islaMedia



islaMedia - Medienberichterstattung über Islam und Muslime in Europa

http://www.ezire.fau.de/


Dezember 2021


DIE PRESSE: Islamverband klagt über Dokustelle Politischer Islam

Der Bericht über Millî Görüş wurde im Mai bei einer Pressekonferenz mit Ministerin Susanne Raab vorgestellt - nun bezieht die Islamische Föderation dagegen Stellung. Die Islamische Föderation sieht sich in einem Grundlagenbericht der Stelle zu Unrecht in die Nähe der türkisch-islamistischen „Millî Görüş"-Bewegung gerückt, aus der sie selbst hervorgegangen ist. Der zweitgrößte islamische Verband Österreichs geht auf Konfrontationskurs mit der Dokumentationsstelle Politischer Islam. Die von der Bundesregierung 2020 eingerichtete Stelle hat im Frühjahr unter anderem einen Bericht über Millî Görüş („Nationale Sicht") und ihre Ableger in Österreich veröffentlicht. Die Islamische Föderation (IF) sieht sich dadurch in ein falsches Licht gerückt.

https://www.diepresse.com/6061877/islamverband-klagt-uber-dokustelle-politischer-islam?from=rss

DIE PRESSE: Gilles Kepel: „In der Welt der Terroristen muss Wien fallen"

Der französische Arabist und Islamismus-Experte Gilles Kepel über einen von Muslimbrüdern manipulierten Europarat, den „Wutunternehmer" Erdoğan und Stimmungsterrorismus: ein Gespräch anlässlich seines neuen Buchs.

https://www.diepresse.com/6061963/gilles-kepel-in-der-welt-der-terroristen-muss-wien-fallen?from=rss

DIE PRESSE: Die Dokumentationsstelle auf der Spur des radikalen Islam

Es gehe zunächst um Grundlagenarbeit, sagt Lisa Fellhofer, Leiterin der Dokumentationsstelle Politischer Islam. Empirische Studien sollen aber folgen. Eine neue Publikation der Dokumentationsstelle Politischer Islam soll Verbindungen in Österreich aufdecken. Die IGGÖ spricht von „veralteten Informationen". Die Muslimbruderschaft ist in der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) und ihren Vorläuferorganisationen vertreten. Die Atib trägt türkische Staatspropaganda in die Moscheen. Und die Millî Görüş, in Österreich vertreten durch die Islamische Föderation (IF), hat sich nie von Gründungsvater Necmettin Erbakan und seinen politischen Vorstellungen distanziert.

https://www.diepresse.com/6066686/die-dokumentationsstelle-auf-der-spur-des-radikalen-islam?from=rss

WELT.DE: Säkularer Islam fordert Evaluation des umstrittenen Islamvertrags

Das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) wird von der Imam-Ali-Moschee Hamburg getragen, auch Blaue Moschee genannt. Ein Jahr vor der Überprüfung des einst in Hamburg geschlossenen – und mittlerweile umstrittenen – Staatsvertrages mit islamischen Verbänden wächst der Druck auf den rot-grünen Senat. In einem Brief, der WELT vorliegt, fordert der Verein Säkularer Islam (VSI) den Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und die Landeschefin der Sozialdemokraten, Melanie Leonhard, auf, das im Vertrag vereinbarte „Evaluierungsverfahren" bereits jetzt einzuleiten.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article235086310/Hamburg-Liberaler-Islam-fordert-Evaluation-des-umstrittenen-Islamvertrags.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: Dinslakener IS-Terrorist will doch nicht aussagen

Kehrtwende von der Kehrtwende: Der wegen Mordes angeklagte IS-Terrorist Nils D. will sein Schweigen doch nicht brechen. Der Prozess werde am kommenden Mittwoch mit dem Plädoyer der Verteidigung fortgesetzt, sagte eine Sprecherin des Düsseldorfer Oberlandesgerichts am Freitag auf Anfrage. Das Gericht hatte die Beweisaufnahme nach mehr als zwei Jahren Prozessdauer schon geschlossen und der Staatsanwalt schon plädiert, als der 31-Jährige plötzlich eine Aussage ankündigte.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article235168684/Dinslakener-IS-Terrorist-will-doch-nicht-aussagen.html?icid=search.product.onsitesearch

WELT.DE: „Beteiligte Moschee-Vereine stehen für ein ,Who is who' des politischen Islam"

Ein vom Berliner Senat gefördertes Projekt hat eine Studie zu Diskriminierungserfahrungen jugendlicher Muslime durchgeführt. Die sind teilweise in Moscheen aktiv, die in Verfassungsschutz-Berichten erwähnt wurden – und laut Kritikern ein „reaktionäres Islam-Verständnis" leben. Es ist ein besorgniserregender Befund, zu dem eine Studie der vom Berliner Senat geförderten Anlaufstelle Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) kommt. „Muslimische Schüler*innen erleben in Bezug auf ihre islamische Identität oft ein ausgrenzendes Schulklima", heißt es darin. Und: „Diskriminierungserfahrungen gehören zum Alltag muslimischer Schüler*innen."

https://www.welt.de/politik/deutschland/article235173000/Islam-in-Berlin-Aerger-um-Studie-zu-Diskriminierung-junger-Muslime.html?icid=search.product.onsitesearch


WELT.DE: Muslime spenden für ausgeräumte Kirche in Nordhausen

Die Deutsche Muslim-Liga hat mit einer Spende die Restaurierung von zerstörten Gegenständen in der Frauenbergkirche in Nordhausen unterstützt. Das Gotteshaus war Ende Oktober von einem aus Afghanistan stammenden 25 Jahre alten Muslim ausgeräumt worden. Der Mann hatte Mobiliar aus der Kirche getragen. Dabei wurden laut der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM) ein Kruzifix, ein Altarbild und eine Vitrine beschädigt.

https://www.welt.de/regionales/thueringen/article235279288/Muslime-spenden-fuer-ausgeraeumte-Kirche-in-Nordhausen.html?icid=search.product.onsitesearch


WELT.DE: Verteidiger fordert Freispruch für Dinslakener IS-Terrorist

Der wegen Mordes angeklagte IS-Terrorist Nils D. aus Dinslaken muss nach Ansicht seines Verteidigers freigesprochen werden. Nichts spreche dafür, dass er einen Gefangenen des IS in Syrien gefoltert und getötet habe, sagte Anwalt Lars Brögeler am Mittwoch in seinem Plädoyer am Düsseldorfer Oberlandesgericht. Die Aussagen mehrerer Zeugen seien voller Widersprüche gewesen.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article235261510/Verteidiger-fordert-Freispruch-fuer-Dinslakener-IS-Terrorist.html?icid=search.product.onsitesearch

WELT.DE: Mord in Salzgitter: Urteil gegen Täter rechtskräftig

Nach dem Mord an einem 25 Jahre alten Mann auf einem Hinterhof-Parkplatz in Salzgitter ist das Urteil rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) habe die Revision des Angeklagten gegen das Urteil der Strafkammer vom 18. Mai dieses Jahres als unbegründet verworfen, teilte das Landgericht Braunschweig am Freitag mit (6 StR 447/21). Der 35 Jahre alte Täter aus Syrien war im Mai zu lebenslanger Haft verurteilt worden, wobei im zweiten Anlauf die besondere Schwere der Schuld festgestellt worden war.


WELT.DE: Zehn Jahre Haft wegen Mordes für «Ibrahim, den Deutschen»

Maskiert und schwarz gekleidet verbreitete er Leid und Schrecken. Nils D. aus Dinslaken war der gefürchtete Folterer Abu Ibrahim al-Almani («Ibrahim der Deutsche»), hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht am Freitag befunden und den 31-Jährigen zu zehn Jahren Haft wegen Mordes verurteilt. Der Deutsche habe in einem Gefängnis der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien 2014 den 25-jährigen Gefangenen Hassan M. zu Tode gefoltert. In zwei weiteren Fällen von mutmaßlichen Foltermorden sprach das Gericht den heute 31-Jährigen frei.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article235291552/Zehn-Jahre-Haft-wegen-Mordes-fuer-Ibrahim-den-Deutschen.html?icid=search.product.onsitesearch

WELT.DE: Urteil gegen Dinslakener IS-Terrorist erwartet

Unterschiedlicher können die Strafanträge nicht sein: Die einen fordern Freispruch, die anderen die Höchststrafe. An diesem Freitag soll das Urteil gegen einen IS-Terroristen aus Dinslaken verkündet werden. Nach mehr als zwei Jahren Prozessdauer soll gegen den wegen Mordes angeklagten IS-Terroristen Nils D. an diesem Freitag (13.30) das Urteil gesprochen werden. Während die Bundesanwaltschaft am Düsseldorfer Oberlandesgericht lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere seiner Schuld beantragt hat, hat die Verteidigung einen Freispruch gefordert.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article235296684/Lohberger-Brigade-Urteil-gegen-Dinslakener-IS-Terrorist-Nils-D-erwartet.html?icid=search.product.onsitesearch

ORF.AT: Muslime und die Krux mit dem Sarg

In Bayern sind erstmals Muslime nur in einem Leichentuch ohne Sarg bestattet worden – ganz im Sinne der islamischen Tradition. Möglich wurde das, weil in Bayern heuer die Sargpflicht fiel. In einigen deutschen Bundesländern gilt sie noch, auch in Österreich. Eine Lockerung der Regelung würden Musliminnen und Muslime auch hierzulande begrüßen. Das absolute Verbot fiel bereits im April: Wer aus religiösen oder weltanschaulichen Gründen nur in einem Leichentuch beerdigt werden will, solle dies in Bayern auch in Anspruch nehmen können. Das gilt jedenfalls, wenn Städte und Gemeinden in ihrer Funktion als Friedhofsträger Bestattungen ohne Sarg zulassen. München hat das getan.

https://religion.orf.at/stories/3210027/

WIENER ZEITUNG: Moscheenbetreiber wehren sich gegen "Milli Görüs"-Vorwurf

Islamische Föderationen kritisieren Bericht der Dokumentationsstelle politischer Islam. Suche nach Gespräch. Einer der großen Moscheenbetreiber in Österreich, die Islamische Föderation (AIF), wehrt sich gegen den in einem Dossier der staatlichen Dokumentationsstelle politischer Islam erhobenen Vorwurf, Arm der türkisch-nationalistischen Milli Görus zu sein. Gegen diesen Imageschaden will Vorsitzender Abdi Tasdögen nun ankämpfen und sucht das Gespräch mit den Verantwortlichen, wie er im Gespräch mit der APA sagte. Das Dossier sei unseriös und eine Verschwendung von Steuergeld. Ende Mai dieses Jahres hatte die von der Regierung eingerichtete Dokumentationsstelle neben der heftig umstrittenen "Islamlandkarte" auch drei Dossiers zu den größten Dachverbänden islamischer Vereine vorgestellt.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2127927-Moscheenbetreiber-wehren-sich-gegen-Milli-Goerues-Vorwurf.html

SUEDDEUTSCHE: Beisetzung nach muslimischem Ritus: Nur in ein Tuch gehüllt

Seit 1. April ist in Bayern die Sargpflicht aufgehoben. Damit das nach den Regeln des Ritus und der hygienischen Verordnungen klappt, schult das Team der Friedhofsverwaltung sein Personal dafür mit einer Puppe. Für manche Gläubige wird mit der sarglosen Bestattung ein Signal gesetzt. Die Szene wirkt irritierend: Vier Männer in langen schwarzen Mänteln, schwarzer Schirmmütze und weißem Mundschutz schieben im Gleichschritt einen Sargwagen über einen Weg im Westfriedhof. Sie stoppen vor einer offenen Grube, nehmen den Deckel des schlichten Holzsargs ab und greifen hinein. An den Schlaufen eines Tragetuchs.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-bestattung-ohne-sarg-muslime-1.5464944?reduced=true

SUEDDEUTSCHE: Vorwürfe in Prozess um Tod einer Jesidin zurückgewiesen

Im Prozess um den qualvollen Tod eines fünfjährigen Mädchens aus der Volksgruppe der Jesiden im Irak hat die Verteidigung die Vorwürfe der Bundesanwaltschaft zurückgewiesen. Die Anwälte stellten am Montag in ihrem Plädoyer vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt indes keinen konkreten Antrag, sondern erklärten, sie legten das Schicksal ihres Mandanten in die Hände des Senats. Das Urteil soll kommende Woche verkündet werden. Angeklagt ist der 31 Jahre alte mutmaßliche Sympathisant der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unter anderem wegen Völkermordes und Kriegsverbrechen. Der Iraker Taha Al-J. soll das fünfjährige Kind und dessen Mutter im Sommer 2015 als Sklavinnen gehalten haben. Als Strafaktion soll er das Mädchen bei sengender Hitze an ein Fenster gekettet haben, wo es einen tödlichen Hitzschlag erlitt.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozesse-frankfurt-am-main-vorwuerfe-in-prozess-um-tod-einer-jesidin-zurueckgewiesen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-211122-99-96325

 

SUEDDEUTSCHE: Muslime spenden für ausgeräumte Kirche in Nordhausen

Die Deutsche Muslim-Liga hat mit einer Spende die Restaurierung von zerstörten Gegenständen in der Frauenbergkirche in Nordhausen unterstützt. Das Gotteshaus war Ende Oktober von einem aus Afghanistan stammenden 25 Jahre alten Muslim ausgeräumt worden. Der Mann hatte Mobiliar aus der Kirche getragen. Dabei wurden laut der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM) ein Kruzifix, ein Altarbild und eine Vitrine beschädigt. Die Deutsche Muslim-Liga habe 500 Euro gespendet und übernehme damit den finanziellen Eigenanteil, den die Gemeinde für die Restaurierung aufbringen müsse, teilte die EKM am Donnerstag mit.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/kriminalitaet-nordhausen-muslime-spenden-fuer-ausgeraeumte-kirche-in-nordhausen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-211125-99-141238


SUEDDEUTSCHE: Hamburger AfD will Aufnahme von IS-Rückkehrern stoppen

Die Hamburger AfD-Fraktion fordert eine Bundesratsinitiative, um die Aufnahme von IS-Rückkehrern zu stoppen. Ziel müsse es sein, eine Rückkehr von Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die neben der deutschen über eine weitere Staatsangehörigkeit verfügen, verhindern zu können, heißt es in einem am Freitag vorgestellten "Positionspapier zum Islamismus". Und weiter: "Das Recht deutscher Staatsbürger, die sich im Ausland einer terroristischen Vereinigung angeschlossen und dabei womöglich Verbrechen begangen haben, auf eine Rückkehr nach Deutschland ist gegenüber der Pflicht des Staates, die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten, eindeutig als nachrangig zu beurteilen."

https://www.sueddeutsche.de/politik/buergerschaft-hamburg-hamburger-afd-will-aufnahme-von-is-rueckkehrern-stoppen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-211126-99-155841


SUEDDEUTSCHE: Stiche gegen Mann und Ex-Frau: Angeklagter spricht von Panik

Ein 49-Jähriger Mann, der sich seit Freitag wegen lebensgefährlicher Messerstiche auf seine Ex-Frau und deren Begleiter vor dem Kieler Landgericht verantworten muss, hat die Tat als Panikreaktion geschildert. Der Angeklagte und sie hatten nach islamischem Recht geheiratet und  mehrere Jahre das Lokal in Kiels Innenstadt geführt, in dem sich die Tat ereignete - sie zuletzt als Inhaberin, er zeitweise als Geschäftsführer. Zur Tatzeit war er arbeitslos.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozesse-kiel-stiche-gegen-mann-und-ex-frau-angeklagter-spricht-von-panik-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-211126-99-155504

DW: Mordurteil für deutschen IS-Terroristen

Seine Verteidiger versuchten Zeugenaussagen zu entwerten. Doch für die Richter ist Nils D. ein Mörder. Er soll Gefangene des "Islamischen Staates" gequält haben. Der bereits als IS-Terrorist verurteilte Nils D. aus Dinslaken hat wegen Mordes eine zehnjährige Haftstrafe erhalten. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach ihn auch wegen Kriegsverbrechen schuldig. Nach Überzeugung der Richter hatte der Deutsche in einem Gefängnis des sogenannten Islamischen Staates in Syrien einen Gefangenen zu Tode gefoltert. In zwei weiteren Fällen von mutmaßlichen Foltermorden wurde der 31-jährige freigesprochen. Die Bundesanwaltschaft hatte lebenslange Haft mit besonderer Schwere der Schuld beantragt. Die Verteidigung plädierte dagegen auf Freispruch. Sie begründete dies mit vermeintlichen Widersprüchen in den Aussagen mehrerer Zeugen. Der Angeklagte hatte zu den Tatvorwürfen geschwiegen und auf Einlassungen in einem früheren Verfahren verwiesen. Seinerzeit hatte er umfassend gegen seine islamistischen Komplizen ausgesagt. Der jüngste Prozess dauerte mehr als zwei Jahre.

https://www.dw.com/de/mordurteil-f%C3%BCr-deutschen-is-terroristen/a-59951127



November 2021



DIE PRESSE: Österreich geht mit anderen EU-Ländern gegen politischen Islam vor

Österreich, Dänemark, Belgien und Frankreich wollen gemeinsam gegen Radikalisierung kämpfen. Wien solle dabei als "Kompetenzort gegen politischen Islam" etabliert werden. Islamismus mache nicht an den Grenzen halt, die Kooperation innerhalb Europas müsse deshalb verstärkt werden, sagte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) im Rahmen einer Konferenz am Donnerstag in Wien.

https://www.diepresse.com/6053344/osterreich-geht-mit-anderen-eu-landern-gegen-politischen-islam-vor?from=rss


DIE PRESSE: Kopftuch-Werbung, bezahlt aus dem EU-Budget

Mit Sujets wie diesem hat sich der Europarat im Bemühen um Toleranz ein schweres PR-Problem eingefangen. Der Europarat löst mit einer Kampagne gegen Hassrede, in der das Tragen des Hijab als Zeichen der Freiheit der Frauen dargestellt wird, einen Aufruhr im Netz aus. Finanziert wird das auch von der EU. „Schönheit liegt in Diversität, wie Freiheit im Hijab liegt": unter dieser Parole lancierte der Europarat am Dienstag ein kurzes Onlinevideo auf Twitter. Man sieht da junge Frauen, zunächst ohne, dann mit islamischem Kopftuch. Das Ganze ist Teil einer Kampagne gegen Hassrede und Angriffe auf Minderheiten, darunter jene der Moslems, allen voran moslemischer Frauen mit Kopftuch.

https://www.diepresse.com/6055822/kopftuch-werbung-bezahlt-aus-dem-eu-budget?from=rss

 

DIE PRESSE: Sobotka in Paris: Zwischen Katholizismus und Islamismus

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) besuchte die Große Moschee und das Parlament in Paris, die Shoa-Gedenkstätte in Drancy – und ärgerte sich über die Zustände zu Hause. Wolfgang Sobotka, gelernter Historiker, hat es mitunter gern pathetisch. „Gerade hier vor der Französischen Nationalversammlung", setzt der österreichische Präsident des Nationalrats vor dem Pariser Palais seines französischen Amtskollegen, Richard Ferrand, an, „wird mir einmal mehr bewusst, wie wichtig das freie Mandat ist." Die Assemblée nationale, die Nationalversammlung, ist aus der Französischen Revolution von 1789 hervorgegangen.

https://www.diepresse.com/6056809/sobotka-in-paris-zwischen-katholizismus-und-islamismus?from=rss

 

DIE PRESSE: Doch kein Terror: Strafverfahren beendet

Operation Luxor: Nach der Razzia gegen mutmaßliche Muslimbrüder und Hamas-Mitglieder kam es nun zu einer ersten Verfahrenseinstellung – zugunsten eines Islam-Lehrers. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hatte vor einem Jahr von einem „entscheidenden Schlag" gegen die Muslimbruderschaft und die Terrororganisation Hamas gesprochen. Grund dafür war eine Großrazzia (Operation Luxor) gegen mutmaßliche Mitglieder dieser Vereinigungen. An 60 Orten in vier Bundesländern waren Fahnder aktiv – und zwar eine Woche nach dem Wien-Terror. Doch die Verdachtsmomente scheinen dünn zu sein. Nun gab es sogar die erste Einstellung eines Verfahrens.

https://www.diepresse.com/6055258/doch-kein-terror-strafverfahren-beendet?from=rss

 

DIE PRESSE: Erster Antrag auf Zulassung des Muezzin-Rufs in Köln

Obwohl es nicht die erste solche Ruf-Erlaubnis in Deutschland ist, hat das aktuelle Projekt in Köln viel Staub aufgewirbelt und Kritik ausgelöst. Die antragstellende muslimische Gemeinde ist noch unbekannt, eine Zulassung nur unter vielen Auflagen möglich. In der deutschen Stadt Köln (Nordrhein-Westfalen, NRW) ist der erste Antrag zur Genehmigung von Muezzin-Rufen eingegangen. Gestellt habe ihn eine Moschee-Gemeinde aus dem rechtsrheinischen Teil der Stadt, teilte eine Sprecherin der Verwaltung am Mittwoch mit. Er werde nun geprüft.


https://www.diepresse.com/6059132/erster-antrag-auf-zulassung-des-muezzin-rufs-in-koln?from=rss

 

DER STANDARD: Französische Ministerin Schiappa: "Man muss den Nährboden des Terrorismus bekämpfen"

Während in Österreich die Politik den politischen Islam im Visier hat, spricht Frankreich bei der Terrorbekämpfung vom Kampf gegen den Separatismus. Unmittelbar nach dem Wiener Terrorattentat vor einem Jahr hatten Österreich und Frankreich angekündigt, mehr für eine effiziente Terrorbekämpfung in Europa tun zu wollen. In der Vorwoche machte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) einen entsprechenden Schritt und empfing zuständige Minister, Ministerinnen und Extremismusexperten aus mehreren europäischen Ländern.

https://www.derstandard.at/story/2000130839312/franzoesische-ministerin-schiappa-man-muss-den-naehrboden-des-terrorismus-bekaempfen


ZEIT ONLINE: Heikler Stoff

Nicht erst seit der Machtübernahme der Taliban sind Hidschab, Nikab und Burka in Deutschland ein Reizthema. Wer trägt das Kopftuch – und warum? Ein Überblick in Grafiken. 2015 hat das Bundesverfassungsgericht ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrerinnen an öffentlichen Schulen für unzulässig erklärt. Es widerspreche der Glaubensfreiheit. Nur wenn im Einzelfall der Schulfrieden gestört ist, seien Einschränkungen erlaubt.

https://www.zeit.de/2021/44/kopftuecher-islam-typen-hidschab-nikab-burka

 

ZEIT ONLINE: Endlich frei

Amin Golmaryami kam als Flüchtlingskind nach Deutschland. Mit 15 sei er zusammen mit vielen anderen Jugendlichen von Köln in den Irak gebracht worden, sagt er – in ein Militärcamp einer iranischen Organisation namens Volksmudschahedin. Er ist das erste jener Opfer dieser Politsekte, das seine Geschichte unter seinem Namen öffentlich macht. Ein Spaziergang soll es werden. Amin Golmaryami ist ein Mann mit strubbeligen dunklen Locken, der gern Nike-Turnschuhe trägt, auch bei diesem ersten Treffen im Oktober 2020 auf der Zülpicher Straße in der Kölner Neustadt, dem studentischen Partyviertel. Der 35-Jährige hatte schon viele Jobs; momentan betreut er Menschen mit Behinderung. Er spricht akzentfrei Deutsch und verwendet doch manchmal Wörter aus seiner Muttersprache Persisch. Sie sind nicht schwer zu übersetzen, schwerer ist es, sie zu erklären: Almaas-e ensaani etwa bedeutet "menschlicher Diamant".  

 
https://www.zeit.de/zeit-magazin/2021/44/amin-golmaryami-flucht-irak-volksmudschahedin-militaercamp-organisation
 

 

WELT.DE: Mutmaßliche IS-Sympathisantin: Anwalt fordert mildere Strafe

Der Prozess gegen eine mutmaßliche IS-Sympathisantin in Frankfurt geht zu Ende. Nun plädiert die Verteidigung. Im Prozess gegen eine mutmaßliche Sympathisantin der Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS) hat am Mittwoch die Verteidigung ihr Plädoyer gehalten. Sie will eine wesentlich geringere Strafe als die von der Anklagevertretung geforderten drei Jahre und drei Monate Haft. Das erklärte der Rechtsanwalt und Linken-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi, der die 32 Jahre alte Kim Teresa A. vertritt. Konkretere Angaben zur Strafhöhe machte er aber nicht.

https://www.welt.de/regionales/hessen/article234668726/Mutmassliche-IS-Sympathisantin-Anwalt-fordert-mildere-Strafe.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: Beruhigungspille fürs Bildungsbürgertum

„Contra" erzählt die Geschichte der jungen Jurastudentin Naima, die von ihrem Professor auf einen Debattierwettbewerb vorbereitet werden soll. Nilam Farooq und Christoph Maria Herbst liefern sich in den Hauptrollen wahre Wortgefechte und laufen dabei zu Hochform auf. Ein rassistischer Professor muss eine migrantische Studentin für einen Debattier-Wettbewerb fit machen: Sönke Wortmanns neuer Kinofilm „Contra" ist die Beruhigungspille für alle, die sich vor politischer Korrektheit fürchten. Im Jahr 1935 traten Teams zweier amerikanischer Hochschulen zu einem Rhetorikwettbewerb an. Das eine kam von der prestigereichen University of Southern California, das andere von dem bescheidenen Wiley College in Texas. Das eine war der regierende US-Meister im Debattieren und bestand nur aus Weißen, das andere der Underdog, der nur von Schwarzen gebildet wurde. Das Wiley College gewann.

https://www.welt.de/kultur/kino/article234448356/Soenke-Wortmanns-Contra-Beruhigungspille-fuers-Bildungsbuergertum.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: „Ich war nur Hausfrau"

In Hamburg steht eine 24-Jährige wegen Mitgliedschaft beim Islamischen Staat vor Gericht. Ihre Angaben klingen wie das Gegenteil der Anklageschrift. Nicht der Hass, sondern die Liebe habe sie als Jugendliche ins Bürgerkriegsland Syrien gelockt. Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg muss sich seit Donnerstag eine 24-Jährige wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland verantworten. Die Angeklagte, Mutter dreier Kinder, bestritt, Mitglied des Islamischen Staates (IS) in Syrien gewesen zu sein.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article234840778/24-Jaehrige-bestreitet-IS-Mitgliedschaft-Ich-war-nur-Hausfrau.html?icid=search.product.onsitesearch

 

FAZ: Ich hatte die Wahl zu schweigen oder zu gehen"

In Usbekistan findet eine Präsidentenwahl statt, doch es wird sich nichts ändern. So berichten es Journalisten, die in ihrer Heimat inhaftiert wurden – und inzwischen in Deutschland leben. Am Anfang sei die Hoffnung groß gewesen, dass sich in Usbekistan etwas ändere, sagt Salidschon Abdurachmanow. Hoffnung hat der Einundsiebzigjährige noch. Doch geändert hat sich in seinem Heimatland in den vergangenen fünf Jahren wenig. Abdurachmanow ist Journalist. Seit mehr als einem Jahr lebt er in Deutschland, weil er in Usbekistan nicht mehr sicher war.


https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/praesidentenwahl-in-usbekistan-journalisten-leben-gefaehrlich-17600605.html


FAZ: Wann ich deutsch bin? Ich hefte alles ab!"

Nilam Farooq ist das Kind polnisch-pakistanischer Eltern, ein Berliner Mädchen und der Shootingstar des deutschen Kinos. Ein Gespräch über Rassismus, klischeedeutsche Tugenden und ihren kometenhaften Erfolg als Schauspielerin. Als sie den Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin gewann, für ihr Spiel in Sönke Wortmanns „Contra", hieß es in der Laudatio: „Neben einem alten Hasen wie Christoph Maria Herbst nicht nur bravourös zu bestehen, sondern zu brillieren, das gelingt Nilam Farooq." Der 32-jährigen Schauspielerin gelingt aber noch mehr: zwei sehr unterschiedliche Kulturen zu überbrücken, Zivil­courage zu zeigen, mit 20 ein Youtube-Star mit Millionen Followern gewesen zu sein und nun aber ganz behutsam zur Charakterdarstellerin zu reifen. In „Contra" spielt sie eine willensstarke Jurastudentin, die nach einem rassistischen Verbalangriff ihres Uniprofs in einem Rhetorikwettstreit gegen ihn antritt.


https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/nilam-farooq-im-interview-ueber-ihren-erfolg-17608787.html


FAZ:  Mein Enkel, der IS-Terrorist

Auch aus Deutschland sind junge Leute nach Syrien gereist, um sich dem Terrorregime des IS anzuschließen. Was geschieht jetzt mit ihnen, wenn sie zurückkehren? Das fragt ein Film bei Pro Sieben. Geschenke für die Urenkel: In den Läden stöbert die 65-jährige Gabi aus Dortmund-Scharnhorst nach Süßem, Kleidung und Schulranzen für ihre Kleinen. Sie schlendert über einen Basar in Qamischli, einer von den anhaltenden Kämpfen in der Region zerrütteten Stadt im von Kurden kontrollierten Nordosten Syriens. Die bedrückende Szene entstammt der Dokumentation „Das Erbe des Dschihad: Was tun mit Deutschlands IS-Terroristen?" des Pro-Sieben-Reporters Thilo Mischke, die der Sender heute um 20:15 Uhr ausstrahlt. Mischke reist mit Gabi nach Syrien, um mit lokalen Helfern Besuche bei ihren Urenkeln und Lukas zu arrangieren.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/film-das-erbe-des-dschihad-deutschlands-is-terroristen-17624916.html

 

FAZ: „Mein Leben ist zerstört, warum soll ich mich beruhigen?"

In die Bars von Paris ist längst der Alltag zurückgekehrt. Aber der Prozess um die Terroranschläge von 2015 zeigt, wie tief der Schock bei den Bewohnern der Stadt noch sitzt. Der Kellner balanciert sein Tablett, Kürbissuppe für Mademoiselle, für wen ist der Veggieburger? In der Brasserie „La Belle ­Équipe" herrscht rege Betriebsamkeit, alle Tische sind besetzt. Auf der Terrasse sitzt ein Liebespärchen, am Nebentisch wird ein Geburtstag gefeiert, der Champagnerkorken knallt. Paris ist wieder ein Fest. Die Geselligkeit im Ausgehviertel im Osten der Hauptstadt wirkt ansteckend. „Die Terroristen haben nicht gesiegt", sagt Juliette, die im nahe gelegenen Krankenhaus Saint-Antoine ihr Praktisches Jahr macht. Sie nippt an einem Cocktail und zeigt auf die Wandfreske am Eingang: Michelle, Thierry, Marie-Aimée, Anne-Laure, Victor, Djamila . . . Jeder der 21 Namen steht für ein Terroropfer.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/reportage-zu-prozess-zu-terroranschlaegen-am-13-november-2015-in-paris-17619951.html



SUEDDEUTSCHE:
Auszeichnung für jüdisch-muslimischen Dialog

Münchner Bürgerpreis: "Horizonterweiternde Begegnung": Oberbürgermeister Dieter Reiter ehrt im NS-Dokumentationszentrum die Akteurinnen und Akteuren des Ausarten-Festivals mit dem "Bürgerpreis für Demokratie - gegen Vergessen". Als Mohcine Ramdan, der mit prächtig besticktem Kaftan-Hemd unterm Trachtenjanker mitten im aufgekratzten Pulk vor der Bühne steht, von der Presse gebeten wird, seinen Namen auf einen Block zu notieren, reicht er den Stift nach drei Buchstaben wieder zurück: "Ich zittere so. Können Sie selber schreiben?" Auch für den aus Marokko stammenden Münchner Musiker geht gerade ein bewegter und bewegender Abend zu Ende.


https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-buergerpreis-demokratie-islam-1.5449518


DW:  Traditionelle Religionsausübung ist kein politischer Islam

Seit Start eines Modellprojekts in Köln, das muslimischen Gemeinden den Gebetsruf gestatten soll, läuft eine hitzige Debatte zu diesem Thema. Der Islamwissenschaftler und Jurist Mathias Rohe analysiert die Argumente. Woher die Aufregung um den Ruf des Muezzin in Köln? Hat eine extremistische muslimische Moscheegemeinde beantragt, den Ruf zum Ritualgebet lautstärkerverstärkt erschallen zu lassen? Mitnichten. Die Kölner Stadtspitze hat sich anscheinend ohne konkreten Anlass entschlossen, auf die nach geltendem deutschen Recht bestehende Möglichkeit hinzuweisen, einen solchen Gebetsruf zum Hauptgebet am Freitagmittag für fünf Minuten auszuführen.

https://www.dw.com/de/traditionelle-religionsaus%C3%BCbung-ist-kein-politischer-islam/a-59705990