DIE PRESSE: Muslimische Jugend übt Kritik an IGGÖ


Kritik übte die Muslimische Jugend Österreichs (MJÖ) an der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ): Von den 15 Mitgliedern des Obersten Rates sei gerade einmal eines weiblich. „In allen weiteren Gremien müssen wir Frauen mit der Lupe suchen", meinte Aysenur Sümer von der MJÖ Niederösterreich. „So wie in der breiten Gesellschaft gibt es auch in muslimischen Communitys dringenden, frauenpolitischen Handlungsbedarf."

https://www.diepresse.com/5779994/muslimische-jugend-ubt-kritik-an-iggo?from=rss



DER STANDARD: Frankreichs Präsident Macron will ausländische Imame loswerden


Einig über das Ziel – gespalten über das Vorgehen: Muslimische Würdenträger warnen, damit würde er nur Islamisten Vorschub leisten. In Frankreich etabliert sich der neue Begriff des "islamistischen Separatismus". Er entstammt einem vielbeachteten Buch des Politologen Bernard Rougier namens "Die vom Islamismus eroberten Territorien". Die umfangreiche Feldstudie berichtet von der Abschottung ganzer Wohnquartiere unter dem Druck salafistischer Prediger. Sie führen eigene Regeln ein – strengere Kleidersitten für Frauen, bekleidetes Duschen für Männer in Sportvereinen; dazu nur noch Halal-Essen in den Kantinen oder Arbeitszeiten gemäß islamischen Gebetsregeln.


https://www.derstandard.at/story/2000115232601/frankreichs-praesident-macron-will-auslaendischen-imame-loswerden



DER STANDARD: Fünf Jahre Haft für Prediger im Grazer Jihadistenprozess


Der Grazer Jihadistenprozess ist am Donnerstag mit vier Verurteilungen und sieben Freisprüchen nach mehr als vier Monaten zu Ende gegangen. Der Hauptangeklagte, ein Prediger, wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt. Zwei weitere führende Persönlichkeiten des Taqwa-Vereins bekamen vier Jahre, eine Frau wurde zu drei Jahren Haft verurteilt.


https://www.derstandard.at/story/2000115681668/fuenf-jahre-haft-fuer-prediger-im-grazer-jihadistenprozess


WELT.DE: Muslimischer CSU-Kandidat verpasst Rathaussessel


Der einzige muslimische Bürgermeisterkandidat der CSU, Ozan Iyibas, hat den Einzug auf den Rathausthron in Neufahrn bei Freising verpasst. Der Bankkaufmann kam bei den Kommunalwahlen am Sonntag auf 21,76 Prozent. Bürgermeister der Gemeinde im Einzugsgebiet des Flughafens München bleibt der Grüne Franz Heilmeier, der das Rathaus seit 2014 führt und 50,66 Prozent der Stimmen erzielte.

https://www.welt.de/regionales/bayern/article206577781/Muslimischer-CSU-Kandidat-verpasst-Rathaussessel.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: Prediger befürwortet Gewalt gegen Frauen


Der Hamburger Verfassungsschutz hat ein islamisches Institut in den Fokus genommen. In dessen Kursangebot gebe es nicht nur extremistische Bezüge. Es werde auch ein Frauenbild vermittelt, das dem Gleichheitsprinzip widerspreche. Der Hamburger Verfassungsschutz hat vor dem islamischen Al-Azhari-Institut gewarnt. Zu dem Bildungsinstitut im Stadtteil St. Georg, das sich nach eigenen Angaben mit seinem Kursangebot unter anderem an Behörden, Lehrkräfte und Schulklassen richte, gebe es extremistische Bezüge, sagte Verfassungsschutzchef Torsten Voß.


https://www.welt.de/regionales/hamburg/article206652305/Verfassungsschutz-warnt-vor-Institut-Prediger-befuerwortet-Gewalt-gegen-Frauen.html?wtrid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: Zehn Jahre Haft für islamistischen Rizin-Bombenbauer


Zehn Jahre Haft für islamistischen Rizin-BombenbauerZehn Jahre Haft für islamistischen Rizin-Bombenbauer. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach den Tunesier Sief Allah H., 31, am Donnerstag schuldig. Er habe einen Anschlag begehen und Menschen töten wollen. Nur knapp wurde 2018 ein Terroranschlag in Deutschland mit einem biologischen Kampfstoff verhindert. Jetzt verurteilte das Düsseldorfer Oberlandesgericht einen 31-jährigen Islamisten. Für den Bau einer Bombe mit dem biologischen Kampfstoff Rizin in Köln ist ein 31-jähriger Islamist zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach den Tunesier Sief Allah H. am Donnerstag der Herstellung einer biologischen Waffe und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat schuldig.


https://www.welt.de/politik/deutschland/article206824833/Duesseldorf-Zehn-Jahre-Haft-fuer-islamistischen-Rizin-Bombenbauer.html?wtrid=onsite.onsitesearch


ZEIT ONLINE: "Viele sitzen vor mir und weinen"

Das Hamburger Oberverwaltungsgericht hat Anfang des Monats entschieden, dass eine Berufsschülerin weiterhin mit Nikab im Unterricht sitzen darf. Ich persönlich finde die Entscheidung schwierig. Zum einen frage ich mich: Was ist der Unterschied zwischen einer Vermummung, die verboten ist, und einer Vollverschleierung? In beiden Fällen kann ich die Person nicht identifizieren. Zum anderen weiß ich, dass ich als Lehrerin nur dann mit einer Schülerin ernsthaft ins Gespräch kommen kann, wenn ich ihren Gesichtsausdruck sehe, ihre Mimik. Meine Sorge ist, dass dieses Urteil sprichwörtlich Schule macht. Ich gehe davon aus, dass einzelne Eltern, die radikal denken und eine Botschaft verbreiten wollen, ihren Töchtern die Vollverschleierung aufzwingen, nach dem Motto: Das Gericht hat so entschieden, also nutzen wir das aus. Das bringt uns als demokratische, freiheitliche Gesellschaft in eine ganz schwierige Situation, ich empfinde das als falsche Toleranz. Zum Glück sehen das verantwortliche Bildungspolitiker ähnlich und haben vor, das Schulgesetz zu ändern.

https://www.zeit.de/2020/10/kopftuch-schule-schuelerinnen-islam-religion


ZEIT ONLINE: Gutachten sieht Kopftuchverbot als rechtlich zulässig

Darf der Staat Mädchen verbieten, ein Kopftuch zur Schule zu tragen? Ein neues Gutachten sagt: Ja – auch wenn er in Religionsfreiheit und Erziehungsrecht eingreift. Der Staat darf nach Auffassung des Würzburger Staatsrechtlers Kyrill-Alexander Schwarz das Tragen von Kopftüchern an Schulen für Mädchen bis 14 Jahren flächendeckend verbieten. Schwarz kommt in einem Gutachten für die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV) zu dem Schluss, ein solches Verbot wäre verfassungsgemäß – obwohl der Staat damit in die Religionsfreiheit und das elterliche Erziehungsrecht eingreifen würde. Die BAGIV versteht sich selbst als weltlicher Interessenverband.


https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2020-03/gutachten-kopftuchverbot-schulen-14-jaehrige


ZEIT ONLINE: NICHT ANBIEDERN, ANECKEN!

Wie soll an deutschen Hochschulen zum Islam geforscht werden? Zehn Jahre ist es her, da stellte sich der Wissenschaftsrat diese Frage. Das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium Deutschlands empfahl, die Möglichkeiten grundlegend zu erweitern. Konkret riet es dazu, Standorte für "islamische Studien" einzurichten. Diese sollten nicht nur aus theologischer Perspektive zum Islam forschen, sondern auch Lehrkräfte für den islamischen Religionsunterricht sowie Religionsgelehrte und Imame ausbilden.

https://www.zeit.de/2020/11/islamische-theologie-kritik-religionsgemeinschaft-integration


ZEIT ONLINE: Zehn Jahre Haft für Rizin-Bombenbauer

Für den Bau einer Bombe mit dem biologischen Kampfstoff Rizin in Köln ist ein 31-jähriger Islamist zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach den Tunesier Sief Allah H. der Herstellung einer biologischen Waffe und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat schuldig. Mit dem Strafmaß folgte das Gericht der Forderung der Bundesanwaltschaft. Sie hatte zehn Jahre gefordert, die Verteidiger eine Strafe von maximal acht Jahren.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-03/koeln-rizin-bombnbauer-islamist-haft-urteil


WIENER ZEITUNG: Muslime wegen Schulzeugnis abgeblitzt

Der Verfassungsgerichtshof hat eine Beschwerde der Islamischen Glaubensgemeinschaft zum Religionsbekenntnis abgelehnt. Neue Entwicklung zum Religionsbekenntnis im Schulunterricht: Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat in seiner März-Session einen Antrag der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) sowie einer Schülerin aus formalen Grünen als unzulässig zurückgewiesen. Es ging dabei um die Bezeichnung der Religionszugehörigkeit in Schulzeugnissen. Für IGGÖ-Angehörige ist vom Bildungsministerium seit dem Vorjahr die Kurzbezeichnung "Islam. (IGGÖ)" vorgesehen (im Semesterzeugnis 2019 war sogar nur "IGGÖ" verwendet worden), während bei Schiiten der Zusatz "SCHIA" und bei Aleviten die Bezeichnung "ALEVI" verwendet wird.


https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2055588-Muslime-wegen-Schulzeugnis-abgeblitzt.html


SPIEGEL ONLINE: Jugendlicher in Neuseeland nach Drohung gegen Moschee festgenommen

Vor einem Jahr starben bei Anschlägen auf zwei Moscheen in Christchurch 51 Menschen. Nun hat ein 19-Jähriger eine Drohung gegen eines der beiden Gotteshäuser veröffentlicht. Ihm droht eine lange Haftstrafe. Fast ein Jahr nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch hat die Polizei in Neuseeland einen 19-Jährigen wegen einer Drohung gegen eine der Moscheen festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Teenager seine "abscheuliche" Drohung im Internet verbreitet. Er soll in einem verschlüsselten Messengerdienst ein Bild von einem Mann mit Sturmhaube in einem Auto vor der Al-Noor-Moschee in Christchurch geteilt haben. Dazu stellte er einen Text mit seiner Drohung und ein Gewehr-Emoji.


https://www.spiegel.de/panorama/justiz/neuseeland-jugendlicher-nach-drohung-gegen-moschee-in-christchurch-festgenommen-a-863748a4-3160-4dc2-aeb9-c676bc364738


SPIEGEL ONLINE: Wie Christen, Muslime und Juden auf das Gottesdienstverbot reagieren

Jedes Wochenende kommen in Deutschland deutlich mehr Menschen in Gotteshäusern zusammen als in Fußballstadien. Das geht nun nicht mehr. Wie reagieren gläubige Christen, Juden und Muslime? Viele Menschen, die in Deutschland Kirchen, Moscheen oder Synagogen besuchen, sind betagt - und damit bei einer Corona-Infektion gesundheitlich besonders gefährdet. Vertreter der drei großen Konfessionen empfehlen, Gottesdienste und Gebete, Seniorentreffen oder Frauenkreise bis auf Weiteres ausfallen zu lassen - so hat es auch die Bundesregierung am Montagabend vorgegeben.Wie viele Menschen das Verbot trifft, macht ein Vergleich deutlich: Allein rund 2,8 Millionen Christen besuchen nach Angaben der Amtskirchen jeden Sonntag Gottesdienste - das sind deutlich mehr, als jedes Wochenende in die Stadien der ersten und Zweiten Bundesliga pilgern.


https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/corona-krise-wie-christen-muslime-und-juden-auf-gottesdienstverbot-reagieren-a-f958665b-84f5-47f7-bd5c-f5d6ea8f2309


SPIEGEL ONLINE: 871 Übergriffe auf Muslime in Deutschland in 2019

Die Zahl der Übergriffe auf Muslime konnte 2019 das dritte Jahr in Folge nicht gesenkt werden. Inzwischen geht die Polizei stärker gegen Rechtsextreme vor.Im vergangenen Jahr sind 871 Übergriffe auf Muslime und ihre Einrichtungen in Deutschland verzeichnet worden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, über die die "Neue Osnabrücker Zeitung" ("NOZ") berichtet. Die Zahl der Übergriffe ist demnach seit 2017 etwa konstant geblieben. 33 Muslime wurden dem Bericht zufolge 2019 bei islamfeindlichen Straftaten verletzt.


https://www.spiegel.de/politik/deutschland/muslime-871-uebergriffe-in-deutschland-in-2019-a-c77939df-61bc-4372-9e0d-62c54b392c92


FAZ: Polarisierendes Kopftuch-Urteil

Hat das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil zum Kopftuchverbot für Referendarinnen islamfeindliche Ressentiments geadelt, oder die Neutralität des deutschen Staates gesichert? Unter anderem darüber diskutieren wir im aktuellen Podcast. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass eine Vorschrift des hessischen Beamtengesetzes, wonach muslimische Rechtsreferendarinnen ihr Kopftuch bei Tätigkeiten mit hoheitlicher Außenwirkung abnehmen müssen, nicht gegen die Verfassung verstößt.


https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-einspruch-podcast/urteil-zum-kopftuch-verbot-hat-der-staat-richtig-gehandelt-16663271.html


FAZ: Zehn Jahre Haft für Rizin-Bombenbauer


Er plante mitsamt seiner Ehefrau einen Anschlag mit dem biologischen Kampfstoff Rizin, den die Behörden nur knapp vereiteln konnten. Nun hat das Oberlandesgericht Düsseldorf ein Urteil gefällt. Für den Bau einer Bombe mit dem biologischen Kampfstoff Rizin in Köln ist ein 31 Jahre alter Islamist zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach den Tunesier Sief Allah H. am Donnerstag schuldig, eine biologische Waffe hergestellt und eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet zu haben.


https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/zehn-jahre-haft-fuer-islamistischen-rizin-bombenbauer-16698142.html


DW: Zehn Jahre Haft für Rizin-Bombenbauer

Er hatte in Deutschland einen Anschlag mit dem biologischen Kampfstoff Rizin vorbereitet. Dafür ist ein 31-jähriger Islamist aus Tunesien nun in Düsseldorf verurteilt worden. Der Tunesier Sief Allah H. (31) ist der Herstellung einer biologischen Waffe und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat schuldig befunden worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht verhängte eine zehnjährige Gefängnisstrafe gegen den Islamisten. Mit dem Urteil entsprach das Gericht der Strafforderung der Bundesanwaltschaft. Die Verteidiger hatten eine Strafe von maximal acht Jahren beantragt. Zuvor war das Verfahren gegen die deutsche Ehefrau von H. abgetrennt worden. Das Paar soll gemeinsam an der Bombe gebaut haben. Es war im Juni 2018 festgenommen worden.


https://www.dw.com/de/zehn-jahre-haft-f%C3%BCr-rizin-bombenbauer/a-52932829


THE GUARDIAN: Muslim students less likely to be awarded top class degrees

Only 18% of Muslims were awarded the top classification, a lower proportion than in any other religious group. The researchers found that the gap between Muslims and others got wider as the proportion of Muslims studying at an institution fell. Students from Muslim families are less likely to be awarded top class degrees than students from other religions or beliefs, according to research examining UK higher education attainment for people of different faith backgrounds.

https://www.theguardian.com/education/2020/mar/18/muslim-students-less-likely-to-be-awarded-top-class-degrees


THE GUARDIAN: English, Muslim, Pakistani ... how I tell my kids about their identities

 

As she raises three boys, our writer is starting to face tough questions from them about where they fit in. Her answer? As a whole, not just halves… My six-year-old son is learning about fractions. He sits next to me at the dining table, and draws a bat, then colours half of it green. "The word half is used when something is split into two equal parts," he explains. I nod, go back to my laptop. Then he looks up at me and says, "I've got two halves. I'm half-Muslim, half-English. Right?" He looks at me expectantly, waiting for me to confirm whether his calculation is correct and my heart sort of breaks a little, to hear him refer to himself as pieces of a whole. "Not quite," I say. "Some of your family is Pakistani, because I am, and some of your family is English, because Dada is. And you are fully Muslim."


https://www.theguardian.com/focus/2020/mar/29/english-muslim-pakistani-how-i-tell-my-kids-about-their-identities






DIE PRESSE: Attentäter von Hanau war deutschen Behörden offenbar bekannt

 

Im November 2019 erstattete der spätere Attentäter von Hanau Strafanzeige gegen eine "unbekannte geheimdienstliche Organisation", von der er sich verfolgt fühlte. Das Schreiben an den Generalbundesanwalt in Karlsruhe gleicht seinem späteren Terrormanifest.

https://www.diepresse.com/5772069/attentater-von-hanau-war-deutschen-behorden-offenbar-bekannt?from=rss



DER STANDARD: Die Hölle, die Ungläubigen und der Ethikunterricht

 

Susanne Wiesinger, ehemalige Ombudsfrau für Wertefragen und nun wieder Lehrerin in Wien, setzt in einen Ethikunterricht für alle Kinder schon ab der Volksschule große Hoffnungen. Wenngleich nicht alle Probleme dadurch zu lösen seien. Szenen aus dem Schulalltag, geschildert von Susanne Wiesinger, der ehemaligen Ombudsfrau für Wertefragen im Bildungsministerium: "Wer ist Christ? Wer ist Muslim? Oder am allerschlimmsten: Wer hat gar keine Religion?", lauteten Fragen der Schüler, erzählte sie am Mittwoch. Ein anderes häufiges Thema sei: "Wer kommt in die Hölle und wer ins Paradies?" Oder Homosexualität. "Bei uns gibt es keine Schwulen, bei uns im Islam ist das eine Todsünde." Oder: Darf eine Frau verstoßen werden? Sätze wie diese hörten sie und Lehrerkollegen immer wieder, sagte Wiesinger mit Blick auf ihre Schulbesuche in ganz Österreich.


https://www.derstandard.at/story/2000115064517/die-hoelle-die-unglaeubigen-und-der-ethikunterricht


WELT.DE: Wenn die Polizei an einem Islamisten-Fest teilnimmt

 

Beamte der Münchner Polizei haben an einem Fest eines islamistischen Vereins teilgenommen. Dies geht aus einer Antwort der Stadt München auf eine Anfrage der Grünen-Stadtratsfraktion hervor, die WELT vorliegt.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article206117459/Muenchen-Wenn-die-Polizei-an-einem-Islamisten-Fest-teilnimmt.html?wtrid=onsite.onsitesearch


ZEIT ONLINE: Mutmaßliche rechte Terrorgruppe plante offenbar Angriffe auf Moscheen

Die aufgeflogene mutmaßliche rechte Terrorgruppe plante laut Berichten konzertierte Attacken gegen muslimische Bethäuser. Ihr Plan folgte dem Muster von Christchurch. Die am Freitag bei bundesweiten Razzien zerschlagene mutmaßliche rechte Terrorgruppe soll geplant haben, in verschiedenen kleineren Städten Moscheen anzugreifen. Wie das Magazin Der Spiegel berichtet, war in einem von Behörden überwachten Gespräch von "Kommandos" der Gruppe die Rede, die in "zehn Bundesländern" hätten zuschlagen sollen. Damit hätten die Täter Attacken verübt, die dem Muster des Terroranschlags auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch im Frühjahr 2019 entsprechen. Damals hatte ein australischer Rechtsextremist insgesamt 51 Menschen erschossen.


https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-02/rechtsextremismus-terrorzelle-angriffe-moscheen


WIENER ZEITUNG:  Elf Tote nach Schüssen in Hanau

 

Nach der Gewalttat in Hanau mit mehreren Toten hat der hessische Innenminister Peter Beuth am Donnerstag einen mutmaßlichen rechtsextremen Hintergrund der Tat bestätigt. "Nach unseren jetzigen Erkenntnissen ist ein fremdenfeindliches Motiv durchaus gegeben", sagt der CDU-Politiker am Donnerstag. Darauf deute etwa eine Homepage hin, aus der sich ein mutmaßlicher rechter Hintergrund ergebe", sagte Beuth.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/europa/2051075-Elf-Tote-nach-Schuessen-in-Hanau.html


WIENER ZEITUNG: "Neue Salafisten agieren unterschwelliger"

 

Extremismusforscherin Daniela Pisoiu sprach in Österreich mit inhaftierten Anhängern des Islamischen Staates. Im Interview erzählt sie von Auslandskämpfern, ihren Resozialisierungschancen und neuen Formen des Salafismus. Es war eine gewaltige Faszination, die der Islamische Staat (IS) auf seine Anhänger in Europa ausübte. Tausende Menschen reisten aus der EU nach Syrien und in den Irak, um sich der Terrormiliz anzuschließen. Österreich befand sich, gemessen an der Anzahl der Auslandskämpfer pro Einwohner, unter den europäischen Spitzenreitern: 320 Personen beteiligten sich laut dem österreichischen Verfassungsschutz am Dschihad in Syrien und dem Irak beziehungsweise wollten sich daran beteiligen. 62 konnten an der Ausreise gehindert werden, 93 kehrten nach Österreich zurück. Dutzende kamen im Kriegsgebiet ums Leben oder halten sich noch dort auf. In den Jahren 2015 und 2016 erhielt der IS den größten Zulauf, mit seinen zunehmenden Niederlagen sank auch die Zahl der Ausreisen wieder stark.


https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2050847-Neue-Salafisten-agieren-unterschwelliger.html


SPIEGEL ONLINE: "Islamische Sprechpuppe" - YouTuber nach Hasskommentaren freigesprochen

Als "Quotenmigrantin der SPD" bezeichnete YouTuber Tim K. in einem seiner Videos die Politikerin Sawsan Chebli. Das sei keine Beleidigung, sagt ein Gericht. Chebli spricht von einem "bitteren" Urteil.  "Deutschland! Deutschland!" Vor dem Kriminalgericht Berlin bricht eine Art Deutschland-Jubel aus, als die Kunde vom Freispruch hinaus auf die Straße gelangt. Etwa 80 Menschen - überwiegend Männer, manche von ihnen diskret, andere offensiv schwarz-rot-gold dekoriert – hatten am Donnerstag Einlass in Saal 101 des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten begehrt. Sie wollten den Angeklagten Tim K. unterstützen. Nur zwanzig Zuhörer dürfen hinein. Der Rest muss draußen warten.


https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sawsan-chebli-youtuber-timm-k-nach-hasskommentaren-vor-gericht-freigesprochen-a-90c56d9c-56e5-4e9b-bdad-3d2981bd2898


SPIEGELONLINE:  "All meine Kleidungsstücke haben einen Wert für mich"

"Für mich ist Mode ein Ausdruck der Persönlichkeit": Sechs muslimische Frauen erzählen, warum sie Spaß an gutem Stil haben. Was Mode ihnen bedeutet – und inwiefern Rassismus ihr Outfit beeinflusst. Kleidungsstücke werden normalerweise in Modezeitschriften abgebildet und diskutiert – außer das Kopftuch, das findet auch im Politik-Teil statt. Dazu hat jeder eine Meinung. Auch wenn es weltweit natürlich Frauen und Mädchen gibt, die es nicht tragen wollen, sondern müssen: In erster Linie ist das Kopftuch nicht Zündstoff für Diskussionen, sondern in erster Linie ein religiöses Identifikationsmerkmal für muslimische Frauen. Ein Accessoire, das zu ihrem Stil dazugehört. Das es im Frühjahr 2018 immerhin auf das Cover der britischen "Vogue" geschafft hat.


https://www.spiegel.de/stil/muslimische-frauen-ueber-mode-all-meine-kleidungsstuecke-haben-einen-wert-fuer-mich-a-1f3f4def-8278-4886-b13b-1f5caf58faec


FAZ: „Uns war es wichtig, den restriktiven Migrationskurs fortzusetzen"


Österreich will auch mit der neuen türkis-grünen Regierung den bisherigen Weg in Migrationsfragen verfolgen. Integrationsministerin Susanne Raab spricht im Interview über gelungene Integration und den Kampf gegen den politischen Islam. Wir haben mit Deutschland einen guten Erfahrungsaustausch über Integration, den möchte ich fortsetzen. Und es geht um Themen wie Extremismus und Radikalismus. Der Kampf gegen den politischen Islam ist einer meiner Themenschwerpunkte in der Integrationsarbeit.


https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/oesterreichs-integrationsministerin-ueber-den-migrationskurs-16638487.html


FAZ: Auf dem Wohlfühlpodium

 

Da nimmt jemand kein Blatt vor den Mund: Ruud Koopmans hat ein neues Buch über den Islam geschrieben. Doch anstatt sich seinen unbequemen Fragen zu stellen, suchen seine Gesprächspartner Cem Özdemir und Naika Foroutan den Konsens. Wenn es um den Islam geht, noch dazu um ein Buch, das vom „verfallenen Haus des Islam" spricht und die „religiösen Ursachen von Unfreiheit, Stagnation und Gewalt" erforschen will, ist zu erwarten, dass es eines gerade nicht geben wird – Konsens. Der niederländische Sozialwissenschaftler Ruud Koopmans, an dessen islamkritischen Thesen sich schon hitzige Debatten entzündet haben, hätte bei einem Podiumsgespräch über sein neues Buch im Wissenschaftszentrum Berlin sicher Rede und Antwort gestanden – wäre er denn gefragt worden.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/im-konsens-buchdiskussion-mit-dem-islamkritiker-ruud-koopmans-16642110.html



FAZ: Das Geschäft mit Angst und Hass


Früher profilierte sich die CDU mit migrationskritischen Positionen. Das hat inzwischen die AfD übernommen. Die Partei profitiert von den Ängsten, die sie selbst schürt. Nach der Ermordung von neun Menschen mit Migrationshintergrund im hessischen Hanau steht die AfD im Mittelpunkt einer hochemotionalen politischen Diskussion. Während die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer keine 24 Stunden nach der Tat einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Wirken der Partei am rechten politischen Rand und den Morden des Tobias R. herstellte, wiesen AfD-Politiker ebenso umgehend jede Verbindung dieser Art zurück.


https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wie-die-afd-aus-angst-und-hass-profit-macht-16645923.html


FAZ: Die Muslime und wir

 

Die Islam-Debatte wird begleitet von dem Ringen, Freiheit und Autorität in Übereinstimmung zu bringen. Ein Plädoyer für eine versöhnte Verschiedenheit. Anfang des Jahres kam im bayerischen Kommunalwahlkampf in fortschrittlichen Medien eine gewisse Gereiztheit auf. Sie hatte mit der religiösen Herkunft zweier Kandidaten der christlichen Regierungspartei zu tun. Sie waren Muslime. Aus Neufahrn im Schatten des Freisinger Doms der eine, der andere aus dem schwäbischen Wallerstein, einer katholischen Exklave im mehrheitlich protestantischen Donau-Ries. Beide ortsgebunden und beruflich erfolgreich, sportliche Typen, leistungsbereit, vom Mittelstand geprägt. Durch die Eltern – fleißige, erfolgreiche Zuwanderer aus der Türkei – in die Glaubenswelt des Islams hineingeboren und ihr treu geblieben.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/peter-gauweiler-die-muslime-und-wir-16651273.html


SUEDDEUTSCHE: Islam-Verbände vermissen klare Haltung zu Islamfeindlichkeit


Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, fordert nach dem Anschlag in Hanau, antimuslimischen Rassismus anzuerkennen und zu bekämpfen. Das müsse der erste Schritt sein, um das Problem zu bekämpfen, sagt Mazyek in der Bundespressekonferenz in Berlin. Das werde er auch dem Innenminister Horst Seehofer bei einem Treffen sagen, das ebenfalls noch am Freitag stattfinden sollen.

https://www.sueddeutsche.de/politik/mazyek-zentralrat-der-muslime-altug-hanau-anschlag-1.4809229



DW: Zentralrat der Muslime: "Wir fühlen uns im Stich gelassen"

 

Eine mutmaßliche Terrorzelle wollte offenbar gezielt Moscheen in Deutschland angreifen. Der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Abdassamad El Yazidi, schildert die Stimmung und die Angst unter Muslimen.

 

Deutsche Welle: Herr Yazidi, wie bewerten Sie die Details, die über das Wochenende zu einer rechtsextremen Terrorgruppe in Deutschland bekannt wurden?

 

Yazidi: Das Ganze erreicht in Deutschland eine nie dagewesene Dimension. Die Muslime sind höchst verunsichert. Sie fühlen sich im Stich gelassen. Sie überlegen, was sie machen können, um ihre Gebetsstätten zu schützen. Und was sie am meisten verunsichert und verängstigt, ist diese Gleichgültigkeit, mit der solche Schreckensmeldungen eben nicht kommentiert werden in der Gesellschaft. Dass es kein Aufrütteln gibt, keine klare, starke Solidaritätsbekundung gibt in der Form, die man sich wünscht.

https://www.dw.com/de/zentralrat-der-muslime-wir-f%C3%BChlen-uns-im-stich-gelassen/a-52409028


DW: Eine Muslimin gestaltet Klosterfenster: Mahbuba Maqsoodis Glaskunst

 

Als Flüchtling aus Afghanistan kam sie vor über 25 Jahren mit ihrer Familie nach München und fand hier Heimat. Nun gestaltet die Muslimin Mahbuba Maqsoodi 34 Fenster für die Kirche des ältesten Klosters in Deutschland. Vorsichtig, fast zärtlich gleitet die Hand von Mahbuba Maqsoodi über das kräftig bunte Glas. Es ist ein Kunstwerk, ihr Kunstwerk. Ein Kirchenfenster mit der Darstellung eines Heiligen. "Durch die Farbe und durch die Bewegung in der Farbe erreiche ich, was ich will", erzählt sie. Wenn Maqsoodi von Farbtönen, Licht und leuchtendem Glas spricht, wirken ihre Worte schon fast wie ein Gedicht. Maqsoodi, 63 Jahre alt, ist Künstlerin. Lange arbeitete sie mit Keramik, nun in Glas. Und zwar am derzeit deutschlandweit spektakulärsten Projekt von moderner Kunst im kirchlichen Raum. Im saarländischen Tholey steht das älteste Kloster in Deutschland, eine Benediktiner-Abtei. Seit 2008 renovieren die Mönche ihre Klosterkirche. Der bislang eher dunkel wirkende Bau aus dem 13. Jahrhundert wird ab dem Herbst 2020 neu aufleuchten und ein großes Kleinod sein. Das dabei wichtigste Element sind neue Kirchenfenster, die den Raum prägen. Die Mönche sind stolz auf drei abstrakt gehaltene Fenster, die Gerhard Richter (88) beisteuert, einer der weltweit wichtigsten deutschen Künstler der Moderne. Auch für den Kölner Dom schuf er schon ein großes Fenster.


https://www.dw.com/de/eine-muslimin-gestaltet-klosterfenster-mahbuba-maqsoodis-glaskunst/a-52463159


THE GUARDIAN: Ryanair boss criticised for saying terrorists are 'generally Muslim men'

 

Michael O'Leary's call for racial profiling at airports condemned as 'abhorrent' discrimination. The Ryanair chief executive, Michael O'Leary, has been criticised for "abhorrent" discrimination and encouraging fascists after he said terrorists "will generally be males of a Muslim persuasion". Criticising existing airport security checks, O'Leary advocated profiling Muslim men because, he said, the chances of someone travelling with their family and kids blowing them all up "is fucking zero".


https://www.theguardian.com/business/2020/feb/21/mp-condemns-michael-oleary-for-encouraging-racism