islaMedia



islaMedia - Medienberichterstattung über Islam und Muslime in Europa

http://www.ezire.fau.de/


April 2021


SUEDDEUTSCHE: Etwa 5,5 Millionen Muslime leben in Deutschland

Der Anteil der Menschen islamischen Glaubens im Land ist stark gewachsen. Doch bei der Integration von Zuwanderern spielt die Religion nur eine untergeordnete Rolle. In Deutschland leben nach neuesten Zahlen deutlich mehr Menschen islamischen Glaubens als noch ein paar Jahre zuvor. 2019 waren 5,3 bis 5,6 Millionen der 83 Millionen Einwohner der Bundesrepublik Muslime, die selbst oder deren Eltern zugewandert waren. Das geht aus Hochrechnungen hervor, deren Ergebnisse der Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) am Mittwoch in einer Studie über "Muslimisches Leben in Deutschland" veröffentlichte.

https://www.sueddeutsche.de/politik/islam-muslime-bevoelkerung-zuwanderung-migration-integration-1.5279437


FAZ: Nachholbedarf bei Bildung

Eine Studie zu Muslimen in Deutschland zeigt, dass der Einfluss der Religion auf die Integration oft überschätzt wird. Viel wichtiger sind die Defizite bei deutschen Schulabschlüssen. Kann eine Integration von Muslimen in die deutsche Gesellschaft gelingen? Oder schließen sich der Islam und ein Hineinwachsen in die Kultur Europas nicht vielmehr aus? Solche Fragen werden seit 2015, dem Jahr der großen Flucht aus den muslimisch geprägten Ländern des Nahen und Mittleren Ostens nach Europa, gestellt. Angst zu schüren war umso leichter, als es zu den Fragen kaum empirisch gewonnene und wissenschaftlich belastbare Antworten gegeben hat.

 

SUEDDEUTSCHE: Neubau einer Moschee gekippt: Muslime prüfen Rechtsweg

Trotz jahrelanger Planung durch die Stadt und die islamische Religionsgemeinschaft Ditib hat der Heilbronner Gemeinderat den Neubau einer Moschee in der Innenstadt gekippt. Das Bebauungsplanverfahren wird nach dem ablehnenden Votum nicht eingeleitet. Die Muslime zeigen sich tief enttäuscht und kündigen an, die Entscheidung des Gremiums eingehend zu prüfen.

https://www.sueddeutsche.de/politik/kommunen-heilbronn-neubau-einer-moschee-gekippt-muslime-pruefen-rechtsweg-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210427-99-366733





April 2021



DIE PRESSE: Steiniger Weg zur „liberalen Moschee" für Wien

2017 gründete Seyran Ateş in Berlin ein liberales Gebetshaus. Pläne für eine Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Wien stocken aber mangels Kooperationspartner. Eine „liberale Moschee" in jeder Hauptstadt Europas. Das ist eine Vision, die Seyran Ateş vor einigen Jahren formulierte – nach dem Vorbild der 2017 von ihr gegründeten Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin. Und schon 2018, so ihr Wunsch, sollte auch in Wien ein solches Gebetshaus entstehen, geprägt von einem Weltbild, in dem Geschlechtergerechtigkeit und die Akzeptanz jeglicher sexueller Orientierung gelebt werden. Allein bis heute ist aus der Idee noch nichts geworden.



DIE PRESSE: Corona-Impfung bricht muslimisches Fasten nicht

Die Islamische Glaubensgemeinschaft hat einen Leitfaden für den kommende Woche beginnenden Fastenmonat Ramadan erstellt. Gemeinsame Gebete sind möglich, gemeinsames Fastenbrechen nicht. Wer im muslimischen Fastenmonat Ramadan eine Corona-Schutzimpfung bekommt, bricht das Fasten nicht. Das hält Ümit Vural, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) in einer Aussendung fest. Bereits vor einigen Wochen hat der theologische Beratungsrat der IGGÖ diese Empfehlung ausgesprochen.

 https://www.diepresse.com/5963185/corona-impfung-bricht-muslimisches-fasten-nicht?from=rss


DIE PRESSE: Beten und Impfen ja, gemeinsam essen nein

Das gemeinschaftliche Fastenbrechen fällt wegen Corona aus, gemeinsam gebetet wird nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Und Impfen ist kein Verstoß gegen das Fasten. Wer im Ramadan eine Schutzimpfung gegen eine Coronainfektion bekommt, bricht das Fasten nicht. Das hält Ümit Vural, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, in einer Aussendung fest. Bereits vor einigen Wochen hat der theologische Beratungsrat der Islamischen Glaubensgemeinschaft diese Empfehlung offiziell ausgesprochen.

https://www.diepresse.com/5964231/beten-und-impfen-ja-gemeinsam-essen-nein?from=rss


DIE PRESSE: Ramadan in der Pandemie: Kann denn Impfen Sünde sein?

Die Religionsbehörden bemühen sich um Aufklärung. Die WHO fürchtet neue Infektionswellen wegen der muslimischen Feierlichkeiten. Der islamische Fastenmonat Ramadan beginnt an diesem Dienstag, und die 1,8 Milliarden Muslime stehen vor einer neuen Frage: Verstoßen die Gläubigen gegen das Fastengebot, wenn sie sich im Ramadan gegen Covid-19 impfen lassen? Religionsbehörden in aller Welt versichern, dass Impfungen auch im Fastenmonat zulässig sind.

https://www.diepresse.com/5964687/ramadan-in-der-pandemie-kann-denn-impfen-sunde-sein?from=rss


DIE PRESSE: Österreich: Corona gefährdet Integrationserfolge

Umfrage. Das Sicherheitsgefühl in Österreich hat sich verschlechtert, Corona erschwert die Integration und öffentliche Plätz sind im Zusammenleben konfliktreich. „Es ist ein Seismograf, wie die Menschen in Österreich die Integration wahrnehmen." Mit diesen Worten präsentierte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) am Donnerstag den aktuellen Integrationsmonitor. Er ist eine seit 2015 regelmäßig durchgeführte Umfrage des Integrationsfonds zu Integrationsthemen, dem Zusammenleben in Österreich und den Sorgen der Bevölkerung.

https://www.diepresse.com/5966314/osterreich-corona-gefahrdet-integrationserfolge?from=rss


DIE PRESSE: Imam von Wiener Tewhid-Moschee muss gehen

Die Tewhid-Moschee in Wien-Meidling soll ohne den alten Imam einen Neustart machen, sagt die IGGÖ. Der Imam der Moschee in Wien-Meidling soll Kontakte zur radikalislamischen Szene in Bosnien gehabt haben, zuletzt tauchten antisemitische Predigten auf. Die IGGÖ erarbeitet nun mit der Moschee ein Konzept gegen Extremismus. Es soll ein Neustart für die Tewhid-Moschee werden – ohne den bisherigen Imam. Muhammed P., dem Verbindungen zur radikalislamischen Szene in Bosnien vorgeworfen wurden und von dem zuletzt antisemitische Predigten auftauchten, muss die Funktion zurücklegen, wie Valerie Mussa, Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) der „Presse" bestätigt.

https://www.diepresse.com/5966336/imam-von-wiener-tewhid-moschee-muss-gehen?from=rss

 

DER STANDARD: Zehn Jahre nach Burkaverbot will Frankreich Kopftuch für Kinder verbieten

Der französische Senat will auch Burkinis in Schwimmhallen untersagen. Ob das umstrittene Gesetz kommt, entscheidet nun die Nationalversammlung. Die neuen Vorstöße des konservativ geprägten Senats zu Kopftuchverboten sind Änderungsanträge am sogenannten Gesetz zur "Stärkung der republikanischen Prinzipien". Eine Dekade nach dem Verbot der Vollverschleierung in Frankreichs Öffentlichkeit könnten bald weitere Einschränkungen auf Musliminnen in dem Land zukommen. Der Senat als Oberhaus des französischen Parlaments hat unlängst für ein Kopftuchverbot bei Minderjährigen sowie Begleitpersonen auf Schulausflügen gestimmt. Außerdem soll die Verschleierung in Form eines Burkinis in Schwimmhallen untersagt werden. Endgültig sind diese Vorschriften aber noch nicht.


DER STANDARD: Ruf von Flüchtlingen und Migranten hat unter Corona gelitten

Laut dem von Ministerin Susanne Raab präsentierten Integrationsbarometer führte die Pandemie zu Negativentwicklung – SOS Mitmensch kritisiert Befragungsdesign. Die Coronavirus-Pandemie hat den Blick auf Flüchtlinge sowie Musliminnen und Muslime in Österreich zusätzlich leicht getrübt. Darauf zumindest lassen die Umfrageergebnisse aus dem aktuellen Integrationsbarometer schließen – einer seit 2015 durchgeführten regelmäßigen Befragung des Meinungsforschers Peter Hajek im Auftrag des Österreichischen Integrationsfonds, die am Donnerstag von Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) präsentiert wurde. 

https://www.derstandard.at/story/2000125736648/zehn-jahre-nach-burkaverbot-will-frankreich-kopftuch-fuer-kinder-verbieten

 

WELT.DE: „Die Welt der Moscheen aus der Unsichtbarkeit herausheben"

Wie viele Moscheen es in Deutschland gibt, ist nicht bekannt – Schätzungen zufolge sind es zwischen 2500 und 2700. ARD-Journalist Constantin Schreiber startet mit „Moscheepedia" ein Onlineprojekt zur Sichtbarkeit muslimischer Gebetshäuser in Deutschland. Auch die Union will mehr Transparenz – und fordert eine Nachweispflicht für von ausländischen Geldgebern finanzierte Moscheen.

 https://www.welt.de/politik/deutschland/article229641013/Islam-Die-Welt-der-Moscheen-aus-der-Unsichtbarkeit-herausheben.html?cid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: Islamistische Kräfte haben in öffentlichen Ämtern nichts verloren"

Ein Mitglied der Berliner „Expert*innenkommission zu antimuslimischem Rassismus" war in Vereinen aktiv, die vom Verfassungsschutz als islamistisch bewertet werden. Justizsenator, Integrationsbeauftragte und Grüne der Hauptstadt halten dennoch an ihm fest. Aus welchem Grund? Die Forderung des Berliner CDU-Fraktionsvorsitzenden Burkard Dregger ist eindeutig: „Mohamad Hajjaj darf nicht länger Mitglied der Kommission zu antimuslimischem Rassismus sein", sagt der Oppositionsführer im Berliner Abgeordnetenhaus.  

https://www.welt.de/politik/deutschland/article229903267/Berlin-Islamistische-Kraefte-haben-in-oeffentlichen-Aemtern-nichts-verloren.html?cid=onsite.onsitesearch

WELT.DE: Zeigen der Mohammed-Karikaturen kann radikalisierend auf Schüler wirken"

Hessens Kultusministerium weist Lehrer darauf hin, dass die Verwendung von Mohammed-Karikaturen im Unterricht gefährlich sein könne - ein hoch umstrittener Schritt. Mancher Lehrer findet: Nach dem Mord an Samuel Paty müsse man solche Darstellungen erst recht thematisieren. Hessens Kultusministerium schrieb an die 1800 Schulleiterinnen und Schulleiter des Landes, es gebe beunruhigende „Hinweise/Anregungen im Zusammenhang mit der Thematisierung des Mordes an dem französischen Lehrer Samuel Paty".

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus230491929/Mohammed-Karikaturen-Kapitulation-vor-dem-politischen-Islam.html?cid=onsite.onsitesearch

WELT.DE: Notbremse: Islamverbände mahnen Muslime zur Zurückhaltung

Islamverbände haben Muslime im Ramadan angesichts vielerorts drohender Ausgangsbeschänkungen in Deutschland zu besonderer Zurückhaltung aufgerufen. Mit Blick auf das allabendliche gemeinsame Fastenbrechen - Iftar - nach Sonnenuntergang mahnte der Zentralrat der Muslime (ZMD) am Freitag in einem Rundbrief an die Gemeinden zum Verzicht. Das geänderte Bundesinfektionsschutzgesetz lasse zwar bei Zusammenkünften zur Religionsausübung gewisse Spielräume, schrieb der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article230612697/Notbremse-Islamverbaende-mahnen-Muslime-zur-Zurueckhaltung.html?cid=onsite.onsitesearch

WELT.DE: Messerattacke-Prozess: Angeklagtem «war nichts anzumerken»

Gegenüber dem Gerichtsgutachter hat er zugegeben, zwei Männer in Dresden niedergestochen zu haben. Der junge Mann, gerade aus der Jugendhaft entlassen, soll danach zunächst weitergelebt haben wie zuvor. Vertraute geben vor Gericht Einblick in seine Persönlichkeit. Nach der tödlichen Messerattacke auf zwei Touristen im Oktober 2020 ließ der Tatverdächtige sich gegenüber Bekannten nichts anmerken. «Es war wie immer», sagte sein Cousin am Freitag beim Prozess gegen den 21-Jährigen am Oberlandesgericht (OLG) Dresden über sein Treffen mit ihn nach dem 4. Oktober.

https://www.welt.de/regionales/sachsen/article230615717/Messerattacke-Prozess-Angeklagtem-war-nichts-anzumerken.html?cid=onsite.onsitesearch

WELT.DE: Beratungsstelle Radikalisierung – mehr als jede zehnte Anfrage kommt aus Schulen

Vorfälle wie die Ermordung von Samuel Paty lösen auch an deutschen Schulen Sorgen aus. Überhaupt gibt es dort häufig Bedenken wegen Radikalisierungen – und einer Befragung zufolge mehr Gewalt als noch vor wenigen Jahren. Die Bundesregierung jedoch blockt ab. Beim Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge (BAMF) kommen Beratungsanfragen wegen befürchteter Radikalisierungen häufig von Schulen oder Lehrkräften. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, die WELT vorliegt. Die telefonische Beratungsstelle beim BAMF besteht seit 2012. Melden kann sich, wer in seinem Umfeld Radikalisierungen befürchtet. Laut Bundesregierung sind dort bislang über 4600 Anfragen eingegangen – mehr als zehn Prozent davon aus Bildungseinrichtungen.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article230630755/BAMF-Jede-zehnte-Anfrage-wegen-Radikalisierung-kommt-aus-Schulen.html?cid=onsite.onsitesearch

SUEDDEUTSCHE: Zehn Jahre nach Burkaverbot: Frankreich streitet weiter

Eine Dekade nach dem Verbot der Vollverschleierung in Frankreichs Öffentlichkeit könnten Musliminnen in dem Land bald weitere Einschränkungen treffen. Der Senat als Oberhaus des französischen Parlaments hat unlängst für ein Kopftuchverbot bei Minderjährigen sowie Begleitpersonen auf Schulausflügen gestimmt. In Schwimmhallen soll zudem die Verschleierung in Form eines Burkinis untersagt werden. Endgültig ist diese Regelung aber noch nicht.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/religion-zehn-jahre-nach-burkaverbot-frankreich-streitet-weiter-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210410-99-149762

SUEDDEUTSCHE: "Deutschland war für ihn Feindesland"

In Dresden beginnt der Prozess um die tödliche Messerattacke auf zwei Touristen. Ein Gutachter beschreibt den Angeklagten als jungen Mann, getrieben von religiösem Hass. Als Abdullah al-H. auf der Anklagebank Platz nimmt, Schnauzbart, grüner Parka, sieht er aus wie ein Student, der einer Vorlesung folgt. Nicht wie ein Gotteskrieger, der sich wegen Mordes verantworten muss. Abdullah al-H., 20 Jahre alt, wird kein Wort sagen an diesem Montag. Kein Wort über das, was am Abend des 4. Oktober in der Dresdner Innenstadt geschah. Wie er zwei Männer aus Nordrhein-Westfalen hinterrücks angriff, jedem ein Küchenmesser in den Rücken rammte, eines mit solcher Wucht, dass die Klinge abbrach. Einer der Männer wurde schwer an Niere und Leber verletzt, sein Lebenspartner starb später im Krankenhaus. Das Ende eines gemeinsamen Urlaubs in Sachsen.

https://www.sueddeutsche.de/politik/islamismus-deutschland-war-fuer-ihn-feindesland-1.5262722?reduced=true


SUEDDEUTSCHE: Muslime gehen in zweiten Ramadan unter Corona-Bedingungen

Für die rund 200 000 Muslime in Rheinland-Pfalz hat am Dienstag der Fastenmonat Ramadan begonnen, zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen. Das abendliche Fastenbrechen in größerer Gemeinschaft sei ebenso wenig möglich wie Besuche unter Nachbarn und Freunden, sagte der Vorsitzende der Schura Rheinland-Pfalz, Akif Ünal. Umso wichtiger werde die spirituelle Einkehr der Gläubigen. Auch gebe es verstärkt Aufrufe, für Bedürftige zu spenden, etwa in Form von Lebensmittelpaketen oder an die örtlichen Tafeln.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/religion-mainz-muslime-gehen-in-zweiten-ramadan-unter-corona-bedingungen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210413-99-181003

SUEDDEUTSCHE: Erneut eingeschränkt: Zweiter Ramadan in Zeiten von Corona

Erneut steht der muslimische Fastenmonat Ramadan im Zeichen der Corona-Pandemie. "Wir werden zum zweiten Mal einen eingeschränkten und außergewöhnlichen Ramadan haben, so wie es unsere christlichen Freunde bereits zu Ostern hatten", sagte Ünal Kaymakci von der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH). "Das ist misslich, da zum Ramadan erst die Gemeinschaft die spirituelle Atmosphäre richtig aufkommen lässt."

https://www.sueddeutsche.de/panorama/religion-frankfurt-am-main-erneut-eingeschraenkt-zweiter-ramadan-in-zeiten-von-corona-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210413-99-180569

SUEDDEUTSCHE: Wie Muslime weltweit den Fastenmonat begehen

Tagsüber kein Essen und Trinken, am Abend besondere Gebete und gerne Datteln oder Süßspeisen. Bilder zu Aspekten des Lebens im Ramadan. Der Koran wurde der Überlieferung nach im Ramadan offenbart - deswegen lesen und rezitieren viele Muslime das heilige Buch während des Fastenmonats besonders intensiv, wie hier eine Frau in der indonesischen Stadt Makassar. Im Hintergrund die 99-Kuppel-Moschee. Die Zahl bezieht sich auf die 99 verschiedenen Namen für Allah, die sich im Koran finden.

https://www.sueddeutsche.de/politik/ramadan-islam-religion-muslime-1.5264105

SUEDDEUTSCHE: Islam wird Prüfungsfach

Das Lehrerehepaar Balci befürwortet das Ende des Modellversuchs und die Einführung als Wahlpflichtfach. Für die Kinder bedeute dies mehr Gleichberechtigung, sagen sie. Die Wartenberger Islamlehrerin Özlen Balci ist immer optimistisch gewesen, dass nach zwölf Jahren des Modellversuchs nicht plötzlich Schluss sein kann mit dem Islamunterricht. Dennoch sind sie und ihr Mann Levent, ebenfalls Islamlehrer, erleichtert, nachdem die bayerische Staatsregierung am 23. Februar die Einführung des deutschsprachigen Islamunterrichts als Wahlpflichtfach beschlossen hatte. "Für die Kinder bedeutet das endlich Gleichberechtigung. Sie haben jetzt offiziell die Wahl zwischen Ethik und Islamunterricht und können sogar ihre Abschlussprüfungen in dem Fach schreiben," freut sich das Lehrerehepaar.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/unterricht-islam-wird-pruefungsfach-1.5264900?reduced=true

SUEDDEUTSCHE: Fastenmonat im Bann des Virus

Zum zweiten Mal müssen viele der 1,9 Milliarden Muslime weltweit den Ramadan unter strikten Hygienevorgaben begehen. Am meisten vermissen die Menschen das besondere Gemeinschaftsgefühl. Zum Sonnenuntergang am Dienstag donnerte ein Kanonenschuss von der Zitadelle in Kairo über Ägyptens Hauptstadt. Es war das Signal zum Fastenbrechen am ersten Tag des Ramadan, Iftar genannt. Nach fast 30 Jahren hat die Regierung diese Tradition wiederaufgenommen, die den Muslimen signalisiert, dass die Enthaltsamkeit des Tages eine Ende hat. Üblicherweise folgt dem Verzicht auf Essen und Trinken von Sonnenaufgang an für viele Gläubige abends ein feierliches Mahl mit der Familie, mit Freunden oder in der Moschee.

https://www.sueddeutsche.de/politik/ramadan-corona-islam-fasten-1.5264777


SUEDDEUTSCHE: Landesregierung führt Dialog mit Ditib fort

Die Landesregierung setzt die Zielvereinbarung mit der Islamischen Religionsgemeinschaft Ditib Rheinland-Pfalz fort - trotz der Einladung eines mit antisemitischen und homophoben Äußerungen aufgefallenen türkischen Historikers. "Der Ditib Landesverband hat Verantwortung übernommen und einschneidende Konsequenzen gezogen", begründete dies Kulturminister Konrad Wolf (SPD) am Freitag in Mainz.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/religion-mainz-landesregierung-fuehrt-dialog-mit-ditib-fort-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210416-99-231179

SUEDDEUTSCHE: Muslime vermissen im Ramadan unter Corona die Fröhlichkeit

Die Muslime in Niedersachsen vermissen beim zweiten Ramadan unter Corona-Bedingungen die Fröhlichkeit und Nähe. "Wir Muslime sind sehr freundlich und sehr herzlich untereinander", sagte der Leiter der Moschee Masjid-El-Ummah in Hannover, Mohammad Afzal Qureshi. Es gehöre dazu, sich zu umarmen und zu küssen. "Jetzt ist das völlig unpersönlich." Es fehle die Freude.

https://www.sueddeutsche.de/kultur/brauchtum-hannover-muslime-vermissen-im-ramadan-unter-corona-die-froehlichkeit-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210416-99-232516

SUEDDEUTSCHE: Islamisten machen Stimmung gegen Frankreich

Fanatiker in Pakistan nutzen den Streit um die Mohammed-Karikaturen, um sich als Wächter über den Islam zu profilieren. Die Proteste stellen Premier Imran Khan auf eine schwere Probe. Islamisten in Pakistan haben ihren Zorn gegen Frankreich nun eine Woche lang auf die Straßen getragen. Die Regierung wirkte zunächst überrumpelt und gelähmt, bevor sie mit aller Härte durchgriff, um die Proteste zu ersticken. Hunderte Menschen wurden verletzt, nach offiziellen Angaben starben bei Einsätzen vier Polizisten. Kein Thema weckt in diesem Land so viele Emotionen wie Blasphemie-Vorwürfe und die umstrittenen Mohammed-Karikaturen, die das französische Satiremagazin Charlie Hebdo vergangenes Jahr erneut veröffentlicht hatte. Am Sonntag spitzte sich die Lage erneut zu, nachdem sich der harte Kern der Demonstranten in einer Moschee in Lahore verschanzt hatten. 11 Polizisten, die sie dort als Geiseln genommen hatten, kamen inzwischen frei, wie die Regierung am Montagmorgen bestätigte.

https://www.sueddeutsche.de/politik/islamisten-imran-khan-pakistan-geiseln-proteste-mohammed-karikaturen-frankreich-emmanuel-macron-1.5268339


SUEDDEUTSCHE: "Es tut weh und fehlt"

Erdogan Aydeniz arbeitet im Vorstand der Moosburger Ditib-Moschee mit und erklärt, wie sich die gerade begonnene Fastenzeit Ramadan unter Corona-Bedingungen gestaltet. Die Gemeinschaft vermisst er, doch der Beziehung zu Gott tue die soziale Isolation gut, findet er. Erdogan Aydeniz ist schon als Kleinkind aus der Türkei nach Moosburg gekommen. Seit vielen Jahren arbeitet der Versicherungsfachmann ehrenamtlich als Pressesprecher und Mitglied im Vorstand der Mevlana-Moosburg in Moosburg mit. Wie viele andere Muslime auch hat Aydeniz in der vergangenen Woche mit dem Fasten begonnen und der SZ von seiner Sicht auf den Ramadan während der Corona-Pandemie erzählt.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/moosburg-ramadan-erdogan-aydeniz-interview-1.5267984

SUEDDEUTSCHE: Geduldiger Islam-Erklärer

Als drei Monate altes Baby ist Erdogan Aydeniz mit seinen Eltern aus der Türkei nach Moosburg gekommen. Mit 15 Jahren machte er eine Ausbildung zum Industriemechaniker, studierte im Anschluss und wechselte später seinen Beruf. Seit 22 Jahren ist er als Versicherungsfachmann tätig, der 48-Jährige lebt mit seiner Familie noch immer in Moosburg. Er ist gläubiger Muslim und begeht wie so viele andere seit vergangener Woche den Fastenmonat Ramadan. "Wenn es gesundheitlich nicht mehr geht, dann breche ich ab", sagt Erdogan Aydeniz.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/freisinger-koepfe-geduldiger-islam-erklaerer-1.5267980


SUEDDEUTSCHE: Notbremse: Islamverbände mahnen Muslime zur Zurückhaltung

Islamverbände haben Muslime im Ramadan angesichts vielerorts drohender Ausgangsbeschänkungen in Deutschland zu besonderer Zurückhaltung aufgerufen. Mit Blick auf das allabendliche gemeinsame Fastenbrechen - Iftar - nach Sonnenuntergang mahnte der Zentralrat der Muslime (ZMD) am Freitag in einem Rundbrief an die Gemeinden zum Verzicht. Das geänderte Bundesinfektionsschutzgesetz lasse zwar bei Zusammenkünften zur Religionsausübung gewisse Spielräume, schrieb der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek. Die Gemeinden sollten aber von Ausnahmeregelungen möglichst keinen Gebrauch machen und auf Nacht- und Morgengebete in der Moschee verzichten.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/religion-koeln-notbremse-islamverbaende-mahnen-muslime-zur-zurueckhaltung-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210423-99-327215


FAZ: In Frankreich tobt der Streit um den „Islamo-Gauchismus"

Frankreich erlebt einen „Bürgerkrieg der Ideen". Im Zentrum des Streits engagierter Intellektueller steht der „Islamo-Gauchismus". Er bezeichnet die Allianz von Islamisten und extremer Linker. Ein Gespenst geht um in Frankreich, es nennt sich „Islamo-Gauchismus". Hunderte von Intellektuellen fordern den Rücktritt von Forschungsministerin Frédérique Vidal: Eine „Hexenjagd" habe sie mit der Anordnung einer Untersuchung in den Universitäten ausgelöst. „Der ‚islamo-gauchisme' ist keine wissenschaftliche Realität", replizierte das Forschungsinstitut CNRS, das Vidal mit der Enquete beauftragen wollte. Der Begriff wurde zu Beginn des Jahrtausends von Pierre-André Taguieff geprägt. Der Politologe bezeichnet mit ihm die Allianz zwischen Islamisten und extremer Linker.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/in-frankreich-tobt-der-streit-um-den-islamo-gauchismus-17281839.html

 

FAZ: Ab wann gehört man dazu?

Identität ist Unzufriedenheit mit sich. Wie viel Anerkennung braucht es, um gelassen zu sein? Ein Gastbeitrag über Gruppenbewusstsein in Deutschland. Als Muslim und als Ostdeutscher, als die wir hier schreiben, wäre es für uns nicht sonderlich schwer, uns als Angehörige einer abgewerteten Gruppe zu verstehen, die von der Mehrheitsgesellschaft zu einem abgelehnten anderen gemacht wurde. Nicht minder leicht wäre es, diesen Diskurs als bloßen Opferdiskurs abzutun, mit dem man die eigene Position öffentlichkeitswirksam zur Geltung bringen und als unhintergehbar herausstellen wolle.

Hans Küng war zugleich ein anregender und unbequemer Zeitgenosse. Beides nicht nur in der Wirkung auf die Institution der katholischen Kirche, an der er sich ein Leben lang rieb, weil er sie erneuern wollte, sondern auch im Kontakt mit Mitarbeitern und Kollegen. Er wollte verändern, und das mit Ungeduld, Schlagkraft und Autorität. Gelegentlich konnte er autoritär sein, um dann wieder im Kreis der Freunde oder Mitarbeiter mit patriarchaler Sanftmut und freigiebiger Freude aufzuwarten. Wenn er scharfspitzig formulierte und seine Mitarbeiter zu klarem Denken und kantigen Sätzen anhielt, pflegte er zu sagen: Hier werden alle Satzzeichen benutzt! Besonders das Ausrufezeichen. Nicht selten aber auch, und das mit gut begründeter Demut, das Fragezeichen.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/erinnerungen-an-den-theologen-hans-kueng-17283457.html

FAZ: Gesucht wird ein Islam für Frankreichs Republik

Mit 2,5 Millionen Euro wollte sich die Stadt Straßburg am 32 Millionen teuren Bau der Eyyub-Sultan-Moschee, einer der größten Europas, beteiligen. Das wurde heftig kritisiert, auch von Emmanuel Macron. Nun will die islamistische Bewegung Millî Görüş kein Geld mehr vom Staat. Nun ist es offiziell: Der Bauträger Millî Görüş zieht seinen Förderantrag an die Stadt Straßburg zurück. Beantragt und am 22. März unter Auflagen genehmigt worden waren Zuschüsse in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro zum etwa 32 Millionen teuren Bau der Eyyub-Sultan-Moschee, einer der größten Europas. Der grün dominierte Stadtrat unter Leitung von Bürgermeisterin Jeanne Barseghian war heftig kritisiert worden: Bis hin zu Präsident Emmanuel Macron hatte die französische Regierung ihr Missfallen an der Förderung eines Vereins ausgedrückt, der dem türkischen Präsidenten nahesteht und sich von islamistischen Tendenzen nicht wirklich abgrenzt, was im Kontext der neuen Anti-Separatismus-Gesetzgebung inakzeptabel schien (F.A.Z. vom 29. März).

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/milli-goerue-den-antrag-auf-zuschuesse-der-stadt-strassburg-fuer-moschee-zurueck-17301168.html


FAZ: „Säkulare Muslime setzen sich nicht für Muslime ein"

Haluk Yildiz ist Gründer der Kleinpartei BIG und sitzt in der neuen Stadtverordnetenversammlung. Als Muslim geht er ausgerechnet ein Bündnis mit der islamkritischen BFF ein. Welche Ziele verfolgt er?

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/haluk-yildiz-von-der-frankfurter-big-partei-im-interview-17303376.html

FAZ: Schuld ist kein Schicksal

Mit seiner Kritik an den Auswüchsen der Identitätspolitik hat Wolfgang Thierse für Aufsehen gesorgt. Die Universität Münster setzt die Debatte mit Thierse nun fort. Die allgemeine Unsicherheit ist mit Händen zu greifen. Der Gemeinschaftsbeauftragte, den Wolfgang Thierse in seiner Kritik der Identitätspolitik gefordert hat, hätte viel zu tun, wollte er alle Risse kitten, die der Artikel im Gefüge seiner Partei aufgerissen hat. Die nachfolgende Debatte bestätigte Thierses Diagnose. Zunächst wurde er von der um Haltung ringenden SPD-Parteispitze zum Schandfleck erklärt, bevor man ihm halbherzig wieder die Hand reichte, andere nannten ihn gleich einen Nazi, als wollten sie die Intoleranz des identitätspolitischen Lagers noch einmal unterstreichen.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/uni-muenster-wolfgang-thierse-untermauert-kritik-an-identitaetspolitik-17306843.html


DW: AfD-Wahlprogramm: Radikal rechte Opposition

Die Alternative für Deutschland wirbt zur Bundestagswahl für einen scharfen Rechtsruck in der deutschen Politik. Die Wahlkampfthemen Einwanderung und Islam sind in der Partei unumstritten. Das Personal ist es nicht. Es sind noch rund sechs Monate, bis in Deutschland ein neues Parlament gewählt wird - an der Zeit für die Parteien ihre Wahlprogramme festzuzurren. Die Stoßrichtung der rechten Alternative für Deutschland (AfD) für den bevorstehenden Wahlkampf macht gleich der Anfang ihres Programmentwurfs klar: "Die Regierungspolitiker in Bund und Ländern haben mit ihrer Flüchtlings- und Corona-Politik die Prinzipien der deutschen Staatlichkeit, des Rechts und der Verfassung vielfach verletzt", heißt es. Flüchtlinge und Corona also.

https://www.dw.com/de/afd-wahlprogramm-radikal-rechte-opposition/a-57133280

DW: Westen und islamische Welt: Wechselseitig radikalisiert?

In seinem Buch "Ground Zero" analysiert der Islamwissenschaftler Stefan Weidner die Folgen der Anschläge vom September 2001, kurz 9/11. Ein Interview über Versäumnisse - aber auch Chancen - des west-östlichen Dialogs.

https://www.dw.com/de/westen-und-islamische-welt-wechselseitig-radikalisiert/a-57119133

DW: Wohnungen werden Orte des Gebets

Bereits das zweite Jahr in Folge begehen Muslime in Deutschland den Fastenmonat Ramadan unter Pandemie-Bedingungen. Die beiden großen christlichen Kirchen des Landes senden ein Zeichen der Solidarität. Die evangelische und katholische Kirche in Deutschland haben den Muslimen zum Beginn des Fastenmonats Ramadan am Dienstag Grüße übermittelt. "Das Fasten bietet gläubigen Menschen die Möglichkeit, den gewohnten Alltag zu unterbrechen, sich zu überprüfen und sich neu auf Gott auszurichten. Gleichzeitig ist die Zeit des Fastens auch eine Zeit der Gemeinschaft - im familiären wie im öffentlichen Bereich", schrieb der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, in seiner Grußbotschaft.

https://www.dw.com/de/wohnungen-werden-orte-des-gebets/a-57171843