islaMedia



islaMedia - Medienberichterstattung über Islam und Muslime in Europa

http://www.ezire.fau.de/


November 2021



DIE PRESSE: Österreich geht mit anderen EU-Ländern gegen politischen Islam vor

Österreich, Dänemark, Belgien und Frankreich wollen gemeinsam gegen Radikalisierung kämpfen. Wien solle dabei als "Kompetenzort gegen politischen Islam" etabliert werden. Islamismus mache nicht an den Grenzen halt, die Kooperation innerhalb Europas müsse deshalb verstärkt werden, sagte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) im Rahmen einer Konferenz am Donnerstag in Wien.

https://www.diepresse.com/6053344/osterreich-geht-mit-anderen-eu-landern-gegen-politischen-islam-vor?from=rss


DIE PRESSE: Kopftuch-Werbung, bezahlt aus dem EU-Budget

Mit Sujets wie diesem hat sich der Europarat im Bemühen um Toleranz ein schweres PR-Problem eingefangen. Der Europarat löst mit einer Kampagne gegen Hassrede, in der das Tragen des Hijab als Zeichen der Freiheit der Frauen dargestellt wird, einen Aufruhr im Netz aus. Finanziert wird das auch von der EU. „Schönheit liegt in Diversität, wie Freiheit im Hijab liegt": unter dieser Parole lancierte der Europarat am Dienstag ein kurzes Onlinevideo auf Twitter. Man sieht da junge Frauen, zunächst ohne, dann mit islamischem Kopftuch. Das Ganze ist Teil einer Kampagne gegen Hassrede und Angriffe auf Minderheiten, darunter jene der Moslems, allen voran moslemischer Frauen mit Kopftuch.

https://www.diepresse.com/6055822/kopftuch-werbung-bezahlt-aus-dem-eu-budget?from=rss

 

DIE PRESSE: Sobotka in Paris: Zwischen Katholizismus und Islamismus

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) besuchte die Große Moschee und das Parlament in Paris, die Shoa-Gedenkstätte in Drancy – und ärgerte sich über die Zustände zu Hause. Wolfgang Sobotka, gelernter Historiker, hat es mitunter gern pathetisch. „Gerade hier vor der Französischen Nationalversammlung", setzt der österreichische Präsident des Nationalrats vor dem Pariser Palais seines französischen Amtskollegen, Richard Ferrand, an, „wird mir einmal mehr bewusst, wie wichtig das freie Mandat ist." Die Assemblée nationale, die Nationalversammlung, ist aus der Französischen Revolution von 1789 hervorgegangen.

https://www.diepresse.com/6056809/sobotka-in-paris-zwischen-katholizismus-und-islamismus?from=rss

 

DIE PRESSE: Doch kein Terror: Strafverfahren beendet

Operation Luxor: Nach der Razzia gegen mutmaßliche Muslimbrüder und Hamas-Mitglieder kam es nun zu einer ersten Verfahrenseinstellung – zugunsten eines Islam-Lehrers. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hatte vor einem Jahr von einem „entscheidenden Schlag" gegen die Muslimbruderschaft und die Terrororganisation Hamas gesprochen. Grund dafür war eine Großrazzia (Operation Luxor) gegen mutmaßliche Mitglieder dieser Vereinigungen. An 60 Orten in vier Bundesländern waren Fahnder aktiv – und zwar eine Woche nach dem Wien-Terror. Doch die Verdachtsmomente scheinen dünn zu sein. Nun gab es sogar die erste Einstellung eines Verfahrens.

https://www.diepresse.com/6055258/doch-kein-terror-strafverfahren-beendet?from=rss

 

DIE PRESSE: Erster Antrag auf Zulassung des Muezzin-Rufs in Köln

Obwohl es nicht die erste solche Ruf-Erlaubnis in Deutschland ist, hat das aktuelle Projekt in Köln viel Staub aufgewirbelt und Kritik ausgelöst. Die antragstellende muslimische Gemeinde ist noch unbekannt, eine Zulassung nur unter vielen Auflagen möglich. In der deutschen Stadt Köln (Nordrhein-Westfalen, NRW) ist der erste Antrag zur Genehmigung von Muezzin-Rufen eingegangen. Gestellt habe ihn eine Moschee-Gemeinde aus dem rechtsrheinischen Teil der Stadt, teilte eine Sprecherin der Verwaltung am Mittwoch mit. Er werde nun geprüft.


https://www.diepresse.com/6059132/erster-antrag-auf-zulassung-des-muezzin-rufs-in-koln?from=rss

 

DER STANDARD: Französische Ministerin Schiappa: "Man muss den Nährboden des Terrorismus bekämpfen"

Während in Österreich die Politik den politischen Islam im Visier hat, spricht Frankreich bei der Terrorbekämpfung vom Kampf gegen den Separatismus. Unmittelbar nach dem Wiener Terrorattentat vor einem Jahr hatten Österreich und Frankreich angekündigt, mehr für eine effiziente Terrorbekämpfung in Europa tun zu wollen. In der Vorwoche machte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) einen entsprechenden Schritt und empfing zuständige Minister, Ministerinnen und Extremismusexperten aus mehreren europäischen Ländern.

https://www.derstandard.at/story/2000130839312/franzoesische-ministerin-schiappa-man-muss-den-naehrboden-des-terrorismus-bekaempfen


ZEIT ONLINE: Heikler Stoff

Nicht erst seit der Machtübernahme der Taliban sind Hidschab, Nikab und Burka in Deutschland ein Reizthema. Wer trägt das Kopftuch – und warum? Ein Überblick in Grafiken. 2015 hat das Bundesverfassungsgericht ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrerinnen an öffentlichen Schulen für unzulässig erklärt. Es widerspreche der Glaubensfreiheit. Nur wenn im Einzelfall der Schulfrieden gestört ist, seien Einschränkungen erlaubt.

https://www.zeit.de/2021/44/kopftuecher-islam-typen-hidschab-nikab-burka

 

ZEIT ONLINE: Endlich frei

Amin Golmaryami kam als Flüchtlingskind nach Deutschland. Mit 15 sei er zusammen mit vielen anderen Jugendlichen von Köln in den Irak gebracht worden, sagt er – in ein Militärcamp einer iranischen Organisation namens Volksmudschahedin. Er ist das erste jener Opfer dieser Politsekte, das seine Geschichte unter seinem Namen öffentlich macht. Ein Spaziergang soll es werden. Amin Golmaryami ist ein Mann mit strubbeligen dunklen Locken, der gern Nike-Turnschuhe trägt, auch bei diesem ersten Treffen im Oktober 2020 auf der Zülpicher Straße in der Kölner Neustadt, dem studentischen Partyviertel. Der 35-Jährige hatte schon viele Jobs; momentan betreut er Menschen mit Behinderung. Er spricht akzentfrei Deutsch und verwendet doch manchmal Wörter aus seiner Muttersprache Persisch. Sie sind nicht schwer zu übersetzen, schwerer ist es, sie zu erklären: Almaas-e ensaani etwa bedeutet "menschlicher Diamant".  

 
https://www.zeit.de/zeit-magazin/2021/44/amin-golmaryami-flucht-irak-volksmudschahedin-militaercamp-organisation
 

 

WELT.DE: Mutmaßliche IS-Sympathisantin: Anwalt fordert mildere Strafe

Der Prozess gegen eine mutmaßliche IS-Sympathisantin in Frankfurt geht zu Ende. Nun plädiert die Verteidigung. Im Prozess gegen eine mutmaßliche Sympathisantin der Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS) hat am Mittwoch die Verteidigung ihr Plädoyer gehalten. Sie will eine wesentlich geringere Strafe als die von der Anklagevertretung geforderten drei Jahre und drei Monate Haft. Das erklärte der Rechtsanwalt und Linken-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi, der die 32 Jahre alte Kim Teresa A. vertritt. Konkretere Angaben zur Strafhöhe machte er aber nicht.

https://www.welt.de/regionales/hessen/article234668726/Mutmassliche-IS-Sympathisantin-Anwalt-fordert-mildere-Strafe.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: Beruhigungspille fürs Bildungsbürgertum

„Contra" erzählt die Geschichte der jungen Jurastudentin Naima, die von ihrem Professor auf einen Debattierwettbewerb vorbereitet werden soll. Nilam Farooq und Christoph Maria Herbst liefern sich in den Hauptrollen wahre Wortgefechte und laufen dabei zu Hochform auf. Ein rassistischer Professor muss eine migrantische Studentin für einen Debattier-Wettbewerb fit machen: Sönke Wortmanns neuer Kinofilm „Contra" ist die Beruhigungspille für alle, die sich vor politischer Korrektheit fürchten. Im Jahr 1935 traten Teams zweier amerikanischer Hochschulen zu einem Rhetorikwettbewerb an. Das eine kam von der prestigereichen University of Southern California, das andere von dem bescheidenen Wiley College in Texas. Das eine war der regierende US-Meister im Debattieren und bestand nur aus Weißen, das andere der Underdog, der nur von Schwarzen gebildet wurde. Das Wiley College gewann.

https://www.welt.de/kultur/kino/article234448356/Soenke-Wortmanns-Contra-Beruhigungspille-fuers-Bildungsbuergertum.html?icid=search.product.onsitesearch

 

WELT.DE: „Ich war nur Hausfrau"

In Hamburg steht eine 24-Jährige wegen Mitgliedschaft beim Islamischen Staat vor Gericht. Ihre Angaben klingen wie das Gegenteil der Anklageschrift. Nicht der Hass, sondern die Liebe habe sie als Jugendliche ins Bürgerkriegsland Syrien gelockt. Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg muss sich seit Donnerstag eine 24-Jährige wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland verantworten. Die Angeklagte, Mutter dreier Kinder, bestritt, Mitglied des Islamischen Staates (IS) in Syrien gewesen zu sein.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article234840778/24-Jaehrige-bestreitet-IS-Mitgliedschaft-Ich-war-nur-Hausfrau.html?icid=search.product.onsitesearch

 

FAZ: Ich hatte die Wahl zu schweigen oder zu gehen"

In Usbekistan findet eine Präsidentenwahl statt, doch es wird sich nichts ändern. So berichten es Journalisten, die in ihrer Heimat inhaftiert wurden – und inzwischen in Deutschland leben. Am Anfang sei die Hoffnung groß gewesen, dass sich in Usbekistan etwas ändere, sagt Salidschon Abdurachmanow. Hoffnung hat der Einundsiebzigjährige noch. Doch geändert hat sich in seinem Heimatland in den vergangenen fünf Jahren wenig. Abdurachmanow ist Journalist. Seit mehr als einem Jahr lebt er in Deutschland, weil er in Usbekistan nicht mehr sicher war.


https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/praesidentenwahl-in-usbekistan-journalisten-leben-gefaehrlich-17600605.html


FAZ: Wann ich deutsch bin? Ich hefte alles ab!"

Nilam Farooq ist das Kind polnisch-pakistanischer Eltern, ein Berliner Mädchen und der Shootingstar des deutschen Kinos. Ein Gespräch über Rassismus, klischeedeutsche Tugenden und ihren kometenhaften Erfolg als Schauspielerin. Als sie den Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin gewann, für ihr Spiel in Sönke Wortmanns „Contra", hieß es in der Laudatio: „Neben einem alten Hasen wie Christoph Maria Herbst nicht nur bravourös zu bestehen, sondern zu brillieren, das gelingt Nilam Farooq." Der 32-jährigen Schauspielerin gelingt aber noch mehr: zwei sehr unterschiedliche Kulturen zu überbrücken, Zivil­courage zu zeigen, mit 20 ein Youtube-Star mit Millionen Followern gewesen zu sein und nun aber ganz behutsam zur Charakterdarstellerin zu reifen. In „Contra" spielt sie eine willensstarke Jurastudentin, die nach einem rassistischen Verbalangriff ihres Uniprofs in einem Rhetorikwettstreit gegen ihn antritt.


https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/nilam-farooq-im-interview-ueber-ihren-erfolg-17608787.html


FAZ:  Mein Enkel, der IS-Terrorist

Auch aus Deutschland sind junge Leute nach Syrien gereist, um sich dem Terrorregime des IS anzuschließen. Was geschieht jetzt mit ihnen, wenn sie zurückkehren? Das fragt ein Film bei Pro Sieben. Geschenke für die Urenkel: In den Läden stöbert die 65-jährige Gabi aus Dortmund-Scharnhorst nach Süßem, Kleidung und Schulranzen für ihre Kleinen. Sie schlendert über einen Basar in Qamischli, einer von den anhaltenden Kämpfen in der Region zerrütteten Stadt im von Kurden kontrollierten Nordosten Syriens. Die bedrückende Szene entstammt der Dokumentation „Das Erbe des Dschihad: Was tun mit Deutschlands IS-Terroristen?" des Pro-Sieben-Reporters Thilo Mischke, die der Sender heute um 20:15 Uhr ausstrahlt. Mischke reist mit Gabi nach Syrien, um mit lokalen Helfern Besuche bei ihren Urenkeln und Lukas zu arrangieren.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/film-das-erbe-des-dschihad-deutschlands-is-terroristen-17624916.html

 

FAZ: „Mein Leben ist zerstört, warum soll ich mich beruhigen?"

In die Bars von Paris ist längst der Alltag zurückgekehrt. Aber der Prozess um die Terroranschläge von 2015 zeigt, wie tief der Schock bei den Bewohnern der Stadt noch sitzt. Der Kellner balanciert sein Tablett, Kürbissuppe für Mademoiselle, für wen ist der Veggieburger? In der Brasserie „La Belle ­Équipe" herrscht rege Betriebsamkeit, alle Tische sind besetzt. Auf der Terrasse sitzt ein Liebespärchen, am Nebentisch wird ein Geburtstag gefeiert, der Champagnerkorken knallt. Paris ist wieder ein Fest. Die Geselligkeit im Ausgehviertel im Osten der Hauptstadt wirkt ansteckend. „Die Terroristen haben nicht gesiegt", sagt Juliette, die im nahe gelegenen Krankenhaus Saint-Antoine ihr Praktisches Jahr macht. Sie nippt an einem Cocktail und zeigt auf die Wandfreske am Eingang: Michelle, Thierry, Marie-Aimée, Anne-Laure, Victor, Djamila . . . Jeder der 21 Namen steht für ein Terroropfer.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/reportage-zu-prozess-zu-terroranschlaegen-am-13-november-2015-in-paris-17619951.html



SUEDDEUTSCHE:
Auszeichnung für jüdisch-muslimischen Dialog

Münchner Bürgerpreis: "Horizonterweiternde Begegnung": Oberbürgermeister Dieter Reiter ehrt im NS-Dokumentationszentrum die Akteurinnen und Akteuren des Ausarten-Festivals mit dem "Bürgerpreis für Demokratie - gegen Vergessen". Als Mohcine Ramdan, der mit prächtig besticktem Kaftan-Hemd unterm Trachtenjanker mitten im aufgekratzten Pulk vor der Bühne steht, von der Presse gebeten wird, seinen Namen auf einen Block zu notieren, reicht er den Stift nach drei Buchstaben wieder zurück: "Ich zittere so. Können Sie selber schreiben?" Auch für den aus Marokko stammenden Münchner Musiker geht gerade ein bewegter und bewegender Abend zu Ende.


https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-buergerpreis-demokratie-islam-1.5449518


DW:  Traditionelle Religionsausübung ist kein politischer Islam

Seit Start eines Modellprojekts in Köln, das muslimischen Gemeinden den Gebetsruf gestatten soll, läuft eine hitzige Debatte zu diesem Thema. Der Islamwissenschaftler und Jurist Mathias Rohe analysiert die Argumente. Woher die Aufregung um den Ruf des Muezzin in Köln? Hat eine extremistische muslimische Moscheegemeinde beantragt, den Ruf zum Ritualgebet lautstärkerverstärkt erschallen zu lassen? Mitnichten. Die Kölner Stadtspitze hat sich anscheinend ohne konkreten Anlass entschlossen, auf die nach geltendem deutschen Recht bestehende Möglichkeit hinzuweisen, einen solchen Gebetsruf zum Hauptgebet am Freitagmittag für fünf Minuten auszuführen.

https://www.dw.com/de/traditionelle-religionsaus%C3%BCbung-ist-kein-politischer-islam/a-59705990


November 2011


DIE PRESSE: Österreich geht mit anderen EU-Ländern gegen politischen Islam vor
Österreich, Dänemark, Belgien und Frankreich wollen gemeinsam gegen Radikalisierung kämpfen. Wien solle dabei als "Kompetenzort gegen politischen Islam" etabliert werden. Österreich, Dänemark, Belgien und Frankreich wollen ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen den "politischen Islam" verstärken. Islamismus mache nicht an den Grenzen halt, die Kooperation innerhalb Europas müsse deshalb verstärkt werden, sagte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) im Rahmen einer Konferenz am Donnerstag in Wien. Es gehe darum, Segregation und Radikalisierung den Nährboden zu entziehen. Langfristig sollen auch andere Länder an Bord geholt werden.

https://www.diepresse.com/6053344/osterreich-geht-mit-anderen-eu-landern-gegen-politischen-islam-vor?from=rss


DER STANDARD: Mehrjährige Haftstrafen für IS-Fantasien bei Terrorprozessen in St. Pölten

Zwei mutmaßliche IS-Anhänger mussten sich vor Gericht verantworten. Beide dockten entfernt an das Umfeld des Attentäters an, hatten aber nichts mit dem Anschlag zu tun. Die niederösterreichische Hauptstadt St. Pölten spielt bei den Ermittlungen zum Terroranschlag vom 2. November 2020 eine wichtige Rolle. Am Donnerstag standen gleich zwei Personen aus der dortigen jihadistischen Szene vor Gericht. Erst am Mittwoch präsentierten die Behörden den bisherigen Zwischenstand, was Ermittlungen gegen das direkte und erweiterte Umfeld des Wiener Terrorattentäters betrifft. Gegen 30 Personen wird aktuell ermittelt, dazu kommen Beschuldigte, die nicht direkt mit dem Attentäter in Kontakt standen, aber im Zuge der Ermittlungen an anderer Stelle aufschlugen. Gegen gleich zwei Personen wurde am Donnerstag am Landesgericht in St. Pölten verhandelt. Darunter war ein Teilnehmer sogenannter "Sonntagszusammenkünfte" von IS-Sympathisanten in einer Wohnung in der niederösterreichischen Landeshauptstadt, bei denen auch der spätere Attentäter mitunter zugegen war.
 
https://www.derstandard.at/story/2000130613494/mehrjaehrige-haftstrafen-fuer-is-fantasien-bei-terrorprozessen-in-st-poelten

 
ZEIT ONLINE: Darf der Muezzin nun rufen?

Köln hat es erlaubt – und damit eine Debatte losgetreten. Es geht um Religionsfreiheit, Kirchenglocken und Islamverbände. Auf dieser Seite streiten sechs Experten über die richtige Art, zum Gebet einzuladen. In der harten Corona-Zeit, während des Lockdowns, wurden nicht nur Kirchen und Synagogen geschlossen, sondern auch Moscheen. Doch Kirchengeläut und auch Gebetsrufe waren zugelassen, um den Menschen Trost zu geben. Und jetzt? Die Hoffnung, dass diese religiöse Praxis für unsere Moscheen beibehalten würde, war groß – besonders in Köln, wo ich studiert habe und heute als Stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Muslime lebe. 

https://www.zeit.de/2021/43/muezzin-ruf-koeln-religionsfreiheit-islam-kirchen-moscheen-debatte


WELT.DE: Beruhigungspille fürs Bildungsbürgertum

„Contra" erzählt die Geschichte der jungen Jurastudentin Naima, die von ihrem Professor auf einen Debattierwettbewerb vorbereitet werden soll. Nilam Farooq und Christoph Maria Herbst liefern sich in den Hauptrollen wahre Wortgefechte und laufen dabei zu Hochform auf. Ein rassistischer Professor muss eine migrantische Studentin für einen Debattier-Wettbewerb fit machen: Sönke Wortmanns neuer Kinofilm „Contra" ist die Beruhigungspille für alle, die sich vor politischer Korrektheit fürchten. Im Jahr 1935 traten Teams zweier amerikanischer Hochschulen zu einem Rhetorikwettbewerb an. Das eine kam von der prestigereichen University of Southern California, das andere von dem bescheidenen Wiley College in Texas. Das eine war der regierende US-Meister im Debattieren und bestand nur aus Weißen, das andere der Underdog, der nur von Schwarzen gebildet wurde. Das Wiley College gewann.

https://www.welt.de/kultur/kino/article234448356/Soenke-Wortmanns-Contra-Beruhigungspille-fuers-Bildungsbuergertum.html?icid=search.product.onsitesearch


WELT.DE: IS-Rückkehrerin zu vier Jahren Haft verurteilt

Passive Ehefrau oder aktive Islamistin? In einem Buch hat sich die IS-Rückkehrerin Kim Theresa A. von der Terrororganisation IS abgewandt. Ins Gefängnis muss sie nun trotzdem. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt hat am Freitag eine 32 Jahre alte deutsche IS-Rückkehrerin zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah unter anderem die Mitgliedschaft von Kim Theresa A. in einer ausländischen terroristischen Vereinigung als erwiesen an. Die 32-Jährige war 2014 mit ihrem damaligen Ehemann nach Syrien ausgereist, um sich der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Die Richter gingen in ihrem Urteil über die Forderung der Generalstaatsanwaltschaft hinaus, die drei Jahre und drei Monate Haft beantragt hatte.

https://www.welt.de/regionales/hessen/article234715854/IS-Rueckkehrerin-zu-vier-Jahren-Haft-verurteilt.html?icid=search.product.onsitesearch

SUEDDEUTSCHE: Islam in Bayern:"Es geht beim Muezzinruf nicht um Propaganda"

In Köln wird neuerdings ein Muezzin zum Freitagsgebet rufen. Wäre das auch in Bayern denkbar? Wo immer über die Idee nachgedacht wird, sind die Gegner sofort zur Stelle. Und die CSU? Hält sich lieber ganz raus aus der Debatte.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/islam-bayern-muezzin-moscheen-1.5442992?reduced=true


SUEDDEUTSCHE: Islamunterricht bleibt die Ausnahme

Seit diesem Schuljahr ist der Islamunterricht in Bayern ein Wahlpflichtfach und damit eine vollwertige Alternative zum Ethikunterricht geworden. 

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/schule-taufkirchen-unterhaching-islamunterricht-1.5442854?reduced=true


SUEDDEUTSCHE: Köln:Muezzin-Ruf provoziert Debatte

In Köln darf der Muezzin nun jeden Freitag zum Gebet rufen - doch noch hat sich keine Moscheegemeinde gerührt. Kritiker sehen in dem Modellprojekt ein "falsches Signal". Am Freitag wird in Köln kein Muezzin über Lautsprecher zum Mittagsgebet rufen - obwohl es in Nordrhein-Westfalens einziger Millionenstadt jetzt erlaubt ist. "Wir haben bisher keine Anträge auf Genehmigung erhalten", sagte eine Sprecherin der Stadt Köln am Donnerstag und nannte einen einfachen Grund: "Die meisten Moscheegemeinden haben dafür gar keine Lautsprecheranlage." Die Stadt rechne erst später mit Anträgen, drei der mehr als 40 Gemeinden hatten Interesse bekundet.

https://www.sueddeutsche.de/politik/koeln-muezzin-debatte-1.5446084?reduced=true


SUEDDEUTSCHE: Münchner Bürgerpreis:Auszeichnung für jüdisch-muslimischen Dialog

Als Mohcine Ramdan, der mit prächtig besticktem Kaftan-Hemd unterm Trachtenjanker mitten im aufgekratzten Pulk vor der Bühne steht, von der Presse gebeten wird, seinen Namen auf einen Block zu notieren, reicht er den Stift nach drei Buchstaben wieder zurück: "Ich zittere so. Können Sie selber schreiben?" Auch für den aus Marokko stammenden Münchner Musiker geht gerade ein bewegter und bewegender Abend zu Ende

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-buergerpreis-demokratie-islam-1.5449518

SUEDDEUTSCHE: Muezzin-Ruf:Drei Minuten Religionsfreiheit

In Köln sollen Muezzins freitags zwischen 12 und 15 Uhr vom Minarett den Gebetsruf ausrufen dürfen. Bei SZ-Leserinnen und -Lesern trifft die Entscheidung und die SZ-Kommentierung auf gemischte Gefühle. Es ist verstörend, wie Tomas Avenarius unterschiedliche Dinge auf äußerst problematische Weise miteinander vermischt. Einerseits wird der islamische Gebetsruf mit dem, was Avenarius als den "politischen Islam" des türkischen Staatschefs bezeichnet, vermengt. Beinahe noch erschreckender ist die Gleichsetzung der Rückumwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee mit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan. Avenarius verunglimpft in dem Artikel ferner den Versuch, Gleichberechtigung zwischen den Religionen herzustellen und Toleranz zu zeigen als "Kulturromantizismus".

https://www.sueddeutsche.de/kolumne/muezzin-ruf-drei-minuten-religionsfreiheit-1.5451456


FAZ.NET: In Köln ruft bald der Muezzin

Die Stadt Köln erlaubt in einem Versuch den rund drei Dutzend Moscheegemeinden, öffentlich zum Gebet zu rufen. Wie stehen die Menschen in der Stadt dazu? Das Wetter ist mies an diesem Dienstag in Köln, es regnet fast ununterbrochen. Nur wenige Leute laufen unter Regenschirmen oder den Kopf tief zwischen die Schultern gezogen durch die Keupstraße. Vorbei an duftenden Feinkostläden, Juwelieren, Restaurants oder Kiosken. Die Inhaber heißen Usta, Özdag oder Meral. An einem Haus hängt ein Schild über der Durchfahrt zum Innenhof: Ömer-ül Faruk Camii. Eine Moschee. Im Hof dann ein kleines zweistöckiges Gebäude, ganz unscheinbar und versteckt, wie eine Garage. Und so anders als das Bild, das in grüner Farbe an seine Fassade gemalt ist: eine prachtvolle, kuppelförmige Moschee mit Minarett, umsäumt von einem Park.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/koeln-erlaubt-den-ruf-des-muezzins-debatte-ueber-religionsfreiheit-17586959.html

 

FAZ.NET: AStA unterliegt in Streit mit humanistischer Hochschulgruppe

Die Studentenvertretung der Uni Mainz hat einer Hochschulgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung die Förderung entzogen - mit der Begründung, sie sei islam- und behindertenfeindlich. Dies war illegal, wie das Verwaltungsgericht feststellte. Als „Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung" bezeichnet sich die Giordano-Bruno-Stiftung, und so nennt sich auch eine an der Gutenberg-Uni aktive Hochschulgruppe, die mit dem Mainzer Ableger der Stiftung verbunden ist. Religionskritisch und nach eigenen Angaben einem „evolutionären Humanismus" verbunden, sollte eine solche Gruppierung bei einer im Zweifel links denkenden Studentenvertretung auf Wohlwollen treffen – könnte man meinen. Doch dem ist nicht so.

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/asta-der-uni-mainz-unterliegt-in-rechtsstreit-17601604.html

 

FAZ.NET: Warum es eine junge Frau zum IS nach Syrien zog

2014 ging die Frankfurterin Kim Teresa A. nach Syrien, um sich den Kämpfern des „Islamischen Staats" anzuschließen. Über ihre Zeit bei der Terrormiliz entstand ein Buch. Nun wurde die junge Frau zu vier Jahren Haft verurteilt. Im grauen Pullover, die langen schwarzen Haare nach hinten gekämmt und zu einem Zopf geflochten, steht sie da, neben sich ihre Verteidiger Christina Sinnecker und Gregor Gysi, den früheren Parteichef der Linken. Beinahe teilnahmslos wirkt Kim Teresa A., als der Richter das Urteil verkündet: vier Jahre Haft. Damit geht das Gericht noch über das von der Generalstaatsanwaltschaft geforderte Strafmaß von drei Jahren und drei Monaten hinaus. Für die Richter am Frankfurter Oberlandesgericht steht fest: Die heute 32 Jahre alte A. war zwei Jahre lang ein aktives Mitglied der Terrororganisation „Islamischer Staat" (IS) in Syrien.

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/urteil-gegen-kim-teresa-a-warum-es-eine-junge-frau-zum-is-nach-syrien-zog-17609472.html

 

FAZ.NET: „Wann ich deutsch bin? Ich hefte alles ab!"

Nilam Farooq ist das Kind polnisch-pakistanischer Eltern, ein Berliner Mädchen und der Shootingstar des deutschen Kinos. Ein Gespräch über Rassismus, klischeedeutsche Tugenden und ihren kometenhaften Erfolg als Schauspielerin. Als sie den Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin gewann, für ihr Spiel in Sönke Wortmanns „Contra", hieß es in der Laudatio: „Neben einem alten Hasen wie Christoph Maria Herbst nicht nur bravourös zu bestehen, sondern zu brillieren, das gelingt Nilam Farooq." Der 32-jährigen Schauspielerin gelingt aber noch mehr: zwei sehr unterschiedliche Kulturen zu überbrücken, Zivil­courage zu zeigen, mit 20 ein Youtube-Star mit Millionen Followern gewesen zu sein und nun aber ganz behutsam zur Charakterdarstellerin zu reifen.

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/nilam-farooq-im-interview-ueber-ihren-erfolg-17608787.html