islaMedia



islaMedia - Medienberichterstattung über Islam und Muslime in Europa

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April 2021



DER STANDARD: Streit um Moschee-Großbaustelle in Straßburg

Die grüne Stadtregierung will den Bau fördern – doch Präsident Macron sieht verdeckte Einflussnahme durch den türkischen Präsidenten Erdoğan. Sie heißt Eyyûb Sultan und soll mit zwei 36 Meter hohen Minaretten eine der größten Moscheen Europas werden. Die Bauarbeiten in einem südlichen Gewerbeviertel von Straßburg begannen 2017, stocken aber seit Monaten wegen Geldmangels. Das Stadtparlament hat deshalb auf Antrag der grünen Bürgermeisterin Jeanne Barseghian einen Zuschuss von 2,5 Millionen Euro gewährt, was knapp zehn Prozent der Baukosten entspricht.

https://www.derstandard.at/story/2000125477184/streit-um-moschee-grossbaustelle-in-strassburg
 

WELT.DE: Wegen Mohammed-Bildern – Proteste gegen Lehrer an englischer Schule

Seit Tagen gibt es Proteste vor einer Schule in West Yorkshire, zeitweilig musste diese gar geschlossen werden: Ein Lehrer hatte offenbar Karikaturen des Propheten Mohammed im Unterricht behandelt. Nun bekommt der Pädagoge Todesdrohungen. Für die rund 980 Kinder der Batley Grammar School gab es am Freitag überraschend schulfrei: Zuvor hatten sich rund 50 Menschen zum wiederholten Male vor dem Gebäude versammelt und so die Abläufe massiv behindert. Nun hat sich auch die britische Regierung in den Streit eingeschaltet: Sie verurteilte die Proteste, die sich explizit gegen einen Lehrer wenden, der an einer Schule Zeichnungen des islamischen Propheten Mohammed gezeigt hatte. „Es ist niemals akzeptabel, Lehrer einzuschüchtern oder ihnen zu drohen", sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums.

https://www.welt.de/politik/ausland/article229216753/Wegen-Mohammed-Bildern-Proteste-gegen-Lehrer-an-englischer-Schule.html?cid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: Ein Jahr Ditib-Imame «made in Germany»: Schritte nach vorn?

Vor gut einem Jahr fiel der Startschuss. Nach viel Kritik bildet die größte Islam-Organisation Ditib erste Imame in Deutschland aus. Wie fällt die Zwischenbilanz aus? Der Startschuss für die Imame «made im Germany» der größten Islamorganisation Ditib fand viel Beachtung. Dann wurde es still. Nach gut einem Jahr zieht die Akademieleiterin eine Zwischenbilanz: Es gebe viel Interesse und positive Resonanz aus den Moscheegemeinden, der muslimischen Community und allgemein aus der deutschen Öffentlichkeit, schildert Seyda Can. «Die Teilnehmer haben sehr viele Schritte nach vorne gemacht», berichtet der Ausbildungsreferent für die Imam-Ausbildung, Eyüp Kalyon.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article229285063/Ein-Jahr-Ditib-Imame-made-in-Germany-Schritte-nach-vorn.html?cid=onsite.onsitesearch

 
WELT.DE: Streit zwischen Union und SPD im Kampf gegen Extremismus

Die schwarz-rote Regierung will mit einem Gesetz Hunderte Millionen Euro für Projekte gegen Extremismus zur Verfügung stellen. Doch die Unionsfraktion pocht als Voraussetzung auf ein Bekenntnis von Aktivisten und Sozialarbeitern, das sie für eine „Selbstverständlichkeit" hält. Die Gesellschaft befindet sich in politischer Bewegung, einerseits werden ehemals nur in linken Gruppen kursierende Ideen dominant, etwa in der Einwanderungs-, EU- oder Sprachpolitik. Gleichzeitig verbreiten Rechtsradikale mit rassistischen Morden Angst und Schrecken.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article229645111/Projekte-gegen-Extremismus-Geldstreit-zwischen-Union-und-SPD.html?cid=onsite.onsitesearch

 
FAZ: Englische Religionsstunde

In der nordenglischen Mittelstadt Batley wurde ein Lehrer vom Dienst suspendiert, weil er im Unterricht eine Mohammed-Karikatur zeigte. Aktivisten protestieren weiter, aber Schüler solidarisieren sich. In der nordenglischen Mittelstadt Batley musste ein Lehrer mit seiner Familie untertauchen. Gegen ihn wurden Morddrohungen ausgesprochen, weil er dreizehn- bis vierzehnjährigen Schülern im Religionsunterricht eine Mohammed-Karikatur gezeigt hat – es handelte sich offenbar um die „Charlie-Hebdo"-Zeichnung des Propheten mit einer Bombe im Turban. Der Lehrer, heißt es, wollte mit der Frage, ob der Karikaturist oder die Täter Schuld seien an dem Terrorangriff auf das Pariser Satiremagazin vor sechs Jahren, die Schüler zum kritischen Denken und philosophischen Diskurs animieren. Die genauen Umstände sind nicht bekannt. Doch sah sich die Schule wegen des Protestes einiger Eltern und muslimischer Aktivisten veranlasst, den Lehrer zu suspendieren und sich „uneingeschränkt zu entschuldigen für die Verwendung eines völlig unangemessenen Bildes" in einer Religionsstunde.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/englischer-lehrer-wegen-mohammed-karikatur-vom-dienst-suspendiert-17267807.html

FAZ: Noch blauäugig oder schon blind?

Die Baukosten werden auf 32 Millionen Euro veranschlagt: Die Eyyub-Sultan-Moschee in Straßburg wurde als eine der größten Moscheen Europas entworfen. Straßburg fördert den Bau einer Moschee und löst damit im Wahlkampf ein politisches Beben aus. Auffällig ist der Zeitpunkt, zu dem die Stadt die Subventionen beschließt – und der Bauträger. Sogar Thomas Legrand hat dem Thema am 25. März eine Chronik gewidmet: Der Kommentator des populärsten öffentlichen Radiosenders France Inter ergreift täglich mit seinem „édito politique" um 7.44 Uhr das Wort. Seine Stellungnahmen gehören zu den wichtigsten in der politischen Debatte, auch Gegner des (wie viele seiner Kollegen von France Inter) linksliberalen Journalisten nehmen sie zur Kenntnis. Legrand äußert sich zu einem Bau in der östlichen Provinz, der es in sich hat. Es handelt sich um die „Eyyub Sultan"-Moschee in Straßburg, entworfen als eine der größten Moscheen Europas, die Baukosten werden auf 32 Millionen Euro veranschlagt. Legrand kritisiert, dass deren Teilsubventionierung durch die Stadt im beginnenden Präsidentschaftswahlkampf instrumentalisiert würde.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/strassburg-foerdert-moschee-bau-politisches-beben-im-wahlkampf-17267614.html


März 2021


DIE PRESSE: Warum Österreich das Abdullah-Zentrum rauswirft und trotzdem Mitglied bleibt

Das Dialog-Zentrum gab offiziell bekannt, dass es Wien verlässt. Die Reise geht wahrscheinlich nach Genf oder Lissabon – mit Österreich als Passagier. Die türkis-grüne Regierung bleibt an Bord. Sie betrachtet ihre Reformbedingungen an die Organisation als erfüllt. Der Abschiedsbrief kam in Form einer Aussendung. Am Freitag gab das König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog offiziell bekannt, dass es umziehen und Wien verlassen wird.



DIE PRESSE: Allah als Schuster - ist das Blasphemie?

Eine nackte Frau schmust mit dem Gekreuzigten. Eine andere hängt in lasziver Pose am Kreuz, während ein spitzbübisch aussehender Teufel Christus wegschiebt: Unter Titeln wie „Die Versuchung des heiligen Antonius" oder „Die heilige Theresa als Philosophin oder Religiöse Berufung" veröffentlichte ein Zeichner in Paris solche Bilder. Probleme bekam er deswegen kaum, seine Karriere war glanzvoll, und der Staat ehrte ihn mit einer seiner höchsten Auszeichnungen. Wann könnte dieser Zeichner wohl gelebt haben, der in der Öffentlichkeit solche Freiheiten genoss? Im 20. Jahrhundert, im 21.? Alles falsch.


DIE PRESSE: Abdullah-Zentrum verlässt Wien

Das zum Großteil von Saudiarabien finanzierte „Dialogzentrum" an der Ringstraße war von Anfang an umstritten. Es hieß etwa, die Saudis wollten damit vor allem „blenden" und über die Menschenrechtslage in ihrem Land hinwegtäuschen. Das 2012 gegründete "König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog" (KAICIID) verlässt Wien. Das gab der Generalsekretär des KAICIID, Faisal Bin Muaammar, am Freitag bekannt. Die Entscheidung wurde von allen involvierten Parteien einstimmig getroffen, betonte er. Das zum Großteil von Saudiarabien finanzierte Dialogzentrum war von Anfang an umstritten. Die weiteren wichtigsten Träger sind Österreich und Spanien. Der Vatikan ist „beobachtendes Gründungsmitglied". Das KAICIID wird von einem Verwaltungsrat geleitet, der aus Vertretern der großen Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus) und Kulturen besteht.



DIE PRESSE:
Schweizer stimmen knapp für Verbot von Nikab und Burka

Die als "Burka-Initiative" bekannte Vorlage zielt darauf ab, muslimischen Frauen das Tragen von Nikab oder Burka im öffentlichen Raum zu verbieten. Nach Österreich, Frankreich und anderen europäischen Ländern verbietet auch die Schweiz muslimischen Frauen künftig die Verschleierung mit Nikab oder Burka in der Öffentlichkeit. Bei einer Volksabstimmung sprachen sich am Sonntag gut 51 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die Vorlage und damit gegen die Empfehlung der Regierung aus, die dagegen war. Auf lokaler Ebene gibt es solche Verbote bereits in den Kantonen St. Gallen und Tessin.

https://www.diepresse.com/5947569/schweizer-stimmen-knapp-fur-verbot-von-nikab-und-burka?from=rss


DIE PRESSE: Fatwa-Behörde: Impfen bricht Ramadan-Fasten nicht

Neben der Fatwa-Behörde der Kairoer Al-Azhar-Moschee haben auch andere islamische Rechtsgelehrte die Vereinbarkeit des Fastens mit der Impfung gegen das Coronavirus bestätigt. Der Erhalt einer Impfung gegen das Coronavirus steht nicht im Widerspruch zum Fasten im Ramadan. Zu diesem Schluss kommt die Fatwa-Behörde der Kairoer Al-Azhar-Moschee, wie die Zeitung „Egypt Independent" am Wochenende laut Kathpress berichtete. Die ägyptische Regierung hatte zuvor angekündigt, die Impfkampagne gegen das Virus auch während des islamischen Fastenmonats fortzusetzen.

https://www.diepresse.com/5947875/fatwa-behorde-impfen-bricht-ramadan-fasten-nicht?from=rss


DIE PRESSE: Eine Frau an der Spitze der Islamischen Glaubensgemeinschaft? „Wieso nicht?"

Als Leiterin des Referats für Gleichbehandlung will Elif Dagli traditionelle Denkweisen kritisch hinterfragen – manche Frauen würden aber eben lieber getrennt von Männern beten.

Die Presse: Vergangenes Jahr ist Fatma Akay-Türker als IGGÖ-Frauensprecherin zurückgetreten. Sie sagte, dass die Abwertung der Frau in der IGGÖ institutionalisiert werde. Haben Sie diese Erfahrung auch gemacht?

https://www.diepresse.com/5953367/eine-frau-an-der-spitze-der-islamischen-glaubensgemeinschaft-wieso-nicht?from=rss


DER STANDARD: Schweiz stimmt über Verhüllungs-Initiative ab

In einer Zeit, in der Gesichtsmasken zum Alltag gehören, stimmen die Schweizer*innen am kommenden Sonntag über ein Verhüllungsverbot ab. Der Ausgang des Urnengangs ist offen, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Im Fokus der auch als "Burka-Initiative" bekannten Vorlage steht, dass sich niemand im öffentlichen Raum verhüllen darf. Für einen Koordinator des Befürworter*innen-Komitees ist klar: "Freie Menschen zeigen ihr Gesicht". Zwei Kantone kennen bereits ein Verhüllungsverbot und 15 andere ein Vermummungsverbot für Hooligans und Demonstrant*innen.

https://www.derstandard.at/story/2000124582115/schweiz-stimmt-ueber-verhuellungs-initiative-ab


DER STANDARD:
IGGÖ zeigt Extremisten wegen gefährlicher Drohung in Moschee an

Eine "kleine Gruppe" habe mit massiven Einschüchterungsversuchen – und Schusswaffe – versucht, Betende und den Imam zu vertreiben. Nach einem bedrohlichen Vorfall hat der Vorstand einer Moscheegemeinde der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) eine "kleine Gruppe" islamistischer Extremisten bei der Polizei angezeigt. Diese habe "unter Androhung von Gewalt und mit massiven Einschüchterungsversuchen" versucht, sich Zutritt zu verschaffen und die Betenden und den Imam zu vertreiben. Einer der Extremisten habe eine Schusswaffe gezogen, berichtete die IGGÖ in einer Aussendung.

https://www.derstandard.at/story/2000124723853/iggoe-zeigt-extremisten-wegen-gefaehrlicher-drohung-in-moschee-an


DER STANDARD: Schweizer stimmten für Verbot von Nikab und Burka

Eine Mehrheit sprach sich am Sonntag für die Verschärfung aus, ein Erfolg für die SVP. Die SP bezeichnet die Initiative als sexistisch und rassistisch. Mit knapper Mehrheit sagen die Schweizerinnen und Schweizer Ja zu einem nationalen Verhüllungsverbot. Dem Endergebnis vom Sonntag zufolge sprachen sich 51,2 Prozent der Wähler für die Initiative "Ja zum Verhüllungsverbot" aus, dagegen stimmten 48,8 Prozent: Der Bann richtet sich vor allem gegen muslimische Frauen. Damit bescheren die Stimmberechtigten der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) einen Triumph – die SVP stand hinter der Volksinitiative "Ja zum Verhüllungsverbot".

https://www.derstandard.at/story/2000124734889/schweizer-stimmten-laut-ersten-hochrechnungen-fuer-verhuellungsverbot


DER STANDARD:
Frauen auf der Flucht: Gekommen, um zu bleiben

Fliehen Frauen aus ihrer Heimat, wartet in Österreich nicht automatisch ein leichtes Leben auf sie. Von der Schwierigkeit anzukommen. Monika Alizada bringt aus der Küche drei Teller, auf die sie Kuchen und süßes Gebäck aufgetürmt hat. Sie bietet ihren Gästen die Couch an und kniet sich selbst mit einer Tasse Tee auf den Boden. "Das ist mir lieber", sagt sie, "so bin ich es gewohnt." Alizada trägt einen blauen Hosenanzug und ein dunkles Kopftuch. Sie ist ungefähr 31 Jahre alt, genau weiß sie ihr Geburtsdatum selbst nicht, in ihrem Dokument steht 1. Jänner 1990. "Das Jahr sollte stimmen", sagt sie. 2015 ist die Afghanin mit ihrer Familie nach Österreich geflohen, so viel ist gewiss.

https://www.derstandard.at/story/2000125168103/frauen-auf-der-fluchtgekommen-um-zu-bleiben


ZEIT ONLINE: Koalition in Nordrhein-Westfalen setzt sich für Imam-Ausbildung ein

Die schwarz-gelbe Regierung in Nordrhein-Westfalen möchte, dass Imame auch in Deutschland ausgebildet werden. Damit soll eine Zunahme des Islamismus verhindert werden. Nordrhein-Westfalen will die Imam-Ausbildung in Deutschland weiter voranbringen. Der Landtag beschloss einen entsprechenden Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und FDP. Darin heißt es: "Eine Ausbildung von Imamen ist für die NRW-Koalition ein Baustein im Kampf gegen radikale Tendenzen, zunehmenden Islamismus und gegen übergroßen ausländischen Einfluss in deutschen Moscheegemeinden." Den Geistlichen kämen wichtige Aufgaben für Integration und Dialog zu.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-03/islam-ausbildung-imame-deutschland-nordrhein-westfalen


ZEIT ONLINE: Knappe Mehrheit stimmt in der Schweiz für Verhüllungsverbot

Muslimische Frauen dürfen ihr Gesicht in der Schweiz künftig nicht mehr verschleiern. Tatsächlich könnte das Verbot eine andere Gruppe härter treffen: Hooligans. Nach Frankreich, Österreich und anderen europäischen Ländern verbietet auch die Schweiz muslimischen Frauen, ihr Gesicht in der Öffentlichkeit mit Nikab oder Burka zu verschleiern. Bei einer Volksabstimmung haben sich 51,21 Prozent der Menschen für die Vorlage ausgesprochen. Die Stimmbeteiligung lag bei 51,4 Prozent. Die Regierung hatte empfohlen, das Verhüllungsverbot abzulehnen. Auf regionaler Ebene gibt es solche Verbote bereits in den Kantonen St. Gallen und Tessin.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-03/schweizer-volksabstimmung-verhuellungsverbot-burka-nihab-verbot-hochrechnung

ZEIT ONLINE: "Einer meiner Brüder hat Männer aus der Moschee gecastet"

In der muslimischen Community ist Dating ein Tabuthema. Hier erzählen drei Menschen über ihre Erfahrungen mit dem heiklen Thema Intimität, Dating-Apps und Dates zu dritt. Wie geht Dating in Zeiten von Tinder, wenn man mit dem Sex bis zur Ehe warten will? Welche Rolle spielen der eigene Glaube und die Erwartungen der Familie? Drei junge Muslime erzählen uns, wo und wie sie nach der Liebe suchen.

https://www.zeit.de/campus/2021-02/dating-muslime-partnersuche-islam-dating-apps-kennenlernen-erfahrungen

WELT.DE: „Nach außen liberal auftretend, nach innen grob antisemitisch"

Mustafa Keskin war jahrelang engagiert im interreligiösen Dialog. Jetzt sind Hasspostings des Göttinger Islamverbandsfunktionärs gegen Juden und Armenier aufgetaucht. Ein CDU-Mann erkennt darin „das typische Gesicht des politischen Islamismus". Im November 2019 unterzeichnete die Stadt Göttingen mit Vertretern der Religionsgemeinschaften die „gemeinsame Erklärung für Frieden und gegenseitigen Respekt und gegen Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus". Darin heißt es: „Bei uns haben Verunglimpfungen keinen Platz. Wir verstehen Vielfalt als Chance und plädieren für einen achtsamen und offenen Umgang in der gesellschaftlichen Debatte um religiöse und kulturelle Pluralität."

https://www.welt.de/politik/deutschland/article227430017/Ditib-Nach-aussen-liberal-auftretend-nach-innen-grob-antisemitisch.html?cid=onsite.onsitesearch

 

WELT.DE: Berlin beruft Islamisten in Kommission gegen antimuslimischen Rassismus

Mohamad Hajjaj wurde vom Land Berlin in die „Expert*innenkommission zu antimuslimischem Rassismus" berufen. An seinen Verein Inssan flossen rund 1,3 Millionen Euro aus Steuergeldern. Doch Hajjaj war in Vereinen aktiv, die vom Verfassungsschutz als islamistisch bewertet werden. Am 26. Februar nahm die vom Land Berlin eingesetzte „Expert*innenkommission zu antimuslimischem Rassismus" ihre Arbeit auf. Das Gremium soll bis zum Frühjahr 2022 „Empfehlungen für eine Weiterentwicklung der Präventionsarbeit zu antimuslimischem Rassismus" erarbeiten, teilte die zuständige Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung des Senators Dirk Behrendt (Grüne) damals mit.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article229101711/Berlin-beruft-Islamisten-in-Kommission-gegen-antimuslimischen-Rassismus.html?cid=onsite.onsitesearch


FAZ: Zwei Professoren müssen um ihr Leben fürchten

Wegen angeblicher Islamophobie haben Studenten in Grenoble zwei Hochschullehrer angeprangert. Die Politik verurteilt den „Versuch der Einschüchterung". Der Fall weckt Erinnerungen an den enthaupteten Lehrer Samuel Paty. Zwei Universitätsprofessoren in Grenoble müssen um ihr Leben fürchten, weil Studenten ihre Namen in großen Lettern an das Unigebäude plakatiert und sie der Islamophobie bezichtigt haben. „Faschisten in unseren Hörsälen! Professor K. Entlassung! Die Islamophobie tötet!", stand an der Fassade. Auch in den sozialen Netzwerken hielten die von der Studentengewerkschaft Unef unterstützten Aktivisten den beiden Professoren islamfeindliche Haltungen vor. Knapp fünf Monate nach der Ermordung des Geschichtslehrers Samuel Paty durch einen Islamisten hat die neue Affäre Frankreich aufgeschreckt.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/islamophobie-in-grenoble-professoren-muessen-um-ihr-leben-fuerchten-17233557.html

FAZ: Verdacht und Vorurteil

Religionszugehörigkeit wird auf dem Arbeitsmarkt mitunter immer noch zum Nachteil – vor allem für Muslime. Vielen Unternehmen mangelt es an Einfühlungsvermögen. An ihren Aushilfsjob im Callcenter eines Frankfurter Vermögensverwalters erinnert sich Hilal Akdeniz ungern. Schon nach wenigen Tagen hatte die damalige Schülerin ein Gespräch beim Chef. Sein Wunsch: Sie solle in den Telefonaten doch bitte einen anderen Namen wählen. Müller, Meier, Schmidt – egal, Hauptsache er klingt deutsch. Ihr türkischer Name würde Kunden verschrecken. „Das hat mir ein Stück meiner Identität geraubt", sagt die 41-Jährige heute. Schließlich sei sie deutsche Staatsbürgerin, hier geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen. Und trotzdem sollte sie nicht ihren Namen verwenden.

https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/religion-und-glauben-am-arbeitsplatz-verdacht-und-vorurteil-17216094.html


FAZ: Der andere Islam

Queere Imame, feministische Konvertitinnen, zweifelnde Gläubige. Der Liberal-Islamische Bund ist für jene Muslime da, die in traditionellen Moscheen anecken. Und die mehr wollen als Regeln zum Fasten und Beten. Ein Besuch. Fünfzehn gläubige Muslime haben sich versammelt. Erst geht es um Alkohol, dann um Sex. Aber anders, als in den meisten Moscheen darüber gesprochen wird. „Alkoholfreier Wein schmeckt schrecklich!", ruft eine Muslimin mit lässig gebundenem Kopftuch. Und Gemeindevorsteher Marco Linguri gibt ihr recht: Es gehe doch nichts über einen französischen Rotwein, auch wenn er mittlerweile darauf verzichte. Es ist, wie seit Wochen, eine virtuelle Gemeindesitzung. Wenn nicht gerade Corona ist, treffen sich die Gläubigen in einer Kirche in Frankfurt. Der Dialog mit anderen Glaubensgemeinschaften gehört zu ihrem Selbstverständnis. Die Imame des Liberal-Islamischen Bundes (LIB) trauen auch christlich-muslimische Paare.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-andere-islam-so-leben-liberale-muslime-17250908.html

FAZ: Reden darf, wer die richtige Identität hat

An den französischen Universitäten tobt ein Kampf um die Meinungsfreiheit. Linke machen dort gemeinsame Sache mit Islamisten. Der grüne Bürgermeister Eric Piolle träumt davon, Grenoble als Sprungbrett in den Elysée-Palast zu nutzen. Die französische Alpenmetropole gilt als links-grünes Experimentierfeld, seitdem die Ökopartei EELV vor sieben Jahren die Sozialisten im Rathaus abgelöst hat. Doch jetzt hat die Stadt nicht mit genderneutralen Schulhöfen oder Radschnellwegen von sich reden gemacht, sondern als Schauplatz eines besonders erbitterten Kampfes um die akademische Freiheit. Am Politikwissenschaftlichen Institut der Universität Grenoble plakatierten studentische Aktivisten die Namen von zwei Professoren an die Fassade, um sie des „Faschismus" und der „Islamophobie" zu bezichtigen und ihre Entlassung zu fordern.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreich-reden-darf-wer-die-richtige-identitaet-hat-17253996.html

SUEDDEUTSCHE: Terrorismus:IS-Rückkehrerin verurteilt

Das Oberlandesgericht Koblenz hat am Donnerstag eine 30 Jahre alte Deutsche wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die zum Islam konvertierte Frau aus Idar-Oberstein 2014 mit ihrem nach islamischen Recht verheirateten Mann 2014 in den vom IS kontrollierten Teil Syriens ausgereist war, (...)

https://www.sueddeutsche.de/politik/terrorismus-is-rueckkehrerin-verurteilt-1.5224937?reduced=true

SUEDDEUTSCHE: Das Volk entscheidet über die Burka

Ob Gesichtsverhüllungen in der Öffentlichkeit verboten werden, darüber können die Eidgenossen am Sonntag abstimmen. Weil eine solche Regel vor allem solvente Gäste aus der Golfregion betreffen würde, sorgt sich das Tourismusgewerbe. Zahlenmäßig scheint es sich um ein vernachlässigbares Problem zu handeln: An diesem Sonntag stimmen die Schweizer darüber ab, ob Gesichtsverhüllungen im öffentlichen Raum künftig verboten werden sollen. Da geht es in erster Linie um die Ganzkörperschleier Nikab oder Burka, aber auch um Vermummungen von Hooligans oder Demonstranten. Nur: Was die religiös begründete Verhüllung angeht, zählt die Schweiz nicht zu den Staaten, in denen vollverschleierte Frauen zum üblichen Straßenbild gehören.

https://www.sueddeutsche.de/politik/schweiz-burka-verbot-abstimmung-1.5226740?reduced=true

SUEDDEUTSCHE: Langjähriger Familienstreit eskaliert auf Trauerfeier

Mann verklagt Bruder wegen gefährlicher Körperverletzung. Nach sechs Zeugen wird die Verhandlung vertagt. Als Amtsrichterin Michaela Wawerla nach dem Rechtsgespräch mit der Staatsanwaltschaft, dem Nebenkläger und dem Rechtsanwalt des 48-jährigen Angeklagten aus dem Beratungszimmer neben dem Gerichtssaal kam, wusste auch sie nicht, wie es nach mehr als vier Stunden Verhandlung weiter gehen wird: "Es dauert jetzt noch zehn Minuten oder den ganzen Nachmittag". Es wurde dann der ganze Nachmittag. Und auch nach der Befragung von insgesamt sechs Zeugen war nicht zweifelsfrei erwiesen, dass der Angeklagte tatsächlich die laut Anklage gefährliche Körperverletzung auf einer Trauerfeier begangen hatte. Aussagen standen gegen Aussagen. Und selbst die Aussagen von der gleichen Partei wiesen Diskrepanzen auf. Freitag, 12. März, soll es um 13 Uhr weiter gehen.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/amtsgericht-erding-langjaehriger-familienstreit-eskaliert-auf-trauerfeier-1.5229900


SUEDDEUTSCHE: Ein Kind, festgebunden in der Sonne

Sie redet jetzt. Nach zwei Jahren Schweigen. Sie redet zwar nicht um ihr Leben, auf jeden Fall aber um ihre Freiheit. Es ist ganz offensichtlich der letzte Versuch, an einem "Lebenslänglich" vorbeizuschrammen, der Strafe, die der Angeklagten Jennifer W. droht, wenn das Oberlandesgericht München ihr nicht glauben sollte. Denn was ihr vorgeworfen wird, wiegt schwer. Sie soll als Braut eines IS-Kämpfers im Irak eine jesidische Sklavin und deren Tochter in ihrem Haus ausgebeutet haben. Und sie soll tatenlos zugesehen haben, als ihr Mann das Kind in der Sonne umkommen ließ. Die Bundesanwaltschaft hat die 29-Jährige aus Lohne im niedersächsischen Landkreis Vechta wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt, dazu wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Und obwohl es jetzt um alles geht, schafft Jennifer W. es nicht, selbst die Stimme zu erheben. Sie lässt ihre Anwältin Seda Başay-Yıldız vortragen, was sie zu sagen hat.

https://www.sueddeutsche.de/politik/is-prozess-jennifer-w-1.5231508


SUEDDEUTSCHE: Pläne müssen überarbeitet werden

Am Stellplatzbedarf soll eine Veränderung beim islamischen Gebetssaal an der Dresdner Straße in der Gemeinde Eching nicht scheitern. Der Gemeinderat hat jetzt großzügige Handhabung signalisiert, weil unmittelbar neben dem Gebäude im Gewerbegebiet Nord ein üppiger Park-and-Ride-Platz liegt. Allerdings passen auch die Abstandsflächen nicht, so dass die Pläne noch mal überarbeitet werden müssen. Der bestehende Gebetssaal einer islamischen Gemeinde soll um einen zweiten für Frauen ergänzt werden. Außerdem soll das Gebäude aufgestockt und um fünf Mietwohnungen erweitert werden.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/islamischer-gebetssaal-in-eching-plaene-muessen-ueberarbeitet-werden-1.5246792


DW: Die Schweiz bekommt ein Verhüllungsverbot

 

Eine knappe Mehrheit hat in der Schweiz für ein als "Burka-Initiative" bekannt gewordenes Verbot der Gesichtsverschleierung gestimmt. Ein rechtskonservativer Verein hatte die Volksabstimmung durchgesetzt. In der Schweiz ist das Verhüllungsverbot angenommen worden. Nach Auszählung aller Stimmen sprachen sich bei dem Referendum 51,21 Prozent der Wähler für die Initiative "Ja zum Verhüllungsverbot" aus. An der Abstimmung hatte aber nur gut die Hälfte der Schweizer überhaupt teilgenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 51,4 Prozent. Das Verbot muss nun in die Verfassung aufgenommen werden.

https://www.dw.com/de/die-schweiz-bekommt-ein-verh%C3%BCllungsverbot/a-56799877



DW: Chancen für Verhüllungsverbot in der Schweiz bei 50:50

Die Schweiz könnte am Sonntag Schleier, Burka und Sturmhauben verbieten. Die Debatte um Islam und Frauenrechte erregt die Gemüter. Die Prognosen sehen ein Kopf-an-Kopf Rennen voraus. Walter Wobmann ist zufrieden. Mit der Initiative für ein Verhüllungsverbot in der gesamten Schweiz haben der Abgeordnete im Nationalrat und seine Mitstreiter eine Diskussion über den Umgang mit dem politischen Islam ausgelöst. Die Bundesregierung, das Parlament, Frauenverbände, Islamwissenschaftler, Kirchen: Alle diskutieren über das vorgeschlagene Verbot von Schleiern, Burkas und die Unterdrückung von muslimischen Frauen. Dass es auch um das Verbot von Vermummung bei Demonstrationen oder Fußballspielen geht, ist eher Nebensache.

https://www.dw.com/de/schweiz-verh%C3%BCllungsverbot-volksabstimmung-chancen-50-50/a-56771185