islaMedia



islaMedia - Medienberichterstattung über Islam und Muslime in Europa

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Juni 2021


DIE PRESSE: Drohungen gegen Ministerin Raab wegen Islam-Landkarte

Die Integrationsministerin bei der Präsentation der Kampagne. Über die sozialen Medien bekam sie daraufhin Drohungen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung wurde informiert. Die Integrationsministerin verteidigt die Islamkarte, während der Europarats-Beauftragter Höltgen sie als „muslimfeindlich und potenziell kontraproduktiv" bezeichnet. Nach der Präsentation der Islam-Landkarte durch die Dokumentationsstelle politischer Islam ist nun auch Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) in sozialen Medien bedroht worden.

https://www.diepresse.com/5987268/drohungen-gegen-ministerin-raab-wegen-islam-landkarte?from=rss


DIE PRESSE: Umstrittene Islam-Landkarte: Muslimische Jugend will Polizeischutz für Betroffene

Das Projekt sorgt seit seiner Präsentation vergangene Woche für Kritik. Die Karte stelle Muslime „unter Generalverdacht", erneuerte die Organisation ihre Befürchtung. Sie will Beschwerde bei der Datenschutzbehörde einlegen und fordert, die Website vom Netz zu nehmen. Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) fordert Polizeischutz für Betroffene, deren Adressen in der von der Dokumentationsstelle Politischer Islam vorgelegten Islam-Landkarte veröffentlicht wurden. Außerdem pochte die Organisation bei einer Pressekonferenz am Dienstag auf die Löschung der Website und kündigte eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde sowie ein Auskunftsbegehren an. Die zuvor in den Raum gestellte Klage werde laut MJÖ derzeit von einer Anwältin geprüft.

https://www.diepresse.com/5987711/umstrittene-islam-landkarte-muslimische-jugend-will-polizeischutz-fur-betroffene?from=rss


DIE PRESSE: Islam-Landkarte vorerst nur eingeschränkt verfügbar

Unbekannte aus der rechtsextremen Szene hatten in Wien selbst gebastelte Schilder angebracht, um vor islamischen Einrichtungen zu „warnen". Die so genannte Islam-Landkarte ist aktuell nur eingeschränkt verfügbar. Projekt-Betreiber Ednan Aslan begründet dies mit einem Wechsel des IT-Betreibers. Dies bedeutet, dass vermutlich bis kommende Woche die Suchfunktion nicht genützt werden kann. Möglicherweise wird man künftig die Seite nur nutzen können, wenn man sich vorher angemeldet hat. Eine entsprechende Ankündigung hatte Mouhanad Khorchide, Leiter des Beirats der Dokumentationsstelle politischer Islam, im "Falter-Podcast" gemacht, was Aslan Donnerstagvormittag zunächst im Gespräch mit der APA dementierte.

https://www.diepresse.com/5988205/islam-landkarte-vorerst-nur-eingeschrankt-verfugbar?from=rss


DIE PRESSE: Probleme mit Islam-Landkarte

Die umstrittene Landkarte ist nur eingeschränkt verfügbar. Möglicherweise braucht es künftig eine Registrierung für die Nutzung. Die umstrittene Islam-Landkarte ist aktuell nur noch eingeschränkt verfügbar. Das hat laut Projekt-Betreiber Edvin Aslan allerdings keine politischen oder strategischen Gründe. Vielmehr erfolge ein Wechsel des IT-Betreibers. Deshalb könne die Suchfunktion vermutlich bis kommende Woche nicht genützt werden. Möglicherweise wird man künftig die Seite nur nutzen können, wenn man sich vorher angemeldet hat.

https://www.diepresse.com/5988752/probleme-mit-islam-landkarte?from=rss

 

DIE PRESSE: Sorge um Religionsfrieden: Schönborn für „Religions-Atlas" statt „Islam-Landkarte"

Der vorbildliche Religionsfrieden in Österreich basiere auf gegenseitigem Vertrauen, auf Dialog und Wertschätzung, betont Kardinal Christoph Schönborn. Der Wiener Erzbischof wünscht sich einen „Ausweg aus der verfahrenen Situation" und schlägt eine Alternative für das umstrittene Projekt vor. Integrationsministerin Raab hält allerdings daran fest - anders als die Grünen. Kardinal Christoph Schönborn denkt einen Religions-Atlas als Alternative zur umstrittenen Islam-Landkarte an. In einem Kommentar für die Tageszeitung "Heute" fragte er sich, warum eine Religion "herausgepickt" worden sei: „Warum nicht gleich einen Atlas aller anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften andenken?" Der vorbildliche Religionsfrieden in Österreich basiere auf gegenseitigem Vertrauen, auf Dialog und Wertschätzung, betonte Wiens Erzbischof.

https://www.diepresse.com/5988870/sorge-um-religionsfrieden-schonborn-fur-religions-atlas-statt-islam-landkarte?from=rss


DIE PRESSE: Schönborn: Religionsatlas statt Islam-Landkarte

Kardinal Christoph Schönborn denkt einen Religionsatlas als Alternative zur Islam-Landkarte an. In einem Kommentar für die Tageszeitung „Heute" fragt er sich, warum eine Religion „herausgepickt" worden sei. Der vorbildliche Religionsfrieden in Österreich basiere auf gegenseitigem Vertrauen, auf Dialog und Wertschätzung.

https://www.diepresse.com/5989308/schonborn-religionsatlas-statt-islam-landkarte?from=rss

 

DIE PRESSE: Kenan Güngör zur Islam-Landkarte: „Es wurde großer Schaden angerichtet"

Kenan Güngör hält die Islam-Landkarte für sinnvoll – doch die Präsentation habe sie in einen falschen Kontext gesetzt. Soziologe Kenan Güngör hält die umstrittene Islam-Landkarte grundsätzlich für eine gute Idee, allerdings nicht für die breite Öffentlichkeit. Dass sie mit dem Framing des „politischen Islam" präsentiert wurde, sei ein Fehler gewesen.

https://www.diepresse.com/5989304/kenan-gungor-zur-islam-landkarte-es-wurde-grosser-schaden-angerichtet?from=rss

 

DIE PRESSE: Islam-Landkarte: Muslimische Jugend wendet sich mit Beschwerde an Datenschutzbehörde

Das Projekt würde gegen das Grundrecht auf Datenschutz verstoßen, so die Initiatoren. Mit ihrer Beschwerde erhoffen sie sich „einen verantwortungsbewussteren Umgang mit Daten" zu erwirken. Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) wendet sich im Konflikt um die von der Dokumentationsstelle Politischer Islam vorgelegte Islam-Landkarte an die Datenschutzbehörde. Die Beschwerde wegen Verstößen gegen das Grundrecht auf Datenschutz richtet sich gegen Projektleiter und Professor für islamische Religionspädagogik Ednan Aslan, die Universität Wien und die Dokumentationsstelle Politischer Islam. Sie wurde am Donnerstag eingebracht.

https://www.diepresse.com/5992315/islam-landkarte-muslimische-jugend-wendet-sich-mit-beschwerde-an-datenschutzbehorde?from=rss

 

DER STANDARD: Heftige Kritik von Bürgermeister Ludwig an der Islam-Landkarte

Wiens Stadtchef sieht eine Spaltung der Gesellschaft. Ministerin Raab reagiert mit dem Vorwurf, dass Wien die Augen vor Problemen verschließe. Auch drei Tage, nachdem die sogenannte Islam-Landkarte präsentiert – oder wieder ausgegraben – wurde, ebbt die Kritik daran nicht ab. Nun kommt sie von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). "Stigmatisierung von Religionen lehne ich prinzipiell ab", heißt es von Ludwig zum STANDARD: "Diese Landkarte trägt absolut nichts zur Integration bei, sondern befördert eine gesellschaftliche Spaltung. Ich spreche mich ganz klar für das Miteinander und für das respektvolle Zusammenleben aller in unserer Stadt und in unserem Land aus".

https://www.derstandard.at/story/2000127027529/heftige-kritik-von-buergermeister-michael-ludwig-an-der-islam-landkarte

 

DER STANDARD: Social-Media-Drohungen gegen Raab – ÖVP-Minister verteidigen "Islam-Landkarte"

Das BVT wurde nach den Drohungen gegen ÖVP-Ministerin Raab eingeschaltet. Die sogenannte "Islam-Landkarte" wird seit ihrer Vorstellung scharf kritisiert. Die Befürchtung, dass die "Islam-Landkarte" ein Sicherheitsrisiko für muslimische Einrichtungen darstelle, teilt Ministerin Raab nicht. Nach der Präsentation der "Islam-Landkarte" durch die Dokumentationsstelle politischer Islam (mit vollem Namen: Österreichischer Fonds zur Dokumentation von religiös motiviertem politischen Extremismus) ist nun auch Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) in sozialen Medien bedroht worden. Laut einem Sprecher der Ministerin wurde das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) informiert. Die Ermittlungen der Polizei liefen auf allerhöchster Stufe, hieß es.

https://www.derstandard.at/story/2000127051024/raab-weist-kritik-an-zurueck-bvt-ermittelt-nach-social-media


DER STANDARD: Kirche kritisiert Islam-Landkarte, Muslimische Jugend fordert Polizeischutz

Der Verein hat angekündigt, Beschwerde bei der Datenschutzbehörde einlegen zu wollen. Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) fordert Polizeischutz für Betroffene, deren Adressen in der von der Dokumentationsstelle Politischer Islam vorgelegten "Islam-Landkarte" veröffentlicht wurden. Außerdem pochte die Organisation am Dienstag auf die Löschung der Webseite und kündigte eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde sowie ein Auskunftsbegehren an. Kritik an der Landkarte kam erstmals auch von der katholischen Bischofskonferenz, die vor "Bespitzelung" warnte.

https://www.derstandard.at/story/2000127087655/kirche-kritisiert-islam-landkarte-muslimische-jugend-fordert-polizeischutz

DER STANDARD: "Warnschilder" mit Bezug auf Islamlandkarte vor Moscheen angebracht

Rechtsextreme instrumentalisieren das Projekt der Dokumentationsstelle Politischer Islam. Diese distanziert sich. Es gibt große Befürchtungen eines Sicherheitsproblems für Muslime. Kürzlich präsentierte Integrations- und Kultusamtsministerin Susanne Raab (ÖVP) gemeinsam mit der im Bundeskanzleramt angesiedelten Dokumentationsstelle Politischer Islam das Projekt "Islamlandkarte". Dort sind hunderte Moscheen und Vereine gelistet. Ziel des Projekts sei unter anderem, so hieß es bei der Präsentation, jene Vereine zu identifizieren, die dem politischen Islam zuzurechnen seien.

https://www.derstandard.at/story/2000127112769/warnschilder-mit-bezug-auf-islamlandkarte-vor-moscheen-angebracht

DER STANDARD: Umstrittene Islam-Landkarte vorübergehend nicht abrufbar

Rechtsextreme instrumentalisierten zuvor Projekt der Doku-Stelle Politischer Islam. Adressen sollen künftig mit Registrierung abrufbar sein. Identitäre kündigen neue Karte an. Die heftig in die Kritik geratene Islam-Landkarte ist unter www.islam-landkarte.at vorübergehend nicht mehr abrufbar, die Suchfunktion fehlt. Sie solle aber zeitnah wieder online gehen, sagte Dokumentationsstellen-Direktorin Lisa Fellhofer dem Kurier. Der Zugang zu der Website werde nur noch über Registrierung möglich sein, erklärte zudem Mouhanad Khorchide, Leiter des Beirats der Dokumentationsstelle Politischer Islam im "Falter-Podcast". Und Projekt-Betreiber Ednan Aslan begründete die Einschränkung der Website mit einem Wechsel des IT-Betreibers.


DER STANDARD: Schönborn für Religionsatlas statt Islam-Landkarte, Raab hält an dem Projekt fest

Kardinal hält nichts von einem "Generalverdacht" gegenüber einer Religion. Grünen wollen Karte offline nehmen – Integrationsministerin Raab sieht dies anders. Kardinal Christoph Schönborn denkt einen Religionsatlas als Alternative zur "Islam-Landkarte" an. In einem Kommentar für die Tageszeitung "Heute" fragt er sich, warum eine Religion "herausgepickt" worden sei. Der vorbildliche Religionsfrieden in Österreich basiere auf gegenseitigem Vertrauen, auf Dialog und Wertschätzung. Während Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer ein Ende des Projekts empfiehlt, sprach sich Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) für eine Fortführung aus.

https://www.derstandard.at/story/2000127147924/schoenborn-fuer-religionsatlas-statt-islam-landkarte


WELT.DE: Das Anti-Islamismus-Labor

Die Anti-Islamismus-Strategie der Regierung Kurz stößt auf viel Kritik – nicht nur von Islamverbänden. Der Streit über eine „Islam-Landkarte" in Österreich ist ein neuer Höhepunkt in einem aufgeheizten Konflikt. Denn das Nachbarland geht seit Jahren scharf gegen islamistische Strömungen vor. In Deutschland beginnt die Politik von Österreich zu lernen – langsam. Die bunt-verspielte Fassade des Hundertwasser-Museums ist unübersehbar. Gleich um die Ecke, im Wiener Weißgerberviertel, befindet sich ein Haus, das hingegen sehr leicht zu übersehen ist. Hinter der grauen Tür des Wohnhauses befindet sich die „Tuna"-Moschee. Es ist eine von Hunderten kleinen, unscheinbaren Moscheen, wie sie in Österreich – ähnlich wie in Deutschland – die Norm sind. Wo sie sich befinden, was dort gepredigt wird, wissen oft nur Eingeweihte.

https://www.welt.de/politik/ausland/plus231490317/Islam-Landkarte-Oesterreich-als-Vorbild-im-Kampf-gegen-den-Islamismus.html?cid=onsite.onsitesearch

WELT.DE: Etwas mehr islamfeindliche Straftaten in Bayern

Rechtsextremisten hetzen nicht nur gegen Juden. Auch Muslime sind oftmals ihr Ziel. Statistisch registriert die Polizei im Freistaat jeden Monat im Durchschnitt mehr als zehn Taten. In Bayern haben die Ermittler im vergangenen Jahr 132 islamfeindliche Straftaten registriert. Dies geht aus einer Antwort auf eine Anfrage von Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher (SPD) hervor. Dies waren fünf Taten mehr als im Vorjahr, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) berichtete. In den Polizeistatistiken wird seit 2017 bundesweit islamfeindliche politische Kriminalität besonders aufgeführt. Für das Jahr 2018 wurde mit 154 Straftaten in Bayern der bislang höchste Wert erfasst, das Jahr 2017 lag mit 133 Taten fast auf dem identischen Niveau wie 2020.

https://www.welt.de/regionales/bayern/article231553089/Etwas-mehr-islamfeindliche-Straftaten-in-Bayern.html?cid=onsite.onsitesearch

WELT.DE: Hassbotschaften nach Islam-Kritik – Prozess um „digitalen Lynchmord" hat begonnen

Mehr als 100.000 Hassbotschaften soll eine französische Jugendliche erhalten haben, nachdem sie in drastischen Worten den Islam kritisiert hatte. Jetzt stehen 13 Verdächtige vor Gericht. Es gehe um „digitalen Terror", sagt der Anwalt der jungen Frau. Weil die französische Gymnasiastin Mila im Internet drastische Kritik am Islam übte, wurde sie massiv bedroht und musste unter Polizeischutz gestellt werden. Seit Donnerstag stehen deshalb 13 Verdächtige in Paris vor Gericht. Milas Anwalt Richard Malka wirft ihnen „digitalen Lynchmord" vor. Die Anwälte der Verteidigung sprechen dagegen von einem Schauprozess. Im Januar 2020 hatte die damals 16-jährige Schülerin ein mit Kraftausdrücken gespicktes Video über den Islam und Allah auf Instagram veröffentlicht, nachdem ein Mann sie beschimpft hatte, den sie für einen Muslim hielt. Daraufhin wurden der offen lesbisch lebenden Mila im Internet Mord und Vergewaltigung angedroht.


WELT.DE: „Meine Eltern wissen jetzt, was ich alles gemacht habe"

Lale Gül ist aus westlicher Perspektive eine normale junge Frau. Aus Sicht strenger Muslime ist sie eine Schande. Nun hat sie ein Buch geschrieben – und muss deshalb an einem geheimen Ort um ihr Leben fürchten. Unser Reporter hat sie getroffen. Lale Gül ist in West-Amsterdam aufgewachsen, im zu 85 Prozent von Migranten bewohnten Stadtteil Kolenkitbuurt, als Tochter sehr konservativ-religiöser türkischer Eltern. In der regulären Schule lernt Lale Gül holländische Freunde kennen – und deren Idee von Freiheit. In der Stadtteilbibliothek erliest sie sich die Welt. Mit 16 hat sie ihren ersten Freund, einen „weißen" Holländer. Heimlich. Mit 18 legt sie das Kopftuch ab. Sie verweigert die arrangierte Ehe.

https://www.welt.de/politik/ausland/plus231627741/Islam-und-Emanzipation-Wenn-man-das-thematisiert-gilt-man-gleich-irgendwie-als-rechts.html?cid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: Mehrheit fühlt sich von radikalem Islamismus bedroht

Das Unbehagen gegenüber dem Islam ist in Deutschland noch immer groß. Nur fünf Prozent der Befragten sehen keine Bedrohung des Islams für die deutsche Gesellschaft. Die Mehrheit findet aber auch, dass Muslime ihre Religion genauso frei ausleben dürfen sollen wie Christen. Laut einer repräsentativen Umfrage haben die meisten Deutschen ein differenziertes Bild vom Islam, zugleich fühlt sich eine Mehrheit aber auch von islamistischen Gruppen bedroht. Das zeigt eine gemeinsame Umfrage der Alice-Schwarzer-Stiftung, der Giordano-Bruno-Stiftung und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), die am Dienstag in Köln als Auswertung vorgelegt wurde.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article231663509/Mehrheit-fuehlt-sich-von-radikalem-Islamismus-bedroht.html?cid=onsite.onsitesearch

 

WELT.DE: Den Kampf gegen den Islamismus trauen viele nur der AfD zu

In einer Studie schneidet die AfD besser ab als die anderen Parteien, was den Kampf gegen Islamisten angeht. Ein Forscher sieht bei den Grünen die Tendenz, Islamismus-Kritiker „in die islamophobe Ecke zu stellen". Eine große Mehrheit der Befragten will eine härtere Linie. Welche Partei engagiert sich in Deutschland besonders für den Kampf gegen den radikalen Islam? In einer repräsentativen Allensbach-Studie zu den Themen Islam und Islamismus antworteten darauf 43 Prozent der Befragten mit AfD. Die CDU/CSU wurde von 21 Prozent der Befragten genannt, die restlichen Parteien von weniger als zehn Prozent.

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus231722149/Studie-AfD-gilt-als-engagierteste-Partei-gegen-Islamismus.html?cid=onsite.onsitesearch


WELT.DE: „Sieg über Ungläubige" - Der umstrittene Vers in der Ditib-Zentralmoschee

„Wie passt das zu den multireligiösen Friedensschwüren?" Säkulare Muslime beklagen, dass die Zentralmoschee der Ditib ein Kampfaufruf gegen Andersgläubige schmücke. Der Moscheeverband selbst übersetzt den Koran-Vers unverfänglicher. Gott liebt das Schöne und Gute – daran lässt dieser Gebetssaal keinen Zweifel: Die hohen Decken der Kölner Ditib-Zentralmoschee sind auf Arabisch mit den sogenannten 99 schönsten Namen Allahs verziert. Etwa „der Erbarmer", „der Edle" oder „der Mitleidige".

https://www.welt.de/politik/deutschland/article231743683/Auslegungsstreit-Sieg-ueber-Unglaeubige-Der-umstrittene-Vers-in-der-Ditib-Zentralmoschee.html?cid=onsite.onsitesearch

 

ZEIT ONLINE: Warum die Islam-Landkarte gefährlich ist

In Österreich listet die Stelle "Politischer Islam" muslimische Einrichtungen. Damit werden sie unter Generalverdacht gestellt – in einem immer muslimfeindlicheren Klima. Seit vergangener Woche wird in Österreich über das neueste Projekt der Dokumentationsstelle Politischer Islam diskutiert: Die sogenannte Islam-Landkarte, die eine Übersicht über muslimische Vereine, Bildungseinrichtungen und Moscheen in Österreich geben soll. Mehr als 600 Einrichtung werden dort gelistet und Trägern oder Dachverbänden zugeordnet. Diese werden kurz beschrieben und hinsichtlich ihrer ethnischen Zugehörigkeit sowie ideologischen Ausrichtung bewertet. Die Karte solle zu mehr Transparenz beitragen, sagte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) bei der Vorstellung der Projekts.

https://www.zeit.de/zett/politik/2021-05/extremismus-oesterreich-islam-landkarte-rechte-gewalt-islamismus

 

ZEIT ONLINE: Österreichs Integrationsministerin verteidigt "Islam-Landkarte"

Sämtliche islamische Einrichtungen und deren Daten werden auf der Karte erfasst. Von einem Generalverdacht will Susanne Raab nichts wissen. Anders sieht es der Europarat. Die österreichische Ministerin für Frauen, Familie, Jugend und Integration, Susanne Raab (ÖVP), hat die umstrittene Landkarte des politischen Islam verteidigt. "Es geht hier keineswegs um einen Generalverdacht gegen Muslime", sagte Raab der Welt. "Es geht um den gemeinsamen Kampf gegen den politischen Islam als Nährboden für Extremismus."

https://www.zeit.de/gesellschaft/2021-06/islam-landkarte-oesterreich-islamismus-islamfeindlichkeit-kritik

 

ZEIT ONLINE: "Wir dürfen die Straße nicht den Israelhassern überlassen"

In Hamburg rufen Islamisten zu Protesten gegen Israel auf. Wo hört legitime Kritik auf, wo fängt Antisemitismus an? Und was bringen Verbote solcher Demos? In Hamburg mobilisiert eine islamistische Gruppe zu Protesten gegen Israel – Anlass ist der neu entflammte Nahostkonflikt. Ali Ertan Toprak, Bundestagskandidat für die CDU, Sprecher der Initiative Säkularer Islam und Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde in Deutschland, versteht nicht, warum die Stadt solche Demonstrationen nicht verbietet.

https://www.zeit.de/hamburg/2021-06/ali-ertan-toprak-anti-israel-proteste-deutschland-islamismus-hamburg

 

ZEIT ONLINE: Verirren mit Landkarte

Eine umstrittene "Islam-Landkarte" ist in Österreich nach einer Aktion Rechtsextremer wieder offline. Waren die Initiatoren naiv oder steckt politisches Kalkül dahinter? Es schien wie ein guter Tag für Susanne Raab. Am Donnerstag vor einer Woche präsentierte die Integrationsministerin der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) medienwirksam eines ihrer Leuchtturmprojekte: Eine interaktive "Islam-Landkarte" mit 623 muslimischen Verbänden, Organisationen und Moscheen, jeweils mit Adresse, Verbindungen und einer Einschätzung der ideologischen Position. Erstellt hatte die Landkarte die staatliche Dokumentationsstelle für den politischen Islam, die 2020 mit einer Anschubfinanzierung aus dem Budget von Raabs Ministerium eingerichtet wurde.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/islam-landkarte-oesterreich-kritik-rechtsextremismus-identitaere-integrationsministerin

 

ZEIT ONLINE: Imame made in Germany

Endlich werden Prediger für deutsche Moscheen in Deutschland ausgebildet. Doch der Streit darüber, wer in den islamischen Gemeinden das Sagen hat, ist damit noch nicht vorbei. Al-hamdu lillah! möchte man ausrufen, Gott sei Dank! Endlich, nach einem Jahrzehnt Fordern, Diskutieren, Aussitzen und auch Ratlosigkeit, hat Deutschland eine eigene Imam-Ausbildung für die fünf Millionen Muslime im Land. Das ist die gute Nachricht. Die weniger gute ist: Alle Probleme sind damit noch lange nicht gelöst. Die Finanzierung der Imame ist nicht gesichert, der Umgang mit dem islamischen Verband Ditib nicht geklärt. Kommende Woche beginnt aber nun in Osnabrück das Islamkolleg Deutschland (IKD) mit der Ausbildung von Imamen. Predigtlehre, Koranrezitation, Seelsorge und Gemeindearbeit sind Kern des Programms.

https://www.zeit.de/2021/24/imam-ausbildung-deutschland-islamische-gemeinden-finanzierung-islamkolleg-osnabrueck

 

ZEIT ONLINE: Für ein friedliches Zusammensein

Der Soziologe Ruud Koopmans hat in einer großen Studie untersucht, wie die Deutschen auf den Islam blicken. Die Ergebnisse im Überblick. Staatschefs islamischer Länder, allen voran der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, nutzen Ereignisse wie den Mord an dem französischen Lehrer Samuel Paty oder die jüngsten antisemitischen Demonstrationen in Deutschland, um mit Hassbotschaften die Stimmung unter Muslimen in Europa anzuheizen. Währenddessen sorgt eine Entscheidung des nordrhein-westfälischen Bildungsministeriums für Entsetzen bei liberalen Muslimen. Das Ministerium nahm den Moscheeverein Ditib in die für islamischen Religionsunterricht zuständige Kommission auf, lehnte aber die Aufnahme des Liberal-Islamischen Bundes ab. Ditib, das muss man dazu wissen, ist der türkischen Religionsbehörde Diyanet unterstellt; die meisten seiner Imame werden vom türkischen Staat bezahlt. Diyanet-Präsident Ali Erbaş macht seit Langem mit radikalen Äußerungen auf sich aufmerksam. So verkündete er etwa in einer Ramadan-Ansprache, dass Homosexuelle für die Verbreitung von Infektionskrankheiten und den Verfall der Gesellschaft verantwortlich seien.

https://www.zeit.de/2021/24/islam-deutschland-forschung-extremismus-kopftuch


WIENER ZEITUNG:Raab hält an Islamlandkarte fest

Trotz Kritik auch von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hält Integrationsministerin Susanne Raab am umstrittenen Projekt fest. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Montag verteidigten Innenminister Karl Nehammer und Integrationsministerin Susanne Raab, beide ÖVP, die vergangene Woche präsentierte "Islamlandkarte" auch als eine Art Service für Muslime im Land. So sähen diese, wo es extreme Einrichtungen gebe. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hatte sich am Wochenende des Kritikern angeschlossen und  im Gespräch mit der Tageszeitung "Der Standard" gesagt: "Stigmatisierung von Religionen lehne ich prinzipiell ab." Diese Landkarte trage "absolut nichts zur Integration bei, sondern befördert eine gesellschaftliche Spaltung. Ich spreche mich ganz klar für das Miteinander und für das respektvolle Zusammenleben aller in unserer Stadt und in unserem Land aus". In der PK sagte Raab nun erneut, es gehe darum Transparenz zu schaffen. Man wolle aufklären, wo welche Inhalte verbreitet würden und um eine Trennung zwischen dem Islam als Religion und dem politischen Islam.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2106314-Raab-haelt-an-Islamlandkarte-fest.html

 

WIENER ZEITUNG: Islam-Landkarte vorübergehend offline

Die heftig umstrittene Landkarte der Dokumentationsstelle politischer Islam mit muslimischen Organisationen und Kultusgemeinden in Österreich ist nicht mehr im Detail abrufbar. Die Dokumentationsstelle politischer Islam hatte in der Vorwoche eine Landkarte mit muslimischen Organisationen und Kultusgemeinden in Österreich vorgelegt, in der mehr als 600 Einrichtungen erfasst worden waren. Seitdem sorgte diese für Wirbel - und ist nun auch nicht mehr im Detail abrufbar. Stattdessen findet sich ein Statement von Initiator Ednan Aslan, in dem er sehr bedaure, "dass es in den letzten Tagen vermehrt zu politischer Instrumentalisierung gekommen ist und dass mittlerweile auch verschiedenste Rechtsextremisten den Zweck dieses Projektes völlig konterkarieren". Aslan begründet die aktuell eingeschränkte Islam-Landkarte gegenüber der APA mit einem Wechsel des IT-Betreibers. Dies bedeutet, dass vermutlich bis kommende Woche die Suchfunktion nicht genützt werden kann. Möglicherweise wird man die Seite künftig nur nutzen können, wenn man sich vorher angemeldet hat: Laut Aslan gibt es Überlegungen in Richtung eines Anmeldesystems.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2106690-Islam-Landkarte-voruebergehend-offline.html


WIENER ZEITUNG: Schönborn für Religionsatlas

Grünen-Klubobfrau Maurer empfiehlt ein Ende der "Islam-Landkarte", Integrationsministerin Raab (ÖVP) will die Fortführung. Kardinal Christoph Schönborn denkt einen Religionsatlas als Alternative zur "Islam-Landkarte" an. In einem Kommentar für die Tageszeitung "Heute" fragt er sich, warum eine Religion "herausgepickt" worden sei und erkennt einen "Generalverdacht". Während Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer ein Ende des Projekts empfiehlt, sprach sich Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) für eine Fortführung aus. Die Ressortchefin versicherte in einer schriftlichen Stellungnahme, dass die Karte nach einem Wechsel des IT-Betreibers wieder voll verfügbar sein werde. Sie trage auf wissenschaftlicher Basis dazu bei, Transparenz zu schaffen und "die Trennlinie zwischen der Religion des Islam und der gefährlichen Ideologie des politischen Islam als Nährboden für Extremismus und Parallelgesellschaften klar zu ziehen".  

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/wien-chronik/2106919-Schoenborn-fuer-Religionsatlas.html


SUEDDEUTSCHE:
SPD kritisiert fehlenden Fortschritt beim Islamunterricht

Die SPD hat der Jamaika-Koalition fehlende Fortschritte bei den Gesprächen mit den muslimischen Verbänden über staatlichen Islamunterricht vorgeworfen. "Konfessionsübergreifender Unterricht wie in Hamburg, wie wir ihn in der letzten Legislaturperiode zu erreichen versucht haben, wird heute von der Landesregierung nicht einmal mehr angestrebt", sagte der SPD-Religionspolitiker Martin Habersaat der Deutschen Presse-Agentur. Unter Berufung auf die Antworten der Landesregierung auf Kleine Anfragen warf er der Regierung vor, nur noch mit der Alevitischen Gemeinde eine vertragliche Vereinbarung zu planen.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/religion-kiel-spd-kritisiert-fehlenden-fortschritt-beim-islamunterricht-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210601-99-814629

SUEDDEUTSCHE: Neue Landesregierung führt Dialog mit Ditib fort

Die neue Ampel-Regierung in Rheinland-Pfalz setzt die Zielvereinbarung mit der Islamischen Religionsgemeinschaft Ditib Rheinland-Pfalz fort. "Wir halten den Gesprächsfaden aufrecht", sagte der neue Wissenschaftsminister Clemens Hoch (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. "Das Verhältnis ist aber nicht unbelastet, und vieles muss erst wieder wachsen", sagte Hoch mit Blick auf die zunächst ausgesprochene und dann zurückgenommene Vortragseinladung eines mit antisemitischen und homophoben Äußerungen aufgefallenen türkischen Historikers. "Das war schon eine Zäsur."

https://www.sueddeutsche.de/panorama/religion-mainz-neue-landesregierung-fuehrt-dialog-mit-ditib-fort-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210601-99-814787


SUEDDEUTSCHE:
Integrationsministerin verteidigt "Islam-Landkarte"

Die österreichische Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) hat die in ihrem Land veröffentlichte und harsch kritisierte "Landkarte des politischen Islam" verteidigt. "Es geht hier keineswegs um einen Generalverdacht gegen Muslime", sagte Raab der "Welt". "Es geht um den gemeinsamen Kampf gegen den politischen Islam als Nährboden für Extremismus." Vertreter der Muslime und Opposition hatten unter anderem kritisiert, dass auf der Karte alle islamischen Einrichtungen gezeigt würden, unabhängig davon, ob sie islamistisch-antidemokratische Tendenzen hätten.

https://www.sueddeutsche.de/politik/menschenrechte-integrationsministerin-verteidigt-islam-landkarte-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210601-99-818297

SUEDDEUTSCHE: Etwas mehr islamfeindliche Straftaten in Bayern

In Bayern haben die Ermittler im vergangenen Jahr 132 islamfeindliche Straftaten registriert. Dies geht aus einer Antwort auf eine Anfrage von Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher (SPD) hervor. Dies waren fünf Taten mehr als im Vorjahr, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) berichtete. In den Polizeistatistiken wird seit 2017 bundesweit islamfeindliche politische Kriminalität besonders aufgeführt. Für das Jahr 2018 wurde mit 154 Straftaten in Bayern der bislang höchste Wert erfasst, das Jahr 2017 lag mit 133 Taten fast auf dem identischen Niveau wie 2020.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/extremismus-muenchen-etwas-mehr-islamfeindliche-straftaten-in-bayern-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210603-99-842723

SUEDDEUTSCHE: Vermutlich hohe Dunkelzifer - Zahl der islamfeindlichen Straftaten gestiegen

In Bayern haben die Ermittler im vergangenen Jahr 132 islamfeindliche Straftaten registriert. Dies geht aus einer Antwort auf eine Anfrage von Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher (SPD) hervor. Dies waren fünf Taten mehr als im Vorjahr, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) berichtete. In den Polizeistatistiken wird seit 2017 islamfeindliche politische Kriminalität besonders aufgeführt. Für das Jahr 2018 wurde mit 154 Straftaten in Bayern der bislang höchste Wert erfasst, das Jahr 2017 lag mit 133 Taten fast auf dem identischen Niveau wie 2020.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/vermutlich-hohe-dunkelzifer-zahl-der-islamfeindlichen-straftaten-gestiegen-1.5311225

SUEDDEUTSCHE: "Gerade als Kanzlerkandidat darf er sich nicht wegducken"

Reicht der lange Arm von Präsident Erdoğan bis in deutsche Klassenzimmer? Genau das befürchtet Grünen-Politikerin Berivan Aymaz in Nordrhein-Westfalen. Im Interview erklärt sie, warum eine Einmischung von Ditib so heikel ist und Armin Laschet einschreiten sollte. Das Thema ist brisant, der Streit ist es auch - vor allem für Armin Laschet. Die von dem CDU-Kanzlerkandidaten geführte Regierung in Nordrhein-Westfalen hat eine scharfe Debatte um den islamischen Religionsunterricht entfacht: In einer Kommission, die das Schulministerium zur Gestaltung dieses Unterrichts und der Auswahl der Lehrer berät, wird künftig ausgerechnet die Ditib mitreden - der von der türkischen Regierung bezahlte und gesteuerte Islamverband. Heißt das, der lange Arm von Präsident Erdoğan reicht bis in deutsche Klassenzimmer? Berivan Aymaz, Landtagsabgeordnete der Grünen, befürchtet genau das. Wegen ihrer Kritik wird sie nun von türkischen Medien geschmäht.

https://www.sueddeutsche.de/politik/islamischer-religionsunterricht-nrw-berivan-aymaz-1.5313972?reduced=true

 

SUEDDEUTSCHE: Fraktionen unterstützen Politikerin gegen türkische Medien

Die Landtagsfraktionen von CDU, SPD, FDP und Grünen haben sich in einer gemeinsamen Erklärung hinter die Abgeordnete Berivan Aymaz (Grüne) gestellt. Die Fraktionen "verurteilen die Anfeindungen durch türkische Medien" gegen Aymaz, wie es am Dienstag in einer Mitteilung hieß. Aymaz hatte die Zusammenarbeit der Landesregierung mit dem Moscheeverband Ditib beim islamischen Religionsunterricht kritisiert. Regierungsnahe Zeitungen hatten sie daraufhin unter anderem als "Feindin der Türkei" und PKK-Symapthisantin bezeichnet.

https://www.sueddeutsche.de/politik/landtag-duesseldorf-fraktionen-unterstuetzen-politikerin-gegen-tuerkische-medien-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210608-99-905386

 

FAZ: Eine Landkarte und ihre Maßstäbe

Die Kritik an der interaktiven Landkarte, auf der 600 Moscheen und muslimische Vereine in Österreich verzeichnet sind, reißt nicht ab. Gegenüber der F.A.Z. nimmt Integrationsministerin Susanne Raab nun Stellung. Österreich streitet derzeit über eine interaktive Landkarte. Die Karte, die im Internet zu finden ist, zeigt mehr als 600 Moscheen und muslimische Vereine im Land. Sie wurde jüngst von Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) vorgestellt. Sie ist die Fortsetzung eines älteren Projekts von Ednan Arslan, dem Leiter des Instituts für islamisch-theologische Studien an der Universität Wien und der von der Regierung eingerichteten Dokumentationsstelle Politischer Islam. Die Karte soll eben nicht nur problematische Einrichtungen zeigen, sondern alle muslimischen Organisationen. Deshalb bietet sie über jeden Akteur einen Text zur Einordnung.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ministerin-verteidigt-islam-landkarte-in-oesterreich-17369286.html

FAZ: Österreichs Integrationsministerin verteidigt „Islam-Landkarte"

Die österreichische Integrationsministerin Susanne Raab verteidigt die heftig kritisierte „Landkarte des politischen Islam". Es gehe nicht um einen Generalverdacht. Doch auf der Karte sind alle islamischen Einrichtungen vermerkt. Die österreichische Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) hat die in ihrem Land veröffentlichte und harsch kritisierte „Landkarte des politischen Islam" verteidigt. „Es geht hier keineswegs um einen Generalverdacht gegen Muslime", sagte Raab der Zeitung Die Welt. „Es geht um den gemeinsamen Kampf gegen den politischen Islam als Nährboden für Extremismus." Vertreter der Muslime und Opposition hatten unter anderem kritisiert, dass auf der Karte alle islamischen Einrichtungen gezeigt würden, unabhängig davon, ob sie islamistisch-antidemokratische Tendenzen hätten.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/oesterreichs-integrationsministerin-verteidigt-islam-landkarte-17368189.html

 

 


Mai 2021


DIE PRESSE: Muslimbruderschaft: Gericht will neue Gutachter

Die groß angelegten Hausdurchsuchungen bei 70 Beschuldigten beruhen zum Gutteil auf einem Gutachten. Nach zahlreichen Beschwerden zu inhaltlichen und formalen Mängeln bestellt das Gericht neue Sachverständige. Dass der Terroranschlag am 2. November in Wiens Innenstadt mit vier Toten nicht verhindert werden konnte, hatte auch mit den umfassenden Ermittlungen rund um die Muslimbruderschaft zu tun, die zu 60 Razzien in vier Bundesländern wenige Tage später geführt hat. Man hatte den Gefährder aufgrund der ressourcenintensiven Ermittlungen in anderer Sache aus den Augen verloren.

https://www.diepresse.com/5975295/muslimbruderschaft-gericht-will-neue-gutachter

DIE PRESSE: Neue Gesetze als Reaktion auf den Terroranschlag auf dem Weg

Schon im Dezember vergangenen Jahres hatte die Koalition ein Gesetzespaket als Reaktion auf den Anschlag im November in Begutachtung geschickt.

https://www.diepresse.com/5975295/muslimbruderschaft-gericht-will-neue-gutachter?from=rss

 

Die Presse: Der Straftatbestand des religiös motivierten Terrorismus kommt, ebenso wird die Präventionsarbeit verstärkt

Gesetzliche Änderungen aufgrund des Terroranschlags in Wien sind nicht notwendig, hatte die von der Regierung eingesetzte Untersuchungskommission befunden – kommen sollen diese aber nun doch. Schon im Dezember vergangenen Jahres hatte die Koalition ein Gesetzespaket als Reaktion auf den Anschlag im November in Begutachtung geschickt. Dieses kommt nun – leicht adaptiert – ins Parlament.

https://www.diepresse.com/5977090/neue-gesetze-als-reaktion-auf-den-terroranschlag-auf-dem-weg?from=rss


DIE PRESSE: "Christchurch Call": Kurz skizziert Pläne gegen politischen Islam

Österreichs Kanzler nahm am Gipfel gegen Terrorismus und Radikalisierung im Internet mit Neuseelands Premierministerin Ardern und Frankreichs Präsident Macron teil. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Freitagabend auf Einladung von Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am virtuellen Gipfel "Christchurch Call" teilgenommen. Er verwies dabei laut seinem Büro auf Österreichs "entschiedenes Vorgehen gegen den politischen Islam" und den umfassenden Ansatz der Bundesregierung im "Kampf gegen Radikalisierung und Terrorismus" sowie "insbesondere islamistisch motivierten Terrorismus."

https://www.diepresse.com/5980191/christchurch-call-kurz-skizziert-plane-gegen-politischen-islam?from=rss


DIE PRESSE: Politischer Islam: Dokumentationsstelle legt "Islam-Landkarte" vor

Das Forschungsprojekt der Uni Wien soll einen Überblick über muslimische Einrichtungen in Österreich geben und jene identifizieren, die dem politischen Islam zuzurechnen sind. Die Dokumentationsstelle politischer Islam hat eine Landkarte mit muslimischen Organisationen und Kultusgemeinden in Österreich erarbeitet. Über 600 derartige Einrichtungen wurden darin erfasst. Ziel ist es, einen Überblick über diese zu geben und jene zu identifizieren, die dem politischen Islam zuzurechnen sind, hieß es am Donnerstag bei der Präsentation.

https://www.diepresse.com/5985549/politischer-islam-dokumentationsstelle-legt-islam-landkarte-vor?from=rss


DIE PRESSE: Rektor der Uni Wien distanziert sich von Islam-Landkarte

Das vom islamischen Religionspädagogen Ednan Aslan ins Leben gerufene Projekt sorgt abermals für Verstimmung: Rektor Heinz W. Engl untersagt die Verwendung des Logos der Uni Wien. Eine Landkarte, auf der 623 muslimische Einrichtungen in Österreich verzeichnet sind, wurde am Donnerstag von Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) und der Dokumentationsstelle Politischer Islam präsentiert. Es handelt sich dabei um ein Forschungsprojekt der Universität Wien - von dem sich deren Rektor, Heinz W. Engl, nun allerdings distanziert.

https://www.diepresse.com/5985838/rektor-der-uni-wien-distanziert-sich-von-islam-landkarte?from=rss


DIE PRESSE: Islam-Landkarte: „Nicht jede Kritik als Generalverdacht abtun"

Integrationsministerin Susanne Raab kann die Vorwürfe wegen der Islam-Landkarte nicht nachvollziehen. Mit der Islam-Landkarte ist Integrationsministerin Susanne Raab in die Kritik geraten. Vereine sehen sich an den Pranger gestellt, die Uni Wien distanziert sich. Doch Raab steht zu dem Projekt und fordert mehr Engagement der IGGÖ.

https://www.diepresse.com/5986247/islam-landkarte-nicht-jede-kritik-als-generalverdacht-abtun?from=rss


DIE PRESSE: Islam-Landkarte: Lassen wir die Moschee im Dorf

Dialogbereitschaft mit Muslimen sieht anders aus. Aber eine Sammlung öffentlich zugänglicher Daten auf einer Landkarte ist auch nicht der große Dammbruch. Eigentlich ist die Islam-Landkarte, die Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) und die Dokumentationsstelle Politischer Islam am Donnerstag als Neuigkeit im Kampf gegen den sogenannten politischen Islam hervorzauberten, ein alter Hut. Schon 2012 hatte Religionspädagoge Ednan Aslan dieses Projekt mit Co-Finanzierung durch EU und Innenministerium online gestellt. Damals noch mit den Daten von rund 400 Vereinen und ohne stolze Präsentation durch ein Ministerium. Weitgehend unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit. Und als die Seite nach einiger Zeit wieder offline ging, wurde das nicht einmal groß registriert.

https://www.diepresse.com/5985688/islam-landkarte-lassen-wir-die-moschee-im-dorf?from=rss

 

DIEPRESSE: Islamlandkarte: Muslimische Jugend will klagen

Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) will gegen die von Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) beworbene "Islamlandkarte" klagen. "Die Veröffentlichung sämtlicher Namen, Funktionen und Adressen von muslimischen und als muslimisch gelesenen Einrichtungen stellt eine nie dagewesene Grenzüberschreitung dar", hieß es. Man werde alle juristischen Möglichkeiten dagegen ausschöpfen. "Diese Kriminalisierung muslimischen Lebens muss so schnell wie möglich beendet und die Islam-Landkarte offline genommen werden", fordert die Muslimische Jugend. Sie kritisiert die Verletzung von Persönlichkeits- und Datenschutzrechten von Einrichtungen und Privatpersonen. Welche Schritte genau ergriffen werden sollen, wird nach Angaben einer Sprecherin derzeit von der Anwältin der Organisation geprüft.

https://www.diepresse.com/5986532/islamlandkarte-muslimische-jugend-will-klagen?from=rss

 

DER STANDARD: Dokustelle gräbt alte "Islam-Landkarte" aus, massive Kritik der Grünen

Auf der Karte werden Leistungen wie Schwächen der Moscheevereine dargelegt. Integrationsministerin Raab sieht darin keinen Generalverdacht. Über viele Monate verschwand die Dokumentationsstelle Politischer Islam völlig aus dem Diskurs. Im Hintergrund baute das Prestigeprojekt von Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) Strukturen auf und suchte unter anderem nach Personal. Aber man arbeitete auch an Grundlagenpapieren, die an das vorerst letzte von Ende Dezember anschließen sollen. Damals widmete man sich nach der Razzia gegen angebliche Muslimbrüder in Österreich ebenjener islamistischen Gruppierung und definierte für sich den Begriff des politischen Islams.

https://www.derstandard.at/story/2000126965156/dokustelle-graebt-alte-islamlandkarte-aus-und-widmet-sich-dachverbaenden

 

DERSTANDARD: Uni Wien distanziert sich von "Islam-Landkarte" und untersagt Logoverwendung

Die "Islam-Landkarte" begann vor vielen Jahren als Projekt der Universität Wien. Am Donnerstag präsentierte die Dokumentationsstelle Politischer Islam etwas als neu, das es eigentlich seit vielen Jahren gibt. Nun bringt ihr genau das massive Kritik ein. Es geht um die digitale "Islam-Landkarte", die Ednan Aslan, Professor für Religionspädagogik an der Uni Wien, einst erstellte, um eine digitale Übersicht islamischer Vereine und Moscheen in Österreich zu geben. In den vergangenen Monaten sei diese Karte in Kooperation mit der Dokumentationsstelle aktualisiert worden, heißt es. Inzwischen sind dort mehr als 600 Organisationen erfasst. Doch nun untersagt die Universität Wien die Verwendung ihres Logos auf der Seite der Landkarte.
https://www.derstandard.at/story/2000126984340/uni-wien-distanziert-sich-von-islamlandkarteund-untersagt-logoverwendung

  

DER STANDARD: Muslimische Jugend will wegen der Islamlandkarte klagen

Die Jugendorganisation kündigt rechtliche Schritte gegen Verletzung von Persönlichkeits- und Datenschutzrechten an – Kritik an der Landkarte kommt von Vertretern mehrerer Religionen. Die Islam-Landkarte schlägt weiter hohe Wellen – und könnte nun sogar rechtliche Schritte nach sich ziehen. Diese prüft die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) momentan. Eine Anzeige oder Klage gibt es aber noch nicht, wie eine Sprecherin auf Anfrage des STANDARD angibt. "Die Veröffentlichung sämtlicher Namen, Funktionen und Adressen von muslimischen und als muslimisch gelesenen Einrichtungen stellt eine nie dagewesene Grenzüberschreitung dar", hieß es allerdings in einer Aussendung am Samstag. Man werde alle juristischen Möglichkeiten dagegen ausschöpfen.

https://www.derstandard.at/story/2000127017305/muslimische-jugend-will-wegen-der-islamlandkarteklagen

 

DER STANDARD: Etliche Datenschutzmängel bei umstrittener "Islam-Landkarte"

Neben der Veröffentlichung teils privater und veralteter Adressen gibt es auch technische Bedenken: Die Daten der Besucher werden zu Facebook und Amazon übertragen. Ednan Aslan, beziehungsweise das Institut für Bildungswissenschaft Universität Wien, ist als Eigentümer der URL eingetragen. Die Präsentation der "Islam-Landkarte" durch die Dokumentationsstelle Politischer Islam hat aus diversen politischen Lagern entsprechende Reaktionen hervorgerufen. Ergänzend zu den Bedenken zur Listung diverser Orte gibt es jedoch auch nicht unerhebliche technische und datenschutzrechtliche Bedenken gegen die Website. Die Datenschutz-NGO Noyb hat sie sich für den STANDARD angesehen.

https://www.derstandard.at/story/2000127017607/etliche-datenschutzmaengel-bei-islam-landkarte-mjoe-kuendigt-klage-an

 

WELT.DE: Islamischer Religionsunterricht wird neu organisiert

Seit 2012 gibt es für muslimische Schüler in NRW islamischen Religionsunterricht. Nun ist eine Neuordnung eingeleitet. Danach kann die umstrittene Ditib bei Lehrbüchern und Lehrpersonal wieder mitentscheiden. Das Land NRW will den islamischen Religionsunterricht weiter ausbauen und ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit mit den Islamverbänden aufschlagen. Wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag mitteilte, wird eine Kommission mit Vertretern von sechs Islam-Organisationen dem Land nun in einem bundesweit einmaligen Modell als Ansprechpartner für den bekenntnisorientierten Unterricht zur Verfügung stehen. Das Gremium könne seine Arbeit jetzt analog zur Beteiligung der Kirchen beim katholischen und evangelischen Religionsunterricht aufnehmen.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article231191037/Islamischer-Religionsunterricht-wird-neu-organisiert.html?cid=onsite.onsitesearch


WELT.DE:
Was tun gegen muslimischen Antisemitismus?

Der Konflikt zwischen der radikalislamischen Hamas und Israel kommt nicht zur Ruhe. Bundesaußenminister Heiko Maas will deshalb in das Krisengebiet fahren, um einen Waffenstillstand zu verhandeln. Ein Hamas-Funktionär sagte, er halte einen Waffenstillstand in ein oder zwei Tagen für möglich. Bei „Markus Lanz" nimmt Kevin Kühnert Stellung zur mitunter fragwürdigen Haltung zu Israel in der SPD. Dann sucht die Gesprächsrunde nach den Ursprüngen von muslimischem Antisemitismus – und Mitteln, diesen nachhaltig zu bekämpfen. Seit vergangene Woche ein antisemitischer Protestzug zu einer Synagoge in Gelsenkirchen zog und am Wochenende deutschlandweit Tausende Muslime gegen die Politik Israels im Nahost-Konflikt demonstrierten, ist die Frage des muslimischen Antisemitismus ins Zentrum der öffentlichen Debatte gerückt.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article231249577/Markus-Lanz-Was-tun-gegen-muslimischen-Antisemitismus.html?cid=onsite.onsitesearch



WELT.DE:
Kritik an Ditib-Kooperation

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat die geplante Wiederaufnahme der Kooperation der nordrhein-westfälischen Landesregierung mit der Islam-Organisation Ditib bei der Ausgestaltung des islamischen Religionsunterrichts scharf kritisiert.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article231321111/Kritik-an-Ditib-Kooperation.html?cid=onsite.onsitesearch

WELT.DE: Immer mehr Christen fliehen aus dem Südirak

Die Situation der Christen im Irak verschlechtert sich. Menschenrechtlern zufolge wird Glaubensfreiheit kaum noch gewährt: Radikalislamistische Gruppen verfolgen religiöse Minderheiten – viele verlassen die Region. Im Südirak geht der Exodus der christlichen Minderheit nach Angaben von Menschenrechtlern unvermindert weiter. Die meisten Christen hätten die Region aus Angst, getötet oder entführt zu werden, inzwischen verlassen, berichtete der Nahost-Experte der Gesellschaft für bedrohte Völker, Kamal Sido, am Dienstag in Göttingen. Viele der noch verbliebenen Christen zögen eine Umsiedlung in die kurdischen Landesteile oder gleich ins Ausland in Betracht.

https://www.welt.de/politik/ausland/article231349343/Verfolgung-von-Christen-im-Suedirak-Immer-mehr-fliehen-ins-Ausland.html?cid=onsite.onsitesearch


WELT.DE:
„Islamlandkarte" sorgt für Empörung

Die österreichische Regierung hat am Donnerstag eine „Islamlandkarte" vorgestellt. Sie umfasst Namen und Adressen von 623 muslimischen Organisationen, Verbänden und Moscheen. Das Projekt stößt auf große Ablehnung. Die Präsentation einer sogenannten „Islamlandkarte" durch die österreichische Regierung hat unter Muslimen eine Welle der Empörung ausgelöst. Die interaktive Karte zeige die „Absicht der Regierung, pauschal alle in Österreich lebenden Muslime und Musliminnen als potenzielle Gefahr zu stigmatisieren", erklärte die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) am Donnerstag. Das Projekt befeuere Rassismus.

https://www.welt.de/politik/ausland/article231429223/Oesterreich-Islamlandkarte-sorgt-fuer-Empoerung.html?cid=onsite.onsitesearch

ZEIT ONLINE: Eine muslimische Kanzlerin – wie wäre das?

"Tagesschau"-Sprecher Constantin Schreiber streitet mit der Publizistin Khola Maryam Hübsch über seinen Roman "Die Kandidatin".

DIE ZEIT: Frau Hübsch, Herr Schreiber, bevor wir hier über einen fiktiven Wahlkampf in einem Roman sprechen, bitte ein Wort zur realen Bundestagswahl, die uns bevorsteht: Welche muslimische Politikerin dieses Landes hat Ihre Sympathie?

https://www.zeit.de/2021/19/die-kandidatin-constantin-schreiber-khola-maryam-huebsch-muslimische-kanzlerin


ZEIT ONLINE: erzicht ist eine Übung für die Seele

Tagsüber fasten, freitags Fisch, kein Schwein: Jede Religion stellt Regeln auf, was Menschen essen sollen. Warum eigentlich? "Der Mensch ist, was er isst", sagte der Philosoph und Gastrosoph Ludwig Feuerbach. Aber der Mensch ist auch, was er nicht isst. Das wird gerade heute sehr deutlich, am Abend des letzten Iftār. Das Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan wird in der Türkei Zuckerfest genannt, gefeiert wird es überall: Ab morgen dürfen gläubige Musliminnen und Muslime wieder tagsüber essen und trinken. Aber Religion prägt auch den kulinarischen Alltag nicht-religiöser Menschen. Sie hat unmittelbaren Einfluss auf das Supermarktregal und die Auswahl an der Frischetheke: kein Alkohol, Fisch im Angebot, Hefekuchen, Lammkeulen nur für kurze Zeit. Doch zu welchem Zweck sind religiöse Speisevorschriften eigentlich entstanden? Und welche Bedeutung haben sie noch heute, oft Jahrtausende nach ihrer Einführung? Ein Gespräch mit Fritz Heinrich, der an der Universität Göttingen zum Zusammenspiel von Religion und Ernährung forscht.

https://www.zeit.de/zeit-magazin/wochenmarkt/2021-05/essen-zuckerfest-ramadan-fasten-vorschriften-alkohol


ZEIT ONLINE:
Muslimische Jugend will gegen Islam-Landkarte klagen

Eine Dokumentationsstelle hatte Informationen aller muslimischen Einrichtungen Österreichs veröffentlicht. Junge Muslime wollen sich wehren. Auch die Uni Wien übt Kritik. In Österreich wird eine neu veröffentlichte "Landkarte des politischen Islam" zum Fall für die Justiz. Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) kündigte an, dagegen klagen zu wollen. "Die Veröffentlichung sämtlicher Namen, Funktionen und Adressen von muslimischen und als muslimisch gelesenen Einrichtungen stellt eine nie da gewesene Grenzüberschreitung dar", hieß es zur Begründung. 

https://www.zeit.de/gesellschaft/2021-05/oesterreich-politischer-islam-landkarte-klage-muslime-jugend-mjoe

WIENER ZEITUNG: SPÖ fordert höhere Entschädigung für Terroropfer

Opposition kritisiert die Bundesregierung und will weitere Verzögerung bei Leistungen vermeiden. Sechs Monate nach dem Terroranschlag in Wien warten die Hinterbliebenen der Terroropfer immer noch auf eine angemessene Entschädigung durch die Republik. Die SPÖ fordert die Bundesregierung auf, die Opfer des Terroranschlags vom 2. November in der Wiener Innenstadt und die Hinterbliebenen der ermordeten Terroropfer endlich rasch und unbürokratisch zu entschädigen. Ähnlich äußerte sich die FPÖ.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2102803-SPOe-fordert-hoehere-Entschaedigung-fuer-Terroropfer.html

WIENER ZEITUNG: Sufismus - eine Herausforderung für Glaubenshüter

Der mystische Islam lädt mit seiner Einheits- und Liebesmystik zur religiösen Grenzüberschreitung. Das Plädoyer des Sufi-Dichters Rumi für Toleranz ist aktueller denn je. Gegen Mitternacht erreichte die Ekstase ihren Höhepunkt. Der Tanzsaal war zum Bersten voll. Die mehr als 200 Männer hatten seit dem frühen Abend schon in der Tekke, dem Versammlungsort ihrer Bruderschaft, gemeinsam gebetet. Später begannen sie, im Kreis stehend und die Arme um die Schultern des Nachbarn gelegt, eine Art sakralen Sirtaki. Nun schwangen sie, eine Stunde schon, die Augen geschlossen, die Lippen halb geöffnet, ihre Köpfe im dumpfen Rhythmus der Trommel. Mit ihren Leibern bildeten sie eine riesige, sich im Wiegeschritt drehende Spirale. In deren Zen-trum wirbelte ein Jüngling um die eigene Achse. Auch er wirkte, in seinem weißen, glockenhaft weiten Gewand, den Kopf geneigt, eine Handfläche nach unten, zur Erde, die andere gen Himmel gekehrt, gänzlich entrückt.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/reflexionen/vermessungen/2105000-Sufismus-eine-Herausforderung-fuer-Glaubenshueter.html


WIENER ZEITUNG:
Österreich führt Islam-Landkarte ein, Grüne sind erbost

Neue Webseite gibt Überblick über islamische Einrichtungen. ÖVP und FPÖ begrüßen das Projekt, die Grünen zeigen sich "irritiert". Hunderte blaue Punkte finden sich auf der Karte, über das ganze Land sind sie verteilt. Die neue Islam-Landkarte hat sich zum Ziel gesetzt, alle in Österreich tätigen muslimischen Vereine, Kultusgemeinden und Dachverbände zu erfassen und zu beschreiben. Die Dokumentationsstelle Politischer Islam und Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) sehen darin einen wichtigen Debattenbeitrag. Die Muslimische Jugend Österreich ortet hingegen ein "gefährliches Beispiel für den Generalverdacht gegen Muslime". Die Grünen sind erbost.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2105818-Oesterreich-fuehrt-Islam-Landkarte-ein-Gruene-sind-erbost.html

WIENER ZEITUNG: Islam-Landkarte: Uni Wien untersagt Verwendung des Logos

Heinz Engel, der Rektor der Universität Wien, sieht die Karte problematisch. Projektleiter Aslan kann das Vorgehen nicht nachvollziehen. Die Kritik an der Islam-Landkarte der regierungsnahen Dokumentationsstelle Politischer Islam reißt nicht ab. Nun distanzierte sich auch die Universität Wien von dem Projekt, indem sie die Verwendung ihres Logos auf der Website untersagte, wie ORF.at am Freitag berichtete. Der Leiter des Projekts, Ednan Aslan, konnte das Vorgehen nicht nachvollziehen und verwies auf den Kooperationsvertrag mit der Uni.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2106013-Islam-Landkarte-Uni-Wien-untersagt-Verwendung-des-Logos.html

WIENER ZEITUNG: Muslimische Jugend will gegen Islam-Landkarte klagen

Die Organisation kündigt rechtliche Schritte wegen vermeintlicher Verletzung von Persönlichkeits- und Datenschutzrechten an. Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) will gegen die von Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) beworbene "Islam-Landkarte" klagen. "Die Veröffentlichung sämtlicher Namen, Funktionen und Adressen von muslimischen und als muslimisch gelesenen Einrichtungen stellt eine nie dagewesene Grenzüberschreitung dar", hieß es in einer Aussendung am Samstag. Man werde alle juristischen Möglichkeiten dagegen ausschöpfen.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2106141-Muslimische-Jugend-will-gegen-Islam-Landkarte-klagen.html


FAZ: Schärfere Regeln für das Erscheinungsbild von Beamten

Beamte müssen sich künftig so kleiden, dass kein Zweifel an ihrer neutralen Amtsführung besteht. Unter die Regelung fallen Körperschmuck und religiöse Symbole. Muslime befürchten ein Kopftuchverbot durch die Hintertür. Der Bundesrat hat am Freitag ein Gesetz mit Vorschriften zur äußeren Erscheinung von Beamten passieren lassen. Es enthält Regelungen darüber, inwieweit Tattoos, Piercings, Bärte oder anderer Körperschmuck für Beamte zulässig ist. Bei Islam-Verbänden stieß das Gesetz auf Widerstand, weil sie ein Kopftuchverbot durch die Hintertür befürchten. Im Gesetz heißt es, dass das Tragen religiöser Merkmale dann eingeschränkt oder untersagt werden kann, „wenn sie objektiv geeignet sind, das Vertrauen in die neutrale Amtsführung der Beamtin oder des Beamten zu beinträchtigen".

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/beamte-schaerfere-regeln-fuer-das-erscheinungsbild-17331914.html


FAZ: Wien will Muslime besser vor Hasspredigern schützen

Die Regierung in Wien hat einen Gesetzentwurf gegen „religiös motivierten Extremismus" vorgelegt. Dabei hat die ÖVP vor allem islamistischen Terror im Blick. Ein islamischer Verband hält den Entwurf für verfassungswidrig. In Österreich bringt die türkis-grüne Regierung einen Gesetzentwurf gegen „religiös motivierten Extremismus" ins Parlament ein, der vor allem von der Kanzlerpartei ÖVP als Maßnahme gegen den sogenannten politischen Islam angekündigt worden ist. Er ist Teil eines Gesetzpakets, das Ende vergangenen Jahres als Konsequenz aus dem Terroranschlag von Wien geschnürt wurde.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wie-oesterreich-den-politischen-islam-bekaempfen-will-17331649.html


FAZ:
„Impfen lässt sich sehr gut mit dem Islam vereinbaren"

In vielen migrantisch geprägten Stadtvierteln breitet sich das Virus besonders stark aus. Im Interview sprich der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime über Impfen, Ramadan und Hassprediger. Die Muslime leiden natürlich, so wie alle, unter der Corona-Zeit. Der Ramadan ist eigentlich ein geselliger Monat, am Abend bricht man gemeinsam das Fasten, geht zusammen zur Moschee. Das gibt es jetzt zum zweiten Mal nicht. Die Muslime halten sich aber ganz überwiegend an die Regeln, denn sie haben eine klare Richtschnur: Die Unversehrtheit des Körpers zu erhalten, ist oberste religiöse Pflicht.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/mazyek-impfen-laesst-sich-mit-dem-islam-vereinbaren-17330970.html


FAZ:
Steinmeier dankt Muslimen für Verzicht auf große Feiern

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Muslimen in Deutschland seine guten Wünsche zum Fest des Fastenbrechens am kommenden Donnerstag übermittelt. „Das Zuckerfest ist ein einladendes Fest, ein Fest für alle, für die Familie der Muslime und für ihre Freunde", sagte Steinmeier am Mittwoch in einer Videobotschaft: „Es ist bitter, dass dieses Miteinander zum Ende des Ramadan nun das zweite Jahr in Folge nur unter den Einschränkungen möglich ist, die uns die Pandemie auferlegt."

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/zuckerfest-steinmeier-dankt-muslimen-fuer-verzicht-17337792.html


FAZ:
NRW stellt Islamunterricht neu auf

Nordrhein-Westfalen hat dem islamischen Religionsunterricht eine neue organisatorische Grundlage gegeben. Von nun an steht dem Land eine Kommission mit Mitgliedern von zunächst sechs Islam-Organisationen als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie löst einen vor rund zehn Jahren gebildeten Beirat ab. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sprach von einem „neuen wichtigen Schritt für den weiteren Ausbau des islamischen Religionsunterrichts".

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nrw-stellt-islamunterricht-neu-auf-wieder-mit-ditib-17345779.html


FAZ: Judenhass ist der Kern aller islamistischen Bewegungen

Antisemiten sind immer die anderen. Rechte, linke, bürgerliche, migrantische und deutsche Antisemiten werfen sich gegenseitig vor, die wahren Antisemiten zu sein. Es ist wieder Nahostkonflikt. Eben waren noch alle Virologen, jetzt sind alle Nahostexperten. Auf Social Media werden fleißig Infografiken geteilt, auch wenn man nicht genau weiß, was der Unterschied zwischen Westbank und Gaza ist. Oder dass die Videos und Posts mitunter von Islamisten kommen, egal – dabei sein ist alles. Auf deutschen Straßen wird wieder „Kindermörder Israel" gerufen, mit „From the river to the sea Palestine will be free" ein judenfreies Nahost erträumt. Mal heißt es „Chaibar, Chaibar, ihr Juden, Mohammeds Heer kommt bald wieder", dann wieder „Bombardiert Tel Aviv". Querfronten werden gebildet, Islamisten laufen neben antiimperialistischen Linken, neben panarabischen Nationalisten, neben türkischen Rechten. Zu sehen sind auch: Saddam-Hussein-T-Shirts, Symbole der Grauen Wölfe, iranische Flaggen. Mitunter werden diese anti­semitischen Aufmärsche auch als Israelkritik oder Dekolonisierung gelabelt. Man fragt sich: Wenn Israelkritik, warum vor Synagogen und nicht vor der israelischen Botschaft?

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/antisemitismus-ist-der-kern-aller-islamistischen-bewegungen-17351988.html

FAZ: Meine Mutter zu beleidigen, ist keine Meinung

Französische Schüler legen im November 2020 eine Schweigeminute für den ermordeten Lehrer Samuel Paty ein. Wie weit darf Toleranz gehen und wo endet sie? Ein Psychologe und sein Team geben ein Seminar zur Extremismus-Prävention in einer zehnten Klasse. Die Diskussion zeigt, wie schmal der Grat zwischen Empathie, Entrüstung und Aufklärung ist. Es liegt einige Monate zurück. Wie in Zeiten von Corona üblich standen wir mit Schutzmasken an einem grauen Wintertag in einer ziemlich kalten Sporthalle mit der Klasse 10b einer Gesamtschule im Norden Deutschlands. Es war acht Uhr morgens, draußen Regen, drinnen recht verschlafene Schülerinnen und Schüler. Mein Team und ich von „MIND Prevention", unserer Initiative zur Prävention von Radikalisierung und für Demokratieförderung, waren vom Kollegium eingeladen worden.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/bericht-von-einem-workshop-zur-praevention-von-extremismus-17356184.html

FAZ: Orientierung in stürmischen Zeiten

Eine langfristige Stärkung des Geschichtsunterrichts an deutschen Schulen ist unumgänglich, wenn wir unsere Kinder zu mündigen Demokraten erziehen wollen. Ein Gastbeitrag. Seit den Anschlägen von Halle und Hanau ist die Gefährlichkeit des Rechtsextremismus in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Dabei gibt es auch hier Entwicklungen, die uns Sorge bereiten müssen. Schon nach den Terroranschlägen in Paris im Jahr 2015 berichtete eine Kollegin, wie an ihrer Schule im Ruhrgebiet eine Gedenkminute für die Opfer abgehalten werden sollte. Zwei muslimische Schüler durchbrachen die Stille im Klassenraum jedoch durch ein lautes „Allah Akbar", woraufhin fast die gesamte Klasse in die Rufe einfiel. Andere Lehrer mussten feststellen, dass manche ihrer Schüler über keine andere Religion als den Islam sprechen wollten.

https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/klassenzimmer/gastbeitrag-langfristige-staerkung-des-geschichtsunterrichts-unumgaenglich-17359755.html

 

SUEDDEUTSCHE: "Liebe ist halal": Gegen Verfolgung von Homosexuellen

Diskriminiert, ausgeschlossen, verfolgt: Muslimische Homosexuelle und Transsexuelle werden immer wieder in der islamischen Welt angefeindet. "Liebe ist halal - Liebe ist erlaubt" - unter diesem Motto startet die Berliner Menschenrechtsanwältin Seyran Ateş jetzt eine Kampagne gegen die Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen in den muslimischen Gemeinschaften.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/religion-berlin-liebe-ist-halal-gegen-verfolgung-von-homosexuellen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210511-99-557235


SUEDDEUTSCHE:
Muslime in München:"Es war ein einsamer Ramadan"

Muslime mussten in diesem Jahr auf das gemeinsame Feiern verzichten, das Fastenbrechen war nur in kleinem Kreis erlaubt. Die Moscheen leiden unter finanziellen Sorgen, manche sehen gar ihre Existenz bedroht. Am schlimmsten, sagt Ahmet Özdemir, seien die fehlenden Feiern mit Freunden und Verwandten gewesen. "Dass man sich nicht sehen konnte - das war die größte Einschränkung", meint Özdemir. Normalerweise wird im muslimischen Fastenmonat Ramadan abends, nach Sonnenuntergang, das tägliche Fastenbrechen mit Freunden und Familie begangen und normalerweise waren diese Zusammenkünfte für Fastende wie Özdemir immer der Höhepunkt des Tages.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ramadan-muenchen-corona-1.5291474


SUEDDEUTSCHE:
Islamischer Religionsunterricht wird neu organisiert

Das Land NRW will den islamischen Religionsunterricht weiter ausbauen und ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit mit den Islamverbänden aufschlagen. Wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag mitteilte, wird eine Kommission mit Vertretern von sechs Islam-Organisationen dem Land nun in einem bundesweit einmaligen Modell als Ansprechpartner für den bekenntnisorientierten Unterricht zur Verfügung stehen. Das Gremium könne seine Arbeit jetzt analog zur Beteiligung der Kirchen beim katholischen und evangelischen Religionsunterricht aufnehmen.

https://www.sueddeutsche.de/bildung/bildung-duesseldorf-islamischer-religionsunterricht-wird-neu-organisiert-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210517-99-632333


SUEDDEUTSCHE:
"Integration geht über den Tod hinaus"

Muslime bestatten ihre Verstorbenen traditionell nicht im Sarg, sondern nur in Tücher eingewickelt. Ebersberg könnte die erste Kommune im Landkreis sein, die das nun ermöglicht. Es ist für sie eine Frage der Rücksichtnahme und des Respekts: Doris Rauscher, SPD-Stadträtin in Ebersberg, hat einen Antrag eingebracht, um die städtische Friedhofssatzung zu ändern. Ihr Ziel ist es, dass auf dem Neuen Friedhof bald Beerdigungen auch ohne Sarg stattfinden können. Ihr Antrag ist der erste dieser Art im Landkreis Ebersberg - und dürfte insbesondere Muslimen aus der Seele sprechen: Traditionell werden Verstorbene im Islam nur in Tücher eingewickelt, bevor sie beigesetzt werden.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/antrag-der-spd-ebersberg-integration-geht-ueber-den-tod-hinaus-1.5295874


SUEDDEUTSCHE:
Prozess gegen mutmaßliche IS-Sympathisantin: Haft beantragt

Nach mehr als fünf Monaten steht am Oberlandesgericht Frankfurt der Prozess gegen eine mutmaßliche Sympathisantin der Terrormiliz IS vor dem Abschluss. Heute soll die Verteidigung plädieren, die Urteilsverkündung ist für den 28. Mai geplant. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte bereits eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren für die inzwischen 22 Jahre alte Deutsche gefordert. Die junge Frau hatte sich seit Anfang Dezember wegen ihrer Zuwendung zum IS vor Gericht zu verantworten. Der Anklage der Generalstaatsanwaltschaft zufolge hatte sie 2014 im Alter von 16 Jahren im Irak einen IS-Kämpfer nach islamischen Ritus geheiratet, ihm den Haushalt geführt und ihn nach einer Kriegsverletzung gepflegt.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozesse-frankfurt-am-main-prozess-gegen-mutmassliche-is-sympathisantin-haft-beantragt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210519-99-664689


SUEDDEUTSCHE:
Bewährungsstrafe für frühere "IS"-Sympathisantin gefordert

Im Prozess gegen eine mutmaßliche frühere Sympathisantin der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) hat die Verteidigung am Donnerstag eine Bewährungsstrafe von höchstens zwei Jahren beantragt. Die Rechtsanwältin der 22-Jährigen erinnerte in ihrem Schlussvortrag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt an das jugendliche Alter der Angeklagten, die 2014 mit erst 15 Jahren in den Irak ausgereist sei, "weil ihr Zuhause einiges nicht gepasst hat". Sie sei "eigentlich noch ein Kind" gewesen, ihre Ausreise sei deshalb "nicht ideologisch begründet". Die Generalstaatsanwaltschaft forderte zweieinhalb Jahre Haft für die Angeklagte. Der Staatsschutzsenat will am kommenden Freitag (28. Mai) das Urteil verkünden.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozesse-frankfurt-am-main-bewaehrungsstrafe-fuer-fruehere-is-sympathisantin-gefordert-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210520-99-679715


SUEDDEUTSCHE:
Kritik an Ditib-Kooperation

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat die geplante Wiederaufnahme der Kooperation der nordrhein-westfälischen Landesregierung mit der Islam-Organisation Ditib bei der Ausgestaltung des islamischen Religionsunterrichts scharf kritisiert. "Ich könnte vor Wut explodieren und verstehe die Naivität nicht", sagte Özdemir der "Welt am Sonntag". Ditib sei Teil einer hierarchischen Organisation, deren Zentrale in Köln der türkischen Religionsbehörde Diyanet in Ankara unterstellt sei.

https://www.sueddeutsche.de/bildung/bildung-duesseldorf-kritik-an-ditib-kooperation-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210523-99-712048


SUEDDEUTSCHE:
Baustart für Mehrreligionen-Gebäude "House of One"

Christen, Muslime und Juden werden in Berlin in Zukunft unter einem Dach ihre Gottesdienste feiern können. Mit dem House of One bekommt die Hauptstadt ein gemeinsames Haus, das als Kirche, Synagoge und Moschee die Gläubigen der drei großen monotheistischen Religionen aufnehmen kann. Am Donnerstag wurde die Grundsteinlegung für das Gebäude an der Leipziger Straße gefeiert. Nach vier Jahren Bauzeit erhalte Berlin damit einen Ort zur Verständigung zwischen den Religionen, erklärten die Initiatoren.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/religion-berlin-baustart-fuer-mehrreligionen-gebaeude-house-of-one-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210526-99-752271


SUEDDEUTSCHE:
Mutmaßliche IS-Rückkehrerin: Geständnis angekündigt

Gegen eine mutmaßliche IS-Rückkehrerin hat am Berliner Kammergericht der Prozess begonnen. Die 31-Jährige soll im Dezember 2014 mit ihrer damals dreijährigen Tochter von Berlin aus nach Syrien gereist sein, um sich der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) anzuschließen. Die Verteidiger kündigten am Donnerstag ein Geständnis der 31-Jährigen für den zweiten Verhandlungstag am 3. Juni an.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozesse-berlin-mutmassliche-is-rueckkehrerin-gestaendnis-angekuendigt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210527-99-762507


SUEDDEUTSCHE: Ditib: Gegen Kritik an Mitarbeit im Religionsbeirat

Die Islam-Organisation Ditib beklagt nach Kritik an ihrer geplanten Kooperation beim Islam-Unterricht in Nordrhein-Westfalen Diffamierungen und Ausgrenzung. Die "politisch aufgeheizten Vorwürfe" zu ihrer verfassungsgemäßen Beteiligung an der NRW-Kommission für islamischen Religionsunterricht seien unzutreffend, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Ditib-Landesverbands. In der vergangenen Woche hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) angekündigt, die Ditib solle als größte Islam-Organisation künftig Mitglied der neuen Kommission sein.

https://www.sueddeutsche.de/bildung/bildung-koeln-ditib-gegen-kritik-an-mitarbeit-im-religionsbeirat-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210528-99-778085

SUEDDEUTSCHE: Zwei Jahre Bewährungsstrafe für junge IS-Sympathisantin

Als Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ist eine 22 Jahre alte Frau am Freitag vom Oberlandesgericht Frankfurt zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren zur Bewährung verurteilt worden. Der Staatsschutzsenat ging am Ende des seit Anfang Dezember laufenden Verfahrens auch von Kriegsverbrechen sowie einem Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz aus. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Frau hatte vor Gericht eingeräumt, Ende 2014 im Alter von knapp 16 Jahren Deutschland mit dem Ziel Syrien verlassen und dort nach islamischem Ritus einen IS-Kämpfer geheiratet zu haben.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozesse-frankfurt-am-main-zwei-jahre-bewaehrungsstrafe-fuer-junge-is-sympathisantin-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210528-99-779142