Frau wirbt: Im Oktober des Vorjahrs überschlugen sich Meldungen wie diese in den Medien. Es war der Moment, als sich das gerade neu eröffnete Weltmuseum Wien entschloss, das Thema im Zuge seiner ersten großen Sonderausstellung zu behandeln: "Verhüllt, enthüllt! Über die Kulturgeschichte des Kopftuchs" bietet ab heute Überraschendes und läuft bis 26. Februar 2019.

https://derstandard.at/2000089478300/Kopftuch-Ausstellung-im-Weltmuseum-Es-war-immer-ein-Politikum


DER STANDARD: Polizei findet nach Geiselnahme in Köln kein Bekenntnis zum IS


Wohnung des Täters durchsucht, der sich nach Notoperation im Koma befand – Motiv der Tat weiter unklar. Auch einen Tag nach der Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof war noch vieles unklar. Der Täter, der beim Zugriff der Polizei schwer verletzt wurde, befand sich nach einer Notoperation am Dienstag weiter auf der Intensivstation im Koma. Lebensgefahr bestehe laut Behörden aber nicht mehr. Zumindest seine Identität konnte nun festgestellt werden. Es handle sich zweifelsfrei um den Mann, dessen Papiere die Polizei am Tatort gefunden hatte, sagte ein Polizeisprecher. Dieser sei ein 55 Jahre alter Syrer mit offiziellem Flüchtlingsstatus. Er sei polizeibekannt.

https://derstandard.at/2000089439982/Polizei-durchsuchte-nach-Geiselnahme-Wohnung-in-Koeln


DER STANDARD: Bisher nur ein Imam ausgewiesen, 38 Verfahren laufen noch

 

Von der groß angekündigten Maßnahme der Regierung im Juni ist nicht viel übriggeblieben. Die türkis-blaue Bundesregierung hat Anfang Juni öffentlichkeitswirksam einen Schritt im Kampf gegen den "politischen Islam" angekündigt: Sieben Moscheen würden geschlossen, bis zu 40 Imame ausgewiesen.

https://derstandard.at/2000089356122/Bisher-nur-ein-Imam-ausgewiesen-38-Verfahren-laufen-noch

ZEIT ONLINE: Herr K. und die Angst vor dem Islam

 

Unsere Autorin hat über "Österreich spricht" einen Nachbarn gefunden, der die Welt ganz anders sieht. Seit dem Gespräch macht sie sich Sorgen um die Zukunft. Am vergangenen Samstag trafen sich bei "Österreich spricht" rund 6.000 Menschen mit einem Nachbarn, der politisch anders denkt. Die Aktion ist die österreichische Variante der Aktion "Deutschland spricht",  bei der sich am 23. September rund 8.000 Menschen überall in Deutschland zum politischen Zwiegespräch trafen. Bei "Österreich spricht" kam die Plattform "My Country Talks" zum Einsatz, die ZEIT ONLINE gemeinsam mit internationalen Medienpartnern entwickelt hat und die es Medienhäusern weltweit ermöglichen soll, ihre Leserinnen und Leser in kontroverse Gespräche mit Andersdenkenden zu vermitteln.

https://www.zeit.de/gesellschaft/2018-10/oesterreich-spricht-oevp-fpoe-islam-fluechtlinge-migration


WIENER ZEITUNG: Kritik an Kopftuchverbot und Strafen

Gegen die Einführung eines Kopftuchverbots in Österreichs Kindergärten gibt es massive Einwände. Die IGGÖ wehrt sich grundsätzlich gegen jeden Versuch, "den Hidschab explizit oder implizit als politisches Symbol hinzustellen". Die Regelungen zum geplanten Kopftuchverbot, das im Gesetzesentwurf zur neuen 15a-Vereinbarung für den Ausbau der Kinderbetreuung enthalten ist, sorgen weiter für Kritik. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) sieht ein "Phantomphänomen", Kinder- und Jugendanwaltschaft sowie Land Burgenland sind gegen die Möglichkeit von Verwaltungsstrafen.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/997143_Kritik-an-Kopftuchverbot-und-Strafen.html


WIENER ZEITUNG: Junge Muslime setzten mit Auschwitz-Besuch Zeichen

 

Vertreter der Muslimischen Jugend besuchten erstmals die Gedenkstätte am ehemaligen Vernichtungslager. Der Besuch einer muslimischen Delegation in Auschwitz ist nichts alltägliches. Auch wenn der Islam mit den grauenvollen Verbrechen des NS-Regimes nichts zu tun hat, ist das Verhältnis zum Judentum alles andere als friktionsfrei. Es ist daher kein Zufall, dass die Reise der knapp 20 Vertreter der Muslimischen Jugend der erste Besuch einer offiziellen islamischen Delegation aus Österreich in der Gedenkstätte des größten und brutalsten Vernichtungslagers des so genannten "Dritten Reichs" ist.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/995974_Junge-Muslime-setzten-mit-Besuch-in-Auschwitz-ein-Zeichen.html


FAZ: Islam-Institut soll erhalten bleiben

 

Auch nach dem Tod seines Gründungsdirektors Fuat Sezgin bleibt das Islam-Institut erhalten. Genug Stiftungskapital für den Weiterbetrieb sei vorhanden und auch die Eingliederung in die Goethe-Universität wäre eine Option. Das in Frankfurt ansässige Institut für Geschichte der Arabisch-Islamischen Wissenschaften soll nach dem Tod seines Gründungsdirektors Fuat Sezgin weitergeführt werden. „Eine Auflösung steht nicht zur Debatte“, teilte der kommissarische Vorstand, Klaus Zimmermann, dieser Zeitung mit. Der Rechtsanwalt Zimmermann ist vom Amtsgericht Frankfurt zum sogenannten Notvorstand der Stiftung bestellt worden, die das Institut finanziert.

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/islam-institut-soll-in-goethe-uni-eingegliedert-werden-15828323.html


FAZ: Passen die AfD und Muslime zusammen?

 

André Yorulmaz ist Sohn eines Muslims und ein ehemaliges AfD-Mitglied. Im F.A.Z.-Gespräch erklärt er, warum die AfD eine Plattform für liberale Muslime sein könnte – und wie sie ihre Radikalität verlieren kann. Ich bin immer wieder verwundert, wie die AfD es schafft, diese Themen – es gab ja auch „Homosexuelle in der AfD“ und jetzt die „Juden in der AfD“ – medienwirksam zu vereinnahmen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehemaliges-afd-mitglied-im-gespraech-warum-islamkritik-berechtigt-ist-15833251.html


FAZ: Wie Beatrix von Storch um Muslime wirbt

 

Beatrix von Storch will liberale Muslime für die AfD gewinnen. Anhängern des rechten Flügels in der Partei ist das ein Dorn im Auge. Ein früheres AfD-Mitglied hält die Strategie hingegen für erfolgversprechend – und für gefährlich. Passen Muslime zur AfD? Ja, findet Beatrix von Storch. Doch damit nicht genug – die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei im Bundestag brachte zuletzt sogar eine Gruppe für „Muslime in der AfD“ ins Spiel – als Interessenvertretung, ähnlich der neugegründeten „Juden in der AfD“. Ob von Storch ihren Parteifreunden damit aus der Seele spricht, ist fraglich. Immerhin stellt die AfD in ihrem Grundsatzprogramm klar, dass der Islam aus ihrer Sicht nicht zu Deutschland gehört.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wie-afd-politikerin-beatrix-von-storch-um-muslime-wirbt-15836366.html


SUEDDEUTSCHE:  Mordanschlag auf Muslimin: angeklagte Eltern freigelassen

 

Im Ravensburger Prozess um einen brutalen Mordanschlag auf eine junge Muslimin sind deren mitangeklagte Eltern aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Entscheidung habe die Jugendkammer nach der Zeugenvernehmung der inzwischen 18 Jahre alten Frau getroffen, teilte das Landgericht am Freitag mit. Angesichts ihrer Aussagen in geschlossener Sitzung sei der Tatverdacht einer gemeinschaftlich begangenen gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil der Tochter gegen die Eltern verneint worden. Zudem habe die Kammer mit Blick auf eine mögliche Strafbarkeit wegen unterlassener Hilfeleistung und der bisherigen Untersuchungshaftzeit bei den Eltern "keinen Fluchtanreiz" mehr gesehen.

https://www.sueddeutsche.de/news/panorama/prozesse---ravensburg-mordanschlag-auf-muslimin-angeklagte-eltern-freigelassen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-181019-99-447025


SUEDDEUTSCHE: Muslime machen auf Alltagsrassismus in München aufmerksam

 

Erkan und Merve sind fühlen sich in München heimisch und als Teil der Stadtgesellschaft - sie wünschen sich aber mehr Offenheit, und dass Vielfalt normal werde. Deshalb haben sie sich an der Aktion der Stadt beteiligt. Die Stadt hat eine Postkarten-Aktion unter dem Motto "Ich bin Münchner - ich bin Muslim" gestartet. Da ist zum Beispiel Erkan. "Ich bin hier geboren und wurde hier geprägt. Deshalb fühle ich mich in München daheim. Trotzdem wird mir immer wieder das Gefühl gegeben, dass ich nicht dazu gehöre." Der 42-jährige Münchner ist ein hoch gebildeter, freundlicher Mann. Er hat eine Frau und drei Kinder, er ist ganz selbstverständlicher Teil der Stadtgesellschaft. Doch Erkan ist Muslim. Und sein elfjähriger Sohn, der aufs Gymnasium geht, "hat Angst um seine Mutter, die ein Kopftuch trägt".


DW: Zahl der Moscheen und Gebetsräume unbekannt

 

Es mag verwundern in einem Land, das Statistiken pflegt und gerne Ordnung hält. Aber niemand kennt die Zahl der Moscheen und islamischen Gebetsräume in Deutschland. Die Deutsche Islamkonferenz könnte das bald ändern. Wie viele Bauten oder auch wie viele Moscheevereine es halbwegs genau gibt - das weiß in Deutschland niemand. Dabei lässt sich so herrlich streiten über angeblich "zu viele" oder auch "immer mehr Moscheen". Seit dem Konflikt um die Kölner Ditib-Moschee sind islamische Gotteshäuser wieder in der Diskussion. Denn viele verbinden mit dem repräsentativen Bau in der Domstadt eine Machtdemonstration des türkischen Staates.

https://www.dw.com/de/zahl-der-moscheen-und-gebetsr%C3%A4ume-unbekannt/a-45804430