DIE PRESSE: "Lehrgang für Terror": Prozess in Graz startete

Als Spätfolge einer großen Anti-Terror-Razzia in Wien und Graz Ende Jänner 2017 sind am Montag zwei mutmaßliche Jihadisten vor einem Geschworenensenat gestanden. Das Duo musste sich im Straflandesgericht Graz wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und in einer kriminellen Organisation und auch wegen Bildung einer staatsfeindlichen Verbindung verantworten.

https://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/5536713/Lehrgang-fuer-Terror_Prozess-in-Graz-startete

DIE PRESSE: Jihadisten-Prozess: Aufregung um einsamen Koffer vor Gericht in Graz

 

Ein blaues Gepäcksstück versetzte das Wachpersonal in Aufregung, der zweite Verhandlungstag begann mit Verspätung. Vor Gericht stehen zwei Männer, ein Österreicher und ein Bulgare. Im Grazer Straflandesgericht ist am Dienstag der Prozess gegen zwei mutmaßliche Jihadisten fortgesetzt worden. Sie sollen beide mit der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) sympathisiert haben. Einer soll Mitglieder angeworben haben, beim zweiten wurden umfangreiche Anleitungen für terroristische Aktivitäten gefunden. Zunächst sorgte am zweiten Verhandlungstag aber ein Koffer für Aufregung.

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DIE PRESSE: Zwei mutmaßliche Jihadisten in Graz zu sieben und acht Jahren verurteilt

 

Ein Angeklagter soll Mitglieder für den IS angeworben haben, bei dem anderen wurden Pläne für terroristische Aktivitäten gefunden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Im Grazer Straflandesgericht sind am Mittwoch zwei mutmaßliche Jihadisten wegen terroristischer Vereinigung, krimineller Organisation und Bildung einer staatsfeindlichen Verbindung verurteilt worden. Ein 38-Jähriger, der Mitglieder für die Terrororganisation Islamischer Staat angeworben haben soll, wurde zu acht Jahren, ein 24-Jähriger mit Bombenplänen am USB-Stick zu sieben Jahren. Der Prozess begann unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen - von vermummten Justizwachebeamten bis schwerbewaffneter Cobra - am Montag (27.11.) und dauerte drei Tage.

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DIE PRESSE: CDU: "Kein Scharia-Recht auf deutschem Boden"

 

Vor dem CDU-Parteitag machen die potenziellen Nachfolger Angela Merkels für den Parteivorsitz Werbung in der Parteibasis. Friedrich Merz fordert Muslime in Deutschland auf, das deutsche Recht ohne Einschränkungen zu akzeptieren. Wie halten es die Kandidaten für den Vorsitz der deutschen CDU mit dem Islam? Das war am Dienstagabend Thema bei der Regionalkonferenz in Nordrhein-Westfalen, bei der die Kandidaten für den CDU-Vorsitz vor der Parteibasis für sich Werbung machten. Friedrich Merz, der schon früher für eine deutsche Leitkultur geworben hatte, sagte, die CDU sei die Partei mit einem "gesunden und maßvollen Patriotismus".

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DIE PRESSE: Die Republik und das „Jihad-Mädchen“

 

Das Foto der 15-jährigen Sabina aus Wien, die sich dem IS anschloss, ging um die Welt. Ihre Mutter hat sie oft gesucht – von der Republik habe sie kaum Hilfe erhalten. Nun tobt ein Rechtsstreit. Bestenfalls oberflächlich sind die Nachrichten, die die Mutter in Wien unregelmäßig erreichen, versendet aus einer Gegend, in der die Herrscher noch an der dämonischen Utopie des „Islamischen Staats“ (IS) festhalten. Wie geht es euch? Mir geht es gut? Wetter, dies, das – die Nachrichten vermitteln den Anschein einer Normalität. Als wenn ihre Tochter in Wien leben würde, solche Gespräche seien das, sagt Senada S.

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DER STANDARD: "Womit haben wir das verdient?": Wenn die Tochter plötzlich Muslima wird

 

Wie viele abwertende Umschreibungen kann man für das islamische Kopftuch und die weiten Überkleider finden? Es sind viele. Sie eine "patriarchale Unterdrückungsidee" zu nennen ist der sachlichste Kommentar, den Nina, 16 Jahre alt und Tochter aus liberal-bürgerlichem Wiener Haus, von ihrer Familie zu hören bekommt. Sie kifft nicht mehr und geht wieder zur Schule, stellen die Eltern gerade beruhigt fest. Da eröffnet Nina (Chantal Zitzenbacher) ihnen im Beisein der Familientherapeutin, dass sie zum Islam konvertiert ist.

https://derstandard.at/2000093050685/Wenn-die-Tochter-muslimisch-wird-Im-Hijab-zur-Familienfeier


DER STANDARD: Timna Brauer zu Kopftuch: "Will man eine Krone oder einen Sack?"

 

Die Sängerin hat zur Kopftuch-Ausstellung im Weltmuseum ein kritisches Musikvideo beigesteuert. Im Interview sagt sie, wie sie über Verbote und die FPÖ denkt. Kippa, Fes oder der weiße Schleier ihrer jemenitisch-jüdischen Großmutter, deren Haare sie nur ein einziges Mal gesehen hat – mit Kopfbedeckungen aller Art ist die Sängerin Timna Brauer aufgewachsen. Für die aktuelle Ausstellung "Verhüllt, enthüllt!" zum Kopftuch im Wiener Weltmuseum hat Brauer ein kritisches Musikvideo gestaltet. Bei der Eröffnung der Schau wurde sie wegen ihrer Meinung auch angegriffen.

https://derstandard.at/2000093043817/Timna-Brauer-zu-Kopftuch-Will-man-eine-Krone-oder-einen


DER STANDARD: Konservativer Islamverein

 

Wie immer die Wahl des neuen Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft ausgeht, die IGGÖ bleibt ein wenig transparenter, sehr konservativer Verein. In der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) steht eine Machtverschiebung an. Dieser Dachverband der sunnitischen Strömungen ist der offizielle Gesprächspartner der österreichischen Regierung und Behörden. Am Wochenende soll nun ein neuer Präsident gewählt werden, nachdem der bisherige die Unterstützung verloren hat. Er hatte mehrere Moscheen beanstandet, was die türkis-blaue Regierung zum Anlass nahm, einige Moscheen öffentlichkeitswirksam zu schließen. Sie sind längst wieder aktiv.

https://derstandard.at/2000093337725/Konservativer-Islamverein


DER STANDARD: Islamische Glaubensgemeinschaft steht vor Personalwechsel

 

Die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) steht vor einem Wechsel an der Spitze. Der derzeitige Präsident Ibrahim Olgun tritt nach einem Misstrauensvotum ab, Favorit für seine Nachfolge ist der Rechtsanwalt Ümit Vural. Gewählt wird Samstagabend, wenn die Kultusgemeinden neue Vertreter in den Schurarat – das Parlament der IGGÖ – entsenden. Diese wählen die Mitglieder des Obersten Rats neu.

https://derstandard.at/2000093388042/Islamische-Glaubensgemeinschaft-steht-vor-Wechsel-an-der-Spitze


WELT.DE: Moscheeverein tritt aus Arbeitskreis aus

 

Der muslimische Arab-Nil-Rhein-Verein, bei dem Rheinland-Pfalz einen Bezug zum Salafismus prüft, hat Konsequenzen aus Vorwürfen gezogen. Der Verein kündigte an, sich aus dem Arbeitskreis Mainzer Muslime (AKMM) zurückzuziehen, um den Weg für weitere Verhandlungen freizumachen. Zwei Gutachten für die Landesregierung hatten darauf verwiesen, dass der Verfassungsschutz Bezüge des Arab-Nil-Rhein-Vereins zur Muslimbruderschaft und zum gewaltfreien Salafismus sieht. Ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte am Montag, es gebe mit dem Austritt keinen neuen Sachstand.

https://www.welt.de/regionales/rheinland-pfalz-saarland/article184926156/Moscheeverein-tritt-aus-Arbeitskreis-aus.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: „Muslimische Frauen sind leider oft auch Täterinnen“

 

Die Deutschmarokkanerin Sineb El Masrar ist als profilierte Kritikerin eines islamischen Fundamentalismus Autorin verschiedener Bücher, darunter „Emanzipation im Islam – eine Abrechnung mit ihren Feinden“ und zuletzt „Muslim Men“.


https://www.welt.de/politik/deutschland/plus184881114/Sineb-El-Masrar-Mehrheit-der-Muslime-hadert-enorm-mit-Denk-und-Sprachverboten.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: Beratungsstelle soll Kommunen und Muslimen zusammenbringen

 

Wie werden Gläubige im Islam traditionell beerdigt? Eine von vielen Fragen, auf die sich kommunale Verwaltungen in Bayern oft zu schlecht vorbereitet sehen - sie wünschen mehr Wissen über den Islam. Eine Beratungsstelle soll helfen. Für eine bessere Zusammenarbeit von Kommunen und Muslimen im Freistaat soll ab dem neuen Jahr eine Beratungsstelle in München sorgen. Angesiedelt wird die Einrichtung «Islamberatung in Bayern. Brückenbauer zwischen muslimisch geprägten Lebenswelten und Kommunen» ab dem 1. Januar bei der Eugen-Biser-Stiftung, wie die Verantwortlichen am Donnerstag in München erklärten.

https://www.welt.de/regionales/bayern/article185105792/Beratungsstelle-soll-Kommunen-und-Muslimen-zusammenbringen.html?wtrid=onsite.onsitesearch

WELT.DE: Kita kündigt Erzieherin wegen Kopftuchs

 

Eine zum Islam konvertierte Frau bangt um ihren Job, weil sie bei der Arbeit in einer Hamburger Kindertagesstätte ein Kopftuch tragen möchte. Nun beschäftigt sich der Europäische Gerichtshof mit dem Fall.

 

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article185185564/Prozess-Kita-kuendigt-Erzieherin-wegen-Kopftuchs.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WIENER ZEITUNG: Islam-Komödie: Nina heißt jetzt Fatima

 

Es ist eigentlich der passende Film zur Debatte um ein Kopftuchverbot: "Womit haben wir das verdient?" von Eva Spreitzhofer ist als Culture-Clash-Komödie angelegt, trägt aber auch so manch bitteren Unterton mit sich. Die liberale, weltoffene Wanda (Caroline Peters) fällt aus allen Wolken, als ihre pubertierende Tochter Nina (Chantal Zitzenbacher) plötzlich im Kopftuch vor ihr steht und ihr eröffnet, dass sie zum Islam konvertiert ist, fortan als Muslima leben will und ihren Vornamen Nina gegen Fatima getauscht hat. Hinzu kommt, was die Religion so mit sich bringt: Halal zu leben oder in Gegenwart von Männern niemals ohne Kopftuch zu sein, selbst, wenn es sich dabei um Harald (Simon Schwarz), den eigenen Vater handelt.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/film/neu_im_kino/1005083_Islam-Komoedie-Nina-heisst-jetzt-Fatima.html


WIENER ZEITUNG: Zwei mutmaßliche Dschihadisten zu hohen Haftstrafen verurteilt

 

Ein 38-Jähriger soll Mitglieder für den IS angeworben haben und bei 24-Jährigem wurden Pläne für Terror-Aktionen gefunden. Im Grazer Straflandesgericht sind am Mittwoch zwei mutmaßliche Jihadisten wegen terroristischer Vereinigung, krimineller Organisation und Bildung einer staatsfeindlichen Verbindung verurteilt worden. Ein 38-Jähriger, der Mitglieder für die Terrororganisation Islamischer Staat angeworben haben soll, wurde zu acht Jahren, ein 24-Jähriger mit Bombenplänen am USB-Stick zu sieben Jahren.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/1005160_Zwei-mutmassliche-Dschihadisten-zu-hohen-Haftstrafen-verurteilt.html


WIENER ZEITUNG: Neustart mit liberalen Muslimen

 

Innenminister Horst Seehofer bietet bei der Deutschen Islam-Konferenz Kritikern der großen Dachverbände eine Bühne. Aus Muslimen sollten "deutsche Muslime" werden. Mit diesen Worten eröffnete der damalige Innenminister Wolfgang Schäuble 2006 die erste Deutsche Islam-Konferenz. Um die Staatsbürgerschaft ging es Schäuble nicht, er wollte eine Diskussion über das Selbstverständnis der Gläubigen anstoßen. Doch welche Werte sind "deutsch", und wer repräsentiert seine Welt- und Glaubenssicht im Gespräch mit der Regierung? Das war schon 2006 umstritten, gehört doch die Mehrheit der mittlerweile knapp fünf Millionen Muslime in Deutschland keinem Glaubensverband an.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/1005137_Neustart-mit-liberalen-Muslimen.html


ZEIT ONLINE: Politiker wünschen mehr Klarheit im Dialog mit Muslimen

 

Kurz vor der Islamkonferenz unter Leitung von Innenminister Horst Seehofer haben Politiker die Islamverbände kritisiert. Der liberale Islam müsse stärker vertreten sein. Unmittelbar vor der Islamkonferenz haben Politiker und Wissenschaftler die Islamverbände kritisiert und eine breitere Vertretung auch des liberalen Islams gefordert. Die Verbände dürften nicht länger Handlanger eines ausländischen Staates sein und müssten Muslime in Deutschland auf dem Boden der Verfassung vertreten, sagte Ex-Grünen-Chef Cem Özdemir der Südwest Presse.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-11/islamkonferenz-horst-seehofer-dialog-muslime-deutschland


ZEIT ONLINE: Seehofer fordert von Moscheen mehr Unabhängigkeit

Zum Auftakt der Islamkonferenz appelliert der Innenminister an die Moscheegemeinden, sich von ausländischen Geldgebern zu lösen. Förderprogramme sollen ausgebaut werden. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die islamischen Gemeinden in Deutschland aufgefordert, sich schrittweise von ausländischen Geldgebern zu lösen. Die Moscheegemeinden sollten nicht nur Organisation und Finanzierung "weitgehend selbst" stemmen, sondern auch die Ausbildung von Predigern, sagte der CSU-Politiker bei der Eröffnung der Deutschen Islamkonferenz in Berlin.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-11/horst-seehofer-islamkonferenz-grundsatzrede-muslime-deutschland


SPIEGEL ONLINE: Grüne fordern Anerkennung islamischer Religionsgemeinschaften

 

Zum vierten Mal wird ab Mittwoch die Islamkonferenz abgehalten - dieses Mal unter dem Vorsitz von Innenminister Seehofer. Die Bundestagsfraktionschefin der Grünen, Göring-Eckardt, hat zunächst aber keine großen Erwartungen. Am Mittwoch beginnt in Berlin die 4. Deutsche Islamkonferenz erstmals unter dem Vorsitz von Innenminister Horst Seehofer (CSU). Die Grünen erwarten nicht, dass die Konferenz unter seiner Führung schnell zu Ergebnissen kommen wird: "Es ist zu befürchten, dass eine Menge der Debattenzeit erstmal darauf verwendet werden muss, die entstandenen atmosphärischen Störungen zu glätten", sagte Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/islamkonferenz-gruene-fordern-anerkennung-islamischer-religionsgemeinschaften-a-1240769.html

SPIEGEL ONLINE: Seehofer ruft Moscheen auf, sich von ausländischen Geldgebern zu lösen

 

Der ausländische Einfluss auf Islamverbände soll sinken: Innenminister Seehofer hat auf der Islamkonferenz mehr Eigenständigkeit verlangt. Dutzende Imame müssten schon 2019 in Deutschland ausgebildet werden. Erst im März hatte Horst Seehofer (CSU) der Überzeugung Ausdruck verliehen, der Islam gehöre nicht zu Deutschland - nun stand der Bundesinnenminister der vierten deutschen Islamkonferenz (DIK) vor und äußerte sich zu Beginn des Termins zurückhaltender: "Muslime haben selbstverständlich die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten wie jeder hier in Deutschland", sagte er.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/islamkonferenz-horst-seehofer-ruft-moscheen-auf-sich-vom-auslandseinfluss-zu-loesen-a-1240856.html

 

 

SPIEGEL ONLINE: Seehofer sucht Frieden

 

Er will jetzt "Brückenbauer" sein: CSU-Innenminister Seehofer setzt beim Auftakt der Islamkonferenz auf versöhnliche Töne und plädiert für "einen Islam in, aus und für Deutschland". Was steckt hinter dem Sinneswandel? Horst Seehofer wusste um den Elefanten, der im Raum stehen würde: Also seinen Satz vom Frühjahr, "der Islam gehört nicht zu Deutschland", der viele Muslime vor den Kopf gestoßen hatte.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/islam-konferenz-horst-seehofer-sucht-frieden-a-1240905.html

FAZ: Ein Islam in, aus und für Deutschland

 

Muslime in Deutschland sollten sich von ausländischer Einflussnahme abkoppeln – und sich so organisieren, dass sie den Anforderungen für eine Kooperation mit dem Staat genügen. Ein Gastbeitrag. Vor 100 Jahren wurde das Verhältnis zwischen Staat und Kirche in der Folge der November-Revolution von 1918 völlig neu geregelt. Speiste sich die Legitimation der weltlichen Herrschaft im deutschen Kaiserreich mittelbar aus Gottes Gnaden, wurden diese Bande mit der Weimarer Verfassung aufgelöst und neu geordnet. Dem folgte unser Grundgesetz, das der Parlamentarische Rat vor 70 Jahren erarbeitet hat.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/horst-seehofer-ueber-den-islam-in-deutschland-15910734.html

FAZ: Seehofer: „Muslime gehören zu Deutschland“

 

Innenminister Seehofer hat bei der Eröffnung Islamkonferenz auf die Eigenverantwortung der Muslime in Deutschland verwiesen – aber zugleich ihre Zugehörigkeit zur Gesellschaft betont. Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat mit einer Erklärung die Deutsche Islam-Konferenz am Mittwoch in Berlin eröffnet. Dabei forderte er in seiner Rede die Moscheegemeinden in Deutschland dazu auf, sowohl ihre eigene Organisation und Finanzierung als auch die Ausbildung von Predigern „weitgehend selbst“ zu stemmen – und sich von ausländischen Geldgebern zu lösen.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/islam-konferenz-politiker-fordern-imam-ausbildung-15913551.html


FAZ: Ein frommer Wunsch

Viele Studenten der Islamischen Theologie wechseln zum Lehramtsstudiengang. Der Wunsch einer deutschen Imam-Ausbildung ist nie Wirklichkeit geworden. Warum nicht? Der Theologe Mouhanad Khorchide wischt mit dem Schwamm über die Tafel des Hörsaals. Hinter ihm warten 21 Studenten auf den Beginn ihres Seminars zur Einführung in die Islamische Religions-pädagogik. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Frauen; drei tragen ein Kopftuch. Khorchide wendet sich den Studenten zu, um Anmerkungen zu den Hausarbeiten zu machen. Er knetet seine Hände und sagt: „Es ist nicht die Aufgabe, apologetisch zu argumentieren, sondern schreiben Sie bitte aus einer wissenschaftlichen Perspektive.“ Nach dem Motto: Apologeten gibt es im Islam schon genug, Theologen noch nicht. Khorchide möchte einen aufgeklärten Islam vermitteln, dafür ist er bekannt.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/warum-die-imamausbildung-in-deutschland-nicht-gelingt-15914556.html


SUEDDEUTSCHE: "Der Islam muss eine Symbiose mit Deutschland eingehen"

 

Die SPD-Politikerin und Buchautorin Lale Akgün fordert einen "deutschen Islam". Dazu gehört für sie auch, dass Moscheen hierzulande nicht wie die in der Türkei aussehen sollten. Lale Akgün bezeichnet sich selbst als aufgeklärte Muslimin und plädiert dafür, den Koran modern zu interpretieren. Sie wird als Vertreterin der in der vergangenen Woche unter anderem von Cem Özdemir gegründeten "Initiative säkularer Islam" an der Deutschen Islamkonferenz teilnehmen.

https://www.sueddeutsche.de/politik/islamkonferenz-bundesregierung-muslime-in-deutschland-1.4227208

SUEDDEUTSCHE: Seehofer sucht die Versöhnung mit den Muslimen

Es soll jetzt wieder Frieden einkehren zwischen dem Minister und den Muslimen im Land, irgendwie. Ein Dialog ist erwünscht, offen und ehrlich, und es ist auch viel vom Miteinander der Kulturen die Rede. Nur - wie bewerkstelligt das einer wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der gleich am Anfang seiner Amtszeit den Islam aus Deutschland hinausdefinierte? "Muslime gehören zu Deutschland", sagt er am Mittwoch. Und dann schickt er noch in aller Freundlichkeit das eine oder andere Aber hinterher.

https://www.sueddeutsche.de/politik/seehofer-islam-deutschland-1.4230074


SUEDDEUTSCHE: Seehofer umwirbt Muslime

 

Der Bundesinnenminister betont: Sie haben "selbstverständlich die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten wie alle Bürger im Land". Damit relativiert er frühere, islamkritische Aussagen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Deutschlands Muslime dazu aufgefordert, entschlossener für die Unabhängigkeit ihrer Gemeinden einzutreten. Gleichzeitig suchte er eigene islamkritische Aussagen zu relativieren. "Muslime gehören zu Deutschland", sagte Seehofer beim Auftakt der Deutschen Islamkonferenz in Berlin. "Muslime haben selbstverständlich die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten wie alle Bürger im Land." An dieser Aussage könne es "keinen vernünftigen Zweifel geben". Den Satz "der Islam gehört nicht zu Deutschland", mit dem Seehofer bei Amtsantritt scharfe Kritik provoziert hatte, wiederholte er nicht.

https://www.sueddeutsche.de/politik/islamkonferenz-seehofer-umwirbt-muslime-1.4231427


SUEDDEUTSCHE: Seehofer auf Bußgang

 

Die Deutsche Islamkonferenz ist kein Ort, der zu Bußgängen einlädt. In schöner Regelmäßigkeit versucht die deutsche Mehrheitsgesellschaft, bei diesem Treffen mit den Muslimen im Land ins Gespräch zu kommen, irgendwie. Für Bundesinnenminister Horst Seehofer allerdings drohte der Auftritt am Mittwoch zu einem Gang nach Canossa zu werden. Der Satz, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, liegt seit seinem Amtsantritt wie ein geöffneter Kanaldeckel in Seehofers politischem Weg. Lust, aufeinander zuzugehen, kommt da nicht auf.

https://www.sueddeutsche.de/politik/islamkonferenz-seehofer-aufbussgang-1.4230165

SUEDDEUTSCHE: Es gibt keinen Papst im Islam

 

Die Deutsche Islamkonferenz hat wieder einmal die Frage aufgeworfen: Wer spricht eigentlich für die Musliminnen und Muslime in Deutschland? Die theologisch konservativen Verbände? Kleine Gruppen wie die liberalen Muslime, die Religion und liberales Denken verbinden wollen? Die säkularen Muslime, die sich medienwirksam vor dem Treffen zusammengeschlossen haben, teils scharfe Religionskritik üben und für eine strikte Trennung von Staat und Religion eintreten? Jede Religionsgemeinschaft sucht sich selbst die Quellen, nach denen sie sich richten will und soll.

https://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-es-gibt-keinen-papst-im-islam-1.4230152


SUEDDEUTSCHE: Der große Streit um Deutschlands Islam

Wer oder was gehört zu Deutschland - der Islam, die Muslime, beides? Nach Bundesinnenminister Horst Seehofers Äußerung bei der Deutschen Islamkonferenz in Berlin kennen sich Leserinnen und Leser gar nicht mehr aus. Der derzeitige Bundesinnenminister, Noch-CSU-Vorsitzende und ehemalige Ministerpräsident Horst Seehofer ist schon ein Phänomen, dies allerdings im dezidiert negativen Sinne. Da faselt er gegenwärtig großspurig von den gleichen Rechten und Pflichten, welche den Muslimen prinzipiell eigneten, von der Notwendigkeit des Gefühls der Zusammengehörigkeit respektive dem gegenseitigen Vertrauen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen, und hat doch vor nicht allzu ferner Zeit den infernalischen Satz geprägt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.

https://www.sueddeutsche.de/kolumne/horst-seehofer-der-grosse-streit-um-deutschlands-islam-1.4240718


SUEDDEUTSCHE: Islamberatung will zwischen Muslimen und Kommunen vermitteln

 

Eine neue Islamberatung soll von Januar 2019 an bei Konflikten zwischen Kommunen und muslimischen Gemeinschaften helfen. Hauptinitiator ist die christlich geprägte Eugen-Biser-Stiftung, die sich für interreligiöse Verständigung einsetzt. Sie untersuchte in einer Studie, wie der Austausch zwischen bayerischen Kommunen und ihren muslimischen Bewohnern funktioniert. Es stellte sich heraus: Nicht allzu gut. Insgesamt drei Berater sollen bei Missverständnissen und Konflikten helfen.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/islam-beratung-kommunen-1.4241923


DW: Die Deutsche Islam-Konferenz startet in ihre vierte Runde

 

Mehr als ein Jahr nach der Bundestagswahl startet Innenminister Seehofer eine neue Runde der Islamkonferenz. Es geht um die bessere Integration des Islam in deutsches Recht. Spannend wird die neue Zusammensetzung. Das hat lange gedauert. Über ein Jahr nach der Bundestagswahl, mehr als 20 Monate nach der letzten Plenumssitzung einer Deutschen Islamkonferenz (DIK) kommt das Gremium an diesem Mittwoch in Berlin erstmals in neuer Runde zusammen. Gut zwölf Jahre nach dem Start einer ersten Deutschen Islamkonferenz durch die Bundesregierung setzt der dafür zuständige Innenminister Horst Seehofer (CSU) auf zum Teil neue Gesichter und betont neue Themen.

https://www.dw.com/de/die-deutsche-islam-konferenz-startet-in-ihre-vierte-runde/a-46461598


DW: Islam in Deutschland: Milli Görüş klagt gegen Grünen-Politiker Beck

 

Volker Beck hatte mehrfach gesagt, Milli Görüş würde von der Erdogan-Regierung in Ankara gesteuert. Mit der Unterlassungsklage will der türkische Verein dem ehemaligen Grünen-Abgeordneten das verbieten lassen. Die in Deutschland tätige "Islamische Gemeinschaft Milli Görüş" (IGMG) hat eine Unterlassungsklage gegen Volker Beck eingereicht, nachdem der sich mehrfach kritisch über den Verein geäußert hatte. Im Gespräch mit der Deutschen Welle sagte der ehemalige Bundestagsabgeordnete der Grünen: "Ich hoffe, dass in Deutschland Meinungsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit auch gegen die Versuche von Milli Görüş verteidigt werden, Kritikern den Mund zu verbieten."

https://www.dw.com/de/islam-in-deutschland-milli-g%C3%B6r%C3%BC%C5%9F-klagt-gegen-gr%C3%BCnen-politiker-beck/a-46458303


DW: Seehofer: Die Muslime gehören zu Deutschland

 

Es ist eine bemerkenswerte Kehrtwende für den Innenminister und CSU-Chef - und er hat sich zugleich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Seehofer will einen Islam fördern, der in der deutschen Gesellschaft "verwurzelt" ist. Zum Auftakt der Islamkonferenz hat Bundesinnenminister Horst Seehofer die Rechte und Pflichten muslimischer Bürger betont. "Muslime gehören zu Deutschland", sagte er bei dem Treffen in Berlin. Sie hätten die gleichen Rechte und Pflichten wie alle Bürger in Deutschland. Daran könne es "keinen vernünftigen Zweifel geben", sagte Seehofer. Zu Beginn seiner Amtszeit hatte der CSU-Chef noch erklärt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Nun verwies er lediglich auf die christliche und jüdische Prägung Deutschlands.

https://www.dw.com/de/seehofer-die-muslime-geh%C3%B6ren-zu-deutschland/a-46486226

DW: Dönhoff-Preis für Moschee-Gründerin Seyran Ates

 

Ates stehe für Muslime in Deutschland, die das kulturelle Leben bereicherten, ohne die eigene Herkunft aufzugeben, sagte Alt-Bundespräsident Wulff in seiner Laudatio. Den Förderpreis erhielt Reporter ohne Grenzen. Seyran Ates widersetze sich einem falschen Verständnis von Religionsfreiheit auf Kosten der Frauenrechte, sagte Christian Wulff (Artikelbild) weiter. Sie streite dafür, dass Toleranz nicht zur Duldung von Demokratiefeindlichkeit führe. Ihre liberale Moschee sei ein "Ort der Aufklärung"  und stehe für die Vielfalt des Islam. Dafür nutze sie auch die Provokation. Ähnlich provokant wäre es, so der bekennende Katholik Wulff, wenn eine Pfarrerin geehrte werde, weil sie eine katholische Gemeinde gegründet habe.

https://www.dw.com/de/d%C3%B6nhoff-preis-f%C3%BCr-moschee-gr%C3%BCnderin-seyran-ates/a-46543092

DW: DITIB wird doch nicht geheimdienstlich beobachtet

 

Der DITIB-Verband mit 900 Moscheen in Deutschland gilt als verlängerter Arm des türkischen Präsidenten. Im Gespräch war, ihn zu überwachen. Doch das Bundesinnenministerium macht laut "Welt am Sonntag" einen Rückzieher. Der türkische Islamverband DITIB wird nach Informationen der Zeitung "Welt am Sonntag" (WamS) vorerst nicht vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Das Blatt spricht von einem Kurswechsel des Bundes und beruft sich auf Sicherheitskreise. Nachdem der Verfassungsschutz in diesem Jahr die DITIB-Zentrale zunächst zum "Prüffall" erklärt und den Vorstoß für eine Überwachung gewagt hatte, halte man solche Maßnahme nun nicht mehr für ein geeignetes Mittel, schreibt die WamS. Die Experten im Bundesinnenministerium sind demnach inzwischen davon überzeugt, dass die Angelegenheit zurückhaltender angegangen werden sollte.

https://www.dw.com/de/ditib-wird-doch-nicht-geheimdienstlich-beobachtet/a-46654761


THE GUARDIAN: Muslims demand full legal protection from Islamophobia

 

Pressure builds on party leaders to recognise racism targeting ‘Muslimness’. Muslim organisations are urging Theresa May, Jeremy Corbyn and all other party leaders to adopt a newly proposed working definition of Islamophobia in an attempt to put pressure on a reluctant Home Office to follow suit. The Muslim Council of Britain and other Islamic groups want the Conservatives and Labour to take the lead in the aftermath of a week marked by public outrage over the alleged racist bullying of a 15-year-old Syrian refugee in Huddersfield.

https://www.theguardian.com/uk-news/2018/dec/01/muslims-demand-full-legal-protection-from-islamophobia


THE GUARDIAN: Flatshare bias: room-seekers with Muslim name get fewer replies

 

People from ethnic minorities face arbitrary discrimination when they look for a room to rent, experts have said, after a Guardian investigation found that inquiries from a person with a Muslim name about flatshare ads received significantly fewer positive responses. In a snapshot survey of the private flatshare market carried out as part of the Bias in Britain series, expressions of interest were sent from “Muhammad” and “David” to almost 1,000 online advertisements for rooms across the UK.

https://www.theguardian.com/uk-news/2018/dec/03/flatshare-bias-room-seekers-with-muslim-name-get-fewer-replies


THE GUARDIAN: Anti-Islam activists get key roles in 'family-friendly' Brexit march

 

A “proudly anti-Islam” Australian activist and a YouTuber who sent a rape tweet to a Labour MP have been handed prominent roles at a “family-friendly” Brexit rally due to take place in London on Sunday, the Guardian has learned. Avi Yemini, who described Islam as a “barbaric ideology” that had taken over England and described Muslim countries as “Islamic sh**holes”, has flown from Australia to cover the event on social media at the invitation of Tommy Robinson, the activist who is organising the event alongside the Ukip leader, Gerard Batten.

https://www.theguardian.com/politics/2018/dec/07/anti-islam-activists-get-key-roles-in-family-friendly-brexit-march

BBC: Muslim man's Walsall cemetery bid 'should be dismissed'

 

Judges should dismiss a claim made by a Muslim man who wants to erect a 4in (10cm) raised marble edge around his father's grave, a council has said. Atta Ul-Haq was refused permission to install the barrier at Streetly Cemetery, in Walsall, West Midlands.

His High Court claim said his human right to exercise his religion has been breached. The authority said its approach had been "sensitive and careful".

https://www.bbc.com/news/uk-england-birmingham-46439354

BBC: Muslim man awaits ruling on Walsall grave border bid

 

A Muslim man who wants to install a raised marble edge around his father's grave is awaiting a decision on his legal bid. Atta Ul-Haq was refused permission to install the barrier at Streetly Cemetery in Walsall, West Midlands. His High Court claim said his human right to exercise his religion has been breached, but Walsall Council says its approach has been "sensitive". Judges are expected to announce their decision in the near future. Mr Ul-Haq, a Barelvi Muslim, said he wants to erect edging around the grave of Hafiz Qadrim, as Islam forbids stepping on burial places.

https://www.bbc.com/news/uk-england-birmingham-46458946

 

 

 

 

DIE PRESSE:  Islam: Das Ende der kurzen Ära Olgun

 

Der Schurarat der Glaubensgemeinschaft hat Neuwahlen für den 8. Dezember beschlossen. Der wegen der Moscheenschließungen unter Druck geratene Präsident tritt nicht mehr an. Formal war es der Beschluss von Neuwahlen, doch inhaltlich war es ein Misstrauensvotum gegen den Präsidenten. Der Schurarat, quasi das Parlament der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), hat am Samstag beschlossen, am 8. Dezember alle Führungspositionen neu zu wählen. Und damit der kurzen Ära von Ibrahim Olgun an der Spitze der Organisation ein verfrühtes Ende gesetzt. Gerade einmal zweieinhalb Jahre leitete er die Vertretung der österreichischen Muslime.

https://diepresse.com/home/innenpolitik/5528209/Islam_Das-Ende-der-kurzen-Aera-Olgun?from=suche.intern.portal


DIE PRESSE: "Ali" wird nicht mehr gebraucht

 

Regierungsarbeit mit Mitteln der Oppositionszeit geht sich für die FPÖ nicht mehr ganz aus. Was früher gang und gäbe war, sorgt heute für kleine Koalitionskrisen. Die Partei versucht den Spagat zwischen Staatsräson und eigener Anhängerschaft. Herr „Ali“ war schon einmal Doppelstaatsbürger. 2014 tauchte die freiheitliche Zeichentrickfigur mit dem charakteristischen Fes auf dem Kopf das erste Mal in einem FPÖ-Video auf. Es ging um das Erschleichen einer Doppelstaatsbürgerschaft. Jetzt ging er mit der E-Card seines Cousins „Mustafa“ zum Arzt. Und damit endete auch „Alis“ Karriere als unfreiwilliges FPÖ-Testimonial. Die Aufregung war zu groß. Auch die FPÖ-Spitze musste sich davon distanzieren.

https://diepresse.com/home/innenpolitik/5531685/Ali-wird-nicht-mehr-gebraucht?from=suche.intern.portal


DERSTANDARD: Soziologe Güngör: "Muslimsein wird als Selbstaufwertung empfunden"

 

Kenan Dogan Güngör erklärt, warum wir zwar mehr religiöse und kulturelle Konflikte in der Schule haben, aber keinen "Kulturkampf". Es war ein Erfahrungsbericht einer Wiener NMS-Lehrerin, dem niemand widersprochen hat, nach dem sich aber viele die Frage gestellt haben: Wie groß ist das Problem wirklich? Was läuft im österreichischen Schulsystem, das mit einer Migrationsgesellschaft konfrontiert ist, falsch? Welchen Einfluss hat der Islam wirklich? So genau weiß das niemand.

https://derstandard.at/2000090629953/SoziologeGuengoer-Muslimsein-wird-als-Selbstaufwertung-empfunden

DER STANDARD: Landesämter des Verfassungsschutzes gegen Ditib-Überwachung

 

Vorstoß des Bundesamtes gegen Moscheeverband mehrheitlich zurückgewiesen. Die Landesämter für Verfassungsschutz in Deutschland lehnen laut einem Medienbericht mehrheitlich eine geheimdienstliche Beobachtung des Islamverbands Ditib ab. Die Ämter fast aller deutscher Bundesländer hätten einen entsprechenden Vorstoß des Bundesamts für Verfassungsschutz zurückgewiesen, berichteten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR am Freitag. Der Widerspruch gegen die Überwachung des größten Moscheeverbands in Deutschland fiel demnach teils verhalten, teils sehr deutlich aus.

https://derstandard.at/2000091045208/Landesaemter-des-Verfassungsschutzes-gegen-Ditib-Ueberwachung

DER STANDARD: Islamische Glaubensgemeinschaft wählt neuen Präsidenten

 

Schurarat der Glaubensgemeinschaft beschloss Neuwahlen am 8. Dezember: Alle Führungspositionen werden neu vergeben. In der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) zeichnet sich eine überraschende Entwicklung ab. Der Schurarat hat Samstagabend beschlossen, alle Führungspositionen neu zu wählen, auch die des Präsidenten. Der im Zuge der Moscheenschließungen intern unter Beschuss geratene Präsident Ibrahim Olgun hatte im Sommer Neuwahlen noch abwenden können. Jetzt werden die Karten doch neu gemischt.

https://derstandard.at/2000091063106/Islamische-Glaubensgemeinschaft-waehlt-neuen-Praesidenten

DER STANDARD: Islamische Glaubensgemeinschaft will sich erneuern

 

Der Jurist Ümit Vural soll dem Vernehmen nach neuer Präsident werden. In der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) sollen bald neue Zeiten anbrechen – das wurde Präsident Ibrahim Olgun am vergangenen Samstag quasi verordnet. Die beiden Vizepräsidenten hatten in der Sitzung des Schurarats einen Antrag auf Neuwahlen eingebracht: 78 Mitglieder stimmten dafür, nur 14 dagegen. Das überrascht vor allem deshalb, weil Olgun dem stark vertretenen Verein Atib angehört – selbst sein eigenes Lager steht offenbar nicht mehr geschlossen hinter ihm. In anderen Fraktionen war er längst umstritten.

https://derstandard.at/2000091144466/Islamische-Glaubensgemeinschaft-will-sich-erneuern


DER STANDARD: Kindergartenschließtage bereiten vielen Eltern Probleme

 

Eine erste Auswertung der STANDARD-Umfrage zeigt, welche Anforderungen Eltern an Kinderbetreuung haben. Der Hauptwunsch: ein besserer Betreuungsschlüssel.
Weniger Zustimmung zum Kopftuchverbot Das geplante Kopftuchverbot ist in der Öffentlichkeit kontroversiell diskutiert worden. Seitens der römisch-katholischen Kirche und der Islamischen Glaubensgemeinschaft wurde die Frage aufgeworfen, ob hier überhaupt Regelungsbedarf besteht. Die befragten Eltern halten ein Verbot mit einer knappen Mehrheit für eine "mäßig gute" bis schlechte Idee.

https://derstandard.at/2000089940322/Kindergarten-Schliesstage-bereiten-vielen-Eltern-Probleme               

 

DER STANDARD: Kopftuchverbot: ÖVP geht von Unterstützung der Opposition aus

 

Vizekanzler: Initiativantrag im Parlament kommende Woche – Wöginger: "Wollen keine Untedrückung von Mädchen im Kindesalter". FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache will Ernst machen mit einem Kopftuchverbot für Volksschülerinnen. Gegenüber "Österreich" (Sonntagausgabe) kündigte er laut Vorabmeldung an, dass die Regierungsparteien kommende Woche im Parlament einen Initiativantrag für ein Kopftuchverbot in Volksschulen einbringen werden. Sein Sprecher bestätigte dies der APA.

https://derstandard.at/2000091611790/Strache-kuendigt-Antrag-zu-Kopftuchverbot-in-Volksschulen-an

WELT.DE: Laschet: Erdogan wollte mich vor Moschee-Eröffnung umstimmen

 

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat in einer Festrede erläutert, warum er den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht zur Eröffnung der Kölner Ditib-Zentralmoschee begleitet hat. Der CDU-Politiker sagte am Mittwochabend bei einer Veranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Sachverständigenrats deutsche Stiftungen für Integration und Migration in Berlin, Erdogan habe ihn kurz vor der Eröffnung in einem Vier-Augen-Gespräch am Flughafen Köln-Bonn aufgefordert: «Jetzt gehen Sie doch mit!»

https://www.welt.de/regionales/berlin/article183487164/Laschet-Erdogan-wollte-mich-vor-Moschee-Eroeffnung-umstimmen.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: Die 48. Moschee

 

Die Sonne schien gütig auf den Erfurter Stadtteil Marbach, als am Dienstag der Grundstein für die erste als solche erkennbare Moschee im Land Thüringen gelegt wurde. Sie schien auf Bodo Ramelow, den Linke-Ministerpräsidenten, auf Andreas Bausewein, SPD-Oberbürgermeister von Erfurt, und auf ungefähr 500 weitere Menschen – alle eingeladen, um mit der Gemeinde der Ahmadiyya zu feiern, der diese Moschee gehören wird.

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus183798652/Erfurt-Ahmadiyya-Gemeinde-legt-Grundstein-fuer-neue-Moschee.html?wtrid=onsite.onsitesearch

ZEIT ONLINE: Bin ich reif für die Ehe? Ist der Islam zu groß für mich? Was trieb meine Schwester zum IS?

Mohammad Imran Sagir sitzt am Muslimischen Seelsorgetelefon und versucht Antworten zu geben. Wir haben dabei zugehört.

https://www.zeit.de/2018/46/islam-muslime-seelsorgetelefon-veraenderung-vorurteil-is

FAZ: Deutsche Kulturkämpfe

Was haben ein Papst aus dem 19. Jahrhundert und der türkische Präsident Erdogan gemeinsam? Der Versuch, die Situation von Muslimen in Deutschland zu verstehen, führt manchmal in die Vergangenheit. Der Historiker Wolfgang Benz etwa sieht Parallelen zwischen Juden im Deutschen Kaiserreich und muslimischen Migranten heute. Thomas Großbölting und Daniel Gerster vom Centrum für Religion und Moderne (CRM) an der Universität Münster ziehen einen anderen Vergleich heran: Auch sie sind im 19. Jahrhundert im Kaiserreich fündig geworden, sehen die Ähnlichkeiten aber zwischen den Katholiken damals und Muslimen in der Bundesrepublik. Ihre These besagt, dass beiden Minderheiten vorgeworfen wurde und wird, in einer „Parallelgesellschaft“ zu leben.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/parallelen-zwischen-katholiken-im-kaiserreich-und-muslimen-heute-15890874.html

WIENER ZEITUNG: 15 Jahre Haft für Messerattacke

 

Ein 35-jähriger Mann, der am 18. August 2018 in einer Asylunterkunft in Wien-Alsergrund seiner 28 Jahre alten Ehefrau ein Küchenmesser fünf Mal in den Körper gestoßen hatte, ist am Freitag am Landesgericht wegen versuchten Mordes zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Der anklagekonforme Schuldspruch der acht Geschworenen fiel einstimmig aus. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Verteidiger Philipp Wolm erbat Bedenkzeit, die Anklagevertreterin gab vorerst keine Erklärung ab.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/1002667_15-Jahre-Haft-fuer-Messerattacke.html


THE GUARDIAN: Mitzvah Day: Jews and Muslims come together to cook chicken soup

 

Traditional Jewish dish is prepared at East London mosque on day of social action. It is a beloved Jewish dish, served at Shabbat dinners to family and friends and reputed to have powerful medicinal properties. It is not normally cooked or served in a mosque. But on Sunday, vast quantities of chicken soup – often known as “Jewish penicillin” – were being made at the East London mosque by Jewish and Muslim volunteers to be distributed to homeless centres.

https://www.theguardian.com/world/2018/nov/18/mitzvah-day-jews-muslims-chicken-soup-east-london-mosque